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Die Virtual Machine gegen die Microsoft Scammer

Microsoft-Scammer nerven. Sie geben nicht auf und wollen deinen PC mit Viren, Trojanern und anderem Müll infizieren. Rhetorisch kannst du nicht viel ausrichten. Daher: Nerven wir zurück. Auf hohem Niveau. Mit einem virtuellen Computer.

Wenn Chefredaktor Aurel Stevens nach Dienstschluss SMS versendet, dann ist die Sache entweder lustig oder wichtig. Diesmal beides, denn die Microsoft-Scammer haben sich bei ihm gemeldet. Sein PC sei mit einem Virus infiziert und nur sie, die Scammer, können ihn retten. Indem sie via Teamviewer Software installieren. Denn sie, die Scammer, seien von Microsoft und haben nur dein bestes im Sinne.

Ja, ne, is klar.

Wie ich die <strong>Telefon-Betrüger</strong> in den Wahnsinn trieb
Hintergrund

Wie ich die Telefon-Betrüger in den Wahnsinn trieb

Im untersten Absatz erwähnt er etwas, das ich anno dazumal mal gemacht habe. Ich hatte eine Virtual Machine, die total schlecht aussah. Eigentlich war sie ein Ubuntu mit einem in MS Paint gemalten Hintergrund, der in etwa so aussah, wie der Standard-Windows-Desktop. Aurel und ich lachen herzlich und denken «so blöd».

Dann sagt er so: «Hey, kann ich die VM haben?»

Und ich so: «Logo.»

Bis mir auffällt, dass ich die VM von vor x Jahren schon gar nicht mehr habe. Daher muss ich die nachbauen. In der Nacht, denn die Idee ist so gut, dass ich sie nicht seinlassen kann.

Gedanken in der Nachtschicht

Es ist also etwa 23 Uhr, als ich mit der Arbeit beginne. Ich will mein Ubuntu-Crap-Desktop-Ding nachbauen, denke mir dann aber, dass ich den Witz mittlerweile besser machen kann. Ich lade mir also eine Mint-VM runter, denn die kommt mit Cinnamon, das in etwa so aussieht wie Windows 10. Plusminus.

Jetzt habe ich dich schon mit einer Menge Fachjargon bombardiert, deshalb ein kleines Glossar. Wenn dich das alles nicht interessiert, dann drücke CTRL/CMD+F auf deiner Tastatur und suche «Die fertige Virtual Machine».

  • VM: Virtual Machine. Ein Betriebssystem, das auf deinem PC oder Mac läuft, aber nur virtuell existiert. Du brauchst keinen separaten Computer dafür
  • Mint Linux: Eine Linux-Distribution. Davon gibt es schier unendlich viele
  • Cinnamon: Eine Desktop-Umgebung
  • Desktop-Umgebung: Unter Linux gibt es verschiedene grafische Oberflächen. Da kannst du das Aussehen des Desktops radikal verändern. Dieses Feature nennt sich Desktop-Umgebung

Da die Linux-Community schon lange auf den Zug mit Virtual Machines aufgesprungen ist, kann ich mich im Internet frei bedienen. Die Website osboxes.org bietet vorgepackte Virtual Machines an, spart mir also etwa eine Stunde Arbeit.

Die Hauptschwierigkeit wird darin liegen, den Look von Windows 10 hinzukriegen, aber auch da habe ich Glück. b00merang hat eine Theme für Cinnamon und andere Desktop-Umgebungen erstellt.

Also muss ich das nur noch zusammenstückeln. Ich werde das im Folgenden beschreiben, damit du das zu Hause nachbauen oder zumindest nachvollziehen kannst.

VMWare Workstation Player: Ohne das Ding geht gar nichts

Eine VM kannst du dir wie eine CD von anno dazumal vorstellen. Ohne Player läuft nichts. Wie bei allem anderen im Internet auch, gibt es zig Möglichkeiten, eine VM abzuspielen. Ich habe schon immer mit VMWare Workstation Player gearbeitet, weshalb ich das in diesem Tutorial auch tun werde.

All das musst du nur einmal machen.

VMWare Workstation Player: Installation und Setup

  • Setz ein Häkchen in «Enhanced Keyboard Driver». Du musst nachher deinen Computer neu starten, aber macht nix
  • «Check for Product Updates»: Ja
  • «Join the VMWare Customer Expierence Program»: Nein
  • Create Shortcuts: Beide Ja
  • Nachher einfach alles «Ja», «Weiter», «Fertig», «Amen»

So, VMWare Player läuft jetzt. Damit kannst du die VM aufstarten. Weiter unten findest du einen fertigen Downloadlink für die VM, die ich in diesem Tutorial baue. Wenn du magst, darfst du sie dir selbst nachbauen. Macht Spass und nimmt etwa zwei Stunden in Anspruch, wenn du es gemütlich nimmst.

VMWare Workstation Player: Konfiguration für Linux Mint

Konfigurieren wir also eine ganz normale, unmodifizierte VM von osboxes.org.

  • Lade dir die Linux Mint VM von osboxes.org herunter
  • Wahrscheinlich brauchst du die 64bit-Version Mints
  • Entpacke das 7Zip an einen Ort, an dem du die VM speicherst. Das Download-Verzeichnis ist eventuell nicht schlau. Ich tu die immer in den Standardordner, den VMWare mir vorschlägt
  • Öffne VMWare Player auf deinem PC
  • Wähle rechts «Create a New Virtual Machine»
  • Wähle «I will install the operating system later»
  • Wähle unten bei Version «Other Linux 4.x or later Kernel 64-bit». Somit erklärst du der Virtual Machine ihre Grundlagen.
  • Gib einen Namen für deine VM ein
  • Den Speicherort unten lässt du intakt
  • Maximum Disk Size: 8GB
  • Split virtual disk into multiple files
  • Nachher einfach alles «Ja», «Weiter», «Fertig», «Amen»
  • Du bist wieder am Anfangsbildschirm und links zeigt sich die VM

VMWare Workstation Player: Setup Linux Mint

Damit du mit der runtergeladenen Mint-VM arbeiten kannst, musst du noch schnell die virtuelle Festplatte deiner Virtual Machine austauschen.

  • Klicke einmal auf die VM links
  • Dann im rechten Panel auf «Edit Virtual Machine Settings»
  • Klicke unten auf «Add»
  • Wähle «Hard Disk»
  • Bei SCSI einfach auf «Next»
  • Wähle «Use an existing virtual disk»
  • Klicke auf «Browse» und suche die entpackte VM von oben
  • Klicke auf «Finish»
  • Du bist wieder beim Bildschirm mit der virtuellen Hardware-Konfiguration

Jetzt musst du noch schnell die alte leere Festplatte aus der VM rauswerfen.

  • Du siehst in der Hardware-Config zwei Festplatten
  • Wähle die Festplatte, die nicht als Disk File die Linux Mint von oben hat
  • Klicke auf «Remove»

Dein Linux Mint

Sodala, jetzt kannst du deine VM starten und damit arbeiten. Dazu drückst du im Hauptbildschirm einfach auf «Play Virtual Machine» und dann kann es losgehen.

  • Falls Fehlermeldungen erscheinen, drücke einfach auf «Yes»
  • Der erste Start dauert einen Moment
  • Das Passwort für den Login lautet «osboxes.org»
  • Nach dem Login erscheint unter Umständen ein Hinweis oben rechts von wegen «Running in Software Rendering Mode», die erst verschwindet, wenn du einmal drauf klickst

Linux Mint mit Cinnamon

Linux Mint: Installation der VMWare Tools

Da die VM aktuell nur im Fenstermodus funktioniert, musst du schnell einige Grafikhelfer installieren, damit das Betriebssystem in der VM checkt, dass es in einer VM ist und nicht auf einem Hardware Computer läuft.

  • Im Menü «Player» klickst du auf Help → Install VMWare Tools
  • Auf dem Desktop der VM erscheint ein virtuelles CD-Laufwerk mit den Tools
  • Doppelklicke auf das Icon
  • Darin findest du eine .tar.gz-Datei, deren Name mit VMwareTools beginnt
  • Kopiere diese Datei auf den Desktop
  • Rechtsklicke auf die Datei und wähle «extract here»
  • Ein Ordner namens vmware-tools-distrib erscheint

Jetzt musst du rasch via Terminal – eines der grossartigsten Features Linux – die Tools installieren.

  • Öffne vmware-tools-distrib
  • Klicke rechts in die Leere
  • Wähle «Open in Terminal»
  • Gib nun folgende Kommandozeile ein
    sudo perl vmware-install.pl
  • Drücke Enter
  • Das Passwort lautet nach wie vor «osboxes.org»
  • Danach einfach bei allem Enter drücken, denn in all den Jahren, in denen ich schon mit VMs arbeite, ist mir noch kein Fall untergekommen, in dem die Default Config der VMWare Tools nicht funktioniert hat
  • Wenn alles durchgerattert ist und du wieder eine Zeile im Terminal siehst, die mit grüner Schrift und «osboxes@osboxes» beginnt, ist die Installation fertig
  • Tippe Exit und drücke Enter

Danach gehst du oben ins Player Menu und wählst unter «Power» die Option «Restart Guest» damit die VM neu startet und die Config der VMWare Tools aktiv wird.

Der Hauptzweck der VMWare Tools? Du kannst im Vollbildschirm arbeiten.

Viel Spass damit.

Die fertige Virtual Machine

All das habe ich gestern Nacht gemacht, nachdem ich noch schnell im Kino war. Das Koffein ging zu Neige, die Augenlider wurden schwer, die Musik – eigentlich total interessant – hat angefangen, zu nerven. Doch ganz fertig war ich nicht. Denn nicht nur kannst du unter Linux die Desktop-Umgebung konfigurieren, sondern diese auch noch anpassen. Findige Coder haben sich aufgemacht, Cinnamon so aussehen zu lassen wie Windows 10.

Dazu musst du einfach schnell die Theme und den Icon Pack austauschen. Geht ganz leicht und wenn du dich oben durch den Guide geackert hast, dann kriegst du das easy hin. Sonst vertrau auf dein Google-Fu.

Die fertige Virtual Machine

An der VM habe ich, abgesehen vom Look, nur noch TeamViewer installiert. Denn den wollen die Scammer ja.

  • Das Passwort für den Team digitec Account lautet rootpassword
  • Die VM ist nicht für irgendetwas ausser zum Nerven von Scammern zu brauchen
  • Um die VM zu entpacken, brauchst du 7zip, das gratis ist oder ein ähnliches Programm

Hier kannst du sie runterladen, in deinem VM-Verzeichnis entpacken, eine Kopie davon erstellen, und dann einfach aufstarten.

Was du mit der digitec Microsoft Scam VM tun kannst

Die Idee hinter der VM ist folgende: Wenn deine Scammer anrufen, dann kannst du sie per TeamViewer auf deine vom Rest deines Systems abgeschottete VM loslassen und zuschauen, was passiert. Wichtig ist, dass du am Telefon stets darauf bestehst, dass das Windows ist. Einige Sätze, die ich anno dazumal am Telefon gebraucht habe:

  • «Ich bin nicht so gut mit Computern»
  • «Mein Cousin hat das für mich eingerichtet»
  • «Ja, das ist ganz bestimmt Windows!»

Letzterer Satz ist der Wichtigste im ganzen Arsenal. Und nach dem Telefonat: Die Kopie der VM löschen und von der Original-VM eine neue Kopie erstellen.

So. Fertig. Viel Spass mit den Scammern und erzähl mir die Geschichten unten in der Kommentarspalte.

User

Dominik Bärlocher, Zürich

  • Senior Editor
Journalist. Autor. Hacker. Ich bin Geschichtenerzähler und suche Grenzen, Geheimnisse und Tabus. Ich dokumentiere die Welt, schwarz auf weiss. Nicht, weil ich kann, sondern weil ich nicht anders kann.

63 Kommentare

3000 / 3000 Zeichen
Es gelten die Community-Bedingungen.

User picofon

Ok, digitec! Mit diesem Artikel beweist ihr definitv eure geek credibility! Nice one! Jetzt nur noch warten, bis endlich ein Scammer anruft......

31.07.2018
User mwiggenhauser

Also eine VM imprtieren oder aufsetzen und schon ist man ein Geek...? Tiefe ansprüche.

02.08.2018
User picofon

@Mwiggenhauser: Nicht selbst ein Geek. ABER: zeig mir einen anderen ONLINE-SHOP der einen solchen Artikel postet und eine VM anbietet!

02.08.2018
User Anonymous

Der "Hacker" hat vermutlich einfach nur den Artikel gelesen bei Golem und Co.

Und sich als "Hacker" zu bezeichnen nur weil man ne VM aufsetzen kann ist schon mehr als lächerlich.

02.08.2018
User ExtraTNT

Lustige scammer...
Was dagegen auch hilfreich ist: Dieser Satz: sry, ich nutze linux, bitte scamt wer anders...

Es ist einfach schade für die leute, die den scam nicht raffen, oder erst zuspät...

03.08.2018
Antworten
User miklagard

Du hast ein Kali Linux als VM rumliegen.. Hast du auch eine Sturmmaske? Sonst wird das schwierig zu hacken :P

31.07.2018
User Dominik Bärlocher

Kann ich nicht einfach einen Hoodie und Handschuhe tragen? Geht doch auch, oder?

31.07.2018
User miklagard

Das geht zwar auch, aber Sturmhaube ist besser. Ausserdem kommen mit Handschuhen die LED Tastatur nicht so gut zur geltung.

01.08.2018
User Dominik Bärlocher

Aber dafür hinterlasse ich ohne Handschuhe auf der Tastatur Fingerabdrücke, die so ein Cyberhacker sicher auslesen kann. Da ist mir das Risiko viel zu hoch. Zudem irritiert mich der Bass der lauten Technomusik weniger, wenn meine Fingerspitzen nicht direkt mit der ob dem Bass vibrierenden Tastatur in Kontakt kommen. Sprich: Ich kann schneller hacken.

02.08.2018
User miklagard

Wenn ich schnell Hacken muss nehmne ich einfach 3 Tastaturen. Kommt zum glück nicht so oft vor. Da reichen 2.

02.08.2018
User ExtraTNT

Adlersystem 4 the win! :D
Gut ich nutze natürlich gedankensteuerung zum hacken... so sieht man keine fingerabdrücke, ist 100% sicher...

03.08.2018
Antworten
User carcharoth

Von der Idee her ganz lustig. Hat nur zwei Nachteile.
1. Ich würd keinen Scammer an ne Maschine lassen, die in meinem Netzwerk hängt.
2. en.wikipedia.org/wiki/Virtu... (zugegebenermassen ein eher kleines Risiko)

*aluhut aufsetzt*

31.07.2018
User jrom

Die anrufenden Scammer selbst haben meistens nicht viel Ahnung. Die werden nur auf das ausgebildet, was die dann auf dem Computer ausführen und nicht mehr. Von dem her hätte ich nicht so Angst dass die ernsthaft irgend was anstellen könnten. Hier sehr gut zu sehen: youtube.com/channel/UCBNG0o...
Die VM, respektive den Host, würde ich trotzdem ins Gäste-Netzwerk hängen, das isoliert vom Heimnetz ist.

31.07.2018
User MakeAppsNotWar

Dafür schottest du den PC z.B. über VPN ab

02.08.2018
User Flori347

Schau bitte noch einmal nach was ein VPN ist....

14.08.2018
Antworten
User JTR.ch

Und was ist mit Syskey? Ohne den werden die Scamer traurig (gut bei Build ab 1709 fehlt der eh).

31.07.2018
User Leo1212

Einfach göttlich! xD
Tolle Sache! Vielen Dank für die VM, ich freue mich schon auf die Scammer ;)
Ich hatte grad erst in meinem Bekanntenkreis zwei Vorfälle.
Weiter so.

31.07.2018
User etu97

Mega toller Artikel😊 Gut geschrieben, sehr amüsant und informativ.

01.08.2018
User salebaer

Ich hab das Problem so gelöst, dass dieses Ding da auf einem Rasperry PI läuft.. dann ist es absolut sicher, dass er nix an meinem Rechner macht. Hat statische IP, ist im Netzwerk abgeschottet, alles andere hinter FETTER Firewall, und der davor. Anrufen, und die mal für 2-3h beschäftigen.

ja, ich weiss, der rechner ist langsam... seit diesem blöden Virus. Davor war er viel schneller... *ausrede 1*
Ja, ist Windows..
Sicherschon Windows
Ja, er ist langsam. Können Sie mir denn nun helfen

03.08.2018
User ahrustic82

Diese Scammer haben bei mir noch nie angerufen...

31.07.2018
User Intarisgmbh

Naja, können Spectre und Meltdown nicht aus eine VM heraus ins Haupt-system eindringen?

Ich wurde ein Scammer niemals an meine Hardware lassen. Die Scammer am Telefon selber haben vielleicht keine Ahnung, aber das Malware kommt bestimmt von jemand anders......

31.07.2018
User Dominik Bärlocher

Das ist ja das Schöne an einer VM. Sie bedient sich vornehmlich virtueller Ressourcen und ist mit Ausnahme von ganz wenigen (ziemlich esoterischen und extrem schwierig ausnutzbaren Schwachstellen) von der Host Hardware abegetrennt. Nachdem die Scammer entweder an deiner VM verzweifelt sind oder irgendwas installiert haben, löschst du die VM einfach wieder und gut ist.

Es sei denn du hast es mit ultra-hardcore Hackern zu tun, wovon ich einfach mal nicht ausgehe, bleibt dein Host System sicher.

31.07.2018
User RePao

Wer noch ein paar Euronen übrig hat, kauft sich vmWorkstation, da kann mann sich beim runterfahren der vm eine Meldung anziegen lassen ob die vm grad wieder zurück gesetzt werden soll, oder ohne Dialog immer gemacht werden soll ;) Aber die Forensik beginnt ja erst da wenn man sieht was die Scamer da so alles versucht haben... köstlich allemal! :)

01.08.2018
Antworten
User mnemocron

Da sag ich mal dankeschön!
Hatte schon 3 Anrufe und hab dann halt jedes mal deren kostbare Zeit geklaut und gleich bei Microsoft und TeamViewer gemeldet. Mal ein wenig Forensik laufen zu lassen wäre auch mal was. Gibts in der Schweiz eine Stelle wo man diese Fälle melden kann? evtl. beim Melani?

01.08.2018
User r.sueess86

KOBIK

06.08.2018
Antworten
User alexwoods

Super Artikel und toll dargestellt, Danke 😃

31.07.2018
User jeevanandk

Aber eine VM mit Zorin OS oder Linspire (wenn es das noch gibt) wäre doch schon überzeugender? Zumal dort auch gleich Wine mitkommt und es wirklich wie Windows aussieht. Wenn die Scammer dann ihre Faketools installieren und ganz komische Fehlermeldungen erhalten, wird das bestimmt unterhaltsam.

01.08.2018
User Anonymous

Super Beitrag! Habt ihr euch schon überlegt die auch auf Englisch zu veröffentlichen? Könnt auf Twitter ganz schön viral gehen :)

02.08.2018
User Dominik Bärlocher

Die VM läuft zum besseren Verständnis in Indien auf Englisch. Aber ich geb das mal unseren Übersetzern weiter.

02.08.2018
User rwilhelm

@Dominic: Da Du das Ding ja nicht bedienen musst könntest Du aber auch eine recht fiese seltene Sprache nutzen, beispielsweise Finnisch oder Ungarisch. Ist ja nicht Dein Problem, wenn sie dann mit dem TeamViewer Probleme haben etwas sinniges zu finden.
Die generellen "Instruktionen" sind sprachlich total neutral (ja, ich hatte die auch schon am Draht)

02.08.2018
User Eva Francis.

Danke für den Hinweis! Den Beitrag gibt es jetzt auch auf Englisch.

07.08.2018
User martin.modellflugpilot3

Rwiihelm am besten auf rhätoromanisch

12.08.2018
Antworten
User Morepower

Gibt es keine Möglichkeit wenn diese Deppen auf der VM sind über den TeamViewer auf deren Rechner zuzugreifen und irgendwelchen Mist zu machen?

02.08.2018
User Anonymous

Was ich nicht verstehe: Warum Linux in der VM und nicht gerade eine echte virtuelle Windowsinstallation?
Zudem: Idee nicht ganz neu, wurde schon von einem Golem.de -Schreiber ausprobiert, siehe:
golem.de/news/telefonabzock...

01.08.2018
User Dominik Bärlocher

Zwei Gründe: Ich hatte grade Bock auf Linux. Wenn du eine Windows VM machen willst, darfst du das gerne tun. Zweitens: Irgendwie kommen bei Windows früher oder später immer irgendwelche Lizenzsachen ins Spiel, auf die ich spätnachts keinen Bock hatte.

Bonusgrund: "Ja, das ist Windows. Ganz bestimmt." ist ein tolles Gespräch.

02.08.2018
Antworten
User kaywer3c

Weiss jemand, welcher IP/MAC-Adresse eine VM hat, die des Hosts oder eine andere ?
Kenn mich absolut nicht mit VM`s aus :D

02.08.2018
User rwilhelm

Die VM hat eine eigene MAC und eine eigene IP. Bei VMware kann man wählen ob diese gebridged oder selbstständig sein soll.
Bei Microsoft Hyper-V kann man den Bereich der MAC selber wählen und die Hardware ist echt - also nur via Hypervisor kontrolliert, während bei VMware die Hardware immer emuliert ist (dafür ist die VM dann besser transportabel). Hat Beides seine Vor- und Nachteile.

Für so einen Einsatz würde ich eher Microsoft Hyper-V wählen, was bei Windows 8/10 Professional dazu gehört.

02.08.2018
Antworten
User Fixed-Bearing

Ich finde die Idee mit Linux recht gut, aber mit echtem Windows 10 rockt die Geschichte ungemein (Lizenzproblem lässt sich mit einer MSDN VM elegant lösen). Weshalb ich die WindowsLösung bevorzuge, ich kann den ganzen Schrott nachträglich analysieren.

02.08.2018
User Fixed-Bearing

Ok, VMs von MSDN gibts nur für das Hauseigene HyperV. Die ist aber in Sachen Trennung absolut sicher und ich kann Cross Code analysieren. Weiter hat der Typ an der Strippe nicht so lange um seine "Programme" zu installieren. Aber die Jungs hinter den Scammern haben dann echt was zu tun und sind für lange Zeit mit einer VM beschäftigt, welche nichts bringt.
Was die Jungs und Mädels installieren ist allerdings heftig. Nach Snoden sind viele Code Schnippsel mit verherender Macht im Netz. Gruselig!

02.08.2018
Antworten
User ExtraTNT

Ists nicht möglich, zuschauen, welche ip via teamviewer auf deinem pc zugriff hatte? Es sollte ja gehen, du brauchst ja die ip um daten zurück zu schicken... die ip müsste ja dann in irgend nem log sein und sonst ist sie ja sicher für teamviewer bekannt sein und somit ausles bar...

03.08.2018
User pasgaf

Also die VM auf dem eigenen PC im selben Netz laufen zu lassen ist gefährlich. Besser wäre es die VM auf einem dedizierten Computer zu installieren. Und auf diesem Computer VPN Einzurichten. So dass von der VM kein Zugriff auf das eigene Netzwerk möglich ist. Alles andere ist Fahrlässig...

01.08.2018
User rolfzubi

Du hast das mit VPN noch nicht ganz verstanden, der IP Bereich 192.168.*.* ist immer noch verfügbar, da als lokales Netzwerk definiert. Ins Internet selbst bist du aber über deinen VPN, also alle IPs ausser der erwähnten (mit noch ein paar kleinen netzwerkspezifischen Ausnahmen). Lokaler Bereich kann man natürlich auch explizit sperren, aber das ist wieder ein anderes Thema.

01.08.2018
User rwilhelm

@Rolfzubi: Also, die meisten Firmen-VPN, mit denen ich bisher gearbeitet habe isolieren den PC auch im Heimnetz, Zugriff auf die Resourcen ist da nicht mehr möglich. In guten Lösungen kann der Admin, der die Konfiguration vorgibt einstellen, ob er lokalen Zugriff zulässt oder nicht. Und jenachdem, wie paranoid die Firma ist...

02.08.2018
User pasgaf

@Rolfzubi Nein, ich leite den gesamten Host traffic durch den Tunnel. Dadurch wird automatisch auch der Gast komplett vom lokalen Netz isoliert. Aus diesem Grund macht es auch Sinn, sich extra ein dedizertes Gastsystem zu besorgen.

04.08.2018
Antworten
User mwiggenhauser

Glaubt mir, wenn die wirklich was drauf haben (die Programierer der Schadsoftware nicht die die anrufen, meine ich), dann wissen die Nullkomanichts, das es sich um eine VM handelt. Ob das Linux, Max, Solaris oder was auch immer ist, ist dabei unwichtig, denn auch das Hostsystem ist relativ einfach zu erreichen. Gibt es zb. mit VMware Tools genügend Schnittstellen. Etwas davon wird ausnutzbar sein.

02.08.2018
User comelfex

Coole sache. Finde die Scammer solle sich so richtig wohl fühlen, da reichen auch 10MB Ram und ein paar Cronjobs die alle 30 Sekunden tolle Spam Seiten öffnen.

03.08.2018
User Atalantanaa

Bei uns zuhause rufen sie in etwa 2 mal im Monat an. Bin noch nie auf den Gedanken gekommen, ihren Telefonen mit einer VM einen Sinn zu geben; habe ehrlich gesagt auch nicht die nötige Erfahrung bzw. Kenntniss im Umgang mit VMs. Vlt. kann ich jemandem mal das Telefon weiterleiten wer Lust hat? :)

04.08.2018
User Atalantanaa

Irgend was vorgaukeln mit "Hab gerade keine Zeit aber ein Bekannter von mir hat Probleme mit Windows und er würde sich sehr freuen, wenn sie es mal kurz über TeamViewer gemeinsam anschauen könnten. Ich würde sie dann mal kurz weiterleiten und danke Ihnen für Ihre Hilfsbereitschaft."

04.08.2018
Antworten
User pasch13

Keine gute Idee das ganze ohne VPN zu machen. Ich habe das auch schon gemacht und dann hat mein Indischer Freund gerade als erstes meine IP Adresse gegooglet. Auch wenn die Callcenter-boys eventuell nicht so fit auf dem Computer sind, könnten sie die IP ja trotzdem an ihren Hacker-Cousin witergeben.

05.08.2018
User Wowza

"Bloodywood" – what a band name!

07.08.2018
User cqrnebula

Uralt, X-Millionen Suchtreffer auf Google von Leuten die bereits Tech Scammer aus Indien verarscht haben, aber die Kommentare sind trotzdem lustig...

08.08.2018
User mondorondo

ah, j'aurais bien aimé avoir autant de temps à dédier à ça, après le 4ème appel de la 'Société Microsoft Windows'

08.08.2018
User roli.goette

Dominic, Absolut mein lieblings Geschichtenerzähler. Deine Artikel sind immer lustig und cool formuliert. Auch wenn ich keine ahnung von Hacken habe, lese ich deine Artikel immerwieder gerne

11.08.2018
User platform5

Merci pour l’article et l’exellente Inspiration !

14.08.2018
User r.sueess86

Dieser Artikel ist die Zeit des Lesens nicht wert. Wenn Ihr euch schon "Hacker" nennen wollt dann bringt den anderen Leser mal nen Beitrag über NMAP, Metasploit, Kali usw.

06.08.2018