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Hintergrund

Vorschau: «Dragon Ball Xenoverse 3» lässt dich zum Super-Saiyajin werden

Endlich wieder Kamehameha! Ich habe einen ersten Blick auf das Action-Rollenspiel «Dragon Ball Xenoverse 3» geworfen und spüre Anime-Vibes.

«Dragon Ball Xenoverse 3» steckt in den letzten Entwicklungszügen und endlich gibt es erstes Gameplay-Material zu sehen. Vor gut zehn Jahren konnte ich den Action-RPG-Vorgänger auf Playstation 4, Xbox und PC erstmals spielen. Der dritte Teil spielt in einer fernen Zukunft («Age 1000») und erzählt einen neuen Handlungsstrang. Producer Masayuki Hirano ist wieder mit an Bord. Er will das alte «Xenoverse»-Flair bewahren und es gleichzeitig um neue Elemente erweitern.

Ich hatte die Möglichkeit, im Rahmen einer Hands-Off Demo erstes Gameplay-Material zu sehen.

Hoffentlich gibt es im Charakter-Editor viele Optionen, um meine Heldin zu individualisieren.
Hoffentlich gibt es im Charakter-Editor viele Optionen, um meine Heldin zu individualisieren.

Die Demo startet im Zimmer des Charakters, den ich mir zu Beginn des Spiels selbst erstelle. In den offiziellen Beschreibungen zum Game heißt es, dass ich selbst entscheide, welche Art Held ich sein möchte. Ob sich das lediglich auf die Rasse und Optik bezieht oder ob weitere Variablen möglich sind, wird sich noch herausstellen. Für meinen Helden stehen unter anderem Erdlinge, Saiyajins und weitere Rassen zur Auswahl.

Den Charakter-Editor wollen die Entwickler noch nicht im Detail zeigen, es sei aber jederzeit möglich, die eigene Figur im Zimmer anzupassen.

«Xenoverse 3» hat im Vergleich zum Vorgänger optisch einen riesigen Sprung gemacht. Die Figuren könnten direkt dem Manga entsprungen sein und abgesehen von einigen Rucklern in der Demo (die ich auf die technischen Limitationen des Streams schiebe), wirken die Bewegungen flüssig.

In jeder Ecke ist die Handschrift des verstorbenen Mangaka Akira Toriyama klar erkennbar. Es könnte eines der letzten größeren Projekte gewesen sein, an denen Toriyama noch aktiv beteiligt war.

Bereits im Zimmer des eigenen Helden gibt es viel zu entdecken. Es mutet wie eine Mischung aus Messie-Haushalt und Bibliothek an: Auf dem Boden stapeln sich zahlreiche Bücher und jede Ecke ist vollgestopft mit Dokumenten oder Dekoration.

Was ich in meinem Zimmer wohl alles machen kann?
Was ich in meinem Zimmer wohl alles machen kann?

Willkommen im futuristischen West City

Age 1000 ist eine Welt, die Son Goku und Co. einst beschützt haben. Jetzt liegt es an mir, diese Aufgabe zu übernehmen. Was für einen Charakter ich spiele und welche Rolle ich dabei genau übernehme, ist bisher noch nicht ganz klar. Als Teil der «Capsule Corporation» vermöble ich offensichtlich allerlei Bösewichte. So weit, so bekannt.

Eine Palme im Hub? Kann man machen.
Eine Palme im Hub? Kann man machen.

Das Hauptquartier der Organisation sehe ich nur kurz. Das Studio fokussiert sich in der Demo vor allem auf NPCs wie Future Trunks und Vegeta, die dort herumlungern. Mehr als diesen kurzen Teaser gibt es jedoch nicht – das Studio wolle aber in Kürze mehr über bekannte Gesichter im Spiel verraten. Schade. Ich hätte am liebsten selbst den Controller in die Hand genommen und weitere Investigationen dazu angestellt.

Die Stadt, die in der Demo gezeigt wird, scheint riesig. Laut Aussage der Entwickler gibt es in West City jede Menge zu tun. Zeigen wollten sie das allerdings noch nicht (ach, nicht schon wieder). Stattdessen gibt es erneut einen Rundumblick, um die strahlenden Hochhäuser, futuristischen Bahnstrecken, Flugschiffe und Palmen zu betrachten, die Age 1000 wie eine lebendige Zukunft aussehen lassen. Die NPCs stehen im Gegensatz dazu leider ziemlich statisch auf der Straße herum, was dem sonst so coolen Look der Stadt einen Dämpfer verpasst.

Schön.
Schön.
Quelle: Bandai Namco

Mir wird eine kurze Sequenz gezeigt, die sich als Eröffnungsszene des Spiels eignen würde: peppige Musik, J-Idols, die für ihre Songs werben und futuristische Armbänder, die Charaktere auf Knopfdruck in stylische Kämpfer verwandeln (Magical Girl-Anime lässt grüßen).

Ganz verstanden habe ich die Zwischensequenz noch nicht, aber der Vibe ist cool. Außerdem konnte ich Bulma und Piccolo erspähen! «Ja, das ist die Bulma, die ihr alle kennt!», kommentiert ein Entwickler der Dimps Corporation. Schon wieder ein Teaser ohne weiterführende Infos – so langsam habe ich das Gefühl, dass sie das geniessen. Ich bin auf die Story gespannt, die all das hoffentlich sinnvoll zusammensetzt.

Zeit für ein Kamehameha!!!

Der wichtigste Teil der Demo startet kurz darauf: Eine Kampfmission. Nach Annahme der Quest wird das Team rund um den eigenen Charakter in eine eisige Landschaft gebeamt, um dort einen Boss zu besiegen. Genretypisch müssen dafür zunächst zahlreiche einfache Gegner besiegt werden, bevor es zum Endgegner geht.

Das Kampfsystem ähnelt dem seiner beiden Vorgänger: Ich entfessle leichte oder schwere Angriffe und benutze besondere Attacken, die ich zuvor für meinen Charakter festgelegt habe. Wie groß die Auswahl dafür sein wird, kann ich bisher nicht einschätzen. Die Entwickler betonen mehrmals, dass das Anpassen des Movesets vor einem Kampf essentiell ist, da die Gegner fordernd sein werden. Deshalb gehe ich davon aus, dass für die Anpassung eine breite Palette an Skills zur Verfügung stehen wird.

Hier ist ganz schön was los: Kamehameha, Explosionen der Teammitglieder und Ki-Attacken lassen den Bildschirm leuchten.
Hier ist ganz schön was los: Kamehameha, Explosionen der Teammitglieder und Ki-Attacken lassen den Bildschirm leuchten.

Endlich werde ich zum Super Saiyajin

Was ich stattdessen sehen kann, ist eine Verwandlung: Die Fähigkeit «Soul Switch» erlaubt es, den Platz mit einem vorher ausgewählten Kämpfer aus dem «Dragon Ball»-Roster zu tauschen. Für eine begrenzte Zeit wird der Kampf mit Trunks fortgesetzt, der den Platz mit dem eigentlichen Charakter getauscht hat – inklusive seines kompletten Movesets.

Wenn ich mich nicht verguckt habe, heilt der Soul Switch die eigene Lebensleiste sogar komplett, was das gesamte Kampfgeschehen ändern kann. Als Alternative zum Soul Switch gibt es die «Awakening Skills». Dabei können normale Kämpfer der Saiyajin-Rasse zum Super-Saiyajin werden — natürlich mit passendem Hairstyle. Die Entwickler haben zudem verraten, dass die Awakening Skills weitere Perks, wie den Super Saiyajin 3, beinhalten werden. Auch diese Verwandlung ist zeitlich begrenzt und heilt vermutlich komplett.

In welche ikonischen Figuren ich mich wohl noch verwandeln kann?
In welche ikonischen Figuren ich mich wohl noch verwandeln kann?

Um die verschiedenen Superattacken auszuführen, wird Ki verbraucht. Dieses füllt sich mit der Zeit langsam von selbst oder über spezielle Aktionen wieder auf. Es scheint auch in «Dragon Ball Xenoverse 3» wichtig zu sein, ein Auge auf den Ki-Verbrauch zu haben, um heftige Angriffsketten zu entfesseln. Das Ganze gipfelt im besten Fall in einem Soul Assist mit einem zusätzlichen Charakter, um einen verheerenden Kombinationsangriff zu starten. Wenn zwei Charaktere ihre mächtigsten Angriffe gemeinsam entfesseln und auf harte Gegner wie Broly loslassen, hat das Ganze eine ordentliche Portion Anime-Flair.

Erster Eindruck: Das sieht vielversprechend aus!

Bisher sehen die Kämpfe flüssig aus: Explosionen, Boosts sowie Ultimate-Attacken und jede Menge Action. Das berühmte Kamehameha ist natürlich auch dabei. «Dragon Ball Xenoverse 3» hat eigentlich alles, was ich von einem «Dragon Ball»-Game erwarte. Die Schauplätze passen perfekt ins Franchise und sehen unverbraucht aus, das neue Hub gefällt mir auf den ersten Blick ganz gut und die Animationen sowie die Posen der Charaktere geben mir richtige Anime-Vibes.

Da ich noch nicht selbst Hand anlegen durfte, bin ich hinsichtlich Balancing noch etwas skeptisch: Habe ich wirklich Lust, mich vor jeder einzelnen Mission komplett neu aufzustellen und aufwändig umzurüsten? Wie zeitintensiv wird das sein und wie intuitiv ist das UI?

Außerdem frage ich mich, was es in der Stadt zu tun gibt, wenn ich gerade keine Lust auf Kämpfe habe. Die vagen Versprechen der Entwickler könnten alles bedeuten, was mehr Sorge als Vorfreude aufkommen lässt. Eine schön designte Stadt im Toriyama-Look kann trotz Liebe zum Detail kalt und langweilig sein, wenn ich vor leeren Geschäften und starren NPC-Augen stehe. Hoffentlich kann man wie in Teil 1 die Dragon Balls suchen und Shenlong beschwören!

«Dragon Ball Xenoverse 3» erscheint 2027 für PS5, Xbox Series X/S und PC.

Titelbild: Bandai Namco

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Ich hatte als Kind weder einen Gameboy noch einen Super Nintendo. Darum stieg ich erst mit fünfzehn Jahren in die Welt des Gamings ein. Seither versuche ich, den Rückstand mit allen Mitteln gutzumachen. Schaue ich mir die jährlich steigende Zahl der Game-Releases an, scheint sich aber die gesamte Branche gegen mich verschworen zu haben. 


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