Mystery-Monolith: Er ist jetzt in Rumänien, dammisiech!

Mystery-Monolith: Er ist jetzt in Rumänien, dammisiech!

Luca Fontana
Zürich, am 02.12.2020
Ende November. Ein rätselhafter Monolith taucht in Utah auf. Dann verschwindet er wieder. Dann taucht er erneut auf. Tage später, in Rumänien. Aliens, ist 2020 das Jahr des ersten Kontakts?

Das Rätseln um den mysteriösen Monolithen geht weiter. Am 23. November entdeckt ihn das Utah Department of Public Safety während einer Schafszählungsexpedition (kein Witz) in der gebirgigen Wüste Utahs. Dann verschwindet er wieder. Spurlos.

Funktion? Ursprung? Das weiss niemand. Ausser die Regierung, vielleicht.

*Mysteriöser Monolith in Utah**: Kommen die Ausserirdischen?
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Jetzt die Sensation: Am 27. November soll der Monolith erneut aufgetaucht sein. In Rumänien, dieses Mal, in der Nähe einer alten Daker Festungsanlage im Kreis Neamt. Soll, weil er – wie der Monolith in Utah – kurze Zeit nach seiner Entdeckung erneut spurlos verschwunden ist.

Etwas geht da vor sich.

Utah, Rumänien… Grönland?

Die Frage nach dem Übeltäter bleibt. Die rumänischen Behörden teilen gegenüber Euro Weekly lediglich mit, dass es sich beim Fundort um ein Privatgrundstück handle. Ein kulturell geschütztes noch dazu.

«Vor der Installation hätte man offiziell eine Erlaubnis des Kulturministeriums einholen müssen», so Rocsana Josanu von den Behörden.

Der Monolith ist in Utah verschwunden, ehe die Regierung ihn sich unter den eigenen Nagel reissen konnte...
Der Monolith ist in Utah verschwunden, ehe die Regierung ihn sich unter den eigenen Nagel reissen konnte...
... nur, um in Rumänien wieder aufzutauchen – und dann genauso schnell wieder zu verschwinden.
... nur, um in Rumänien wieder aufzutauchen – und dann genauso schnell wieder zu verschwinden.

Warum Josanu von Ausserirdischen erwartet, sich mit irdischer Bürokratie auseinanderzusetzen, ist nicht geklärt. Weit aufschlussreicher sind dafür die Nachforschungen des Twitter-Users Mothra P.I.

Er scheint zu wissen, wo der Monolith als nächstes zu finden sein wird:

«Der Monolith aus Utah verschwindet und taucht dann in Rumänien wieder auf. Wenn die Aliens also gleichseitige Dreiecke mögen, dann sollten wir als nächstes in Grönland suchen gehen...»

Eine gewagte Behauptung. Mothra P.I. scheint aber nicht auf den Kopf gefallen zu sein und untermauert seine Prognose mit dem Bild einer ausgefeilten Karte, die er selber in akribischer Handarbeit angefertigt hat.

Verblüffende Computer-Paint-IT-Technik
Verblüffende Computer-Paint-IT-Technik

Zur Erklärung: Der etwa drei Meter grosse Monolith hat die Form eines gleichseitigen Dreiecks. Verbindet man die beiden bisherigen Fundorte zu einer Linie, ergibt das die Grundseite eines Dreiecks. Führt man nun zwei gleich lange Linien, um 45 Grad abgewinkelt, nach oben, treffen sie sich in Grönland.

Dem aller Wahrscheinlichkeit nach nächsten Fundort.

Und was ist mit unbekanntem Flugobjekt 2020 SO?

Während wir uns den Kopf über das Verschwinden und Auftauchen des Monolithen zerbrechen, ist in der Nacht vom 1. auf den 2. Dezember ein unbekanntes Flugobjekt in Erdnähe aufgetaucht. So nahe sogar, dass es mit gewöhnlichen Teleskopen zu sehen war.

Objekt «2020 SO». Aliens, vielleicht?

Die NASA dementiert. Natürlich tut sie das. Gehört ja zur Regierung. Jedenfalls sagt die Raumfahrtbehörde Amerikas, dass 2020 SO am 17. September vom Teleskop Pan-STARRS 1 auf Hawaii entdeckt worden sei. Etwa zwei Monate vor der Entdeckung des ersten Monolithen. Dass es sich bei 2020 SO um einen Asteroiden handeln könnte, schliesst die NASA ziemlich schnell aus.

Mein Verdacht: Immer noch Aliens.

Die NASA aber spricht von einem vermutlich menschgemachten Objekt, weil es ihren Berechnungen zufolge die Sonne in einer ähnlichen Umlaufbahn umkreise wie die Erde. Vermutlich ein Teil jener Trägerrakete, die im September 1966 die unbemannte Nasa-Mission «Surveyor 2» Richtung Mond beförderte. Während Surveyor 2 eine Bruchlandung auf dem Mond hinlegte, flog dessen Trägerrakete planmässig am Mond vorbei und in einen Orbit um die Sonne herum.

Was könnte die Bruchlandung verursacht haben? Aliens?
Was könnte die Bruchlandung verursacht haben? Aliens?

Klingt einleuchtend. Nur: Die Behörde hat vergangenen Oktober errechnet, dass 2020 SO etwa Ende November zur Erde aufgeschlossen haben und wegen der Planeten-Schwerkraft einige Monate lang um uns herumkreisen würde.

Ende November. Monolith. Utah. Rumänien. Ja, ne. Ist klar.

Und dann redet die NASA in ihrer jüngsten Meldung plötzlich nicht mehr von Schwerkraft und Orbits – Umlaufbahnen – sondern von Sonnenwinden und unkontrollierten Flugbahnen. Klingt für mich eher nach etwas, das schlicht und einfach seine eigenen Ziele verfolgt. Aliens zum Beispiel. Aliens mit einem Monolithen an Bord. Einem Monolithen, der ähnlich wie jener in Stanley Kubricks «2001: A Space Odyssey» die Menschheit zum Erklimmen der nächsten Evolutionsstufe verhelfen soll.

Stay tuned, Freunde. Ich bleibe an der sensationellen Story dran.

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Luca Fontana
Luca Fontana
Editor, Zürich
Abenteuer in der Natur zu erleben und mit Sport an meine Grenzen zu gehen, bis der eigene Puls zum Beat wird — das ist meine Komfortzone. Zum Ausgleich geniesse ich auch die ruhigen Momente mit einem guten Buch über gefährliche Intrigen und finstere Königsmörder. Manchmal schwärme ich für Filmmusik, minutenlang. Hängt wohl mit meiner ausgeprägten Leidenschaft fürs Kino zusammen. Was ich immer schon sagen wollte: «Ich bin Groot.»

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