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iPhone-Vibration: Apple soll 5,7 Milliarden Dollar Strafe zahlen

Apple soll dem US-Unternehmen Taction Technology rund 5,7 Milliarden US-Dollar Schadenersatz zahlen. Das hat ein kalifornisches Gericht entschieden. Apple hat mit dem Vibrationsmotor im iPhone zwei Patente der Firma verletzt. Apple will das Urteil anfechten.

Das Unternehmen Taction Technology kennen wohl die wenigsten. Doch eins seiner Produkte kennst du sehr wohl. Die sogenannte Tapic Engine. Dieses kleine Bauteil erzeugt das haptische Feedback, das durch das Tippen auf dem iPhone oder der Apple Watch entsteht – oder auch, wenn du eine Benachrichtigung erhältst. Apple verbaute dies bei der ersten Apple Watch und seit dem iPhone 6s in jedes seiner Telefone ein. Dies ersetzte den vorherigen Vibrationsmotor.

Taction ist nun aber der Meinung, dass Apple zwei seiner Erfindungen nutzt, ohne dafür die Lizenz zu besitzen. Konkret geht es um die Verletzung zweier Patente, die ein Vibrationsmodul beschreiben, das über die Haut spürbare Rückmeldungen erzeugt. Dafür will Taction nun entschädigt werden und reichte eine Klage ein,

Gericht bestätigt Ansprüche

Der Prozess vor dem Bundesbezirksgericht in Südkalifornien begann am 14. September. Nach zwei Tagen der Beratung verkündeten sieben Geschworene nun ihr Urteil: Beide Patente sind ihrer Ansicht nach in einem oder mehreren Punkten verletzt worden. Sie sprechen der Firma Taction Technologie eine Entschädigung von rund 5,7 Milliarden US-Dollar zu. Gemäss der Nachrichtenagentur Reuters ist das der höchste Betrag, den eine US-Jury einem Patentfall jemals zugesprochen hat. Allerdings konnte nicht nachgewiesen werden, dass Apple dieses Patent vorsätzlich verletzt hat. Ansonsten hätte die Summe noch wesentlich höher ausfallen können.

Apple widerspricht dem Urteil. Gegenüber dem Newsportal CNBC erklärten sie, dass weder der Entscheid an sich noch die Höhe des Schadensersatzes auf Fakten basiert. Denn ihre Technologie unterscheide sich grundlegend von jener, die Taction entwickelt hat. Dies sei durch Tests bestätigt worden. Tests, die Taction selbst an Apple-Geräten durchgeführt habe. Da es sich nicht um die gleiche Technologie handle, geht Apple nun in Berufung.

Es kann noch lange dauern

Die Klage von Taction Technology ist ihrerseits bereits fünf Jahre alt. Im April 2021 ist sie ursprünglich eingegangen. Zwei Jahre danach wurde sie zunächst abgewiesen. Der Court of Appeals for the Federal Circuit nahm den Fall danach wieder auf. Für Apple kann sich der Gang in die Berufung lohnen: Schon ein Patentfall gegen die Firma Immersion endete wegen des drohenden Gangs vor das Berufungsgericht mit einem aussergerichtlichen Vergleich.

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Seit ich herausgefunden habe, wie man bei der ISDN-Card beide Telefonkanäle für eine grössere Bandbreite aktivieren kann, bastle ich an digitalen Netzwerken herum. Seit ich sprechen kann, an analogen. Wahl-Winterthurer mit rotblauem Herzen.


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