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Per Prompt zum eigenen Game: Google stellt KI-Plattform zur Spieleentwicklung vor

Debora Pape
8.10.2026

Mit dem neuen Google-Dienst Playground sollst du deine Spielideen im Handumdrehen in ein fertiges Browsergame verwandeln können. Das Programmieren und die Anfertigung von Assets übernimmt die KI.

Technisches Können und Fachwissen sind Relikte der Vergangenheit, wenn man Googles jüngster Ankündigung glauben will. Der Tech-Riese stellt mit Playground eine Plattform vor, auf der Laien per KI-Prompt Browsergames generieren lassen können. Vorkenntnisse? Nicht nötig. Eine Spielidee und die Fähigkeit, sie als Text zu formulieren, reichen aus. Und falls es an Kreativität mangelt, hilft Gemini bestimmt auch.

Auf der Plattform beschreibst du deine Spielidee und entwickelst sie auf Grundlage der Resultate zusammen mit der KI weiter. Laut Google kannst du in diesem Prozess die Regeln, die Spielphysik, das Charakter- und Mapdesign verfeinern oder wieder komplett über den Haufen werfen. Und das alles kostenlos. Durch das kostenpflichtige Google-One-Abo kannst du den Dienst häufiger nutzen, Details sind aber noch nicht bekannt.

Gegenüber «The Verge» teilt eine Google-Sprecherin mit, dass bei Playground mit Gemini, Nano Banana und Lyria mehrere KI-Modelle aus dem Hause Google zum Einsatz kommen. Playground ist im Moment nur für Volljährige «in ausgewählten Regionen» verfügbar, zu denen weder Deutschland noch die Schweiz zählen. Aktuell befindet sich das Projekt in einem experimentellen Status.

Social-Plattform für selbstgemachte Games

Das Programm erlaubt es dir auch, deine Kreation direkt zu testen – und wenn du zufrieden bist, kannst du sie mit deinem Freundeskreis oder der gesamten Playground-Community teilen. Die Plattform ist nicht nur als Entwicklungsumgebung, sondern explizit als Community-Hub gedacht: Du kannst die veröffentlichten Spiele ausprobieren und darin gegen andere antreten. Wie in sozialen Netzwerken ist es möglich, anderen zu folgen und Spiele zu liken.

Neue Spiele mit vielen Aufrufen und Likes werden auf der Plattform prominenter platziert. Gleichzeitig sollen Community-Guidelines dafür sorgen, dass keine problematischen Inhalte veröffentlicht werden.

KI in der Spieleentwicklung verbreitet sich

Wer etwas tiefer in die Spieleentwicklung eintauchen will, kann dafür den zusammen mit Playground vorgestellten Dienst Unity Spark nutzen. Er entsteht in Kooperation mit Unity und ist laut Google eine «KI-Spieleentwicklungserfahrung», die sich mehr an professionellen Entwicklungsumgebungen orientiert. Sie erlaubt etwa das gemeinsame Arbeiten an einem Spiel und kann sogar 3D-Gameplay realisieren – allerdings auch nur für den Browser. Unity Spark ist aktuell noch nicht verfügbar. Laut Google soll es zum Ende des Jahres eine geschlossene Beta geben.

Interessant ist, dass der Einsatz von KI bei klassischen Games als Reizthema gilt. Spielerinnen und Spieler reagieren oft mit starker Kritik, wenn offensichtlich KI-generierte Inhalte in Games erscheinen. Gleichzeitig entstehen immer mehr Räume, in denen KI nicht nur eingesetzt wird, sondern das zentrale Development-Element darstellt.

So hat der Facebook-Konzern Meta erst kürzlich einen Dienst bekannt gegeben, mit dem User per KI Spiele erstellen und auf den Meta-Plattformen teilen können. Auch Roblox testet aktuell ein solches Tool, während Videos von KI-generierten Spiele-Mods für Aufruhr in der Modding-Szene sorgen.

Titelbild: Google

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Fühlt sich vor dem Gaming-PC genauso zu Hause wie in der Hängematte im Garten. Mag unter anderem das römische Kaiserreich, Containerschiffe und Science-Fiction-Bücher. Spürt vor allem News aus dem IT-Bereich und Smart Things auf.


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