
Ratgeber
WhatsApps neuer «Erweiterter Chat-Datenschutz»: Was er kann – und was nicht
von Florian Bodoky

WhatsApp führt betreute Kinderkonten für 10- bis 12-Jährige ein. Eltern verwalten Kontakte, Gruppen sowie die Privatsphäre und behalten die Kontrolle über die Nutzung.
Der Messenger WhatsApp erweitert sein Angebot um spezielle Konten für Kinder. Künftig können Eltern Accounts für ihre Kinder einrichten und deren Nutzung stärker kontrollieren. Das neue Modell richtet sich vor allem an Kinder zwischen zehn und zwölf Jahren und wird schrittweise eingeführt – bis die Funktion überall verfügbar ist, kann es noch einige Zeit dauern.
Mit der Neuerung reagiert der Anbieter auf Realitäten: Gemäss der MIKE-Studie der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW) nutzen bereits zwei Drittel der zehn- bis elfjährigen Kinder Smartphones, darunter auch WhatsApp und soziale Medien. WhatsApp will dafür eine eingeschränkte Variante bereitstellen, bei der Erwachsene wichtige Einstellungen verwalten können.
Die neuen Konten funktionieren anders als ein normales WhatsApp-Profil. Du richtest sie als Elternteil ein und behältst die Kontrolle über die Nutzung. Du entscheidest zum Beispiel, welche Kontakte deinem Kind schreiben dürfen oder es in Gruppen einladen können. Aber auch, wen dein Kind selbst einer Gruppe hinzufügen kann. Auch Kontaktanfragen laufen über dich. Unbekannte Personen können deinem Kind nicht einfach Nachrichten schicken – auch nicht, wenn sie dessen Nummer haben. Stattdessen prüfst du solche Anfragen und gibst sie bei Bedarf frei. Damit soll verhindert werden, dass fremde Nutzer Kinder direkt kontaktieren.
Der Funktionsumfang ist zudem geringer als bei gewöhnlichen WhatsApp-Konten. Kinder können hauptsächlich chatten und telefonieren. Andere Elemente der App bleiben deaktiviert. Gleichzeitig bleiben die Nachrichten technisch geschützt: Chats und Anrufe laufen weiterhin mit der üblichen Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Viele Einstellungen sichern die Entwickler zudem mit einer PIN. Nur du kannst damit Privatsphäre-Optionen (Profilfoto, Online-Stempel etc.) ändern oder neue Kontakte freigeben.
Um ein Kinderkonto einzurichten, brauchst du zwei Geräte: dein eigenes Smartphone und das deines Kindes. Auf beiden Geräten muss WhatsApp installiert sein.

Im Anschluss findest du eine Übersicht von Funktionen, die du wahlweise aktivieren oder deaktivieren kannst. Im Detail findest du diese bereits jetzt in dieser Übersicht. Ebenso kannst du erlaubte Kontakte bestimmen. Danach ist die Einrichtung abgeschlossen – du kannst alle Einstellungen laufend wieder ändern.
Seit ich herausgefunden habe, wie man bei der ISDN-Card beide Telefonkanäle für eine grössere Bandbreite aktivieren kann, bastle ich an digitalen Netzwerken herum. Seit ich sprechen kann, an analogen. Wahl-Winterthurer mit rotblauem Herzen.
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