Huawei Mate 40 Pro im Review: Huawei schafft das Unmögliche… fast

Dominik Bärlocher
Zürich, am 21.01.2021
Huawei kämpft. Nicht ums Überleben, aber um den Thron. Das Huawei Mate 40 Pro soll dem gebeutelten Hersteller die Markt-Leader-Position zurückbringen. Das gelingt. Vielleicht. Denn die Kamera ist spitzenklasse und das Mate hat eine überraschende Alltagstauglichkeit.

Das Huawei Mate 40 Pro ist nicht das beste Phone, das ich im Jahre 2020 in den Fingern gehalten habe, aber ganz bestimmt das interessanteste. Denn kein Phone ist hardwareseitig so gut aufgestellt und so experimentierfreudig wie das Mate 40 Pro.

Mate 40 Pro (256GB, Mystic Silver, 6.76", Hybrid Dual SIM + eSIM, 50Mpx, 5G)
1199.–
Huawei Mate 40 Pro (256GB, Mystic Silver, 6.76", Hybrid Dual SIM + eSIM, 50Mpx, 5G)

Mate 40 Pro (256GB, Black, 6.76", Hybrid Dual SIM + eSIM, 50Mpx, 5G)
1153.–
Huawei Mate 40 Pro (256GB, Black, 6.76", Hybrid Dual SIM + eSIM, 50Mpx, 5G)

Daraus lässt sich schon ein erster Schluss ziehen: Für all die, die einfach ein Phone mit guter Kamera auspacken wollen und sich nie mehr darum kümmern wollen, ist das Huawei Mate 40 Pro nichts. Damit reiht es sich nahtlos in die Mate-Serie ein, die seit mindestens dem Mate 20 Pro die experimentelle Produktreihe Huaweis ist. Da ist bleeding edge Tech verbaut, das Neueste vom Neuesten, aber vielleicht noch nicht ganz ausgereift. Das lässt zu, dass du als Enthusiast ein Spielzeug erhältst. Etwas, mit dem du forschen, probieren und spielen kannst und nicht einfach nur ein Nutzer bist.

Dazu: Das Huawei Mate 40 Pro hat Alltagstauglichkeit trotz dem Fehlen der Google Services. Aber ganz da ist das noch nicht.

Lassen wir uns also auf ein Flaggschiff ein, das für Enthusiasten gemacht ist.

Der Kirin 9000: Boom!

Das System-on-a-Chip (SoC) des Huawei Mate 40 Pro heisst Kirin 9000, der bisher neueste, schnellste und beste Chipsatz des gebeutelten Smartphone-Herstellers. Und die Specs klingen cool:

  • 5nm Bauweise, also stromsparend
  • 15.3 Milliarden Transistoren, also marketingtechnisch gut ausschlachtbar
  • 5G nativ verbaut, also schneller Datentransfer und zukunftssicher
  • Die Neural Processing Unit (NPU) ist «integriert in eine eingebettete Kirin 6.0 ISP für Kamerafunktionen», also auch für Tech-Nerds was zum Sagen, das gut klingt

Kurz: Huawei will dich wissen lassen, dass der Kirin 9000 das bisher beste und stärkste und aller-allerbeste Ding aller Zeiten ist. Dazu hat das Marketing Department alle Register gezogen und drischt Phrasen wie Apple.

Und genau wie Apple haben sie in der Regel Recht, wenn sie sowas behaupten. Denn in der Praxis gibt es nichts, was den Kirin 9000 langsam gemacht hat. Ich hab’s probiert, bin aber gescheitert. In der Regel kannst du ein Phone strafen, indem du lange 4K-Video mit 60 Frames pro Sekunde aufnimmst. Das P40 Pro überhitzt nach etwa einer halben Stunde. Der Kirin 9000 aber leistet. Das Phone wird zwar warm, überhitzt nicht und wird nicht langsam. Spannend. Und extrem cool. Das entstandene 45 Minuten lange 4K60fps-Video ist dafür sterbenslangweilig.

Auch alle anderen Stresstests hat der Kirin 9000 mit Bravour bestanden. Im Rahmen eines Smartphones ist der Kirin 9000 den aktuellen Anforderungen überlegen. Das kann nur eines bedeuten: Da kommt noch was. Was genau? Schwierig zu sagen. Als erster Schritt sicher mal HarmonyOS, das aber laut Angaben bis zu fünfmal Effizienter sein wird.

Wir haben also eine Plattform, die verdammt stark ist und bald wesentlich effizientere Software, die weniger Ressourcen brauchen soll.

Warum also die ganze Power?

Keine Ahnung, aber ich bin mir sicher: Das wird verdammt cool.

Der Bildschirm und seine Marketingversprechen… Blödsinn

Weiteres Augenmerk will Huawei auf den Bildschirm gelegt haben. Denn das Amoled Display mit einer Auflösung von 2772 x 1344 Pixel ist um 88 Grad gebogen. Und, etwas kleiner geschrieben, Huawei ist so quasi etwas bitzli stolz darauf, dass das ein 90 Hertz Display ist, also 90 Bilder pro Sekunde anzeigt. Normale Smartphone-Bildschirme kommen mit 60 Hertz daher, die Flaggschiffe bauen das Bild 120 mal pro Sekunde neu auf.

Das Huawei fällt also genau in die Mitte zwischen Standard und Flaggschiff. Und fällt damit überhaupt nicht auf. Die Bildwiederholrate von 90 Bildern pro Sekunde ist dermassen unauffällig, dass sie geradeso gut nicht über 60 liegen könnte.

60 Hertz oder 90… du siehst keinen grossen Unterschied.
60 Hertz oder 90… du siehst keinen grossen Unterschied.

Der Hersteller weiss das natürlich. Genau hier lohnt es sich, das Marketingsprech hart zu hinterfragen. Denn egal, was ein Richard Yu oder auch ein Tim Cook an einer Pressekonferenz oder einem Event sagt, da ist immer etwas, das er nicht sagt. Der Bildschirm des Mate 40 ist das perfekte Beispiel dafür.

Der Screen sei so gebaut, weil er stromsparender sei als die 120 Hertz Displays der Konkurrenz. Klingt an und für sich schlüssig und ist technologisch auch richtig. Doch nach zwei Sekunden Nachdenken zerfällt das Argument. Denn bei genauem Hinsehen sollte zumindest Handgelenk mal Pi der bessere Bildschirm keinen allzuschlimmen Effekt auf die Batterielaufzeit haben.

  • Das Huawei Mate 40 Pro hat einen 4400 mAh starken Akku
  • Der Kirin 9000 ist auf 5nm-Basis gebaut, daher stromsparender als seine 7nm-Kollegen
  • Der Akku kann mit 66 Watt geladen werden, was die Ladezeit kurz halten sollte
  • 5G frisst zwar etwas mehr Strom, aber nie so viel, dass das den 4400-mAh-Akku stören würde
  • Die Konkurrenz hat sowohl anständige Akkuleistung wie auch 120 Hertz Displays

Aber: Das Display ist schön kalibriert. Und überhaupt, wenn Enthusiasten von Huawei reden, dann reden sie selten von schönen Displays – das ist in der Regel bei Samsung relevant –, sondern von der Kamera.

Die Kamera: Here we go

Es hat etwa zwei Stunden gedauert, bis das Huawei Mate 40 Pro das P40 Pro als meine On-the-go-Fotokamera abgelöst hat. Für aufwändige Bilder setze ich nach wie vor auf meine Sony a7sii, aber für Schnappschüsse auf Road Trips oder dergleichen ist meine Wahl klar das Mate 40 Pro. Das, obwohl die Kamera des Mate 40 Pro nicht die beste ist, die die Mate-Serie sein könnte. Denn da gibt es noch eine bessere Version als die, die du in den Schweizer Shops findest.

Das Kamerasystem des Mate 40 Pro sieht so aus:

  • 50 MP, f/1.9, Weitwinkellinse
  • 12 MP, f/3.4, 5x optischer Zoom, Periskoplinse mit optischer Bildstabilisation
  • 20 MP, f/1.8, Ultraweitwinkellinse

Was der Nicht-Enthusiast in der Schweiz nicht weiss: Da ist noch eine Pro+-Version. Das Kamerasystem des Huawei Mate 40 Pro+ sieht so aus:

  • 50 MP, f/1.9, Weitwinkellinse mit optischer Bildstabilisation
  • 12 MP, f/2.4, 3x optischer Zoom, Telefotolinse mit optischer Bildstabilisation
  • 8 MP, f/4.4, 10x optischer Zoom, Periskop-Telefotolinse mit optischer Bildstabilisation
  • 20 MP, f/2.4, Ultraweitwinkellinse
  • Time-of-Flight (TOF) Tiefensensor

Die Pro-Plus-Version wird aber in der Schweiz nicht auf den Markt gebracht, da sowohl Pro wie auch Plus nur in limitierter Stückzahl hergestellt werden. Schwacher Grund, aber da können wir nur wenig ausrichten. Danke, Huawei.

Wie dem auch sei, auch die schwächere Kamera leistet mehr als manch ein anderes Flaggschiff. Sogar als alle anderen Flaggschiffe. Das liegt nicht nur daran, dass die Kamera viel Bildmaterial aufzeichnet, sondern auch daran, dass die Software hinter der Kamera extrem gut optimiert ist. Die Neural Processing Unit, die da in einen eingebetteten 6.0 IPS integriert ist – see what I did there? Marketinggeschwurbel – erkennt Bilder und Szenen extrem schnell und weiss über die Welt Bescheid. Sprich: Wo Huaweis wunderschön dystopisch benannte Master AI anfangs – also so um das Mate 20 herum – nur einige wenige Dinge wie «Blauer Himmel», «Tier» und «Essen» erkannt hat, donnert Emui 11 auf dem Huawei Mate 40 Pro mit einer detaillierten Analyse von so ziemlich allem daher.

Da ist «Katze», bei dem der Kontrast und die Schwarzwerte so gepusht werden, dass möglichst jedes Härchen des Fellknäuels erkennbar ist…

Huawei Mate 40 Pro, Cat Preset
Huawei Mate 40 Pro, Cat Preset

… «Schnee», bei dem die Grauabstufungen feiner gemacht werden und das Bild etwas entsättigt wird…

Huawei Mate 40 Pro, Snow Preset
Huawei Mate 40 Pro, Snow Preset

… «Wasserfall», bei dem die Aufnahmezeit verkürzt wird, damit jeder Wassertropfen sichtbar werden soll…

Huawei Mate 40 Pro, Waterfall Preset
Huawei Mate 40 Pro, Waterfall Preset

… «Blauer Himmel», wo der Himmel blau gemacht wird. Sehr blau.

Huawei Mate 40 Pro, Blue Sky Preset
Huawei Mate 40 Pro, Blue Sky Preset

Da sind noch weitere. Das Katzenvieh hat die Kamera mal kurz als «Panda» identifiziert, bevor es sich auf «Katze» besonnen hat. Sonnenaufgang, Sonnenuntergang, Essen, Mensch als «Portrait», Auto und so weiter. Das ist beeindruckend und liefert beeindruckende Bilder. Kein Wunder reiht sich die Kompaktkamera in die Reihe der ausgestorbenen Technologien wie dem Fax ein, wenn ein Smartphone mit so vermeintlich wenig Effort so viel leistet.

Der Nachtmodus ist derweil nach wie vor grösstenteils unverändert. Technologisch beeindruckend, das Bild unrealistisch überdreht. War aber auch schon schlimmer.

Huawei Mate 40 Pro, Night Mode
Huawei Mate 40 Pro, Night Mode

Bei der Durchsicht der Bilder und der Sichtung des obigen Bildes, das ich in Genf geschossen habe, fällt mir im Hintergrund etwas auf: Erkennt der Nachtmodus die Stadt und filtert entsprechend? In Absprache mit Videoproduzentin Stephanie Tresch versuchen wir ein Experiment, das dazu dient, die Fähigkeiten der Kamera in der Dunkelheit zu erklären. Zuerst einmal brauchen wir einen dunklen Ort, der in der näheren Umgebung um Zürich gar nicht so leicht zu finden ist, da die Lichtverschmutzung den Himmel je nach Ort mehr oder weniger orange färbt. Ein Wald im Aargau soll helfen. Morgens um 6 Uhr.

Wir nehmen unser Maskottchen, das pinke Plüscheinhorn mit dem Namen «Horny», und umwickeln ihn mit Girlanden. Dann setzen wir ihn in möglichst dunkles Geäst. Die Theorie: Die Kamera erkennt Horny nicht, sieht keine Linien im Hintergrund, die auf Gebäude oder Natur hinweisen

Das Resultat kann in drei Bildern:

Horny aus der Nähe
Horny aus der Nähe

In der Nähe erkennt die künstliche Intelligenz keine Szene, keine Person und kein Tier. Sprich: Wir bekommen ein Bild, das die Leistung der Kamera mit nur minimalen Software-Tricksereien zeigt. Da der Bildausschnitt gut ausgeleuchtet ist, hat die Kamera keine grossen Schwierigkeiten, Äste, Einhorn und Lichter zu erkennen.

Horny aus mittlerer Distanz, etwa drei Meter
Horny aus mittlerer Distanz, etwa drei Meter

Auf die mittlere Distanz, etwa drei Meter Entfernung, geschieht etwas Seltsames. Auch hier erkennt die AI keine Szene oder kein optimierbares Objekt. Horny aber hat eine Art Heiligenschein erhalten. Dieser ist in der Realität des Aargauer Wäldchens morgens um 6 Uhr nicht zu sehen. Das ist eine Art Weichzeichnungsfilter. Woher? Ist das der Konflikt zwischen der Aufhellung im Nachtmodus, dem Licht und dem Verkennen der Szenerie? Also, dass die Kamera versucht, das Licht als Objekt zu interpretieren und es hervorhebt, mit klaren Kanten versieht und dann weichzeichnet, sodass kein Pixelrauschen stattfinden kann?

Horny aus der Ferne, etwa fünf Meter
Horny aus der Ferne, etwa fünf Meter

Auf eine Distanz von etwa fünf Meter versagt dann die Kamera. Sie erkennt kein Plüscheinhorn mehr. Die digitale Bildstabilisierung versagt auch. Verschwommenes Bildmaterial mit einem völlig weissen Licht in der Mitte. Sie hat nichts gefunden, das es zu optimieren gäbe. Der Bildschirm vor der Aufnahme sah noch weniger.

Der Nachtmodus der Kamera liefert bedeutend mehr, wenn er von der Software erkannte Szenerie bekommt. Denn dann kann die NPU des Phones eingreifen und leistet beeindruckendes. Ohne die AI aber sind die Bilder zwar richtig gut, aber weit entfernt vom technologischen Spektakel des optimierten, durchgerechneten Schnappschusses, der auf Social Media für Likes und Kommentare sorgen wird. Und wo die Kamera, mit oder ohne erkanntem Szenario, bei Tag genug gute Daten liefert, um die Bilder digital zu bearbeiten, so liefert sie im Dunkeln ab mittlerer Distanz nur Datenmüll, mit oder ohne Photoshop.

Die Sache mit Google und die überraschende Alltagstauglichkeit

Das Huawei Mate 40 Pro ist nicht das einzige Projekt Huaweis, das unter aktiver Entwicklung steht. Da ist noch der Ersatz der Google Services, denn seit Mai 2019 dürfen US-amerikanische Unternehmen auf Geheiss des Ex-US-Präsidenten Donald Trump nicht mehr mit Huawei zusammenarbeiten. Der Grund: Spionageverdacht. Das Resultat: Huawei ist der Boden unter den Füssen weggezogen worden, denn Android kann zwar frei ohne Google Services verwendet werden, funktioniert auch vollständig, aber der Zugang zum Google App Store sowie zu einer Vielzahl APIs, die Google Developern zur Verfügung stellt, ist abgeschnitten.

Die Ersatzprodukte Huaweis heissen Huawei Mobile Services und App Gallery.

Viel ist passiert, sehr viel. Die Ersatz-APIs haben bis dato immer ihren Zweck getan, weswegen sie unbemerkt im Hintergrund des Systems werkeln. Gut. So sollte es sein, gibt in einem Review einfach nicht viel dazu zu sagen. Funktioniert, passt, moving on.

Die App Gallery mausert sich langsam aber stetig zu einem tatsächlich brauchbaren Store. Die Zahl der Apps steigt stetig, wird auch immer interessanter und das Feeling, dass das ein chinesischer App Store aus China für China mit Apps der Chinesen ist, verschwindet so langsam aber sicher. Die «Top Rated Apps» klingen arg bekannt. Da ist meteoblue neben Tinder und Tutti.ch kämpft gegen eat.ch um die Gunst der Nutzer. Ich würde sagen, das kommt gut, wenn da bloss nicht die nervigen Werbeeinblendungen wären, die du nicht nur als unaufhaltbare Notification bekommst, sondern auch als Vollbildschirm in der App Gallery. Apropos, neu gibt es sie auch als Version für den Browser.

Die Huawei App Gallery und ihre Top Apps für die Schweiz
Die Huawei App Gallery und ihre Top Apps für die Schweiz

Sollte eine App nicht in der App Gallery zu finden sein, ist es möglich, sie via Petal Search zu finden. Denn Android ist und bleibt Android. Das bedeutet, dass du eine APK, also eine App in Rohdateiformat, installieren kannst. Alles, was du dazu brauchst, ist besagte APK. Diese findet dir Petal Search, kann dir aber nicht uneingeschränkt versprechen, dass die App zu 100 Prozent funktionieren wird. Denn Apps ausserhalb der App Gallery verlassen sich oft nur auf die Google Services, die dem Huawei Mate 40 Pro fehlen. Die App stürzt dann halt ab, oder einige Features wollen schlicht nicht. Dazu entwickelt Huawei eigene Ersatz-Apps. Statt Google Maps sind da die Petal Maps, die erstaunlich gut ausgearbeitet sind. Huawei hat sich unter anderem Kartenmaterial des Naviherstellers Tomtom lizenziert und kann daher gleich mit einem starken Eingangsangebot aufwarten.

Petal Maps werden von Tomtom betrieben.
Petal Maps werden von Tomtom betrieben.

Am Ende hast du ein Phone, das nie langweilig wird. Irgendwas ist immer. Da ein Feature, das aktiv verbessert wird, dort eine Frage, die vielleicht erst in einem Nachfolgermodell beantwortet wird. Vor allem aber ist da eines: Viel, viel Leistung. Das Huawei Mate 40 Pro ist ein Arbeitstier. Es ist in der Abarbeitung eines Workloads schier unbesiegbar.

Softwareseitig? Da wird es spannend. Huawei ist zum ersten Mal seit den Sanktionen ein Phone, dem ich Alltagstauglichkeit zuschreiben würde, wenn auch nur bedingt. Die Funktionen sind da, sei das eine Wetter-App oder eine Cloudlösung für das Backup deiner Bilder, aber noch ist das Ganze nicht so einheitlich und fliessend, wie sich das für ein modernes Software-Ökosystem gehört.

Wenn du ein Phone willst, das vor allem verdammt gute Bilder macht und du bereit bist, minimalen Aufwand für die Synchronisation der entstandenen Daten mit allem anderen zu betreiben, dann greif zu. Denn Huawei ist der beeindruckende Coup gelungen, innerhalb von zwei Jahren ein Ökosystem aus dem Boden zu stampfen, eine Leader-Position auf dem Markt zu halten und mit dem Design der Phones zu überraschen.

So. Fertig. Ich mag das Teil. Sehr sogar. Ich bin mir auch sicher, dass das Mate 50, wohl mit HarmonyOS, endlich die lang erwartete, vollwertige Konkurrenz zu Google wird.

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Dominik Bärlocher
Dominik Bärlocher
Senior Editor, Zürich
Journalist. Autor. Hacker. Ich bin Geschichtenerzähler und suche Grenzen, Geheimnisse und Tabus. Ich dokumentiere die Welt, schwarz auf weiss. Nicht, weil ich kann, sondern weil ich nicht anders kann.

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