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Mit /e/OS 3.3 nimmt das Update-Tempo beim Android ohne Google zu
von Jan Johannsen

Der beliebte Nova Launcher hat eine neue Heimat. Die alternative Oberfläche für Android-Smartphones soll nach ruhigen Jahren wiederbelebt werden – auch mit Werbung.
Nach dem Verkauf des Nova Launchers im Jahr 2022 war es ruhig geworden, um die nicht nur in der Redaktion beliebte alternative Benutzeroberfläche für Android-Geräte. Zuletzt stellte Kevin Barry, der Gründer und am Ende einzige Entwickler, die Arbeit am Nova Launcher komplett ein. Eine schwedische Firma hat den Launcher übernommen und will ihn reaktivieren und schaltet auch Werbung.
Der Nova Launcher startete als Projekt eines einzelnen Entwicklers und entwickelte sich mit der Zeit zu einem der beliebtesten Launcher für Android. 2022 verkaufte Kevin Barry ihn an «Branch Metrics», die ihm weitere Entwickler zur Seite stellten. Die Übernahme stieß bei den Nutzerinnen und Nutzern des Launchers aber auf Ablehnung. Eine Firma, die ihr Geld mit einer Plattform zur Messung und Verwaltung von Deep-Links verdient, weckt wenig Vertrauen, wenn sie die Oberfläche des Smartphones kontrolliert – und ankündigt, ihre Dienste in den Nova Launcher einbauen zu wollen.
2024 zog Branch Metrics alle Entwickler außer Barry vom Nova Launcher ab. Die Arbeit an der Software kam nahezu zum Erliegen. Im September 2025 verließ Kevin Barry Branch Metrics. Nach eigenen Angaben wollte er den Launcher als Open-Source-Software veröffentlichen, wurde aber angewiesen, die Arbeit an dem Projekt komplett einzustellen.
Anfang 2026 verkaufte Branch Metrics den Nova Launcher weiter. Er gehört jetzt zu «Instabridge». Eine schwedische Firma, die weltweiten Internetzugang über Wi-Fi und eSIM verkauft. In seiner Android-App bietet das Unternehmen bereits einen Launcher an, um den Startbildschirm umzugestalten.

In der Ankündigung der Übernahme heißt es explizit: «Nova is not shutting down.» Ziel sei es, den Nova Launcher aktiv am Leben zu halten. Er soll stabil laufen und mit aktuellen Android-Versionen kompatibel sein. Die Firma betrachtet sich selbst als «verantwortungsvollen Besitzer», der den Nova nicht über Nacht neu erfindet.
Die Leistung und Anpassungsfähigkeit, insbesondere die vielen Einstellungsoptionen, des Nova Launcher sollen der wichtige Kern bleiben. Zudem sei es wichtig, Fehler zu beheben und neue Android-Funktionen einzubauen. Außerdem wollen sie vor größeren Änderungen auf die Community hören. Dafür sammeln sie Feedback aus Bewertungen via Play Store, Reddit, E-Mail und den Community-Kanälen.
Instabridge will den Nova Launcher aus sich selbst heraus finanzieren. Deswegen schalten sie in der kostenlosen Version der Software Werbung. Nova Prime mit einmaliger Bezahlung soll es weiterhin geben. Diese Version bleibt werbefrei .
Ansonsten betonen die neuen Besitzer, dass sie die gesammelten Daten auf das Nötigste reduzieren und keine privaten Daten verkaufen.
Als Grundschüler saß ich noch mit vielen Mitschülern bei einem Freund im Wohnzimmer, um auf der Super NES zu spielen. Inzwischen bekomme ich die neueste Technik direkt in die Hände und teste sie für euch. In den letzten Jahren bei Curved, Computer Bild und Netzwelt, nun bei Digitec und Galaxus.
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