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Threema wechselt den Besitzer: Finanzinvestor aus Frankfurt übernimmt

Der Schweizer Messenger Threema erhält einen neuen Eigentümer: Die Frankfurter Beteiligungsgesellschaft Comitis Capital übernimmt die Threema Holding AG.

Der Schweizer Messenger-Dienst Threema hat einen neuen Eigentümer. Die Firma «Comitis Capital» aus Frankfurt am Main. Das Unternehmen hat eine Vereinbarung zur Übernahme der Threema Holding AG abgeschlossen. Die Transaktion soll noch im Januar 2026 juristisch vollzogen werden. Über die finanziellen Details des Kaufs wurden keine Angaben veröffentlicht.

Wer ist Threema?

Das Unternehmen hinter dem Messenger wurde 2012 in Pfäffikon SZ gegründet und ist vor allem durch seine Open-Source-Verschlüsselung und starke Privatsphäre-Funktionen bekannt. Das «Schweizer Whatsapp» zählt laut eigenen Angaben mehr als zwölf Millionen aktive Nutzer.

Hessische Besitzer lösen die bayerischen ab

Bisher gehörte Threema den Gründern sowie der Münchner Firma «Afinum Management», die 2020 eingestiegen war. Diese hatte in den vergangenen Jahren unter anderem den Ausbau des Geschäftskundenbereichs vorangetrieben. So kommunizieren auch die Angestellten der Schweizer Bundesverwaltung über Threema. Die neue Besitzerfirma Comitis Capital ist als Finanzinvestor aktiv. Laut Mitteilung will die Gesellschaft Threema «in der nächsten Wachstumsphase unterstützen und dabei auf der bestehenden Technologie sowie der etablierten Marktposition aufbauen.»

Threema ist vor allem für seinen starken Datenschutz bekannt.
Threema ist vor allem für seinen starken Datenschutz bekannt.
Quelle: Threema

Wie sieht es rechtlich aus?

Die Threema Holding AG und auch die Comitis Capital GmbH betonen, dass die technische Infrastruktur inklusive Rechenzentren in der Schweiz bleibt. Auch werden die Dienste weiterhin von der Threema GmbH erbracht, weswegen auch die datenschutz-rechtlichen Rahmenbedingungen der schweizerischen Gesetze gelten. Deutsches Recht fände nur Anwendung, wenn «Instant-Messaging-Dienste für Nutzer in Deutschland erbracht werden». Auch sollen weder die Unternehmensstrategie noch die Kommunikationsplattform selbst kurzfristig angepasst werden. Die bisherigen Grundwerte des Services sollen auch unter dem neuen Eigentümer erhalten bleiben.

Was ändert sich praktisch?

Laut offiziellen Aussagen sollen sich weder für die Nutzer noch für den Betrieb grundlegende Veränderungen ergeben. Das Unternehmen betont, dass die Übernahme nicht zu Abwanderungen der technischen Infrastruktur führen soll. Die Rechenzentren bleiben in der Schweiz, wo auch weiterhin die datenschutzrechtlichen Rahmenbedingungen der schweizerischen Gesetze gelten. Gegenwärtig bietet der Dienst klassische Funktionen wie Text- und Multimedia-Nachrichten, Sprach- und Videoanrufe sowie Gruppenchat-Funktionen an. Dies bleibt so. Auch das Versenden von Dateien und standortbasierten Inhalten wird nicht verändert.

Titelbild: Shutterstock

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Seit ich herausgefunden habe, wie man bei der ISDN-Card beide Telefonkanäle für eine grössere Bandbreite aktivieren kann, bastle ich an digitalen Netzwerken herum. Seit ich sprechen kann, an analogen. Wahl-Winterthurer mit rotblauem Herzen.


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