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Die 3 besten Dinge, die wir an der IFA gefunden haben (und eine Arbeitsstatistik)

Alle heissen News sind draussen. Alle Hands-on-Videos abgedreht. Die Redaktion in Berlin fährt ihre Arbeit runter. Stephanie Tresch und Dominik Bärlocher blicken auf eine abenteuerliche Woche zurück.

An der IFA in Berlin jagen sich Neuheiten und Sensationen. Neue Technologie wird gezeigt, die Tech-Welt ist schockiert ob den Enthüllungen der Grossen Konzerne oder ob der kleinen Imitate aus Shenzhen. Am Ende aber, wenn alle Emotionen gefühlt und alle News verdaut sind, bleiben Menschen. Menschen, wie digitec-Journalist Dominik Bärlocher und -Videoproduzentin Stephanie Tresch. Während einer Woche haben wir uns die Tage an der Messe und die Nächte hinter Laptops um die Ohren geschlagen, damit du die neuesten News und ersten Eindrücke über Spektakuläres oder einfach nur Witziges hast.

digitec berichtet live von der *IFA Berlin 2017**
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Wir sind müde, abgekämpft, aber glücklich. Die IFA ist für uns zwei so etwas wie ein Spielplatz. Dort ein Handy, das angefasst werden kann. Da eine Kamera, an der Knöpfe gedrückt werden können. Irgendwo dazwischen Mittagspause und das wiederholte Gewöhnen ans Tageslicht, denn die schummrigen Hallen sind zu unserem Lebensraum geworden. Wir haben zig Sales Pitches gehört, die wir gar nicht hätten hören wollen, Junk Food gegessen, sind weit gegangen und haben wenig geschlafen.

Was viele nicht realisieren: Wenn für sie die Messe früh am Abend endet, beginnt der Tag für uns. Klar, wir sind durch die Hallen der Messe Berlin gestreunt, mit Kamera und Schreibzeug im Anschlag, aber abends heisst es: Texte schreiben und Videos schneiden.

Etwas Statistik

Als Experiment haben wir einige Eckdaten für dich ausgewertet, damit du einen Blick hinter die Kulissen erhältst und weisst, wie viel Arbeit und Zeit in die Artikel und Videos geflossen sind.

Alle Werte sind ohne den Artikel, den du grade liest, geschrieben worden:

Zeit und Bewegung

  • Anzahl Tage: 7
  • Gearbeitete Zeit: 94:03 Stunden
  • Zeit, in der wir gegangen sind: 14:28 Stunden
  • Anzahl Schritte: 77 849
  • Zurückgelegte Distanz (ohne Heimreise): 778.4 km
  • Distanz Flugzeug: 661 km
  • Distanz Fussmarsch: 33 km
  • Distanz öffentlicher Verkehr: 62.9 km
  • Distanz Auto: 21.5 km

Texte

  • Geschriebene Artikel: 17
  • Anzahl Zeichen (Leerzeichen inklusive): 121 855

Videos

  • Anzahl Videos: 26
  • Gesamtlänge: 58:54 Minuten

Stephanies Highlights

Natürlich hat Videoproduzentin Stephanie Tresch grosse Liebe für Kameras und Dinge, die Bild und Ton aufnehmen und wiedergeben. Das schlägt sich in ihren liebsten Entdeckungen an der IFA nieder.

Der Robotron Massagekragen

Die *5 oder 6 seltsamsten Produkte** der IFA BerlinVideo
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Wer den ganzen Tag Kamera-Equipment rumschleppt, merkt das irgendwann in den Schultern. Die Erfindung aus Shenzhen, China, die ultra-trashig aussieht, schafft da Abhilfe. Sechs Kugeln rotieren auf deinem Nacken und sorgen so für wohlige Entspannung.

Urteil: Entspanntes Stöhnen.

Hohem DG-1 Gimbal

Tobi fragt, wir antworten: Was ist eigentlich ein *Gimbal**?Video
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Als kleine und zierliche Kamerafrau tut sich Stephanie mit dem Gimbal von DJI, dem Ronin, schwer. Die Griffe sind zwar verstellbar, aber immer noch zu weit auseinander, alsdass jemand der “kein 1.90 Meter Kasten” ist das Teil längere Zeit angenehm halten kann. Der Gimbal des jungen chinesischen Unternehmens Hohem ist da wesentlich schmaler. Er hat zwar 1.6kg weniger Nutzlast als der Ronin, aber wem der Ronin zu klobig und zu schwer ist, dem nutzt auch die höchste Nutzlast nichts. Zudem lässt sich der Gimbal auch noch sehr klein auseinanderschreiben und kommt in einem kompakten Kasten.

Urteil: Kompakt, praktisch, gut

Libratone Zipp

*Libratone an der IFA**: Warum alt nicht schlecht istVideo
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Die kleinen Boxen sind Stephanie zuerst wegen ihrem Aussehen ins Auge gestochen. Neu werden die kabellosen Lautsprecher, die zukunftssicher gebaut sind, in babyblau und rosa ausgeliefert. So passen sie laut der Videoproduzentin perfekt in ihre Wohnung.

Urteil: tztztz oooooh yeeeeah!

Dominiks Highlights

Journalisten suchen immer die nächste grosse Story und Material, um besser darüber schreiben zu können. Futurismus und der entspannende Ausgleich dazu bestimmen die Highlights von Dominik Bärlocher.

PowerVision PowerRay

*PowerVision PowerRay**: Die U-Drohne, die Spass machtVideo
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Wenn eine fliegende Drohne vom Himmel fällt, dann ist die Gefahr da, dass sie kaputt geht. Oder schlimmer noch: auf einer Person landet. Der PowerVision PowerRay ist eine Unterwasserdrohne mit eingebautem Sonar und schwirrt friedlich unter Wasser umher. Wenn was schief geht, dann schwebt sie einfach unter Wasser vor sich her und wartet auf weitere Kommandos. Und du kannst an der Oberfläche mit dem Höhentriebwerk rumspritzen.

Urteil: Entspannung pur.

Panasonic Educational Partner

*Panasonic Educational Partner**: Die Apokalypse ist so gross wie ein FussballVideo
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Kaum eine Technologie hat Dominik mehr fasziniert und zugleich abgestossen. Der Panasonic Educational Partner existiert zwar erst als Prototyp, soll aber dereinst Eltern die Erziehung abnehmen. Teilweise, zumindest. Er soll biometrische Daten messen, Bilder schiessen und diese Daten versenden und/oder mit Cloud-Diensten abgleichen. Dazu spricht der Fussball mit Kinderstimme und leichtem Sprachfehler.

Urteil: Die Apokalypse ist nah.

Bloody Keyboards

*Bloody LightStrike**: Konkurrenz für Cherry Switches?Video
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Der Hersteller Bloody macht Tastaturen mit LightStrike Switches. Dank komplett neuer Technologie ist die Zeit zwischen Anschlag und Computer nur noch 0.2 Millisekunden lang. Dazu sind die Keyboards beleuchtet und mit allen Cherry Keycaps kompatibel. Einzig die Software ist zu Redaktionsschluss noch Schrott.

Urteil: Klickediklack!

Damit meldet sich die Nachtschicht zum letzten Mal aus Berlin ab. Uns steht die Rückreise in die Schweiz bevor. Wir danken allen, die uns Fragen gestellt haben, Kommentare hinterlassen und Messages geschickt haben. Ein besonderer Shout-Out geht an Toby und Franco von der Food Art Company. Eure Pasta ist grossartig und ihr habt uns echt aus der Patsche geholfen.

Bis zum nächsten Mal aus einer Ecke der Welt, wo Technologie der Welt vorgestellt wird.

Es war uns eine Freude.

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Dominik Bärlocher
Dominik Bärlocher
Senior Editor, Zürich
Journalist. Autor. Hacker. Ich bin Geschichtenerzähler und suche Grenzen, Geheimnisse und Tabus. Ich dokumentiere die Welt, schwarz auf weiss. Nicht, weil ich kann, sondern weil ich nicht anders kann.

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