Es hat sich ausgeschnarcht – Bose stellt die Sleepbuds ein

Es hat sich ausgeschnarcht – Bose stellt die Sleepbuds ein

Livia Gamper
Zürich, am 07.10.2019
Bilder: Thomas Kunz
Bose wollte etwas gegen Schlaflosigkeit unternehmen – das ging offenbar in die Hose. Bose nimmt die Sleepbuds vom Markt und bietet für betroffene Nutzer eine Umtauschaktion an.

Wegen Akkuproblemen nimmt Bose die Sleepbuds komplett vom Markt: Der verbaute Akku liess sich bei zu vielen Nutzern nicht komplett laden oder die Buds schalteten sich einfach aus. Die Probleme sind für Bose laut eigener Mitteilung unlösbar geworden. In einigen Fällen sind die Defekte an den Buds sogar immer schlimmer geworden.

Die Sleepbuds sind keine herkömmlichen Kopfhörer, sondern eher Ohrstöpsel, die in der Nacht getragen werden können. Sie sollen dem Nutzer beim Einschlafen helfen, indem sie von Lärm – also schnarchenden Partnern oder lauten Nachbarn abschirmen. Musik können die Buds keine abspielen, dafür beruhigende, sanfte Töne mit Boses App.

Der amerikanische Hersteller informierte registrierte Kunden in den letzten Tagen per E-Mail, dass die Möglichkeit besteht, die Sleepbuds gegen den vollen Kaufpreis zurückzugeben. Falls du auch betroffen bist, kannst du die Buds hier bis zum 31. Dezember für den Umtausch anmelden.

Bose repariert laut eigenen Angaben seit über einem Jahr zahlreiche Geräte von Kunden oder tauscht nicht funktionierende Modelle aus. Die defekten Geräte wurden von einem eigens dafür gegründeten Team untersucht.

Ich habe die Buds vor etwas mehr als einem Jahr getestet. Mit dem Akku hatte ich keine Probleme. Mich störte aber, dass der Akku offenbar zu klein war, um Musik abzuspielen. Dazu kommt, dass die Buds kein aktives Noise Cancelling haben, sondern Geräusche nur übertönen. Bose nannte dieses Feature Lärmmaskierung – wie auch immer, es ist positiv, dass Bose etwas gegen das Gesellschaftsproblem Schlaflosigkeit unternehmen wollte.

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Das Unternehmen gibt die Produktkategorie nach diesem Rückschlag nicht auf. John Roselli, General Manager bei Bose sagt, das Unternehmen wolle sich erneut intensiv der Foschung und Entwicklung eines neuen, vergleichbaren Produkts widmen.

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Livia Gamper
Livia Gamper
Junior Editor, Zürich
Experimentieren und Neues entdecken gehört zu meinen Leidenschaften. Manchmal läuft dabei etwas nicht wie es soll und im schlimmsten Fall geht etwas kaputt. Ansonsten bin ich seriensüchtig und kann deshalb nicht mehr auf Netflix verzichten. Im Sommer findet man mich aber draussen an der Sonne – am See oder an einem Musikfestival.

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