Teil 2: Ein DIY für schönere Kabellösungen

Teil 2: Ein DIY für schönere Kabellösungen

Kevin Hofer
Zürich, am 26.10.2020
Mitarbeit: Pia Seidel
An Kabeln scheiden sich die Geister: Manche hassen und verstecken sie, anderen sind die Dinger egal und wiederum andere lieben sie – soll’s geben. Für die, die Kabel sogar am liebsten in Szene setzen, haben Kollegin Pia Seidel und ich eine Lösung.

Make-up für Kabel – sowas in der Art planen Kollegin und Design-Queen Pia Seidel und ich für alle Kabel, die sich nur schwer verstecken lassen. Wir haben uns gefragt: Wieso sollst du sie unsichtbar machen, wenn du sie mit Ornamenten verschönern kannst?

Ein DIY für *schönere Kabellösungen**
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Pia hat von Hand Entwürfe der Ornamente gemacht. Auf Basis dieser erstelle ich sie im CAD Fusion 360.

Die Designs sind schnell erstellt...

Die Ornamente sollen einfache, geometrische Formen sein. Sie sollen zwar hübsch sein, aber sich optisch zurückhalten. Wichtig dabei ist, dass sie nicht zu gross sind. Wir entscheiden uns für eine Maximalgrösse von sechs Zentimetern auf der längsten Seite und sieben unterschiedliche Typen: Quadrat, Dreieck, Kreis, Halbkreis, Oval, Kreissektor und sowas wie eine Sichel.

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Da es simple Formen sind, ist die ganze Angelegenheit ein kurze Sache. Die Ornamente mache ich jeweils 12 Millimeter hoch. So ragen sie nicht zu weit in den Raum hinein und scheinen optisch mit der Wand zu verschmelzen. Die Ränder runde ich oben noch ab, um diesen Effekt zu verstärken. Die 12 Millimeter Dicke kommen nicht von ungefähr: Auf der Rückseite in der Mitte aller Formen mache ich eine 8×8 Millimeter grosse, durchgehende Aussparung. Hier wird das Kabel durchgeführt. Je nachdem, um welches Kabel es sich handelt, kann diese Massangabe variieren.

Die Dekoration kann nach Belieben an einem Kabel oder lose and der Wand angebracht werden. Zur Befestigung dient doppelseitiges Klebeband, das auf der Rückseite der Ornamente klebt.

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...der Druck geht etwas länger

Nachdem ich die Druck-Dateien erstellt habe, sucht sich Pia passendes Filament aus. Sie wählt reduzierte Farben wie Grau oder Blau. Kurz darauf werfe ich meinen Creality CR-10S Pro an. Ich drucke alle sieben Ornamente gleichzeitig mit einer Schichtdicke von 1,6 Millimeter und zehn Prozent Infill. Die anderen Einstellungen lasse ich auf den Standardeinstellungen der 3D-Drucksoftware Ultimaker Cura. So dauert der Druck eines kompletten Satzes Ornamente etwas über fünf Stunden. Da sich Pia vier Farben ausgesucht hat, komme ich während mehr als 20 Stunden in den Genuss der Druckgeräusche.

Danach gehen die Dekoobjekte per Post an Pia. Sie ordnet diese nach ihrem Gusto an und sendet mir das Ergebnis:

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Wie sich herausstellt, ist die Aussparung mit 8×8 Millimetern etwas zu gross. Die Kabel bewegen sich noch etwas zu fest im Kanal. Ich passe ihn deshalb für künftige Drucke auf 7×7 Millimeter an. Im Grossen und Ganzen ist Pia aber von ihrem neuen Wandschmuck begeistert.

Fazit: Ein erster Schritt zu anderen Kabellösungen

Wieso nicht einfach einen Kabelkanal anbringen und gut ist? Klar, das kannst du machen. Persönlich bin auch ich Mr. Kabelkanal. Es gibt aber ästhetikaffine Leute wie Pia, die in Sachen Einrichtung gerne Neues ausprobieren. So was wie diese Kabel-Ornamente. Und falls du dazu gehörst, hast du jetzt eine Alternative. Hier kannst du nämlich die Vorlagen herunterladen und selbst drucken. Kombiniere verschiedene Farben und werde kreativ – der bunte Mix macht’s.

Pia und ich sind noch nicht fertig. Demnächst stecken wir wieder unsere Köpfe – aufgrund der aktuellen Lage selbstverständlich digital – zusammen und suchen nach Alternativen für langweilige Kabelboxen. Also: Stay tuned!

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Kevin Hofer
Kevin Hofer
Editor, Zürich
Technologie und Gesellschaft faszinieren mich. Die beiden zu kombinieren und aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten, ist meine Leidenschaft.

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