Photo by Andreas Palmer on Unsplash
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Monitor-Kaufberatung: Hier findest du den perfekten Bildschirm

Jan Johannsen
Jan Johannsen
Hamburg, am 31.07.2019
IPS oder TN? Curved oder nicht? WQHD oder UHD? HDMI oder USB-C? Bei der Auswahl eines neuen Bildschirms kannst du dich in Details verlieren oder einen Blick in unsere Monitor-Kaufberatung werfen.

Mein alter iMac hat nach knapp zehn Jahren den Geist aufgegeben. Ich will mir aber keinen neuen All-in-One-Rechner auf den Schreibtisch stellen, sondern habe mich auf die Suche nach einem Monitor begeben. Mein Ziel: In Zukunft bei der Nutzung von Computern flexibler sein. Ich habe für mich den passenden Bildschirm gefunden und dabei viele Informationen gesammelt und mir einige Modelle angeschaut, sodass ich dir nun Ratschläge geben kann — selbst wenn du andere Anforderungen hast als ich.

  • Ein Allrounder für zu Hause
  • Gaming-Monitore für alle Spiele
  • Besser arbeiten im Homeoffice
  • Videoschnitt / Bildbearbeitung
  • Der Fernseher-Ersatz
  • Touchscreen: Ein Bildschirm zum Anfassen

Ich will momentan nur mein privates und mein berufliches Notebook mit dem neuen Monitor verbinden — aber auch die Option haben, in Zukunft einen Desktop-Rechner anzuschließen. Einen speziellen Nutzungszweck habe ich für den Bildschirm nicht. Ich brauche einen Allrounder. Ich will im Internet surfen, an ihm arbeiten können, Urlaubsfotos bearbeiten, vielleicht einen Film schauen und, wenn die Zeit es zulässt, an ihm spielen.

Nach und nach kristallisierten sich einige Kriterien heraus, die mir beim Monitor wichtig sind. 27 Zoll passen auf meinen Schreibtisch. Eine WQHD-Auflösung sorgt für ein gestochen scharfes Bild. Dass das Display meinen Augen ein schönes Bild anzeigen soll, versteht sich von selbst. Damit mein restlicher Körper nicht leidet, ist mir die Ergonomie wichtig. Ich will den Bildschirm in der Höhe und der Neigung verstellen können. Damit sich der Stromverbrauch in Grenzen hält, achte ich zudem auf mindestens Energieeffizienzklasse A.

Bei den Anschlüssen brauche ich aktuell nur HDMI zur Bildübertragung. Damit der Monitor auch in ein paar Jahren noch mit neuen Computern in Verbindung treten kann, ist USB-C unerlässlich. Idealerweise lädt der Bildschirm darüber das angeschlossene Notebook direkt auf, sodass ich kein Netzteil am Schreibtisch brauche — Maus, Tastatur und eine externe Festplatte kann ich dann auch direkt am Monitor, der als Hub dient, anstecken.

Meine Wahl fiel am Ende auf den Acer BE270U. Der überzeugt mich mit seinem schmalen Rand auch optisch — und der Hersteller verzichtet dankenswerterweise auch darauf, seinen Schriftzug auf der Vorderseite unterzubringen.

Monitor
408.–A
Acer BE270UAbmipruzx – BE0-Serie (27", 2560 x 1440 Pixels)

Erweitere Deinen Horizont

Ein Allrounder für zu Hause

Falls meine Wahl dich nicht überzeugt, dann gibt es noch weitere Bildschirme, die gut für den Allround-Einsatz geeignet sind. Wenn du auf das eine oder andere Ausstattungsmerkmal verzichten kannst, kommst du sogar günstiger davon.

So bietet dir der Samsung C27F390 zum Beispiel eine Full-HD-Auflösung und lässt sich weder schwenken noch in der Höhe verstellen. USB-C fehlt ebenfalls und die Auswahl an Anschlüssen ist insgesamt klein. Dafür ist das Display gebogen bzw. «Curved», wie es bei Samsung heißt. Der Dell UltraSharp U2417H verfügt ebenfalls über eine Full-HD-Auflösung, ist mit 24 Zoll etwas kleiner und kommt ebenfalls ohne USB-C daher. Dafür bietet er alle ergonomisch hilfreichen Verstelloptionen.

Der HP 27q hat wiederum eine WQHD-Auflösung und ist 27 Zoll groß. Er ist allerdings nur neigbar und hat keinen USB-C-Anschluss, dafür aber eine Bildwiederholfrequenz von 75 Hertz und ist heller als die anderen beiden. Dies gilt auch für den höhenverstellbaren LG 27UK850-W mit USB-C-Anschluss. Aufgrund seiner 4K-Auflösung ist er der teuerste unter den Allroundern.

Monitor
229.–A
Samsung C27F390 (27", 1920 x 1080 Pixels)

Die tiefste Bildschirmkrümmung für das packendste Seherlebnis

287.–A
Dell UltraSharp U2417H (24", 1920 x 1080 Pixels)
364.–A
HP 27q (27", 2560 x 1440 Pixels)
469.–statt vorher 539.–1B
LG 27UK850-W (27", 3840 x 2160 Pixels)

Gaming-Monitore für alle Spiele

Brauchst du einen Monitor zum Spielen, sind die Bildwiederholrate und Sync-Technologien wichtiger als bei jeder anderen Nutzungsart eines Bildschirms. Die in Hertz gemessene Bildwiederholrate gibt an, wie oft sich das Bild auf dem Display erneuert. 120 oder gar 144 Hertz klingen toll, aber nur wenn deine Hardware auch so viele Bilder in der Sekunde schafft. Vor dem Monitorkauf solltest du messen, wie viele FPS deine Hardware bei deinen Spielen schafft. Solltest du dich aber nicht im Pro-Gaming- oder eSport-Bereich bewegen, reichen selbst 60 Hertz zum Spielen aus.

Passen die Bildwiederholrate und die von der Grafikkarte gelieferten Bilder pro Sekunde (FPS) nicht zusammen, entstehen unschöne Fehler in der Bilddarstellung. Um diese zu verhindern, greifen die Hersteller von Grafikkarten und Monitoren auf Sync-Technologien, die die FPS und Hertz in Einklang bringen sollen, zurück.

Der ASUS VG278QR hat zwar nur eine Full-HD-Auflösung bei 27 Zoll, wiederholt die Bilder aber schneller als die anderen vier Gaming-Monitore und leuchtet am zweithellsten. Auf 144 Hertz kommt der 24 Zoll große Samsung C24FG73 mit ebenfalls einer Full-HD-Auflösung. Zusätzlich ist sein Display leicht gebogen. Mit der Energieeffizienz sieht es allerdings nicht ganz so gut aus. Die ist wiederum beim 27 Zoll großen Acer XF270HUA deutlich besser — und mit 2560 x 1440 Pixeln gibt es auch eine höhere Auflösung.

Soll der Monitor noch größer werden, musst du tiefer in die Tasche greifen. Der ASUS ROG Strix XG32VQR kommt bei 32 Zoll ebenfalls auf eine WQHD-Auflösung und leuchtet von den fünf Bildschirmen am hellsten. Brauchst du richtig viel Platz, dürfte der Acer Predator X34P die erste Wahl sein. Er ist nicht nur 34 Zoll groß, sondern durch das Seitenverhältnis von 21:9 auch sehr in die Breite gezogen.

Monitor
324.–A
ASUS VG278QR (27", 1920 x 1080 Pixels)

Der ASUS VG278QR Gaming-Monitor bietet ein 68,6 cm (27") grosses Panel mit gestochen scharfer FullHD Auflösung (1.920 x 1.080 Pixel) und pfeilschneller Reaktionszeit mit 0,5 ms

339.–C
Samsung C24FG73 (24", 1920 x 1080 Pixels)
517.–A
Acer XF270HUA (27", 2560 x 1440 Pixels)
629.–B
ASUS ROG Strix XG32VQR (32", 2560 x 1440 Pixels)
903.–C
Acer Predator X34P (34", 3440 x 1440 Pixels)

Besser arbeiten im Homeoffice

Richtest du dir Zuhause einen Arbeitsplatz ein, an dem du jeden Tag mehrere Stunden sitzt, sollte der Fokus bei der Ergonomie liegen. Neben einem matten Display, das die Augen schont, muss dein Monitor beweglich sein. Neben der Neigung und der Höhe könnte es auch sinnvoll sein, den Bildschirm mit einer Pivot-Funktion ins Hochformat verstellen zu können. Breitbild ist bei Office-Anwendungen nicht immer hilfreich und die Auswahl an Modellen mit 4:3-Displays ist sehr gering. Zudem lohnt es sich, wie bei den Allroundern, im Sinne der Zukunftsfähigkeit des Geräts auf einen USB-C-Anschluss zu achten. Spätestens bei deinem nächsten Notebook erleichtert er dir sehr wahrscheinlich das Leben.

Mit seinem sehr geringen Stromverbrauch setzt sich der Philips 241B7QGJEB von den ebenfalls 24 Zoll großen Full-HD-Monitoren Dell P2419H und HP Elite E243 ab. Die zwei haben keine Lautsprecher, sind etwas günstiger und auch in anderen Größen erhältlich, falls du mehr oder weniger Zoll benötigst. Ein größeres und helleres Display sowie ein höhere WQHD-Auflösung bieten dir der Eizo FlexScan EV2750-WT und der Lenovo ThinkVision P27h-10. Allerdings hat nur das Modell von Lenovo einen USB-C-Anschluss, mit dem du für die Zukunft bereit bist. Der Eizo hat dafür einen Lautsprecher und eine DVI-D-Buchse — falls du diesen alten Anschlusstyp benötigst.

Monitor
227.–A++
Philips 241B7QGJEB/00 (24", 1920 x 1080 Pixels)

Der umweltfreundliche Monitor wurde für nachhaltige Produktivität entwickelt. Das äusserst energiesparende Design sorgt für Energieeffizienz wie nie zuvor.

189.–A
Dell P2419H (24", 1920 x 1080 Pixels)
179.–A+
HP Elite E243 (24", 1920 x 1080 Pixels)
339.–B
Lenovo ThinkVision P27h-10 (27", 2560 x 1440 Pixels)
839.–A
Eizo FlexScan EV2750-WT (27", 2560 x 1440 Pixels)

Videoschnitt / Bildbearbeitung (Wide)

Für die Bearbeitung von Videos und Fotos ist die Bildqualität entscheidend. Oder genauer gesagt: die Farbwiedergabe. Der Monitor sollte nicht nur hochwertig sein, sondern sich auch kalibrieren lassen und die Augen schonen. Damit die Werkzeugpalette der Bild- oder Videobearbeitungssoftware ohne einen zweiten Bildschirm neben deine Arbeitsfläche passt, könnte sich ein Seitenverhältnis von 21:9 oder noch breiter lohnen.

Der Eizo FlexScan EV3285W bietet viele manuelle Einstellmöglichkeiten für die Bildwiedergabe auf seinem 4K-Display. Zudem verfügt er über eine USB-C-Buchse, mit der er alle Daten von einem angeschlossenem Notebook empfängt und es auch auflädt. Für eine zweite Signalquelle bietet er eine Bild-neben-Bild-Funktion. Multitasking steht also nichts mehr im Weg. Der BenQ PD3220U hat ebenfalls eine 32 Zoll große 4K-Anzeige und sogar zwei USB-C-Anschlüsse. Er unterstützt Daisy-Chaining. Du kannst also bei Bedarf mehrere von ihm in Reihe an einem Rechner anschließen. Die Bildeinstellungen sind mit dem «Hotkey Puck» bequemer als direkt am Display verstellt und dank der HDR10-Unterstützung kannst du die HDR-Effekte deiner Videos überprüfen.

Der Eizo CG279X ist etwas kleiner und hat weniger Auflösung, punktet aber mit seiner integrierten Farbkalibrierung. Du musst bei ihm dafür nicht auf externe Tools zurückgreifen. Dazu gibt es eine Farbmanagementsoftware sowie Presets für HDR und voreingestellte Modi für Farbräume und Gamma-Werte.

Günstiger wird es beim Dell UltraSharp U2718Q, der eine 4K-Auflösung hat und ab Werk kalibriert ist. Das ist für den Anfang super, macht aber auf Dauer ein externes Kalibrierungstool notwendig, um die farbtreue sicherzustellen. Das sieht beim BenQ SW2700PT anders aus. Für die Hardware-Kalibrierung ist ein Sensor eingebaut. Seine Auflösung ist allerdings geringer, dafür gehört eine abnehmbare Abschattungshaube zum Lieferumfang. Die verhindert, dass externes Licht — und das kann sowohl die Sonne als auch Neonröhren oder eine Glühbirne sein — dir den Blick auf den Bildschirm erschwert.

Monitor
1459.–A
Eizo FlexScan EV3285W-Swiss Edition (32", 3840 x 2160 Pixels)

1239.–A
BenQ PD3220U (32", 3840 x 2160 Pixels)
2499.–B
Eizo CG279X Swiss Garantie (27", 2560 x 1440 Pixels)
619.–A
Dell UltraSharp U2718Q (27", 3840 x 2160 Pixels)
739.–C
BenQ SW2700PT (27", 2560 x 1440 Pixels)

Der Fernseher-Ersatz

Fernseher sind inzwischen in der Regel mindestens 32 Zoll groß. Wenn du einen kleineren Bildschirm brauchst, etwa für die Küche oder das Schlafzimmer, bietet sich ein Monitor in der gewünschten Größe an. Einen Chromecast oder einen anderen Streaming-Stick in eine der HDMI-Buchsen stecken und schon kannst du das Fernsehprogramm und Filme und Serien von Streaming-Diensten vom Smartphone auf den Bildschirm übertragen.

Die 24 Zoll großen Acer Value V7 V247Ybmipx und HP 24fw sind sich sehr ähnlich. Für den Aufpreis bekommst du beim HP-Modell ein etwas helleres Bild und ein helleres Gehäuse. Willst du nicht nur das herkömmliche Fernsehprogramm auf den Bildschirm streamen sondern auch bei Netflix & Co Filme und Serien schauen, lohnt sich ggf. die Mehrinvestition in den Samsung U28E590D. Der ist mit 28 Zoll etwas größer und bietet vor allem eine 4K-Auflösung, die die Streaming-Dienste am ehesten ausnutzen können.

157.–A
Acer Value V7 V247Ybmipx (24", 1920 x 1080 Pixels)
172.–A
HP 24fw (24", 1920 x 1080 Pixels)
329.–B
Samsung U28E590D (28", 3840 x 2160 Pixels)

Touchscreen: Ein Bildschirm zum Anfassen

Falls du nicht nur auf den Bildschirm schauen willst, sondern ihn auch anfassen musst, wird die Auswahl kleiner. Denn viele Touchscreen-Monitore werden nicht für die private Nutzung hergestellt. Stattdessen sind sie hauptsächlich für den Handel und andere gewerbliche Anwendungen gedacht. Aber zwei passende Modelle, die nicht nur für deinen Schreibtisch geeignet sind, habe ich trotzdem gefunden. Und auch für ein Smarthome bieten sich Touchscreens an. Sei es, um in der Küche Rezepte anzuzeigen oder im Flur die Steuerzentrale für das gesamte Smarthome zu sein.

Meine erste Wahl wäre der Dell P2418HT. Sein Touchscreen ist entspiegelt und er lässt sich schwenken sowie in der Höhe verstellen. Der Acer T272HLbmjjz ist mit 27 Zoll zwar etwas größer, allerdings weniger flexibel. Ihn kannst du nur neigen. Dafür verfügt er über eingebaute Lautsprecher.

Monitor
349.–A
Dell P2418HT (24", 1920 x 1080 Pixels)

24 Zoll FHD (1920x1080) Multi-Touch IPS Panel im 16:9 Format und 60 Hz / 250 cd/m2 / 6ms GtG / hohe Ergonomie: Schwenk-, Höhen- Neigbar / DP, HDMI, VGA, 4 USB Port (2x 2.0; 2x 3.0)

446.–A
Acer T272HLbmjjz (27", 1920 x 1080 Pixels)

Jan Johannsen
Jan Johannsen
Content Development Editor, Hamburg
Als Grundschüler saß ich noch mit vielen Mitschülern bei einem Freund im Wohnzimmer, um auf der Super NES zu spielen. Inzwischen bekomme ich die neueste Technik direkt in die Hände und teste sie für euch. In den letzten Jahren bei Curved, Computer Bild und Netzwelt, nun bei Galaxus.de.

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