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iPhone 14 Pro mit 48 Megapixeln und Dynamic Island statt Notch

Samuel Buchmann
07.09.2022

Apple hat das iPhone 14 vorgestellt. Die Kalifornier legten den Fokus auf die verbesserte Kamera, das neue Always-On-Display und die pillenförmige Aussparung, die beim Pro-Modell die Notch ersetzt.

Pille statt Notch, 48 Megapixel Auflösung bei der Hauptkamera, Always-On-Display: Die neuen iPhones 14 Pro und Pro Max sind ein deutliches Upgrade zum Vorgängermodell. Auch der Unterschied zu der normalen Version ist dieses Jahr gross. Dieses kommt neu auch als iPhone 14 Plus mit einem 6,7 Zoll grossen Display, analog zum 14 Pro Max. Ansonsten sind die Veränderungen bei den Standardversionen klein. Das iPhone Mini ist nicht mehr im Lineup zu finden.

Design: «Dynamic Island» soll die Pille integrieren

Das Design des neuen iPhones ist nichts Neues. Es sieht in den Grundzügen aus wie das iPhone 13. Eine Ausnahme gibt es bei den Pro-Modellen: Die Notch ist Geschichte, sie wird durch eine pillenförmige Aussparung ersetzt, in der die neue Frontkamera und der Face-ID-Sensor sitzen. Apple macht daraus ein neues Feature, das sie «Dynamic Island» nennen. Es ist eine nahtlose Integration der Aussparung, die sich mit dynamischen Animationen ausdehnt und verschiedene Dinge anzeigen kann – im Prinzip ein kleiner dynamischer Split-Screen für Dinge wie Anrufe, Mitteilungen oder Navigation.

«Dynamic Island» nennt Apple die pillenförmige Aussparung, welche bei iPhone 14 Pro und Pro Max die Notch ersetzt.
«Dynamic Island» nennt Apple die pillenförmige Aussparung, welche bei iPhone 14 Pro und Pro Max die Notch ersetzt.

Das normale iPhone 14 bekommt mit dem iPhone 14 Plus eine 6,7 Zoll grosse Version zur Seite gestellt. Das iPhone Mini ist dafür gestrichen und wurde mit keinem Wort mehr erwähnt.

iPhone 14 und 14 Plus gibt es in den Farben «Mitternacht», «Blau», «Polarstern», «Violett» und «Product Red». Pro und Pro Max kommen in «Space Schwarz», «Silber», «Gold» und «Dunkellila» – letzteres heisst auf Englisch «Deep Purple». Ob Apple der Band dafür Geld zahlen musste?

iPhone 14 Pro und Pro Max gibts in vier Farben, darunter Violett, hier links im Bild.
iPhone 14 Pro und Pro Max gibts in vier Farben, darunter Violett, hier links im Bild.

Kamera: 48 Megapixel für das Pro-Modell

Für viele am wichtigsten dürfte die neue Kamera sein: Beim iPhone 14 und 14 Plus bleibt es wie beim Vorgängermodell bei einer Auflösung von 12 Megapixeln. Dank grösserem Sensor der Hauptkamera, einer grösseren Blende und verbesserter Bildverarbeitung soll es trotzdem bessere Fotos und Videos machen. Die Hauptkamera erhält ausserdem einen optischen Bildstabilisator.

Den grösseren Sprung machen iPhone 14 Pro und 14 Pro Max. Ihre Hauptsensoren lösen neu mit 48 Megapixeln auf – aber nicht immer. Alternativ fügt der «Quad-Pixel-Sensor» vier Pixel zu einem zusammen und soll so die Lichtempfindlichkeit erhöhen. Die einzelnen Pixel sind dann 2.44 µm gross, gegenüber den 1,7 µm der Hauptkamera des iPhone 13 Pro. Das soll zu besseren Bildern bei schlechten Lichtverhältnissen führen. Das Objektiv der Hauptkamera hat neu eine etwas kürzere Brennweite von 24 mm und eine Blende von f/1,78.

Das Kamera-Modul von iPhone 14 Pro und Pro Max ist grösser als beim Vorgänger. Dahinter versteckt sich ein neuer 48-Megapixel-Sensor für die Hauptkamera.
Das Kamera-Modul von iPhone 14 Pro und Pro Max ist grösser als beim Vorgänger. Dahinter versteckt sich ein neuer 48-Megapixel-Sensor für die Hauptkamera.

Alle anderen Kameras nehmen weiterhin mit 12 Megapixeln auf. Die Ultraweitwinkelkamera hat ebenfalls einen grösseren Sensor als die des 13 Pro, aber eine etwas kleinere Blende von f/2.2. Die Brennweite bleibt bei 13 mm. Das 3x-Tele bleibt gleich, neu kommt ein 2x-Tele hinzu, das im Prinzip nichts anderes ist als ein Ausschnitt aus dem 48-Megapixel-Sensor der Hauptkamera ist.

In Sachen Video hat sich weniger getan. Wer sich 8K-Aufnahmen erhofft hatte, wird enttäuscht. Neu ist lediglich der sogenannte Action-Mode, ein aggressiver digitaler Bildstabilisator für Videos. Der Cinematic Mode des Pro-Modells nimmt nun auch in 4K mit bis zu 30 Bildern pro Sekunde auf.

Always-On-Display mit 1600 Nits

Das Display der Standard-Modelle bleibt gleich, es erbt also nicht etwa die 120 Hertz des vorjährigen Pro-Modells. iPhone 14 Pro und Pro Max erhalten einen neuen Bildschirm mit einer Helligkeit von 1600 Nits, das sind 400 mehr als beim 13 Pro. Die grössere Neuigkeit ist aber der Always-On-Modus: Auch im gesperrten Zustand bleiben Dinge wie Zeit, Live-Aktivitäten oder Widgets sichtbar – sogar das gedimmte Hintergrundbild. Damit dieses Feature nicht die Batterie auffrisst, erneuert das Display sein Bild im Sperrzustand nur einmal pro Sekunde.

Das Always-On-Display soll dank Bildwiederholungsrate von einem Hertz den Akku nicht aussaugen.
Das Always-On-Display soll dank Bildwiederholungsrate von einem Hertz den Akku nicht aussaugen.

Crash-Sensoren und Satellitenverbindung – aber nur in Amerika

Einen neuen Schwerpunkt setze Apple mit diversen Sicherheitsfeatures, die Einzug in die neuen iPhones halten. Die grösste Innovation ist die Notruf-Funktion über Satellit. Alle vier Modelle können sich in Notfällen mit Satelliten verbinden und Nachrichten an Notrufzentralen senden – auch an Orten, wo keine Mobilfunk-Abdeckung besteht. Dafür muss das Handy in die richtige Richtung zeigen und sich unter freiem Himmel befinden – und bis auf Weiteres nur in den USA und in Kanada. Der Service ist zwei Jahre lang gratis, wie viel er danach kostet, ist noch nicht bekannt.

Die Notruf-Funktion über Satellit funktioniert zunächst nur in Amerika.
Die Notruf-Funktion über Satellit funktioniert zunächst nur in Amerika.

Auch bei uns funktionieren wird die Kollisionserkennung. Mit neuen Beschleunigungssensoren in Zusammenarbeit mit dem Gyrosensor, dem Mikrofon und dem GPS kann das iPhone laut Apple erkennen, wenn du zum Beispiel einen Autounfall hast. Es wählt dann automatisch den Notruf.

Alter Chip für das normale Modell, neuer für das Pro

«Der A15-Chip ist weiterhin schneller als die Konkurrenzprodukte egal welcher Preisklasse», schreibt Apple. Was sie damit sagen wollen: iPhone 14 und 14 Plus haben mit dem A15 Bionic genau den gleichen Chip verbaut wie das letztjährige Modell. Nur iPhone 14 Pro und Pro Max kommen in den Genuss des neusten Prozessors A16 Bionic. Dieser ist jetzt im Vier-Nanometer-Prozess gefertigt und soll dadurch um 20 Prozent energieeffizienter sein als der Vorgänger. Das soll für eine bessere Batterielaufzeit sorgen, wobei Apple hier keinen Vergleich mit dem letztjährigen Modell zieht.

Leichte Preiserhöhung

Apple hat die Preise erhöht – in der Schweiz nur leicht, in Deutschland stärker: Das iPhone 14 kostet zum Start in der Variante mit 128 GB Speicher 929 Franken in der Schweiz und 999 Euro in Deutschland, das 14 Plus 1049 Franken oder 1149 Euro. Wer das Pro-Modell will, muss dafür mindestens 1179 Franken oder 1299 Euro hinblättern. Fürs 14 Pro Max werden 1299 Franken oder 1449 Euro fällig. Auffällig ist generell der deutlich höhere Preis in Deutschland gegenüber der Schweiz.

Das reguläre iPhone 14 kommt neu auch als Variante mit 6,7-Zoll-Display. Das Mini wurde dafür gestrichen.
Das reguläre iPhone 14 kommt neu auch als Variante mit 6,7-Zoll-Display. Das Mini wurde dafür gestrichen.

Lieferstart des neuen iPhones ist der 16. September für das iPhone 14, iPhone 14 Pro und iPhone 14 Pro Max. Das iPhone 14 Plus ist erst am 7. Oktober erhältlich. Die Geräte kannst du bei uns ab dem 9. September um 14 Uhr hier vorbestellen:

Schweiz

  • Neu im Sortiment

    Hier kannst du die neue iPhone 14-Familie vorbestellen

Deutschland und Österreich

  • Neu im Sortiment

    Hier kannst du die neue iPhone 14-Familie bestellen

Ob und für wen sich Apples neustes Smartphone lohnt, werde ich testen, sobald ich ein Gerät in die Finger kriege. Falls du den Apple-Event nachschauen willst, findest du hier die Video-Aufzeichnung:

Abgesehen vom iPhone hat Apple auch neue AirPods und neue Watch-Modelle vorgestellt. Die Beiträge dazu findest du hier:

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Mein Fingerabdruck verändert sich regelmässig so stark, dass mein MacBook ihn nicht mehr erkennt. Der Grund: Wenn ich nicht gerade vor einem Bildschirm oder hinter einer Kamera hänge, dann wahrscheinlich an meinen Fingerspitzen mitten in einer Felswand.


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