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Ugreens AI‑NAS iDX6011 und iDX6011 Pro im Detail – Core Ultra, lokale KI und bis zu 196 TB

Martin Jud
18.2.2026

Ugreen hat seine AI‑NAS‑Serie bereits im Mai 2025 angeteasert. Jetzt liegen sämtliche Details vor – von der Core‑Ultra‑Hardware über die lokale KI‑Verarbeitung bis hin zu den Preisen.

Nachdem Ugreen seine AI‑NAS‑Modelle bereits im vergangenen Jahr angekündigt hat, legt der Hersteller nun mit sämtlichen Details zu NASync iDX6011 und iDX6011 Pro nach. Parallel dazu hat er auf der eigenen Website den Vorverkauf gestartet, bevor im März eine Kickstarter‑Kampagne folgt. Später im Jahr dürften die Geräte regulär in den Handel kommen, Preise wurden in einer Pressemitteilung bereits genannt, aber kein genaues Release‑Datum. Der Versand der Vorverkaufs‑ und Kickstarter‑Geräte ist laut Ugreen für Mai 2026 vorgesehen.

Core‑Ultra‑Prozessoren, viel Arbeitsspeicher und lokale Künstliche Intelligenz

Die neuen Modelle kommen im Aluminiumgehäuse und basieren auf Intels Core‑Ultra‑Plattform mit integrierter GPU und NPU. Das iDX6011 nutzt den Core Ultra 5 125H mit 14 Kernen und 18 Threads. Die CPU leistet bis zu 33 TOPS, die integrierte Intel Arc GPU bis zu 18 TOPS und die Intel AI Boost NPU erreicht eine KI-Leistung bis zu 11 TOPS.

Die Front des NASync iDX6011.
Die Front des NASync iDX6011.
Quelle: Ugreen

Das Pro‑Modell setzt auf den Core Ultra 7 255H mit 16 Kernen und 16 Threads. Die CPU leistet bis zu 96 TOPS, die integrierte Intel Arc 140T GPU bis zu 74 TOPS und die Intel AI Boost NPU erreicht eine KI-Leistung bis zu 13 TOPS.

Das NASync iDX6011 Pro hat zusätzlich ein Touchdisplay.
Das NASync iDX6011 Pro hat zusätzlich ein Touchdisplay.
Quelle: Ugreen

Arbeitsspeicher gibt es in Form von LPDDR5X, beim Pro sind es fix 64 Gigabyte (GB), beim Basismodell wahlweise 32 oder 64 GB. Der RAM ist nicht erweiterbar.

Ugreen integriert mehrere lokal laufende KI‑Funktionen ins System. Dazu gehören Universal Search für semantische Dateisuche, Uliya AI Chat als lokales LLM für Zusammenfassungen und Übersetzungen, AI Album für Fotoerkennung und trainierbare Modelle, Voice Memos für Transkriptionen und Mindmaps sowie AI File Organization für automatische Dateisortierung. Ähnliche Funktionen lassen sich grundsätzlich auch mit Tools wie Immich (AI Album) auf anderen NAS «nachrüsten», sofern eine native Version vorliegt oder Docker verfügbar ist. Das Betriebssystem von Ugreen hat von Haus aus selber eine gute Docker-Integration.

Bis zu 196 TB Speicher und breite Anschlussausstattung inkl. OCuLink für externe Grafikkarten

Beide Modelle bieten sechs SATA‑Bays und zwei M.2‑NVMe‑Slots, womit sich bis zu 196 Terabyte (TB) Kapazität erreichen lassen. Ein dritter M.2-NVMe-Slot verfügt über eine 128 GB SSD mit vorinstalliertem UGOS Pro. Da es bei den DXP-Modellen möglich ist, ein anderes Betriebssystem zu verwenden (etwa TrueNAS Scale oder Unraid), gehe ich davon aus, dass dies auch hier der Fall sein wird.

Nur die Pro-Version verfügt über einen OCuLink-Port.
Nur die Pro-Version verfügt über einen OCuLink-Port.
Quelle: Ugreen

Bei den Anschlüssen ist Ugreen grosszügig: Beide NAS bieten zwei 10‑Gigabit-Ethernet‑Ports (RJ45), zwei Thunderbolt‑4‑Ports (USB-C-Anschlüsse) sowie jeweils zweimal USB 3.2 und 2.0 mit USB-A-Anschluss. Dazu kommt ein HDMI‑Ausgang und ein SD-Kartensteckplatz (4.0). Im Inneren verfügen alle Modelle zudem über einen PCIe‑4.0‑x8‑Steckplatz für Erweiterungskarten.

Das Pro‑Modell ergänzt diese Ausstattung um einen OCuLink‑Port. Dabei handelt es sich um eine direkte PCIe‑Verbindung nach aussen, die Ugreen für externe GPUs oder schnellen Speicher vorsieht. Das ist quasi das Tüpfelchen auf dem Ai.

UGOS Pro und ein Touchdisplay an der Front

Als Betriebssystem dient UGOS Pro, das Ugreen bereits bei der DXP‑Serie einsetzt. Neu ist ein 3,7‑Zoll‑Touchdisplay an der Front des iDX6011 Pro, das CPU‑, GPU‑ und NPU‑Last, Temperaturen, Netzwerkstatus und Laufwerkszustand in Echtzeit anzeigt. Die normale Version kommt ohne Display.

Das Touchdisplay zeigt dir, was Sache ist.
Das Touchdisplay zeigt dir, was Sache ist.
Quelle: Ugreen

UGOS Pro ist zugänglich für Einsteiger und erinnert in der Bedienung stark an den DiskStation Manager von Synology. Dank der integrierten Docker‑Unterstützung lässt sich das System flexibel erweitern. Ugreen liefert zudem alle paar Wochen Updates, was dem jungen Betriebssystem spürbar zugutekommt. So kann ich heute in der Webanwendung von UGOS problemlos in einer Dateiliste mittels Druck auf T zu Terminator springen. Das war bei meinem letztjährigen Test des NASync DXP4800 Plus noch nicht möglich. Auch beeindruckend finde ich, dass ich UGOS mit der Smartphone-App «Ugreen NAS» fast gleich gut bedienen kann wie im Webbrowser.

Preise und Verfügbarkeit

Der Vorverkauf läuft ausschliesslich über den Hersteller. Für das iDX6011 Pro mit 64 GB RAM nennt Ugreen 1559 US‑Dollar im Super‑Early‑Bird, 1819 US‑Dollar im Early‑Bird und 2599 US‑Dollar als unverbindliche Preisempfehlung (UVP) für den späteren Handel.

Das iDX6011 mit 64 GB RAM liegt bei 1199 US‑Dollar im Super‑Early‑Bird, 1399 US‑Dollar im Early‑Bird und 1999 US‑Dollar als Retail-UVP. Die 32‑GB‑Variante kostet 999 US‑Dollar im Super‑Early‑Bird, 1189 US‑Dollar im Early‑Bird und 1699 US‑Dollar für den Retail-Verkauf. Kickstarter startet im März 2026, der Versand soll ab Mai erfolgen. Angaben zum späteren Retail‑Start macht Ugreen noch nicht.

Ugreen hat mir ein Sample der Pro-Version zugesagt. Ein ausführlicher Testbericht dazu folgt.

Titelbild: Ugreen

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Der tägliche Kuss der Muse lässt meine Kreativität spriessen. Werde ich mal nicht geküsst, so versuche ich mich mittels Träumen neu zu inspirieren. Denn wer träumt, verschläft nie sein Leben.


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