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Asus und MSI zeigen erste Monitore mit RGB OLED

Das neue 27-Zoll-Panel von LG und das neue 34-Zoll Panel von Samsung sollen für bessere Textschärfe sorgen. Die ersten Modelle kommen bereits im Frühjahr auf den Markt.

Letzte Woche haben Samsung und LG mit «V-Stripe QD-OLED» und «RGB stripe WOLED» zwei neue OLED-Technologien mit dem gleichen Konzept vorgestellt: ein Subpixel-Layout, das genauso aussieht wie das von klassischen LCDs – Rot, Grün und Blau streifenförmig nebeneinander. Damit eliminieren die Display-Hersteller die Farbsäume bei Text, die OLED-Monitore bisher plagten. Mehr Details dazu findest du in diesem Beitrag:

  • Hintergrund

    RGB OLED: Was das bedeutet und warum es wichtig ist

    von Samuel Buchmann

Nun präsentieren MSI und Asus die ersten konkreten Produkte mit den neuen Panels. Sie werden an der Elektronikmesse CES erstmals zu sehen sein. Asus bringt sowohl einen Monitor mit dem WOLED-Panel von LG (27 Zoll, 16:9, 4K) als auch einen mit dem QD-OLED-Panel von Samsung (34 Zoll, 21:9, 1440p) auf den Markt. Letzteres findet sich auch im Modell von MSI.

Asus PG27UCWM: 27 Zoll, 4K, 240 Hz

Der Asus ROG Swift PG27UCWM kombiniert gleich zwei aktuelle Fortschritte der OLED-Technologie. Erstens implementiert Asus das neue Panel mit RGB-Struktur. Zweitens versteckt sich dahinter eine Tandem-WOLED-Beleuchtung. Diese erreicht dank gestapelter Bauweise eine höhere Leuchtdichte.

Weil die RGB-Struktur ohne weisses Subpixel mehr Licht frisst, bleibt die Helligkeit unter dem Strich etwa gleich hoch wie bei bisherigen WOLED-Monitoren. Sie liegt bei 250 Nits Vollbild, 500 Nits bei 10 Prozent APL und 1000 Nits bei 1,5 Prozent APL. Neu für WOLED ist auch die Pixeldichte von 166 Pixel pro Zoll (ppi), die sich aus der 4K-Auflösung auf 26,5 Zoll ergibt.

Die halbe Rückseite des Asus ROG Swift PG27UCWM ist transparent.
Die halbe Rückseite des Asus ROG Swift PG27UCWM ist transparent.
Quelle: Asus

Die Vorteile sind schärferer Text und eine bessere Darstellung von hellen Farben mit hoher Sättigung – denk zum Beispiel an Explosionen oder Feuer. Das ist insbesondere bei HDR-Inhalten mit grossem Farbraum ein Vorteil. Asus spricht von einem «27 Prozent grösseren Farbvolumen». Die Bildfrequenz liegt bei 240 Hertz.

Der PG27UCWM hat ein ähnliches semi-transparentes Gehäuse wie der PG27AQWP-W, den Asus im Sommer lancierte – allerdings hier statt in Silber ganz in Schwarz gehalten. Die Anschlüsse sind die gleichen: einmal USB-C (90 Watt Stromversorgung), zweimal HDMI 2.1 und einmal DisplayPort 2.1 (UHBR20). Angaben zu Preis und Verfügbarkeit gibt es noch keine.

Asus PG34WCDN: 34 Zoll, 1440p, 360 Hz

Im zweiten neuen Monitor von Asus steckt das QD-OLED-Panel der fünften Generation. Der ROG Swift PG34WCDN hat eine Diagonale von 34 Zoll, eine 1800R-Krümmung, eine Auflösung von 3440 × 1440 Pixeln und eine Bildfrequenz von 360 Hertz. Eine neue Beschichtung namens «BlackShield Film» soll den Schwarzwert bei hellem Umgebungslicht verbessern, wobei WOLED dank Polarisationsfilter weiterhin im Vorteil bleibt.

Laut Samsung soll die neue QD-OLED-Generation nicht nur heller, sondern auch langlebiger sein.
Laut Samsung soll die neue QD-OLED-Generation nicht nur heller, sondern auch langlebiger sein.
Quelle: Asus

Die neuen QD-OLEDs mit RGB-Subpixel-Layout könnten eine gute Option sein, wenn du deinen Monitor auch für Office-Anwendungen nutzt und keinen High-End-PC besitzt. Die 1440p-Auflösung braucht in Games deutlich weniger Rechenleistung als Modelle mit 4K oder gar 5K2K. Gleichzeitig dürfte Text wesentlich schärfer aussehen als auf bisherigen QD-OLEDs in diesem Format mit dreieckigem Subpixel-Layout.

Die Subpixelmuster der verschiedenen QD-OLED-Generationen im Überblick
Die Subpixelmuster der verschiedenen QD-OLED-Generationen im Überblick
Quelle: Screenshot YouTube / TFTCentral

Gemäss ersten Tests erreicht der PG34WCDN auch eine relativ hohe Helligkeit: 300 Nits Vollbild, 500 Nits bei 10 Prozent APL und 1300 Nits bei 1,5 Prozent APL. Für die Signalübertragung stehen zweimal HDMI 2.1, einmal USB-C (90 Watt Stromversorgung) und einmal DisplayPort 2.1 (UHBR20) zur Verfügung.

Es wird auch eine zweite Version des Monitors mit leicht abgespeckter Bildfrequenz geben: Der Asus ROG Strix XG34WCDMSD. Er hat nur 280 Hertz, DisplayPort 1.4, USB-C mit 15 Watt Stromversorgung und ein etwas anderes Standfuss-Design. Die restlichen Spezifikationen sind identisch. Beide Monitore sollen im ersten Quartal 2026 auf den Markt kommen, die Preise sind noch nicht bekannt

MSI 341CQR X36: 34 Zoll, 1440p, 360 Hz

Auch MSI nutzt das Ultrawide-Panel von Samsung mit QD-OLED der neuesten Generation. Die Eckdaten des 341CQR X36 sind deshalb genau die gleichen wie beim Modell von Asus. Die neue Beschichtung für bessere Schwarzwerte in hellen Räumen heisst hier «DarkArmor Film» – sie ist die gleiche wie Asus’ «BlackShield Film». Anscheinend implementiert Samsung sie auf Panel-Ebene.

Der MSI 341CQR X36 wird zum Markstart 1099 US-Dollar kosten.
Der MSI 341CQR X36 wird zum Markstart 1099 US-Dollar kosten.
Quelle: MSI

MSI macht zusätzliche Angaben zur Farbraumabdeckung: 139,1 Prozent sRGB, 99,3 Prozent DCI-P3 und 97,8 Prozent AdobeRGB. Besonders letzteres ist beeindruckend für einen Monitor, der nicht auf Grafikanwendungen spezialisiert ist. Die Farbabweichung ab Werk soll unter einem DeltaE von 2 liegen.

Etwas geiziger als Asus ist MSI bei den Anschlüssen. Neben zwei Buchsen für HDMI 2.1 und einer für USB-C (98 Watt Stromversorgung) gibt es beim 341CQR X36 bloss DisplayPort 2.1 mit UHBR13.5. Der Monitor soll im ersten Quartal 2026 verfügbar sein. Der Preis in den USA liegt zum Marktstart bei 1099 US-Dollar.

Titelbild: Asus

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Mein Fingerabdruck verändert sich regelmässig so stark, dass mein MacBook mich nicht erkennt. Der Grund: Sitze ich nicht vor einem Bildschirm oder stehe hinter einer Kamera, hänge ich oft an den Fingerspitzen in einer Felswand.


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