Game of the Year 2020: Ihr habt für eure Top 10 abgestimmt

Game of the Year 2020: Ihr habt für eure Top 10 abgestimmt

Luca Fontana
Zürich, am 28.12.2020
Ein Haufen Games standen zur Auswahl für das beste Game des Jahres. Das Ergebnis zeigt einen klaren Sieger und ein Kopf-an-Kopf-Rennen um Platz zwei. Auch fernab des Podests gab’s einige Überraschungen.

Wenigstens etwas Gutes hatte das Pandemie geplagte Jahr: Endlich mal wieder richtig Zeit zum Zocken. Material gab’s ja genug. Trotz Verschiebungen einiger populärer Titel wie «Cyberpunk 2077» und «World of Warcraft: Shadowlands».

Um das Jahr Revue passieren zu lassen, hat euch Redaktionskollege und Game-Afficionado Philipp gefragt, welches euer Lieblingsgame des Jahres ist. Ihr hattet eine Stimme – und über 100 Games zur Auswahl. Schwieriger Job, ich weiss. Aber ihr habt ihn gemeistert. Bravourös. Kompliment.

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Kommen wir zur Sache. Das sind eure Top 10.

Platz 10: «Valorant»

Ein bisschen Polemik um Anti-Cheat-Software hier, ein bisschen vorwurfsvoll an die Entwickler gerichtete Kritik wegen mangelnder Innovation da. Egal. Riots Taktik-Shooter «Valorant» fäggt. Das habt auch ihr gefunden. Darum der gute zehnte Platz für den «CS:GO»-Killer mit Potenzial.

Platz 9: «Hades»

Ginge es nach Kollege Philipp, wäre «Hades» mindestens in den Top 3. Mindestens. Der Phil hat halt ein weiches Herz für Underdogs, die sich im Haifischbecken gegen die Grossen behaupten. Aber: «Hades» ist tatsächlich sauglatt. Ein sympathischer Geheimfavorit. Das gefühlte Kamerun jeder zweiten Fussball-WM. Und dass «Hades» in eurer Top 10 überhaupt auftaucht, zeugt von Geschmack. Well done.

Platz 8: «Doom Eternal»

Rasant, hektisch und überfordernd: Auch auf der Nintendo Switch bleibt «Doom Eternal» das immersive Suchtgame, das wir kennen und lieben. Sicher, Plattform bedingt hat Entwickler ID-Software ein paar Zugeständnisse machen müssen. Das tut dem Spielspass aber keinen Abbruch. Darum ballert sich das Game alles andere als unauffällig in eure Top 10.

Platz 7: «Flight Simulator»

Was wurde das Game im Vorfeld nicht gehypt. Gerade, was die ultra-realistische Grafik im Zusammenspiel mit aus dem Internet gesogenen Weltkarten betrifft. Ich persönlich hab’s nie gespielt. Bin nicht der Typ. Ihr aber schon. Und ja, ich kann mir das Gefühl von innerer Ruhe und Zen-Ausgeglichenheit durchaus vorstellen, wenn ich da mit meinem Grossraumjet die Wolkendecke über Punta Cana durchbreche und zum nächtlichen Transatlantik-Flug nach Zürich ansetze. Hat schon was. Vielleicht probier ich’s doch mal aus.

Platz 6: «Half-Life Alyx»

Eine der grossen Überraschungen war dieses Jahr zweifellos «Half-Life Alyx». Das Spiel von «Half-Life»-Schöpfer Valve ist nämlich nicht nur ein verdammt gutes VR-Game, es ist auch ein verdammt gutes «Half-Life»-Game. Keine Selbstverständlichkeit. Gerade, weil es statt Gordon Freeman neu Alyx Vance ist, die sich im Virtual-Reality-Gruselgame mit Ego-Shooter-Perspektive die Ehre gibt.

Platz 5: «Assassin’s Creed: Valhalla»

Es ist die gute alte Formel, nach der Entwickler Ubisoft «Assassin's Creed: Valhalla» baut: Eine riesige, wunderschön in Szene gesetzte offene Welt, überfüllt mit Side- und Nebenquests, aber beseelt von einer packenden Geschichte. Dabei wird’s nie alt, in seinem eigenen Langschiff herumzutuckern, während ein Haufen betrunkener Wikinger johlend-singend alte Kriegsgeschichten erzählen.

Platz 4: «The Last of Us Part II»

Entwickler Naughty Dog möchte viel über uns sagen. Uns als Menschen, in einer postapokalyptischen Welt, in der nicht mal die Zombies die grösste Gefahr für Zivilisation und Menschlichkeit sind. Ob’s ihnen gelungen ist? Ihr findet: Ganz klar, ja. So oder so steht fest, dass «The Last of Us Part II» keine Reise für Zimperliche ist. Und in Punkto Machart und bedrückender Atmosphäre dürfte das schonungslose Game wohl für eine ganze Weile unerreicht bleiben.

Und jetzt: Zum Podest.


Platz 3: «Ghost of Tsushima»

Von einem atmosphärischen Spiel zum nächsten: «Ghost of Tsushima» aus dem Hause Sucker Punch, mit sieben Prozent aller Stimmen, könnte salopp als ein «Assassin’s Creed» mit Samurais beschrieben werden. Kein Wunder: Die Welt ist riesig, wunderschön und scheint direkt aus einem Akira-Kurosawa-Samuraifilm zu stammen. Dazu kommt das abwechslungsreiche Kampfsystem, das die Wahl zwischen Frontalkampf und Schleich-Kills lässt und eine Story rund um die Mongolen-Invasion, die einfach gestrickt ist, aber umso mehr packt.

Platz 2: «Call of Duty: Warzone»

Euer zweiter Platz mit neun Prozent aller Stimmen: Willkommen in Verdansk. Das ist der Ort, wo Blizzards «Call of Duty: Warzone» das derzeit wohl populärste Battle-Royale-Game stattfinden lässt. Bis zu 150 Spieler dürfen sich da gleichzeitig per Fallschirm in die weitläufige Map schmeissen und um Ruhm und Ehre kämpfen. Ziemlich genial: Das Gulag, indem gefallene Soldaten eine zweite Chance bekommen – im direkten 1-gegen-1-Duell. Adrenalin pur. Geile Sache.

Platz 1: «Cyberpunk 2077»

Euer erster Platz mit satten 27 Prozent aller Stimmen: «Cyberpunk 2077». Aber ziemlich sicher nicht die grausige Last-Gen-Konsolenversion, die so furchtbar mies programmiert ist, dass sie Sony gar aus dem Online-Shop verbannt hat und Entwickler CD Projekt Red den enttäuschten Käufern das Geld zurückerstattet. Eher die PC-Variante.

Ignorieren wir diesen traurigen Nebenschauplatz. Schliesslich bleibt «Cyberpunk 2077» ein Spiel, das euch allen Bugs zum Trotz in den Bann gezogen hat. Denn da gibt’s diese grossartig in Szene gesetzte Stadt, voller Leben und Gewusel, voller Neonlicht und Futuristik. Ihr baut V, euren Charakter, trefft Entscheidungen, die sich spürbar auf die Welt und die Menschen, die darin leben, auswirken und ballert euch durch das einfache, aber abwechslungsreiche Kampfsystem. Und dann gibt’s noch Keanu Reeves. Alles ist besser mit Keanu Reeves.

Alles.


Das war sie, eure Top 10. Jedenfalls so, wie ihr als Community darüber abgestimmt habt. Aber vielleicht findest du, als Einzelner, die Liste überhaupt nicht repräsentativ für deinen Geschmack? Oder im Gegenteil: Genauso wie die Community als Ganzes hast auch du abgestimmt? Wie auch immer. Lass es uns in den Kommentaren wissen. Wir sind ready.

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Luca Fontana
Luca Fontana
Editor, Zürich
Abenteuer in der Natur zu erleben und mit Sport an meine Grenzen zu gehen, bis der eigene Puls zum Beat wird — das ist meine Komfortzone. Zum Ausgleich geniesse ich auch die ruhigen Momente mit einem guten Buch über gefährliche Intrigen und finstere Königsmörder. Manchmal schwärme ich für Filmmusik, minutenlang. Hängt wohl mit meiner ausgeprägten Leidenschaft fürs Kino zusammen. Was ich immer schon sagen wollte: «Ich bin Groot.»

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