Wie Liebe bei LifX aussieht
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Wie Liebe bei LifX aussieht

Michael Restin
Zürich, am 22.11.2019
LED-Panels sind so etwas wie die Lavalampen des 21. Jahrhunderts. Nur bunter. Und die vielen Millionen Farbmischungen sollen natürlich alle einen schönen Namen haben. Die Lichtkacheln «LifX Tile» verbreiten Liebe, Frieden und schwer erträgliche Neonfarben.

Licht an, Licht aus. Kerzen an, Kerzen aus. Viel mehr Auswahl gab es vor gar nicht allzu langer Zeit nicht, ein Dimmer war das Höchste der Gefühle. Inzwischen kannst du deinen Gästen nicht nur 60-Watt-Glühbirne oder Kerzenschein, sondern so ziemlich alles anbieten: Wie hättet ihr das Licht gerne? Wonnig? Friedlich? Oder lieber aufregend? Mit smarter Beleuchtung haben nicht nur Millionen von möglichen Farben Einzug ins Wohnzimmer gehalten, es hat sich auch ein neues Berufsbild entwickelt. Lichtübersetzer ringen zunehmend verzweifelt nach Worten, die die fancy Farbmischungen moderner LEDs am besten beschreiben.

Während Philips den Ambi-Lichtern «Hue Play» noch halbwegs verständliche Standardszenen wie «Sonnenuntergang» oder «Tropendämmerung» in die App programmiert, treibt es LifX richtig bunt. Der australo-kalifornische Hersteller ist stolz auf seine farbenfrohen LEDs. Mich haben sie in diesem Punkt auch überzeugt.

Mit den Lichtkacheln «LifX Tile» gibt es ein Produkt im Sortiment, das ich mir noch etwas genauer anschauen wollte. Da Nanoleaf mit seinen kombinierbaren Lichtpanels grossen Erfolg hat, will LifX auch an der Wand mitmischen. Anders als bei der Konkurrenz hat jede einzelne der fünf Kacheln 64 verschiedene Lichtzonen, was für extreme Farbverläufe sorgt und selbst als GIF noch sehr speziell aussieht. Das sind die 20 Standard-Themen, für die irgendein armer Mensch passende Bezeichnungen finden musste.

Bunt, bunter oder unglaublich bunt. Alles ist möglich.
Bunt, bunter oder unglaublich bunt. Alles ist möglich.

Komm mit auf einen LED-Trip

Und jetzt weiss ich auch nicht weiter. Mir ist das zu viel Farbgepansche. Natürlich kannst du mit ein paar Handgriffen Lichtszenen nach deinem Geschmack erstellen. Aber das Grundangebot fällt ziemlich grell aus. Wenige Mischungen sind ganz angenehm, andere sind ein Licht gewordener LED-Trip, viele haben Namen, die alles und nichts bedeuten können. An dieser Stelle ein kleines Quiz: Was ist das?

Lichtstimmung 1

  • glücklich
    12%
  • friedlich
    34%
  • beruhigend
    53%

Der Wettbewerb ist inzwischen beendet.

Lichtstimmung 2

  • irritierend
    12%
  • inspirierend
    41%
  • aufregend
    46%

Der Wettbewerb ist inzwischen beendet.

Lichstimmung 3

  • The Day After Tomorrow
    24%
  • Independence Day
    31%
  • Stargate
    43%

Der Wettbewerb ist inzwischen beendet.

Die Auflösung findest du unter dem Bild, wenn du ein paar Mal geblinzelt hast und wieder richtig sehen kannst. So stellt ungefähr stellt sich LifX den Einsatz an der Wand vor.

Lichtstimmung 1: friedlich / Lichtstimmung 2: aufregend / Lichtstimmung 3: Independence Day
Lichtstimmung 1: friedlich / Lichtstimmung 2: aufregend / Lichtstimmung 3: Independence Day

Ist das Kunst oder kann das weg?

Mit «LifX Tile» kannst du dich ausleben. Es ist alles möglich, ausser die Lichtmatscherei in Worte zu fassen. Diverse Effekte gibt es natürlich auch noch, die Steuerung über Apple Homekit, Google Assistant, IFTTT und mehr ist möglich und die App in Ordnung. Nur die Einbindung der LifX-Leuchten funktioniert nicht immer auf Anhieb. Und wenn die WLAN-Verbindung gestört ist, hast du ein Problem. Hier erfährst du mehr über das zugrunde liegende System.

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Was die Erweiterungsmöglichkeiten angeht, sind dir Grenzen gesetzt. Während du bei Nanoleaf bis zu 30 Panels verbinden kannst, ist bei LifX nach fünf Kacheln Schluss. Sie werden nicht zusammengesteckt, sondern über Kabel, die Abstände zwischen den einzelnen Tiles ermöglichen, miteinander verbunden. Die nächsten Panels brauchen eine eigene Steckdose. Und statt über ein eigenes Rhythm-Modul synchronisiert «LifX Tile» Musik nur über das Mikrofon deines Smartphones oder Tablets. Die knapp 20 Zentimeter grossen Kunststoffquadrate sind etwa 3.5 Zentimeter dick und auch ausgeschaltet alles andere als unauffällig. Für meinen Geschmack kommen die flachen Nanoleaf-Panels eleganter daher.

Die Aurora-Panels von Nanoleaf.
Die Aurora-Panels von Nanoleaf.

Das Ende der Licht-Geschichte

Für wen ist «LifX Tile» interessant? Wenn du eine Schwäche für extreme Farbverläufe hast und freudig jede Kachel bis ins kleinste Detail deinen Vorstellungen anpassen willst, wirst du kaum einen krasseren LED-Trip finden. Kannst du mit nur einer Farbe pro Panel leben, hat in meinen neongeplagten Augen Nanoleaf das geilere Tile. Oder Panel. Oder Canvas. Wie auch immer. Mit den Namen ist es im Lichtgeschäft so eine Sache. Ich kann dir nur eines versichern: Das ganz oben, im Titelbild, das ist Liebe.

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Michael Restin
Michael Restin
Editor, Zürich
Das Glück ist flüchtig, also bleibe ich in Bewegung. Auf dem Bike, am Ball (Grösse und Farbe egal) und bei allem, was der Fantasie zweier Kinder entspringt. Ich liebe es, meinen Spieltrieb auszuleben und Zufällen eine Chance zu geben. Denn wenn der Weg das Ziel ist, dann soll es ein schöner sein.

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