Ein Mini-PC, wie zum Beispiel dieser NUC von Intel, hat auf jedem Schreibtisch im Homeoffice Platz.
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Kaufratgeber

Mini-PC: Quadratisch, praktisch – und auch gut?

Martin Jungfer
28.10.2020

Notebook, Desktop-Rechner oder PC-Power im Tower? Wer im Homeoffice einen Computer braucht, hat die Qual der Wahl. Machen wir es aber noch komplizierter. Wie wäre es mit einem Mini-PC? Fünf Gründe, warum die kleinen Kisten deine Aufmerksamkeit verdient haben.

Der Standard-Büroarbeiter von heute wird vom Arbeitgeber meist mit einem Notebook ausgestattet. Im Büro hängt das Ding dann auf der Docking-Station und darf manchmal mit ins Meeting. Und als erfahrener Corona-Hase im Homeoffice stöpselt du das Ding an Deinen Monitor an. Ja, so ein Notebook hat seine Vorteile.

Wenn dein Notebook aber nicht mehr das jüngste ist und du dir eine Neuanschaffung überlegst, bringe ich dich jetzt einmal auf einen anderen Gedanken: Wie wäre es mit einem Mini-PC, die wir als NUC von Intel, ProDesks oder EliteDesks von HP oder als Modell von Asus im Sortiment haben? Ein paar Vorteile hätten diese nämlich.

1. Klein ist fein

Fangen wir mit dem Argument an, das sicher nicht alle nachvollziehen können: die Grösse. So ein Mini-PC ist, wie der Name schon sagt, ziemlich klein. Ein NUC der neuesten Generation ist mit zwölf mal zwölf Zentimetern ein Winzling. Selbst die Mutter aller eleganten Schreibtisch-Recheneinheiten, der Apple Mac mini ist mit knapp 20 Zentimetern Seitenlänge grösser. Kleiner ist die EliteDesk-Serie von HP (17 Zentimeter) oder auch der Mini-PC von Asus mit nicht einmal zwölf Zentimeter. So ein quadratisches Kästchen braucht auf einem Schreibtisch also wenig Platz. Wer es aufgeräumt mag, wird das lieben. Wer es ganz aus dem Sichtfeld verschwinden lässt, montiert es unter die Schreibtischplatte oder an die Rückseite des Monitors.

So ein NUC hat nur eine Kantenlänge von etwa 12 Zentimetern. Bild: Martin Jungfer
So ein NUC hat nur eine Kantenlänge von etwa 12 Zentimetern. Bild: Martin Jungfer

2. Anschlussfreude herrscht

Auch wenn sie klein sind — an Anschlussmöglichkeiten mangelt es den Mini-PCs meistens nicht. HDMI, Display Port, Ethernet (RJ45) und USB bringen fast alle der Winzlinge mit. Dazu kommen in vielen Fällen Audio-Anschlussmöglichkeiten und Bluetooth. Besonders letzteres wird die Ästheten wieder freuen, weil somit auch Tastatur und Maus ohne Kabel ihren Arbeitsplatz einnehmen können. Wenn du mehr als einen Monitor an den Mini-PC anschliessen willst, solltest du die Zahl der HDMI- bzw. Display-Port-Anschlüsse entsprechend im Blick behalten und bei der Suche die Filter passend setzen. Beim USB-Anschluss macht der 3.1-Standard der 2. Generation mehr Freude als der in älteren Modellen noch häufig verbaute 3.0-Anschluss mit langsameren Datenraten. Und wenn du zusätzlich zum verbauten Speicher später noch mit SD-Karten arbeiten möchtest, solltest du auf einen entsprechenden Cardreader-Slot achten.

3. Basteln oder fixfertig

Die Mini-PCs gibt es in verschiedenen Varianten: vom sogenannten Barebone bis zum startbereiten Gesamtpaket inklusive Betriebssystem. Wer Arbeitsspeicher, Grafikkarte, CPU und Festplatte selbst wählen will und verbauen kann, ist mit dem Barebone, zu deutsch also dem blanken Knochen, gut bedient. Lediglich das Motherboard, meist inklusive Grafikchip, und ein Lüfter sind hier schon an Bord. Wer sich mit den offerierten Festplatten und Arbeitsspeicher-Grössen anfreunden kann, fährt mit einer ready-to-use-Lösung oft auch preislich besser. Vor allem die enthaltene Lizenz für Windows fällt hier ins Gewicht. Die Hersteller der Mini-PCs zahlen hier viel weniger als du, wenn du die Lizenz selbst kaufst. Oder du gehörst zu den Linux-Jüngern; dann kümmert dich der Preis für Windows eh nicht. Achte beim Kauf eines Mini-PCs auf jeden Fall darauf, dass Du nach Möglichkeit keine eMMC wählst. Diese technisch einer SD-Karte ähnelnde Form des Speicherplatzes ist zwar für die Hersteller günstig und ähnlich schnell wie eine SSD. Allerdings sind die Datentransfers langsamer. Und du kannst sie so gut wie nicht später gegen eine grössere tauschen, weil sie fest verlötet ist. Und noch ein Hinweis, wenn du ernsthaft über einen Barebone nachdenkst: Finde heraus, ob dein Modell einen Sockel für einen allfälligen späteren CPU-Wechsel hat. Wenn du vorhandene Speichermodule zum Beispiel aus einem Notebook wiederverwenden willst, kläre vorher ab, ob der Typ mit dem Barebone kompatibel ist.

4. Arbeitstiere für den Alltag

Wie sieht deine Arbeit am PC aus? Office-Anwendungen, E-Mails, Recherchen im Internet, Streaming von Musik oder Serien, einfache Bildbearbeitung? Dafür bietet dir ein Mini-PC völlig ausreichende Rechenleistung. Wenn es in deinem Budget liegt, wähle eine 512 GB grosse SSD. Und mit 8 GB RAM und einem i5 von Intel verrichtet der Kleinrechner die ihm gestellten Aufgaben problemlos. Sogar für gelegentliches Gamen reicht die integrierte Grafikleistung — erwarte aber nicht, dass du mit deinem Mini-PC in den neuesten Flugsimulator steigen kannst. Dafür bräuchte es dann schon eine externe Grafikkarte, die du per Thunderbolt anschliessen könntest. Wenn du allerdings wirklich richtig gamen willst, sollte ein Mini-PC nicht deine erste Wahl sein.

5. Es lüftet so leise und sparsam

Die kleinen Rechner werkeln meist sehr leise vor sich hin. In Tests werden zwischen 0,1 und 0,2 Sone im Standardbetrieb gemessen. Das ist deutlich weniger als ein Standard-Laptop von sich gibt. Und NUC und Co. sind zudem auch äusserst genügsam, wenn es um die Aufnahme von Strom geht. Im Leerlauf ziehen die Geräte unter 10 Watt, unter durchschnittlicher Last zwischen 50 und 60 Watt, für die Leistungsspitze kommen sie auf bis zu 90 Watt. Was aber immer noch deutlich unter dem liegt, was deine Stromrechnung spürbar beeinflussen sollte. Zum Vergleich: Ein modern ausgestatter Office-PC läuft im Normalbetrieb mit rund 100 Watt, unter hoher Last sind dort 200 Watt und mehr keine Seltenheit.

Vielleicht haben dich einige der Gründe überzeugt. Verraten kann ich dir noch, dass wir bei Digitec Galaxus derzeit in unseren Besprechungsräumen tatsächlich an allen Monitoren NUC-Modelle von Intel angeschlossen haben. Mit Tastatur und Maus auf dem Konferenztisch können wir uns schnell und einfach anmelden, falls wir etwas auf dem Bildschirm anschauen wollen.

Zu den am meisten verkauften PCs im Kleinformat zählen derzeit diese:

Lenovo ThinkCentre M90q Gen 2 (Intel Core i5-11500, 8 GB, 256 GB, SSD)
949.–

Lenovo ThinkCentre M90q Gen 2

Intel Core i5-11500, 8 GB, 256 GB, SSD

1
Dell OptiPlex 3000 MFF (Intel Core i5-12500T, 16 GB, 512 GB, SSD)
763.–

Dell OptiPlex 3000 MFF

Intel Core i5-12500T, 16 GB, 512 GB, SSD

4
Dell Optiplex – 3090 MFF (Intel Core i5-10500T, 16 GB, 256 GB, SSD)
710.–

Dell Optiplex – 3090 MFF

Intel Core i5-10500T, 16 GB, 256 GB, SSD

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Giornalista dal 1997 con sedi in Franconia, sul lago di Costanza, a Obvaldo e Nidvaldo e a Zurigo. Padre di famiglia dal 2014. Esperto in organizzazione editoriale e motivazione. Focus tematico sulla sostenibilità, strumenti per l'ufficio domestico, cose belle in casa, giocattoli creativi e articoli sportivi. 


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