Florian Bodoky
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Nach Pensionskassen-Hack: Was passiert jetzt?

Florian Bodoky
27.10.2026

Der Eidgenössische Datenschutzbeauftragte hat eine formelle Untersuchung gegen die PK Softech AG eröffnet. Hacker erbeuteten beim Softwarelieferanten der Publica laut Medienberichten Daten von über 100 000 Bundesangestellten.

Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte (EDÖB) nimmt die PK Softech AG ins Visier. Die Firma aus dem Baselbiet entwickelt Software für Pensionskassen. Am 8. Oktober meldete das Unternehmen dem EDÖB einen Angriff auf ihre IT-Infrastruktur. Nun eröffnet der EDÖB die Untersuchung gegen PK Softech.

Was ist passiert?

Ende September drangen Cyberkriminelle in die Systeme der PK Softech ein und erbeuteten Daten verschiedener Pensionskassen und deren Versicherten. Unter anderem auch der Publica, der Pensionskasse des Bundes. Nach dem Meldeeingang am 8. Oktober und einer informellen Vorabklärung beim Opfer Publica startet nun die ordentliche Untersuchung wegen des Verdachts auf Verstösse gegen das Datenschutzrecht.

Der EDÖB möchte zunächst herausfinden, welche Personendaten die Pensionskassen der PK Softech überhaupt anvertraut hatten. Zudem prüft die Behörde, auf welcher rechtlichen Grundlage diese Datenübermittlungen stattfanden, wie die Beteiligten sie umsetzten und welche (und wie viele) Informationen tatsächlich abgeflossen sind.

Der EDÖB Adrian Lobsiger startet eine Untersuchung.
Der EDÖB Adrian Lobsiger startet eine Untersuchung.
Quelle: edoeb.admin.ch

Der EDÖB Adrian Lobsiger schliesst nicht aus, die Untersuchung der PK Softech später auf Bundesorgane (z.B. Publica) auszudehnen. Dies hat er gegenüber Blick geäussert. Auch die Anzahl gemeldeter Datensicherheitsverletzungen hätte sich stark erhöht. 455 sind es im Jahr 2026 bisher gewesen – lediglich 343 Meldungen waren es im gesamten Jahr 2025. Meist seien diese jedoch auf menschliches Versagen zurückzuführen.

Wer sind die Cyberkriminellen?

Wie der Tages-Anzeiger meldet, seien die Täter Mitglieder der Gruppe «Akira». Bei diesem Hack sollen sie rund 100 Gigabyte an Daten erbeutet haben. Für diese fordert die Gruppe nun Lösegeld. Sollten die betroffenen Behörden nicht zahlen, will die Gruppe Daten verkaufen oder im Darknet veröffentlichen.

Das Problem dabei: Es handelt sich um Daten, die praktisch alle aktuellen und ehemaligen Angestellten des Bundes betreffen – über 100 000 Personen. Die Datensammlung umfasst Namen, Geburtsdaten, AHV-Nummern, Adressen, Lohnangaben, Telefonnummern, E-Mail-Adressen und Bankverbindungen. Ausserdem Zivilstand und Daten zu Partnern und teilweise Kindern.

Wie Watson schreibt, befürchten Bundesstellen eine Gefahr für gewisse Angestellten. Etwa Mitarbeitende des Nachrichtendienstes des Bundes oder solche der Bundespolizei und die Gruppe «Verteidigung im VBS». Es bestehe die Gefahr, dass kriminelle Gruppen zum Beispiel Personen mit Tarnidentität aufspüren könnten. Hier ermittelt auch die Bundesanwaltschaft.

Andere Angestellte oder ehemalige Angestellte sollen zudem auf Phishingversuche achten.

Titelbild: Florian Bodoky

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Seit ich herausgefunden habe, wie man bei der ISDN-Card beide Telefonkanäle für eine grössere Bandbreite aktivieren kann, bastle ich an digitalen Netzwerken herum. Seit ich sprechen kann, an analogen. Wahl-Winterthurer mit rotblauem Herzen.


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