News & Trends

Canon EOS R8 Mark II mit Bildstabilisator und neuem Design

David Lee
17.9.2026
Bilder: David Lee

Die Neuauflage der R8 ist eine moderne Vollformatkamera zu einem moderaten Preis. Sie bringt zahlreiche Verbesserungen, der Sensor bleibt allerdings der gleiche.

Die Canon R8 Mark II ist eine Vollformatkamera für Einsteiger oder Preisbewusste. Das Vorgängermodell R8 bleibt als noch günstigere Option erhältlich. Der wichtigste Vorteil der Mark II ist der eingebaute Bildstabilisator. Er kompensiert laut Hersteller bis zu 7,5 Belichtungsstufen.

Produktbild Canon EOS R8 Mark II Body CENV (24.20 Mpx, Vollformat)
Kamera
Neu
CHF1599.–

Canon EOS R8 Mark II Body CENV

24.20 Mpx, Vollformat

Produktbild Canon EOS R8 MARK II+RF24-105F4-7.1 IS STM CENV (24 - 105 mm, 24.20 Mpx, Vollformat)
Kamera
Neu
CHF1899.–

Canon EOS R8 MARK II+RF24-105F4-7.1 IS STM CENV

24 - 105 mm, 24.20 Mpx, Vollformat

Ein Bildstabilisator braucht Platz. Da es nicht möglich war, die sehr kompakten Abmessungen der R8 beizubehalten, hat Canon das Gehäuse überarbeitet. Zum Glück, würde ich sagen, denn das bringt einige weitere Vorteile mit sich. So hat die R8 Mark II einen Joystick, womit sich das Fokusfeld viel besser platzieren lässt. Das Kartenfach ist nun auf der Seite statt unten – praktisch zum Wechseln, wenn beispielsweise die Kamera auf einem Stativ steht.

Das neue Design macht Anleihen bei den 80er-Jahre-Spiegelreflexkameras Canon T80 und EOS 650, aber die R8 Mark sieht nicht aus wie eine Retro-Kamera. Sie wirkt kantiger als bei früheren EOS-R-Modellen.

Die Canon T80 von 1985 (links) war Canons erste Autofokus-Spiegelreflexkamera. Die EOS 650 von 1987 (rechts) war die erste mit dem damals neuen EF-Bajonett.
Die Canon T80 von 1985 (links) war Canons erste Autofokus-Spiegelreflexkamera. Die EOS 650 von 1987 (rechts) war die erste mit dem damals neuen EF-Bajonett.

Drei ähnliche Kameras

Durch die Verbesserungen nähert sich die R8 Mark II der R6 Mark II an. Diese war mit 2629 Franken ursprünglich deutlich teurer, ist aber bald vier Jahre alt und befindet sich momentan in einer ähnlichen Preislage. Sie hat immer noch einige Vorzüge wie ein zweites Kartenfach, einen grösseren Akku, mehr Auflösung beim Sucher und eine bessere Abdichtung. Auch die R8 Mark II ist jedoch staub- und wasserresistent. Sie ist leichter und kompakter. Zudem hat sie einige Features von der neueren (und viel teureren) R6 Mark III geerbt, etwa das Tally Light zur Kontrolle der Videoaufnahme. Oder dass die Kamera bei der Pre-Recording-Funktion direkt RAW-Files speichert, anstatt diese in ein umständliches Containerformat zu packen.

Erste Eindrücke

Ich konnte die Kamera bereits ein wenig ausprobieren. Das kantigere Design macht sich kaum negativ bemerkbar in der Ergonomie; die Kamera liegt gut in der Hand. Die harten Linien sind hauptsächlich oben, wo man nicht hingreift. Es gibt einen Erweiterungsgriff, der nichts anderes tut, als die Kamera grösser zu machen. Tatsächlich liegt sie damit besser in der Hand. Der Griff selbst enthält keinen Akku, doch der Akku ist auch mit angeschraubter Erweiterung direkt zugänglich.

Rückseite mit dem Erweiterungsgriff.
Rückseite mit dem Erweiterungsgriff.

Der Autofokus scheint gut zu funktionieren. Zusammen mit der Möglichkeit für Pre-Recording (maximal 20 Bilder) und der hohen Serienbildgeschwindigkeit von 40 FPS ist die Kamera durchaus für Sport, Action und Tierfotografie zu gebrauchen. Allerdings ist der Sensor nicht frei von Bewegungsverzerrungen (Rolling Shutter) und der mechanische Verschluss, der dieses Problem behebt, ist mit 6 Bildern pro Sekunde für heutige Verhältnisse langsam. Leider kann die Voraufnahme nur mit 40 FPS genutzt werden, was manchmal zu einer unnötigen Bilderflut führt. Das ist allerdings bei anderen Canon-Kameras auch so.

Autofokus und Serienbilder sind Action-tauglich.
Autofokus und Serienbilder sind Action-tauglich.

Die Bildqualität bringt keine Überraschungen. Sie entspricht derjenigen der R8. Die Empfindlichkeit lässt sich bis auf 102 400 ISO hochschrauben. Kollege Samuel hat die R8 getestet.

Die Kamera bietet einen Produktpräsentations-Autofokus: Ein in die Kamera gehaltenes Objekt wird automatisch fokussiert. Verschwindet es aus dem Blickfeld, stellt die Kamera wieder auf die Person scharf. Zudem soll es einen Defokus-Effekt geben, bei dem am Ende des Videos automatisch unscharf gestellt wird. Beides konnte ich noch nicht testen.

Erste Einschätzung

Mit dem eingebauten Stabilisator ist die R8 Mark II ein sehr guter Einstieg in die Welt der Vollformatkameras. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt. Falls du jedoch zwei Kartenfächer oder einen Sucher mit höherer Auflösung brauchst, ist die R6 Mark II die bessere Wahl.

Die Kamera lässt sich ab sofort vorbestellen und ist voraussichtlich ab dem 20. Oktober lieferbar. Es gibt sie auch im Kit mit dem 24-105 Millimeter-Objektiv, mit dem ich persönlich gute Erfahrungen gemacht habe.

2 Personen gefällt dieser Artikel


User Avatar
User Avatar

Durch Interesse an IT und Schreiben bin ich schon früh (2000) im Tech-Journalismus gelandet. Mich interessiert, wie man Technik benutzen kann, ohne selbst benutzt zu werden. Meine Freizeit ver(sch)wende ich am liebsten fürs Musikmachen, wo ich mässiges Talent mit übermässiger Begeisterung kompensiere. 


Foto und Video
Folge Themen und erhalte Updates zu deinen Interessen

News & Trends

Vom neuen iPhone bis zur Auferstehung der Mode aus den 80er-Jahren. Die Redaktion ordnet ein.

Alle anzeigen

Weitere Beiträge aus dem Magazin

Alle anzeigen

Weitere Beiträge aus dem Magazin

1 Kommentar

Avatar
later