Microsoft Surface Laptop Go 2 im Test – besseres Display und mehr Power

Martin Jud
Zürich, am 13.07.2022

Der zweite Wurf von Microsofts kleinstem Surface Laptop macht eine gute Falle. Im Test fallen mir Verbesserungen auf, wie ein helleres Display. Und nur wenige Dinge, die mir missfallen, wie die fehlende Tastaturbeleuchtung.

Mit 12,4 Zoll und nur 1127 Gramm ist der Surface Laptop Go 2 wie gemacht für Tage, an denen ich unterwegs bin – oder für solche, wo ich auf Balkonien arbeite. Er ist Microsofts kleinstes und günstigstes Notebook mit einem Multi-Touch Display im 3:2-Format. Das handliche Gerät eignet sich bestens für klassische Büro- oder Schularbeiten.

Dank Intel Core i5 der elften Generation kommt das Notebook aber auch mit anspruchsvolleren Aufgaben klar. Photoshop ist damit möglich, wenn auch aufgrund des kleinen Displays nicht optimal. Möchtest du die i5-CPU ausnutzen, solltest du darauf achten, ihr acht Gigabyte RAM zur Seite zu stellen. Erst dann machen Adobe-Programme einigermassen Spass – und auch das Surfen mit vielen geöffneten Browsertabs.

Also kauf dir bitte keinen Laptop mit vier Gigabyte Arbeitsspeicher, auch wenn Microsoft sowohl eine Version mit vier und mit acht bietet. Vier-Gigabyte-RAM-Notebooks gehören verbannt. Die zweite Option, neben dem verschieden grossen RAM, ist der Speicher. Es gibt den Laptop mit 128 oder 256 GB SSD.

Für den Test habe ich folgendes Gerät mit Schweizer Tastaturlayout aus unserem Lager bezogen:

CH

Surface Laptop Go 2 (12.40 ", Intel Core i5-1135G7, 8 GB, 256 GB, CH)
700.–
Microsoft Surface Laptop Go 2 (12.40 ", Intel Core i5-1135G7, 8 GB, 256 GB, CH)
10

DE

Surface Laptop Go 2 (12.40 ", Intel Core i5-1135G7, 8 GB, 256 GB, DE)
Notebook
Microsoft Surface Laptop Go 2 (12.40 ", Intel Core i5-1135G7, 8 GB, 256 GB, DE)

Die Spezifikationen des Testgeräts im Überblick:

Prozessor (SoC):Intel Core i5-1135G7 (Quad-Core, 11th Gen)
Integrierte Grafikeinheit:Intel Iris Xe-Grafik
Arbeitsspeicher:8 GB LPDDR4
Datenspeicher:256 GB SSD (M.2 2230, PCIe 3.0 x4, NVMe)
Display:12,4" IPS Multi-Touch Display (PixelSense Display), 1536 × 1024 Pixel, Seitenverhältnis von 3:2, 148 PPI, Hochglanz
Anschlüsse:1 × USB 3.1 Type-C, 1 × USB 3.1 Type-A, 3,5-mm-Kopfhörerbuchse, Netzanschluss (Surface-Connect-Anschluss)
Audio:Stereolautsprecher (360-Grad-Lautsprecher mit Dolby Audio Premium), zwei Fernfeld-Studiomikrofone
Kamera:720p-Frontkamera (f2.0)
WLAN, Bluetooth:Wi-Fi 6, Bluetooth 5.1
Sensoren:Umgebungslichtsensor, Fingerabdrucksensor (in Power-Taste integriert)
Betriebssystem:Windows 11 Home
Akkukapazität:Lithium-Ionen-Akku mit 40 Wh
Netzteil:39 Watt
Dimensionen:27,82 × 20,62 × 1,57 cm, 1127 g

Das Testgerät hat die Farbe Salbei. Ich habe mich dafür entschieden, weil es die einzige neue Farbe ist. Weiterhin gibt es den Laptop in Eisblau, Sandstein und Platin. Sämtliche verfügbaren Modelle findest du hier.

Design und Anschlüsse

Äusserlich ändert sich bis auf die neue Farbe nichts beim zweiten Wurf des Einsteiger-Surface-Notebooks. Das finde ich gut, denn mir gefällt das zeitlos anmutende Design, das typisch für ein Surface-Produkt ist. Es sieht bestechend schön aus – und das, obschon die Unterseite der Basis aus Kunststoff besteht.

Notebookdeckel und Oberseite der Basis bestehen aus Aluminium.
Notebookdeckel und Oberseite der Basis bestehen aus Aluminium.
Die Unterseite der Basis ist aus Kunststoff.
Die Unterseite der Basis ist aus Kunststoff.

Das restliche Gehäuse ist aus Aluminium gefertigt und zeigt je nach Einfall des Lichts eine andere Farbe – von grünlich schimmerndem Silber bis hin zu nur Silber. Beim Anfassen ist es griffig und rutscht nicht aus den Händen – und beim Aufklappen des Deckels freue ich mich darüber, dass er sich öffnet, ohne dass ich die Basis festhalten muss.

USB-A, USB-C und Kopfhörerbuchse.
USB-A, USB-C und Kopfhörerbuchse.

Weiterhin sind nur wenige Anschlüsse an der linken Seite vorhanden. Einmal USB-A, einmal USB-C und eine 3,5-mm-Kopfhörerbuchse. Strom bekommt das Notebook auf der rechten Seite.

Keine Gesichtsentsperrung, dafür ein in der Power-Taste integrierter Fingerabdrucksensor.
Keine Gesichtsentsperrung, dafür ein in der Power-Taste integrierter Fingerabdrucksensor.

Der Displayrand beträgt seitlich und oben rund sieben Millimeter. Im oberen Rand ist eine 720p-Webcam eingebaut, die sich ergänzt durch zwei Mikrofone bestens für Videocalls eignet. Eine Infrarotkamera für die Gesichtserkennung fehlt, die sonst zum Standard eines Surface-Geräts gehört. Dafür ist in der Power-Taste ein Fingerabdrucksensor integriert, mit dem sich das Gerät über zwei Wochen Testdauer stets unkompliziert und schnell entsperren liess.

Display mit Touch-Unterstützung

Beim Testen des 12,4 Zoll grossen IPS-Touch-Displays sehe ich eine Verbesserung gegenüber dem Vorgänger. Es ist heller geworden. Wie viel heller, folgt gleich. Davon abgesehen hat es noch immer nur 1536 × 1024 Pixel (148 PPI). Beim Arbeiten reicht dies zwar aufgrund der eher kleinen Displayfläche für ein scharfes Bild. Dennoch; ein natives Abspielen von 1080p-Videomaterial ist damit nicht möglich, was ich nicht als zeitgemäss empfinde.

Dafür bin ich Fan vom 3:2-Format, das grosszügig wirkt. Was die abgerundeten Display-Ecken angeht, gefallen mir diese mittlerweile bestens. Beim Testen des ersten Surface Go Laptop war ich noch hin- und hergerissen, da die Rundungen das Bild etwas beschneiden. Was ich weniger mag: Das Display glänzt.

Helligkeit, Gleichförmigkeit und Farbwiedergabe

Um zu testen, wie hell und gleichmässig das Display leuchtet, bediene ich mich eines Calibrite i1Display Pro Plus. Damit messe ich ausserdem, wie exakt das Display Farben darstellt.

Das Display ist mit 407 Nits einiges heller geworden. Das sind 76 Nits mehr, als beim Vorgänger. Gerade im Sommer ein schönes Plus, denn ich arbeite gerne auf dem Balkon. Eine direkte Lichteinstrahlung sollte dennoch vermieden werden, zumal es wegen der glänzenden Oberfläche spiegelt. Die Gleichförmigkeit ist bei meiner Messung gut gegeben. Der grösste Helligkeitsunterschied beträgt 14 Nits, was von blossem Auge nicht ausgemacht werden kann.

Vermessen der Farbraumabdeckung.
Vermessen der Farbraumabdeckung.

Messe ich die getreue Wiedergabe der wichtigsten Farbräume, spielt der Bildschirm wieder ungefähr in der gleichen Liga wie beim Vorgängermodell. Beim fürs Arbeiten und Surfen gebräuchlichen Farbraum sRGB messe ich eine Abdeckung von 93,1 Prozent, was für eine grösstenteils korrekte Darstellung sorgt. Das ist exakt der gleiche Messwert, wie beim ersten Surface Laptop Go. Der für die digitale Filmproduktion wichtige Farbraum DCI-P3 wird schlechter dargestellt und bringt es nur auf 68,5 Prozent – gegenüber 69 Prozent beim Vorgänger. Und der fürs Erstellen von Druckvorlagen wichtige Farbraum Adobe RGB kommt auf 64,8 Prozent – gegenüber 67,1 Prozent.

Messe ich Schwarz- und Weisswert, ergibt sich daraus ein statischer Kontrast von 1091:1. Neben der höheren Helligkeit ist das die zweite Verbesserung beim Display, denn der erste Laptop hatte noch einen statischen Kontrast von 911:1. Auf eine Messung des dynamischen Kontrastes verzichte ich übrigens, da dieser Wert ausser im Marketing nirgendwo Sinn ergibt.

Tastatur und Trackpad

Dank weissen Beschriftungen erkenne ich die Tasten des Laptops auch mit wenig Licht. Kaum oder kein Licht ist allerdings noch immer nur dann eine gute Idee, wenn du das Zehnfingersystem beherrschst. Denn auf eine Tastenbeleuchtung verzichtet Microsoft auch beim zweiten Wurf.

Leider noch immer ohne Tastenbeleuchtung.
Leider noch immer ohne Tastenbeleuchtung.

Abgesehen davon tippe ich gerne darauf. Die Tasten sind gummiert, haben einen Hub von 1,3 Millimeter und einen klaren Druckpunkt am Anfang des Tastenweges. Noch ein Pluspunkt fürs Grossraumbüro: Die Tastatur ist sehr leise.

Am Trackpad gibt es wie bei allen Surface-Produkten nichts zu monieren, da damit der Mauszeiger selbst mit leicht schwitzigen Fingern noch immer gut flutscht und zielgenau gesteuert wird. Es misst 10 × 6,7 Zentimeter.

Kein Upgrade bei den Lautsprechern

Wie beim normalen Surface Laptop, verbaut Microsoft die Stereolautsprecher auch beim Go und Go 2 unsichtbar in der Basis. Jedoch klingen sie im Go weniger gut als in einem Surface Laptop 4. Die Höhen und Mitten empfinde ich als relativ sauber, allerdings klingen sämtliche Bässe zu mager. Damit macht Musikhören nur bedingt Spass.

Ein Wort zu Prozessor und Grafikeinheit

Ist es nur ein Gefühl, oder hinkt Microsoft bei ihren Geräten tatsächlich gerne eine Prozessor-Generation hinterher? Warum 11th Gen, wenn bereits die 12th Gen von Intels Core-Prozessoren erhältlich ist?

Nicht, dass die elfte Generation nicht genug Power hätte. Aber es nervt dennoch. Immerhin ist der Prozessor im Gerät eine Generation neuer als beim Vorgänger. Im Surface Laptop Go 2 steckt ein Intel Core i5-1135G7. Er verfügt über vier Kerne und acht Threads. Der Prozessor taktet im Surface Laptop Go 2 mit 2,4 Gigahertz und hat einen Turbo bis 4,2. Zur Seite stehen ihm acht Megabyte L3-Cache, die Thermal Design Power beträgt 28 Watt.

Auf dem System-on-a-Chip steckt auch Intels Iris Xe-Grafik, die über 80 Execution Units verfügt und eine maximale dynamische Frequenz von 1,3 Gigahertz aufweist.

Akkuleistung, Kühlleistung (Stresstest), Wärmeentwicklung und Lautstärke

Bevor ich mich der Leistung des Geräts zuwende, möchte ich wissen, wie lange der 40-Wh-Akku hält. Dafür streame ich stundenlang Videos, arbeite tagelang im Office und teste, wie lang der Laptop bei Höchstleistung der CPU durchhält. Weiter teste ich, wie sich der Prozessor unter Dauerauslastung verhält. Beziehungsweise wie gut die Kühlung arbeitet, wie laut sie ist und wie heiss Prozessor sowie Gehäuse werden.

Video-Dauer-Streaming

Der Vergleichbarkeit zuliebe streame ich übers WLAN Videos in Dauerschleife und stelle die Helligkeit des Bildschirms auf rund 150 Nits ein. Das ist etwas heller, als die Röhrenmonitore Ende der 1990er-Jahre waren. Damit lässt sich gut im leicht abgedunkelten Raum netflixen. Ich starte Stranger Things und gehe zu Bett.

Nach dem Aufstehen läuft das Teil noch immer. Die magische Dreiprozent-Akkumarke, wo der Autoshutdown folgt, wird erst nach einer ausgiebigen Dusche und einem Milchschaum-Kaffeetraum erreicht. Nach total 7 Stunden und 55 Minuten. Zur Einordnung: Mit dem ersten Laptop Go lagen beim gleichen Test nur 6 Stunden und 7 Minuten drin.

Der neuere 11th Gen Intel-Prozessor macht sich bezahlt. Er ist sparsamer bei gleicher Akkukapazität. Ich bin gespannt, was ein dritter Wurf dieses Laptops mit der zwölften, 13. oder 14. Generation erreichen wird.

Akkulaufzeit bei Office-Arbeiten

Ohne Tidal, Youtube und Co. im Hintergrund laufen zu lassen, und ohne ausufernde Videotelefonate zu führen, reicht der Akku im Office je nach Tag zwischen 11 und 12,5 Stunden. Nicht, dass ich annähernd so viel arbeiten würde, aber ja.

Das finde ich ordentlich in Anbetracht des eher kleinen Akkus und eines Prozessors mit x86-Architektur. Ausserdem lagen mit dem Vorgänger nur rund neun Stunden drin.

Stresstest: CPU-Performance und Kühlleistung unter Dauerauslastung

Beim Stresstest nutze ich AIDA64, um die Hardware auszulasten. In einem ersten Kurztest bringe ich CPU, GPU, FPU, Cache und RAM an ihre Grenzen, um herauszufinden, ob der Prozessor damit voll ausgelastet werden kann. Bei 11th und 12th Gen System-on-a-Chip ist das in Laptops oft nicht der Fall. Und so auch beim vorliegenden Testgerät.

Gebe ich bei Grafik und Prozessor gleichzeitig Vollgas, läuft die Grafik zwar auf 100 Prozent, doch die CPU drosselt gleich von Beginn auf 92 Prozent. Beim eigentlichen Stresstest lasse ich daher die GPU aussen vor – ich will wissen, wie lange die CPU hundert Prozent geben kann und bin gespannt, wie tief sie im Verlauf des Tests runtergetaktet wird. Wie lange der Akku dabei durchhält, ist sekundär.

CPU-Auslastung und Akkustand während dem Stresstest

Volle Power bringt der Prozessor für vier Minuten. Ab der fünften Minute beginnt er mit Drosseln – über zehn Minuten geht’s im Minutentakt bis auf 82 Prozent herunter. Vier Minuten später auf 78 Prozent. Und nach 37 Minuten Dauerauslastung schlussendlich auf 71 Prozent. Da bleibt die CPU bis zum Schluss des Tests. Der automatische Shutdown bei drei Prozent Akku kommt nach 1 Stunde und 47 Minuten.

Dass die Kühlung verhindert, den Prozessor länger als vier Minuten voll auszulasten, ist kein Beinbruch. Auch nicht, dass er bis auf 71 Prozent heruntertaktet. Das ist nicht tragisch, da sich kaum jemand dieses Notebook für Arbeiten kauft, wo diese Power benötigt wird. Wer grosse Renderaufgaben hat oder andere rechenintensive Arbeiten erledigen will, wird kaum zum Go 2 greifen. Dennoch ist es schade, dass die Hardware nicht komplett aufeinander abgestimmt ist.

Temperaturen bei voller Auslastung

Zu Beginn des Stresstests steigen die Temperaturen der einzelnen Kerne kurzzeitig bis auf 95 Grad Celsius. Danach pendeln sie zwischen 62 und 72 Grad Celsius.

Das Gehäuse des Microsoft Surface Laptop Go 2 wird bei dauerhafter Auslastung der CPU an der wärmsten Stelle 46,2 Grad Celsius warm.
Das Gehäuse des Microsoft Surface Laptop Go 2 wird bei dauerhafter Auslastung der CPU an der wärmsten Stelle 46,2 Grad Celsius warm.

Wie die Wärmebildaufnahme meiner FLIR-Cam des Cat S62 Pro zeigt, soll das Gehäuse bei Dauerauslastung bis zu 46,2 Grad Celsius warm sein. Die wärmste Stelle ist auf der rechten Seite beim Displayscharnier. Ein Aluminiumgehäuse kann je nach Kühlung und Prozessor auch über 60 Grad Celsius warm werden. So gesehen macht die Kühlung einen guten Job.

Lautstärke bei voller Auslastung

Meistens höre ich beim Arbeiten mit dem Laptop kein Lüftergeräusch. Es sei denn, er zieht gerade ein Update oder ich lade einige Dateien in Photoshop. Bei voller Auslastung ist ein vergleichsweise leises Rauschen zu hören. Mit einem Schallpegelmessgerät von Testo messe ich 37,6 Dezibel aus Sitzposition. Bei 30 Zentimeter Abstand sind es 42,3 Dezibel.

Performance: Das leisten Prozessor und Grafik

Wie erwähnt, hat der Laptop mehr als genug Power für das, wofür er vorgesehen ist. Doch Worte sind weniger wert als Taten, weshalb ich die Performance mit Benchmarks teste. Den Prozessor mit Cinebench und Geekbench, die Grafik mit dem Spiele-Benchmark 3DMark Night Raid. Als Drittes eruiere ich mit PCMark 10, wie gut sich das vorliegende System bei typischen Office-Arbeiten macht.

Prozessorleistung: Cinebench und Geekbench

Der CPU-Benchmark Cinebench von Maxon testet, wie gut sich der Prozessor beim Rendern von 3D-Modellen schlägt. In der neuesten Version R23 wird das Resultat standardmässig nicht mehr anhand eines einzelnen Durchganges ermittelt, sondern anhand der getätigten Arbeit innert zehn Minuten. Das ist gut, weil dadurch schlechte Kühlkonzepte realistischer abschneiden. Da es diesen Test noch nicht gab, als ich das Vorgängermodell unter die Lupe nahm, mache ich zum Vergleich auch den Cinebench in Version R20.

Als zweiten Prozessor-Benchmark fahre ich Geekbench 5. Anhand simulierter, realer Szenarien wird die CPU im Single-Core- und Multi-Core-Betrieb getestet. Das Testen dauert nur kurz und kann daher auch bei schlecht gekühlten Geräten zu relativ guten Resultaten führen. Dafür läuft der Benchmark auf Windows, MacOS, Linux, Android sowie iOS. Dadurch werden auch mit Vorsicht zu geniessende Quervergleiche unter verschiedenen Prozessor-Architekturen möglich. Bei x86-basierten Prozessoren wird im Single-Core-Modus nur ein Thread und damit nicht der gesamte (Performance-) Kern ausgelastet. ARM-Systeme hingegen nutzen einen ganzen Kern und sind dadurch im Vorteil. Das ist ein weiterer Punkt, der beim Resultate-Vergleichen im Geekbench Browser beachtet werden sollte.

BenchmarkSurface Laptop Go 2
(Core i5-1135G7, 8 GB RAM)
Surface Laptop Go
(Core i5-1035G1, 8 GB RAM)
Cinebench R23 – CPU Multi-Core3450 Punktenicht getestet
Cinebench R23 – CPU Single-Core1313 Punktenicht getestet
Cinebench R20 – CPU Multi-Core1409 Punkte1136 Punkte
Cinebench R20 – CPU Single-Core501 Punkte399 Punkte
Geekbench 5 – CPU Multi-Core4154 Punkte3456 Punkte
Geekbench 5 – CPU Single-Core1329 Punkte1153 Punkte

Im direkten Vergleich zum ersten Surface Laptop Go performt der neuere Prozessor in Cinebench R20 um 24 Prozent besser bei Multi-Core. Bei Single-Core sind es 25,5 Prozent. Bei Geekbench sind es 20 Prozent mehr Leistung bei Multi-Core und 15,3 Prozent bei Single-Core.

Grafik-Benchmark: 3DMark Night Raid

3DMark Night Raid ist dafür gedacht, die Grafikleistung von Geräten mit integrierter GPU zu testen. Er ist quasi ein Leistungsmesser für PC-Gaming auf unterstem Niveau.

Bei diesem Test legt die elfte Intel-Generation gegenüber der zehnten noch einen drauf. Das Testgerät holt einen Night Raid Score von 13 571. Dieser wird aus einem Graphics Score von 18 011 und einem CPU Score von 5662 berechnet. Das erste Surface Laptop Go kommt auf einen Night Raid Score von 6801 Punkte – somit messe ich beim Go 2 ein Plus von 99,5 Prozent. Dennoch; auch mit der Verdopplung spielt die Grafik in der untersten Liga.

Office-Benchmark PCMark 10

Dank PCMark 10 von 3DMark lassen sich PCs und Notebooks auf die vielfältigen Aufgaben an einem Arbeitsplatz testen. Also wie schnell Programme geöffnet werden, wie gut Videotelefonieren funktioniert und vieles mehr.

Ein letztes Mal beweist das Testgerät, dass es klar mehr leistet, als sein Vorgänger. Es holt 4270 Punkte gegenüber 3317. Ein Plus von 28,7 Prozent.

Fazit: Gutes Upgrade, gute Qualität, fairer Preis

Microsoft hat mich mit dem neuen Surface Laptop Go 2 nur in einem Punkt enttäuscht, der verschmerzbar ist. Damit meine ich die fehlende Tastaturbeleuchtung. Dass die Kühlung für den Prozessor etwas unterkonzipiert ist, finde ich nicht weiter schlimm, da Microsoft damit nicht alleine dasteht und es dem Zweck des Geräts keinen Abbruch tut.

Im Gegenteil profitiert das Notebook vom 11th Gen Intel-Prozessoren und beweist dies beeindruckend in den Benchmarks mit bis zu einem viertel mehr CPU-Power gegenüber dem Vorgängermodell. Genauso beeindruckt mich, dass das Display 400 Nits Helligkeit hinbekommt. Davon profitierst du vor allem beim Arbeiten im Freien, bei Sonnenschein. Nur bei Direkteinstrahlung spiegelt das Hochglanz-Display zu stark.

Im Vergleich zu anderen Windows-Notebooks mit Intel Core i5 und kleiner Grösse hat Microsoft heute bessere Karten in der Hand als noch vor zwei Jahren. Ja, sogar sehr gute. Denn die Konkurrenz ist nicht mehr günstiger, wenn es um Laptops mit ähnlichen Innereien geht. Hinzukommt die tadellose Verarbeitung, dank der das Surface Laptop Go 2 auch äusserlich überzeugt. Daher kann ich das Gerät guten Gewissens empfehlen – Einsteigern, wie auch erfahrenen Office Usern.

22 Personen gefällt dieser Artikel


User Avatar
User Avatar

Der tägliche Kuss der Muse lässt meine Kreativität spriessen. Werde ich mal nicht geküsst, so versuche ich mich mittels Träumen neu zu inspirieren. Denn wer träumt, verschläft nie sein Leben.


Computing
Folge Themen und erhalte Updates zu deinen Interessen

Notebooks
Folge Themen und erhalte Updates zu deinen Interessen

Diese Beiträge könnten dich auch interessieren

  • Skeleton Loader

    Skeleton Loader

  • Skeleton Loader

    Skeleton Loader

  • Skeleton Loader

    Skeleton Loader