«Uncharted: The Lost Legacy»: Ein echtes «Uncharted» auch ohne Nathan Drake
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«Uncharted: The Lost Legacy»: Ein echtes «Uncharted» auch ohne Nathan Drake

Philipp Rüegg
Zurigo, il 17.08.2017
Da Nathan Drake bis auf weiteres vom Schatzsuchen zurückgetreten ist, übernehmen in «The Lost Legacy» zwei alte Bekannte die Führung. Das neue Duo kann genauso gut austeilen und einstecken wie die bisherige Hauptfigur. Nur in einem Punkt schwächelt es ein bisschen.

Versunkene Tempel, längst vergessene Schätze und ein schwatzhaftes Duo. Das Grundgerüst von «Uncharted: The Lost Legacy» bleibt der Serie treu. Die Erweiterung zu «Uncharted 4» funktioniert ohne das Hauptspiel und ist zeitlich nach den Ereignissen von «A Thiefs End» angesiedelt. Die bisherige Hauptfigur Nathan Drake setzt für dieses Abenteuer allerdings aus. Stattdessen steuerst du eine andere alte Bekannte: Chloe Frazer. Die feurige Abenteuerin tauchte erstmals in «Uncharted 2» auf, wo sie Nathan ordentlich auf Trab hielt.

Das dynamische Duo

Genau wie Nathan ist auch Chloe selten allein unterwegs. Zur Seite steht ihr Nadine Ross. Ebenfalls keine Unbekannte. Sie mimte die Gegenspielerin in Nathans letztem Abenteuer. Sie war zwar nicht der Oberschurke, machte dem charmanten Schatzjäger als bezahlte Söldnerin aber ordentlich das Leben schwer. In «The Lost Legacy» bildet sie zusammen mit Chloe ein unerwartetes aber vielversprechendes Duo.

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Nadine und Chloe sind die Stars in diesem Abenteuer.

Chloe ist die humorvollere von beiden, die gerne improvisiert und alles etwas lockerer angeht. Nadine dagegen ist direkter sowohl in Worten als auch mit den Fäusten. Die Interaktionen zwischen den beiden wirken authentisch und ich habe ihren Gesprächen gerne gelauscht. Allerdings versprühen sie nicht den gleichen Charme und Humor wie Nathan und sein jeweiliger Begleiter. Dadurch entsteht auch nicht die gleiche emotionale Bindung. Was natürlich auch mit der kürzeren Spieldauer zusammenhängt.

Auf Hochglanz poliert

Wie üblich in der «Uncharted»-Serie begibst du dich auf eine epische Reise auf der Suche nach einem verschollenen Schatz. Natürlich bist du damit nicht alleine. Ein Warlord namens Asav hat die gleiche Idee. Er stellt auch die Schergen, die du zu dutzenden niedermähst. Dieses mal reist du etwas weniger in der Weltgeschichte umher als auch schon. Du bist hauptsächlich in den indischen Bergen unterwegs, während im Land ein Bürgerkrieg tobt.

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Es wird nicht nur in alten Tempeln und Ruinen herumgekrakselt.

Die Szenerie wird sehr schön eingeführt und die Grafik zeigt sich von der ersten Minute von ihrer besten Seite. Besonders wenn du noch HDR einschaltest, darfst du dich über verdammt hübsche Lichteffekte freuen. Optisch war «Uncharted» aber schon immer ein Hingucker. Der mittlere Part des Spiels, wo du viel mit dem Jeep unterwegs bist, könnte aber genauso gut aus dem letzten Teil stammen. Hier hat mich das Setting aus schlammigem Jungle schnell gelangweilt. Zum Glück wird es später optisch wieder etwas abwechslungsreicher. Insgesamt beeindruckt die Welt von «The Lost Legacy» mit ihren geschmeidigen Charakter-Animationen und der detailverliebten Umgebungen. Affen tummeln sich auf deinem Auto, wenn du kurz wegläufst, Vasen rollen weg und zerschellen, wenn du sie aus Versehen umstösst und Haare kleben von der Hitze und der Feuchtigkeit realistisch im Gesicht.

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Mit HDR sieht das Spiel noch eine ganze Ecke knackiger aus.

Gewohntes Gameplay

Spielerisch hat sich nicht viel verändert, ausser dass du nun ab und zu Schlösser knacken kannst. Chloe und Nadine setzen etwas mehr auf Schleichen als Nathan, aber auch sie werden regelmässig in Schiessereien verwickelt. Die Gegner sind zwar nicht ganz so zahlreich wie mans kennt. Trotzdem hab ich zum ersten Mal automatisches Zielen eingestellt, um schneller mit ihnen fertig zu werden. Damit machen mir die Ballereinlagen sogar ziemlich Spass. Enterhaken, Seilwinde etc. kommen ebenfalls wieder zum Einsatz. Auch eine handvoll clever designter Rätsel setzt dir das Spiel vor.

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Schleichen wird überbewertet.

Das Spiel ist im grossen und ganzen linear. Mit Ausnahme des Mittelteils. Dort bist du mit dem Jeep in einem relativ frei befahrbaren Gebiet unterwegs. Es fühlt sich allerdings nicht sehr natürlich an und die Wegfindung kann teilweise wirklich nerven. Ich war froh, als ich den Abschnitt hinter mir lassen konnte. Dabei macht das Herumrasen mit dem gelenkigen Jeep über Stock und Stein ansonsten echt Laune.

Fazit

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«The Lost Legacy» ist durch und durch ein «Uncharted». Es gibt fantastische Plätze zu bestaunen, interessante Rätsel zu lösen und jede Menge halsbrecherische Action zu erleben. Auch wenn ich zu Chloe und Nadine nicht die gleiche Verbindung verspürte wie zu Nathan Drake, habe ich sie gerne auf ihrem Abenteuer begleitet. Und auch wenn es zum fünften Mal im Prinzip um das gleiche geht, kommt bei 5-8 Stunden Spielzeit garantiert keine Langeweile auf.

Das Spiel wurde auf einer PS4 Pro mit einem HDR-fähigen TV getestet und erscheint am 23. August exklusiv für die PS4.

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Philipp Rüegg
Philipp Rüegg

Senior Editor, Zurigo

Vado matto per il gaming e i gadget vari, perciò da digitec e Galaxus mi sento come nel paese della cuccagna – solo che, purtroppo, non mi viene regalato nulla. E se non sono indaffarato a svitare e riavvitare il mio PC à la Tim Taylor, per stimolarlo un po' e fargli tirare fuori gli artigli, allora mi trovi in sella del mio velocipede supermolleggiato in cerca di sentieri e adrenalina pura. La mia sete culturale la soddisfo con della cervogia fresca e con le profonde conversazioni che nascono durante le partite più frustranti dell'FC Winterthur.

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