Weshalb Notion die beste Notiz-App ist
Meinung

Weshalb Notion die beste Notiz-App ist

Philipp Rüegg
Zürich, am 14.09.2020
Evernote, Onenote, Keep. Ich hatte sie alle. Lange ausgehalten habe ich es mit keiner. Bis ich auf Notion gestossen bin. Es war Liebe auf den ersten Blick.

Ob für die Shownotes des digitec Podcast, meine Kaffeebohnen-Bewertungen oder Regeln eines komplizierten Kartenspiels. Meine Notiz-App beherbergt so ziemlich alles, was mir wichtig ist. Entsprechend viele Apps habe ich bereits ausprobiert. Evernote, Google Keep, Onenote und viele kleinere Apps. Leider gibt es immer etwas, das mir missfällt. Mal ist es das öde Design, mal die mangelnde Zugänglichkeit. Meistens liegt es aber an den fehlenden Editiermöglichkeiten. Ich brauche Flexibilität, wenn ich Notizen erstelle.

Notizen lassen sich mit Icons oder Bilder gestalten.
Notizen lassen sich mit Icons oder Bilder gestalten.

Lange habe ich mich mit Onenote zufrieden gegeben, bis mir ein Kumpel Notion empfohlen hat. Seither entdecke ich fast wöchentlich neue Features, die mir die Notiz-App noch sympathischer machen. Es fängt bei der einfachen, aber übersichtlichen Darstellung an. Ich kann all meine Notizbücher sowie alle tiefer liegenden Seiten auf einen Schlag einsehen. Seiten oder Notizbücher, die ich oft brauche, ziehe ich per Drag-and-Drop zu meinen Favoriten. Ich kann zudem jede Seite mit Bildern oder kleinen Symbolen versehen, so dass ich sie schneller erkenne – oder einfach, weil es schön aussieht. Entweder bediene ich mich dabei den enthaltenen Emojis oder lade eigene Bilder hoch. Das macht die Notizen noch persönlicher.

Viele Editieroptionen, sofern du sie findest

An Formatierungsmöglichkeiten mangelt es nicht.
An Formatierungsmöglichkeiten mangelt es nicht.

Das Highlight sind die Gestaltungsmöglichkeiten der eigentlichen Notizen. Notion setzt auf ein Blocksystem. Texte, Titel und Grafiken bilden Blöcke. Das ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, sorgt aber dafür, dass du jegliche Elemente einfach herumschieben kannst. Eine weitere Besonderheit ist die Formatierung mittels Markdown. Da wir dasselbe System bei digitec benutzen, fiel mir der Einstieg besonders leicht. Markdown erlaubt es dir, Texte mit bestimmten Satzzeichen zu formatieren. ## beispielsweise verwandelt den nachfolgenden Text in einen Titel. Dieses Shortcut-System ist enorm effizient. Natürlich kannst du deine Notizen auch manuell über Menüs formatieren.

Bei der Gestaltung deiner Notizen sind dir kaum Grenzen gesetzt. Texte lassen sich mit einer Toggle List bequem hinter einem Pfeil verbergen. Du kannst mit @ auf andere Notizen verweisen und sie direkt in der entsprechenden Seite bearbeiten. Du kannst auch verschiedene Tabellen, Kanban Boards, Code-Blöcke oder Galerien hinzufügen. Bei allem hast du die Wahl zwischen zahlreichen vordefinierten Templates. Oder du erstellst eigene Vorlagen, wie ich das für meine Game-Notizen getan habe.

Es gibt zahlreiche Vorlagen.
Es gibt zahlreiche Vorlagen.

Notizen lassen sich zudem mit individuellen Eigenschaften versehen, wie Erstellungsdatum, Tags oder einem User, den du verlinken möchtest.

Die vielen Möglichkeiten führen dazu, dass auch ich in Notion nicht immer gleich finde, was ich suche. Im Gegensatz zu Onenote und Co. scheint es aber immer irgendeinen Workaround zu geben. Da der App Markdown zu Grunde liegt, ist es ein bisschen wie beim Programmieren. Es gibt viele Wege zum Ziel.

Ja, ich weiss. Hier sieht es noch etwas mager aus.
Ja, ich weiss. Hier sieht es noch etwas mager aus.

Ich benutze Notion seit mehreren Monaten und bin immer noch begeistert. Das Einzige, was der App fehlt, ist eine Handschrifterkennung. Da hat Onenote klar die Nase vorn und das dürfte sich auch nicht so schnell ändern. Abgesehen davon, kann ich die App wärmstens empfehlen. Sie ist kostenlos und auf jeglichen Plattformen verfügbar.

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Philipp Rüegg
Philipp Rüegg
Senior Editor, Zürich
Als Game- und Gadget-Verrückter fühl ich mich bei digitec und Galaxus wie im Schlaraffenland – nur leider ist nichts umsonst. Wenn ich nicht gerade à la Tim Taylor an meinem PC rumschraube, oder in meinem Podcast über Games quatsche, schwinge ich mich gerne auf meinen vollgefederten Drahtesel und such mir ein paar schöne Trails. Mein kulturelles Bedürfnis stille ich mit Gerstensaft und tiefsinnigen Unterhaltungen beim Besuch der meist frustrierenden Spiele des FC Winterthur.

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