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Wie mich «PlayerUnknown's Battlegrounds» zum E-Sport bekehrt hat

An der Gamescom in Köln wurde das erste grosse «PlayerUnknown's Battlegrounds»-Turnier ausgetragen. E-Sport hat mich bisher eher kalt gelassen. Mit dem ESL Invitational hat es bei mir nun endlich Klick gemacht. Und zwar so richtig laut.

E-Sport ist eine coole Sache, die man fördern muss, aber selber schauen? Das dann doch nicht. Das hätte ich dir geantwortet, wenn du mich vor der diesjährigen Gamescom zu E-Sport befragt hättest. Genauer gesagt vor dem PlayerUnknown's Battleground (PUBG) Invitational, dem ersten LAN-Turnier des Multiplayer-Überraschungs-Hit. Auf die Teilnehmer wartet ein Preisgeld von 350 000 Dollar.

Entwickler Bluehole hat dafür zusammen mit der E-Sport-Organisation ESL 80 der weltbesten «PlayerUnknown’s Battlegrounds»-Spieler nach Köln geholt. Der Event wird unter anderem live auf Twitch, Mixer und YouTube übertragen. Trotz meines bis dahin auf Sparflamme köchelnden Interesses an E-Sport habe ich doch mal eingeschaltet. Was dann geschah, wirst du niemals glauben. Nein, quatsch, aber es war ehrlich eine Offenbarung.

Plötzlich ist bei mir der Groschen gefallen, warum E-Sport so eine riesen Kiste ist

Hier spielt die Action. Bild: ESL.

Ein Spiel, das mich (und meine Freunde) fesselt

Die wenigsten schauen E-Sport, ohne das Spiel auch selbst zu spielen. So ist es auch bei mir. Seit kurz nach der Veröffentlichung von PUBG ende März hat es mich nicht mehr losgelassen. Ich habe seit «World of Warcraft» nicht mehr solange und regelmässig das gleiche Spiel gezockt. Das liegt auch daran, dass der Grossteil meiner Kumpels ebenfalls dem PUBG-Wahn verfallen sind. Wir schicken uns ständig gegenseitig Videos zu von Waffen-Analysen, Taktiken oder lustigen Fails. Die Mischung aus adrenalingefüllten Feuergefechten, Beute sammeln und Unvorhersehbarkeit versprühen einen enormen Reiz. Von der ersten Minute bis zum Tod ist der Spannungsbogen konstant hoch. Ausserdem ist PUBG ist seinen Grundzügen simpel, bietet aber gleichzeitig enorme taktische Spieltiefe. Damit ist die Grundvoraussetzung gelegt, um auch als E-Sport zu gefallen.

Packende Übertragung

Dass mich das PUBG Invitational derart mitreissen konnte, ist als erstes den beiden Kommentatoren Lauren «Pansy» Scott und Richard «TheSimms» Simms zu verdanken. Sie sind auf Augenhöhe mit südamerikanischen Fussballmoderatoren – nur weniger parteiisch und weniger gefährdend fürs Trommelfell. Besonders Lauren kommentiert extrem kompetent und wahnsinnig mitreissend.

Kommt hinzu, dass der Zuschauermodus schlichtweg genial ist. Anders als beim regulären Zuschauermodus stehen der Regie diverse Zusatzoptionen offen. So siehst du beispielsweise auf der Karte alle Spieler inklusive Lebensanzeige. Wenn sich jemand hinter einem Stein verschanzt ist er für die Zuschauer weiterhin durch einen gelben Umriss erkennbar. Während die Spieler nur sehen, was in ihrem Sichtfeld vorgeht, sehen die Zuschauer ganz genau, wo der gegnerische Spieler gerade das Haus umkreist. Wir wissen auch, was sich in den Flugzeugabwürfen befindet, noch bevor sie gelootet wurden. Eine freie Kameraperspektive sowie Rückblenden gibt es ebenfalls.

Sie moderieren den Event: Lauren «Pansy» Scott und Richard «TheSimms» Simms. Bild: TheShotcaller

Am Invitational hat sich allerdings auch gezeigt, dass die Produzenten noch einiges zu lernen haben. Oft hat die Kamera viel zu lange auf unspektakulären Szenen verweilt, statt auf spannende Situationen zu wechseln. Manchmal war sekundenlang der Menübildschirm eines ausgeschiedenen Spielers eingeblendet, während im Spiel heftige Kämpfe tobten. Aber diese Sachen, werden sicher noch ausgebügelt.

Lerneffekt

Bei den Damen und Herren gibt es einiges abzugucken. Bild: ESL

Was das PUBG Invitational für mich zusätzlich interessant macht, ist der Lerneffekt. Schnell fallen dir nämlich gewisse Tricks und Taktiken der Profis auf, die du sofort selber ausprobieren willst. Wie bewegen sie sich von Deckung zu Deckung? Wie stürmen sie Häuser? Welche Waffen bevorzugen sie? Mit grossem Eifer habe ich den Pros wort- und sprichwörtlich (es wurde in Third Person gespielt) über die Schulter geschaut. Anders als bei traditionellen Sport, lassen sich im E-Sport abgeschaute Tricks einfacher und direkter umsetzen.

Von indifferent zu angefressen

Nachdem ich auf dem Handy mehrere Gigabyte Daten in PUBG-Youtube-Streams investiert habe, kann ich sagen, dass ich definitiv zum E-Sport konvertiert bin. Wer weiss, wie lange die Faszination anhält, aber zum ersten mal, kann ich vollends nachvollziehen, was die Faszination ausmacht. Bei mir ist es die Mischung aus Begeisterung für ein Spiel, spannende Unterhaltung und der Möglichkeit, neue Tricks zu lernen. Sogar meine Frau hat am PUBG Invitational einen Narren gefressen – und sie spielt das Spiel nicht mal. Ach ja: Und die Siegestrophäe ist eine goldene Bratpfanne.

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digitec live @ Gamescom

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Philipp Rüegg

Philipp Rüegg

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«Uncharted: The Lost Legacy»: Ein echtes «Uncharted» auch ohne Nathan Drake

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Philipp Rüegg

Als Game- und Gadget-Verrückter fühl ich mich bei digitec und Galaxus wie im Schlaraffenland – nur leider ist nichts umsonst. Wenn ich nicht gerade à la Tim Taylor an meinem PC rumschraube, oder in meinem Podcast über Games quatsche, schwinge ich mich gerne auf meinen vollgefederten Drahtesel und such mir ein paar schöne Trails. Mein kulturelles Bedürfnis stille ich mit Gerstensaft und tiefsinnigen Unterhaltungen beim Besuch der meist frustrierenden Spiele des FC Winterthur.

45 Kommentare

User gamerrici

Battlegrounds war aber das ziemlich grösste E-Event Chaos das ich je mitverfolgt habe.

26.08.2017
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User Anonymous

PUBG invitationals war so richtig langweilig. Jeder spielte extrem defensiv und versteckte sich im Wasser. Ich mag PUBG wirklich sehr. Aber die Organisatoren müssen sich noch was einfallen lassen um das Spiel Esports tauglich zu machen. Bin gespannt was die zukunft von PUBG und Esport bringt :D

26.08.2017
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User gamerrici

Es hat gereicht als sie auf First Person gewechselt haben. Meiner Meinung nach der einzige Modus, der PUBG haben sollte. Macht alles viel Spannender und Taktischer, wie man es sich sonst von Arma gewohnt ist.

27.08.2017
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User reinhold86

Naja Arma... is tauch so ein Thirdperson Game. Aber ja FFP sollte es nur noch geben.

08.09.2017
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User Anonymous

"Die wenigsten schauen E-Sport, ohne das Spiel auch selbst zu spielen."
Das nächste mal vielleicht die gängigen Statistiken anschauen ;) newzoo.com/wp-content/uploa...
Eines der wichtigsten eSports-Förderungs-Argumente :)

28.08.2017
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User Anonymous

Interessanter Link

02.09.2017
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User Anonymous

Jeder der Gerne e sports spielt sollte mal das kostenlos über steam downloadbare block n load ausprobieren. Es ist ein sehr unterhaltsames Spiel.

26.08.2017
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User Xephira

Ich wurde auch komplett von PUBG gefesselt und spiele selbst in einem E-Sportteam von Deutschland.

Ich finde aber dass das Turnier an der GC nicht gut organisiert war und eher ein PR gag war.

youtu.be/k0su40O6WSE

Ich hätte aber nicht gedacht das der Wahn auch dich Philipp gepackt hat :)

01.09.2017
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User rafnex

Playerunknown's Battlegrounds

Schweizer PUBG-Community:
Steam: steamcommunity.com/groups/p...
Facebook: facebook.com/pubgschweiz

DISCORD: (Voicechat)
discord.gg/Rw6g2u8

03.09.2017
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User fumo

@happyswissguy leider zeigt die Seite deine letzten zwei Antworten nicht mehr. Aber nein, das Telefonat hat nicht stattgefunden weil der Herr mit einen Leser reden wollte, ich bin aber ein Kunde. Das sieht er nicht ein.

05.09.2017
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User Vectron4k

Rainbow Six Siege Pro League mag ich immer noch am meisten, aber PUBG kann auch interessant werden.

27.08.2017
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User Anonymous

Neutrale Berichterstattung geht anderst. Peinlich, dass Digitec Pseudojournalisten mit solchen Pseudogeschichtchen braucht um die Verkäufe anzukurbeln.

29.08.2017
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User Kobe_Maguire

Ich sehe hier kein Problem. Es handelt sich offenbar um einen Erfahrungsbericht des Autors. Für Leute welche bereits Gefallen an der eSports Szene (oder PUBG) gefunden haben ist der Artikel definitiv unterhaltsam. Ist ja nicht so, dass man PUBG über Digitec beziehen kann. Und ich bezweifle, dass sich jemand aufgrund dieses Berichtes teures Gaming Equipment anschaffen wird.

29.08.2017
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User Anonymous

Und den Schwachsinn glaubst du jetzt wirklich? Das Spiel hat ihm die Augen geöffnet, alles nur super positiv, negtive Seiten/Schwachstellen gibt es keine, alles Glanz und Gloria. Also vereiern kann ich mich auch selber. Dieser Bericht klingt eher so, als würde Herr Rüegg auf der Lohnliste von Digitec stehen und für das Verfassen von ankurbelnden Geschichten Lohn erhalten.

02.09.2017
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User Anonymous

Ein Bericht sollte auf pros und cons eingehen und neben subjektiven Eindrücken und Gefühlen auch ein Mindestmass an Objektivität aufweisen. Sonst klingt das ganze sehr unglaubwürdig und dann bringt es nicht viel solche Artikel zu lesen.

02.09.2017
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User Anonymous

Und ja, ich habe meinen Kommentar schon etwas zu provokativ gestaltet. Eine differenziertere Kritik habe ich nun nachgeliefert.

02.09.2017
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User Kobe_Maguire

@Happyswissguy
Beim zweitletzten Kommentar muss/kann ich dir Recht geben. Meiner Meinung nach, sollte der Community--Bereich von Digitec aber nicht als Quelle für "professionelle Berichterstattung im herkömmlichen Sinne" angesehen werden. Der ganze Bereich ist lediglich zu Unterhaltungszwecken gedacht und soll Digitec etwas von den restlichen Onlineversandhäusern differenzieren und den Nutzern etwas Neues bieten......

02.09.2017
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User fumo

"Game und Gadgetverrückter" Der erst jetzt zum E-Sport findet, wegen ein unfertiges und innovationsloses Spiel. Echt du kannst nur durch Beziehungen an dieser Stelle gekommen sein...

28.08.2017
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User Aurel Stevens

Lieber Fumo,

Schön bist du zurück in der Community! Nicht so schön, dass du uns gleich wieder unterstellst, dass das eh alles Mist ist. Dabei wollen wir doch nur einen guten Job machen. Seufz.

Wir sind wirklich liberal drauf, was die Community betrifft. Kritik an unseren Inhalten ist ausdrücklich erwünscht. Aber es gibt Grenzen. Du beleidigst uns und unsere Mitarbeiter persönlich, welche sich jeden Tag dafür einsetzen, dass unsere Kunden spannende und gute Inhalte sehen.

Ich habe überlegt.

Ich hör mir gerne deine Kritikpunkte an. Ich erlaube mir dabei auch, dir unser Konzept und unsere Haltung näherzubringen. Zum Beispiel, dass wir sehr gerne Neues ausprobieren und dabei viele Fehler machen. Aber dass wir unsere Leser nicht verarschen wollen.

Also, darf ich dich telefonisch kontaktieren?

Gruss,
Aurel

28.08.2017
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User fumo

Ihr versucht einen guten Job zu machen? In dem anfangs Kritik heruntergespielt und nie ernst genommen wurde? Nachdem man versucht hat sich wiederholende Fehler zu rechtfertigen anstatt Bereitschaft zur Besserung zu zeigen? Und das auch, wieder, mit dem Wort "Leser"? Ich bin NICHT euer Leser, ich bin euer KUNDE und solange ihr das nicht kapiert gibt es kein Konzept den du mir näher bringen kannst. Mit dieser Bezeichnung verarscht ihr keine Leser sondern ihr verarscht uns Kunden, das ist schlimmer

28.08.2017
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User Anonymous

Fumo, auch ich finde, dass sich dieser Artikel sehr merkwürdig liest, er klingt für mich sehr nach bezahlter Euphorie, künstlich - nicht authentisch. Ich dachte mir beim lesen, dass da jemand dafür bezahlt wird Fanboy zu spielen und den Verkauf anzukurbeln. Und das widerrum führt schlussendlich zu einem Gefühl verarscht zu werden. Ich habe mir überlegt ob "verarschen" der richtige Terminus ist. Wiktionary sagt dazu: "salopp: jemandem zu seinem eigenen Vorteil eine Unwahrheit erzählen". Das passt

29.08.2017
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User fumo

Danke Happyswissguy. Bisher konnten sie sich nur anhand der downvotes richten und sie konnten die einzelnen Upvotes ignorieren, das lies mich mit meiner Meinung alleine erscheinen und sie konnten sich getrost zurücklehnen.
Schön dass sich jemand auch Mal die Mühe macht seine Upvotes in Worte zu fassen, so kann man sich nicht mehr bei der GL damit rechtfertigen das meine Aussagen ja immer ins Minus gelangen.

29.08.2017
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User Aurel Stevens

Nochmal: Es ist erlaubt und erwünscht, dass Artikel kritisiert werden. Daran wachsen wir. Nicht okay ist es, Mitarbeitende persönlich zu beleidigen.

29.08.2017
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