Kaufberatung: Das richtige Zubehör für die Nintendo Switch
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Kaufberatung: Das richtige Zubehör für die Nintendo Switch

Marco Engelien
Marco Engelien
am 21.08.2019
Videospiele spielen, wann und wo es Spaß macht. Das Konzept der Nintendo Switch überzeugt nicht nur mich, sondern auch Millionen andere Gamer weltweit. Mit dem richtigen Zubehör kannst du den Spaß an der Konsole maximieren. Egal, ob du zu Hause zockst oder unterwegs.

Aktuell ist die Nintendo Switch meine Nummer eins, wenn es um Videospiele geht. Während Sony und Microsoft mit ihren Konsolen auf Höchstleistung setzen, steht bei der Nintendo Switch neben dem Spielspaß die Möglichkeit im Vordergrund, das Spiel dort wieder aufzunehmen, wo du es zu Hause unterbrochen hast. Für mich als Berufspendler ist das Konzept ideal. Allerdings lege ich meine Switch nicht einfach in meinen Rucksack und ziehe los, ich habe auch immer das richtige Zubehör dabei. Deswegen zeige ich dir in diesem Artikel:

  • Die richtige Tasche
  • Die richtige Powerbank
  • Die richtige Speicherkarte
  • Den richtigen Controller

Mit der Nintendo Switch unterwegs: Safety first

Zusammen mit der Nintendo Switch habe ich mir eine Tasche gekauft. Wie bei einem Smartphone oder Tablet ist schließlich auch bei der Switch der Touchscreen die wichtigste Komponente. Geht er kaputt, ist es aus mit dem mobilen Spielspaß. Bei der Wahl der richtigen Tasche habe ich mir sogar mehr Zeit gelassen, als bei der Überlegung, ob ich die Konsole lieber mit bunten oder grauen Joy-Cons haben möchte. (Es sind die Bunten geworden.)

Wichtig war mir, dass die Konsole nicht nur gut geschützt wird, sondern auch, dass ich die Spiele, die ich nicht digital sondern physisch gekauft habe, immer dabei haben kann. Beides bietet die Original-Tasche von Nintendo. Neben der Konsole finden darin bis zu fünf Spiele und zwei Handgelenkschlaufen für Joy-Cons Platz. Außerdem fungiert die Tasche als Kickstand. Eine Display-Schutzfolie legt der Hersteller ebenfalls bei. Wenn dir die schwarze Tasche optisch zu langweilig ist, bekommst du sie auch in einer bunteren «Splatoon»-Variante mit grünen und rosa Rändern.

Noch knalliger wird es mit den Taschen von BigBen. Der Dritthersteller bietet Etuis etwa im Design von «Super Mario Odyssey» oder «Mario Kart 8» an. Eine Abtrennung im Inneren schützt den Bildschirm der Konsole und bietet Stauraum für Joy-Con-Schlaufen. Der Hersteller legt außerdem vier kleine Boxen bei. In zwei davon passen jeweils vier Spiele, in die beiden anderen jeweils zwei microSD-Karten. Außerdem praktisch: der Trageriemen.

Legst du mehr Wert auf Stil, solltest du außerdem einen Blick auf die Cases von PowerA werfen. Die Taschen gibt es unter anderem als schön stilisierte «Zelda»-Variante oder im «Super Mario»-Design mit klassischen Charakteren aus der Serie. Im Inneren bietet die Tasche Platz für fünf Spiele. Der Stauraum für Joy-Con-Schlaufen und Co. fällt etwas kleiner aus, als bei den beiden anderen Taschen. Wenn du schon weißt, dass du länger unterwegs sein wirst, solltest du dir außerdem das Storage Case von BigBen ansehen. Wie der Name schon sagt, bietet es viel Platz – nicht nur für Konsole, Spiele und Joy-Cons, sondern auch für einen zusätzlichen Controller und das Netzteil.

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25.10statt vorher 28.–1
Bigben Nintendo Switch Tasche Mario Odyssey (Switch)

Speicherkarten für die digitale Spielesammlung

Willst du sichergehen, dass du deine Spiele unterwegs trotz Tasche mit passender Vorrichtung nicht verlierst, kannst du sie auch online bei Nintendo einkaufen und direkt auf die Konsole laden. Dann gibt es zwar keine schicke Box fürs Regal dazu, du musst aber nicht ständig die Karten wechseln, wenn du ein anderes Game zocken möchtest. In den Einstellungen kannst du außerdem festlegen, dass Screenshots künftig auf der Speicherkarte abgelegt werden.

Ab Werk fällt der Speicher der Switch allerdings knapp aus. Je nach Dateigröße reicht der Platz nur für sehr wenige Spiele. Deswegen solltest du über eine Speicherkarte nachdenken. Die Nintendo Switch kannst du mit microSD-, microSDHC- oder microSDXC-Karten mit bis zu zwei Terabyte Speicher verwenden. Für microSDXC-Karten musst du aber laut Hersteller vorab kurz mit dem Internet verbunden sein, um ein kleines Update herunterzuladen. Nintendo selbst empfiehlt Gamern eine «High Speed microSD» -Karte, die mindestens UHS-I unterstützt und eine Lesegeschwindigkeit von 60 bis 95 Megabyte pro Sekunde bietet, wobei mehr in diesem Fall immer besser ist.

Die Samsung Evo+ ist zum Beispiel eine Speicherkarte, die alle Anforderungen erfüllt. Die Variante mit 128 Gigabyte ist aktuell sehr günstig zu bekommen. Stellst du irgendwann fest, dass dir 128 Gigabyte zu wenig sind, kannst du auch in eine größere Speicherkarte investieren und deine bis dahin gesammelten Daten über den Umweg am Computer auf die neue Karte übertragen. Auf diese Weise musst du nicht mit mehreren Karten hantieren. Entsprechende Speicherkarten gibt es neben Samsung etwa von SanDisk in Größen bis 512 Gigabyte. Ich selbst benutze übrigens eine Karte mit nur 64 Gigabyte.

Mit der richtigen Powerbank den Spielspaß verlängern

Mit der passenden Tasche und genügend Speicher ist die Switch nun gut gerüstet für den Einsatz unterwegs. Das Problem: Du kannst die Switch zwar überallhin mitnehmen, der mobile Spaß kennt aber auch Grenzen. Wenn du gern grafisch aufwendige Spiele wie «The Legend of Zelda: Breath of the Wild» spielst, weißt du, dass der Akku spätestens nach drei (bei der neuen Version der Konsole unter Umständen nach vier) Stunden wieder Strom braucht. Steckdosen sind aber zum Beispiel in Regionalzügen Mangelware. Das Problem lässt sich aber mit einer Powerbank, also einem externen Akku, leicht umgehen.

Powerbank
95.70statt vorher 113.–1
Anker PowerCore Nintendo Switch Edition (20100mAh, PowerIQ)

Mehr Power für deine Nintendo Switch.

Auch hier gibt es offizielles Zubehör wie die Anker PowerCore Nintendo Switch Edition. Die Powerbank bietet eine Kapazität von 20.100 mAh und verfügt über je einen USB- und einen USB-C-Anschluss. Ein passendes USB-C-Kabel liegt dem Akku auch bei. Laut Hersteller lädt die Powerbank die Konsole zweieinhalb mal auf und verlängert die Spielzeit so um bis zu 15, oder im Fall von «Zelda», um etwa acht Stunden. Es gibt den PowerCore mit gleicher Kapazität auch ohne Switch-Logo auf dem Akku. Dann ist er deutlich günstiger. Statt eines USB-C-Anschlusses bietet diese Variante aber nur zwei USB-Ports – und ein Kabel liegt auch nicht bei. Die PowerIQ-Technologie, die für ein möglichst schnelles Aufladen unterwegs sorgen soll, ist aber auch bei diesem Modell gegeben.

Beide Akkus sind dann mit Vorsicht zu genießen, wenn du die Switch mit in den Urlaub nehmen und mit dem Flugzeug verreisen willst. In vielen Fliegern sind externe Akkus mit mehr als 100 Wh oder 20.000 mAh nicht erlaubt. Grund dafür ist eine Empfehlung der International Air Transport Association (IATA). Demnach sollten Passagiere maximal Powerbanks im Handgepäck mitführen dürfen, die zusammen die 100-Wattstunden-Grenze nicht überschreiten. In Deutschland hält sich etwa die Lufthansa an die Empfehlung. Für einen Akku über 100 Wh im Handgepäck brauchst du die Erlaubnis der Airline. Im aufgegebenen Gepäck dürfen Akkus in dieser Größenordnung nicht mitfliegen. Ob diese Regel auch für deinen Flug gilt, erfährst du bei deiner Airline.

Genau auf dem 20.000-mAh-Limit liegt die Xiaomi Mi Power Bank 2. Willst du auf Nummer sicher gehen, kannst du dir auch einen kleineren Akku wie den Anker PowerCore mit 15.600 mAh zulegen. Vorteil bei der kleineren Kapazität: Der Akku an sich ist kleiner und leichter und passt so besser ins Handgepäck. Abstand nehmen solltest du von vermeintlichen Schnäppchen von Straßenhändlern. Das mobile Laden bringt übrigens auch einen kleinen Nachteil mit. Weil sich der Stromanschluss bei der Switch auf der Unterseite befindet, kannst du den Kickstand beim Aufladen unterwegs nicht mehr benutzen. Multiplayer-Partien in der Bahn müssen dann leider ausfallen.

Powerbank PowerCore 20100mAh (20100mAh, PowerIQ)
Anker Powerbank PowerCore 20100mAh (20100mAh, PowerIQ)
37.–statt vorher 43.–1
Xiaomi Mi Power Bank 2 (20000mAh, Quick Charge 3.0)

Mehr Controller für mehr Spaß

Ansonsten ist die Switch für Mehrspieler-Games aber gut ausgestattet. Die beiden im Lieferumfang enthaltenen Joy-Cons kannst du in vielen Spielen als zwei einzelne Controller benutzen. Für große Hände (und ich spreche da aus Erfahrung) stellen die kleinen Joy-Cons aber hin und wieder auch eine Herausforderung dar. Gerade für Spiele wie «Super Mario Party» eignen sie sich aber doch ganz gut. Wenn du mit der Größe zurechtkommst und mit mehreren Freunden spielen willst, kannst du dir ein Paar zusätzliche Joy-Cons kaufen und deinen Haushalt um zwei weitere Controller erweitern. Nintendo bietet die kleinen Controller in vielen knalligen Farben an. Auf diese Weise kannst du deine Switch zusätzlich optisch ein wenig aufwerten – quasi ein positiver Nebeneffekt. Hast du dir mehrere Joy-Cons gekauft, lohnt auch ein Blick auf eine Ladestation für die kleinen Controller, damit spontanen Multiplayer-Einheiten nichts im Wege steht.

Für Einzelspieler-Sessions kannst du die Joy-Cons dank der mitgelieferten Halterung auch zu einem Gamepad zusammenfügen. Dann solltest du aber darauf achten, dass du beginnst, wenn die Joy-Cons voll aufgeladen sind. Ist der Akku der kleinen Controller leer, kannst du sie ab Werk nur an der Konsole aufladen. Entweder spielst du dann auf der Couch auf dem kleinen Bildschirm weiter oder du machst eine Pause. Alternativ kannst du dir das Joy-Con Charging Grip von Nintendo zulegen. Die Halterung ist im Prinzip die gleiche, nur erweitert um einen Stromanschluss. Wie etwa bei der Playstation 4 kannst du dann auch auf der Switch weiterzocken, während die Joy-Cons am USB-Kabel aufladen.

Persönlich empfehle ich dir aber, in einen zusätzlichen Controller zu investieren. Nintendo selbst hat mit dem Pro Controller ein sehr gutes Gamepad im Angebot, das durch gute Verarbeitung und eine lange Akkulaufzeit glänzt und optisch durch den transparenten Look etwas fürs Auge bietet. Für «Zelda»-Fans gibt es sogar eine geheime Botschaft zu entdecken. Eine Alternative zu Nintendos Gamepad ist der Controller von PowerA, der ein ähnliches Tastendesign bietet. Er hat allerdings den Nachteil, dass für den Betrieb AA-Batterien notwendig sind. Alternativ erhältst du den Controller auch in einer kleineren und kabelgebundenen Ausgabe in vielen Game-Designs. Das schränkt aber deine Freiheit im Wohnzimmer ein.

Neben «normalen» Controllern für die Konsole gibt es auch Sonder-Editionen, die sich besonders gut für einzelne Spiele eignen. Das Hori Battle Pad kommt etwa im Design des GameCube-Controllers und spricht damit besonders Fans von «Super Smash Bros.» an. Gute Sache für Freunde der Serie: Den Controller gibt es in einigen Varianten farblich passend zum Lieblingscharakter.

Für leidenschaftliche Pokémon-Sammler ist der PokéBall Plus quasi unumgänglich. In den Switch-Spielen «Let’s Go, Pikachu» und «Let’s Go, Evoli» kannst du deine Spielfigur mit dem Spezial-Controller durch die Spielwelt bewegen und per Wurfbewegung Pokémon einfangen. War der Wurf erfolgreich, vibriert und leuchtet der PokéBall und lässt dich dein eingefangenes Taschenmonster darüber hinaus hören. Zusätzlich kannst du den Controller für das Smartphone-Spiel «Pokémon GO» benutzen. Ist ein Pokémon in der Nähe, vibriert und leuchtet der Controller. Um es zu fangen, drückst du einfach auf den Knopf. Pulsierendes Licht zeigt dir, ob du das Pokémon gefangen hast oder nicht. Auf diese Weise steht der PokéBall Plus exemplarisch für die Nintendo Switch. Wie die Konsole sorgt er für Spielspaß unterwegs und zu Hause.

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Marco Engelien
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