Apple
News & Trends

Apple stellt MacBook Pro mit OLED-Touchscreen vor

Samuel Buchmann
28.10.2026

Die neue Version des MacBook Pro erhält ein extrem helles Tandem-OLED-Display mit Touch-Funktionalität. Der Laptop ist zudem deutlich leichter als das bisherige Modell, kostet aber auch mehr.

Apple hat ein neues MacBook Pro präsentiert. Als erster Laptop aus Cupertino kommt es mit Touchscreen. Zudem verbaut Apple ein Tandem-OLED-Display, das für höhere Kontraste und bessere Farben sorgen soll. Das Gerät ist gegenüber dem bisherigen MacBook Pro dünner, leichter und teurer. Das Vorgängermodell bleibt im Sortiment.

Als Chips kommen die bekannten M5 Pro und M5 Max zum Einsatz. Sie stecken bereits im bisherigen MacBook Pro. Die Pro- und Max-Varianten der M6-Generation, die als Basisversion etwa im Mac Mini zu finden ist, scheint Apple zu überspringen.

Dünner, leichter, teurer

Das neue Design des MacBook Pro ist keine Revolution, sondern eine sanfte Weiterentwicklung: Die Bildschirmgrösse wächst dank schmalerer Ränder auf 14,2 und 16,3 Zoll an. Das kleinere Modell wiegt 1,38 Kilogramm (230 Gramm weniger als das bisherige MacBook Pro) und wird 0,5 Millimeter dünner. Das grössere wiegt 1,82 Kilogramm (320 Gramm weniger) und speckt einen ganzen Millimeter ab. Was ausserdem viele freuen dürfte: Das beleuchtete Apple Logo ist zurück.

Damit der Bildschirm nicht jedes Mal wackelt, wenn du etwas per Touch-Bedienung machst, hat das neue MacBook ein besonders steifes Scharnier. Ein neues Kühlkonzept soll den Luftstrom verbessern. Zudem wurden die Lautsprecher überarbeitet – Apple spricht von 50 Prozent mehr Bass und besseren Hochtönern.

Die Lautsprecher waren der Konkurrenz schon beim bisherigen MacBook Pro überlegen.
Die Lautsprecher waren der Konkurrenz schon beim bisherigen MacBook Pro überlegen.
Quelle: Apple

Als Farben stehen wie gehabt Silber und Space Schwarz zur Auswahl. In der 14 Zoll grossen Ausführung kostet das Touch-MacBook mindestens 2799 Franken oder 3299 Euro (500 Franken oder 400 Euro mehr als beim normalen MacBook Pro mit dem gleichen Chip). Für das Modell mit 16-Zoll-Display werden mindestens 3299 Franken oder 3899 Euro fällig (500 Franken oder Euro mehr). In der absoluten Vollausstattung mit M5 Max, 128 GB RAM und 16 TB SSD lässt sich der Preis auf 14 449 Franken oder 16 264 Euro hochtreiben.

Tandem OLED mit 2000 Nits Spitzenhelligkeit

Der vielleicht wichtigste technische Fortschritt: Das MacBook Pro bekommt die gleiche Tandem-OLED-Technologie, die schon im iPad Pro steckt. Das «PROLED XDR Display» bietet perfekte Schwarzwerte, akkurate Farben sowie eine Spitzenhelligkeit von 2000 Nits. Selbst Vollbild liegen 1000 Nits drin – ein extrem hoher Wert für ein OLED-Display. Die Bildfrequenz liegt bei 120 Hertz, die Pixeldichte bei 254 Pixel pro Zoll.

Das PROLED XDR Display ist gemäss Apple der weltbeste Laptop-Bildschirm.
Das PROLED XDR Display ist gemäss Apple der weltbeste Laptop-Bildschirm.

Tandem OLED ist übrigens nicht das Gleiche wie Tandem WOLED. Bei Tandem OLED ohne W werden zwei Ebenen von Dioden übereinander gestapelt, die direkt rotes, grünes und blaues Licht abstrahlen. Ein zusätzlicher Farbfilter entfällt. Diese Architektur funktioniert bei kleinen Displays. Für grosse Bildschirme (Monitore und TVs) wird hingegen Tandem WOLED eingesetzt. Hier produzieren drei Ebenen von Leuchtdioden gemeinsam ein weisses Licht, das dann durch Filter eingefärbt wird. Tandem OLED erreicht höhere Helligkeitswerte als Tandem WOLED. Beide Displaytechnologien stammen von LG.

Das PROLED XDR Display wird von einer dedizierten Display Engine gesteuert, welche die Nutzung jedes einzelnen Pixels über die Zeit überwachen und anpassen soll. Der Bildschirm soll sowohl den P3-Farbraum als auch AdobeRGB abdecken und sich damit perfekt für farbkritische Arbeiten eignen. Eine spezielle Beschichtung minimiere interne Reflexionen zudem besser als bei anderen OLED-Displays. Gegen Aufpreis ist zusätzlich die bekannte Nanotextur verfügbar, die externe Spiegelungen reduziert.

Touch-Gesten und Dynamic Island

Komplettes Neuland bei Laptops betritt Apple mit der Touch-Funktionalität. Sie soll die Bedienung per Trackpad und Tastatur nicht ersetzen, sondern ergänzen. Als Beispiele nennt Apple bekannte Multitouch-Gesten wie Scrollen, Zoomen oder das Verschieben von Objekten per Drag & Drop. Der Touch-Sensor ist kein zusätzlicher Layer auf dem Display, sondern direkt in dieses integriert. Das soll die Latenz auf ein Minimum reduzieren.

Triggerwarnung: Finger auf einem Laptop-Display.
Triggerwarnung: Finger auf einem Laptop-Display.
Quelle: Apple

Statt der Notch bisheriger MacBooks hat das neue eine Dynamic Island, wie man sie aus dem iPhone kennt. Genau wie dort zeigt sie auch auf dem MacBook Live-Aktivitäten an, die sich per Touch vergrössern lassen.

Spotlight expandiert nun aus der Dynamic Island heraus.
Spotlight expandiert nun aus der Dynamic Island heraus.
Quelle: Apple

Wie viel Mehrwert das alles im Alltag bietet, wird sich zeigen müssen. Apple-Gründer Steve Jobs bezeichnete Touch-Bedienung auf einem vertikalen Display einst als «ergonomisch schrecklich». Ex-CEO Tim Cook verglich die Idee eines Touch-Laptops bei der Einführung von Windows 8 mit der Vereinigung eines Toasters und eines Kühlschrank. Wie sich die Zeiten doch ändern.

Das neue MacBook mit OLED-Display kann ab sofort hier vorbestellt werden. Die Auslieferung beginnt am 6. November.

Titelbild: Apple

6 Personen gefällt dieser Artikel


User Avatar
User Avatar

Mein Fingerabdruck verändert sich regelmässig so stark, dass mein MacBook mich nicht erkennt. Der Grund: Sitze ich nicht vor einem Bildschirm oder stehe hinter einer Kamera, hänge ich oft an den Fingerspitzen in einer Felswand.


Computing
Folge Themen und erhalte Updates zu deinen Interessen

Notebooks
Folge Themen und erhalte Updates zu deinen Interessen

News & Trends

Vom neuen iPhone bis zur Auferstehung der Mode aus den 80er-Jahren. Die Redaktion ordnet ein.

Alle anzeigen

Weitere Beiträge aus dem Magazin

Alle anzeigen

Weitere Beiträge aus dem Magazin

5 Kommentare

Avatar
later