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AudioReview 92

Genelec G Two: Zwei Ohrküken im Test

Bei Aktivboxen sind Lautsprecher und Verstärker ideal aufeinander abgestimmt. Die G-Serie von Genelec ist zudem mit Studio-Monitoren verwandt. Ich habe mir das genau angehört und untersucht, was die Boxen alles können.

Der finnische Lautsprecher-Hersteller Genelec ist auf Aktivboxen für den Studiobereich spezialisiert. Er hat aber mit der G-Serie auch Hifi-Boxen im Angebot, die von den Studiomonitoren abgeleitet sind. Mich hat das interessiert, weil ich mir von solchen Boxen eine originalgetreue Wiedergabe erhoffe. Ich teste hier die Genelec G Two, das zweitkleinste Modell der G-Reihe. Dazu den Subwoofer Genelec F One.

  • G Two (Aktiv, 50W, 1 Stk., Polar White)
  • G Two (Aktiv, 50W, 1 Stk., Polar White)
  • G Two (Aktiv, 50W, 1 Stk., Polar White)
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Genelec G Two (Aktiv, 50W, 1 Stk., Polar White)
Der Genelec G Two Lautsprecher ist ein echtes Kraftpaket.
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  • F One (Subwoofer aktiv, 40W, 1 Stk., Polar White)
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CHF 605.–
Genelec F One (Subwoofer aktiv, 40W, 1 Stk., Polar White)
Die Performance aller Lautsprecher gewinnt mit dem „F One“ drastisch an Fülle, Klangfarben, schlicht an Authentizität – in Stereo wie in Surround.

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Einrichtung und Features

Für eine Stereoanlage brauchst du zwei dieser Dinger. Trotz schnuckligen Abmessungen (ca. 13 x 14 x 24 cm) wiegt jede Box 3,2 Kilogramm. Das Gewicht ruht auf einer Gummihalterung, und es sieht ganz so aus, als seien Vibrationen dadurch gut gedämpft. Jede Box hat ihren eigenen Verstärker und braucht somit ein dickes Stromkabel; Akkubetrieb ist nicht möglich. Ein weiteres Kabel kommt von der Soundquelle, denn auch eine Drahtlosfunktion gibt es nicht; sie müsste mit Chromecast oder etwas Ähnlichem nachgerüstet werden. Ich verwende ein Kabel ähnlich wie dieses hier.

Stereo-Klinke - Stereo-Cinch (10m, Entry, Schwarz)
CHF 14.90
Roline Stereo-Klinke - Stereo-Cinch (10m, Entry, Schwarz)
Stereo-Anschlusskabel 3.5mm Klinke <-> Stereo Cinch
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Es ist wichtig, dass das Kabel genug lang ist, weil die Boxen ja einen gewissen Abstand zueinander haben müssen und du auch eine gewisse Bewegungsfreiheit willst, wenn du Musik direkt ab Smartphone spielst. Bei Smartphones ohne Audioausgang ist ein Drahtlosadapter sowieso Pflicht.

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CHF 39.–
Google Chromecast Audio
Mache deine Lautsprecher WLAN-fähig: Schliesse den Chromecast Audio einfach am AUX-Eingang an und streame deine Lieblingsmusik mit dem Smartphone, Tablet oder Laptop auf deine Boxen.
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Im Subwoofer sind nebst dem Stromkabel auch alle nötigen Audio-Verbindungskabel enthalten: Ein Kabel von Klinke zu Cinch wie oben gezeigt, und zwei weitere Mono-Verbindungskabel von Cinch zu Cinch für den Anschluss der beiden Boxen. Alle diese Kabel sind allerdings nur zwei Meter lang.

Die Boxen sollten in der Lage sein, sich selbst ein- und auszuschalten, je nachdem, ob ein Signal kommt. Bei mir hat das aus irgend einem Grund nicht funktioniert. Eine LED-Lampe zeigt an, ob die Box läuft. Das kannst du deaktivieren, wenn dich die Leuchte nur stört.

Die Lautstärke ist tatsächlich ein Thema

Wenn ich meinen PC als Soundquelle benütze, bringe ich mit dem System eine mehr als ausreichende Lautstärke hin. Zehn Prozent Volumen ist dezente Zimmerlautstärke, 20 Prozent etwa normale Zimmerlautstärke. So ab 30 Prozent könnest du bereits in deiner Nachbarschaft negativ auffallen. Doch ab Smartphone ist die Lautstärke recht bescheiden. Sie reicht gerade so, um ein mittelgrosses Wohnzimmer mit Klang satt auszufüllen. Für den Betrieb auf dem Tisch (Desktop-Lautsprecher) ist der Sound auch ab Handy mehr als laut genug. Wie die Lautstärke direkt ab TV ist, habe ich leider nicht ausprobieren können, da ich meinen TV vor ein paar Monaten verschenkt habe.

Diese Angaben gelten für den Gebrauch ohne Subwoofer. Mit dem Bassbrummer hast du natürlich etwas mehr Power, aber der Unterschied ist nicht weltbewegend.

Und, wie klingts?

Die Frage, die am meisten interessiert, aber am schwierigsten zu beantworten ist: Wie gut klingen denn nun die Boxen Genelec G Two?

Was mich immer am meisten nervt bei Lautsprechern sind unerwünschte Bassreflexionen. Nichts gegen kräftige Bässe, aber wenn die tiefen Schallwellen an die Wand gelangen und von dort aus mehrmals im Raum hin und her poltern, klingt das einfach nur schrecklich. Darum finde ich es super, dass der Genelec-Lautsprecher auf der Rückseite kleine Schalter hat, mit denen der Bass je nach Aufstellung im Raum angepasst werden kann. Genelec empfiehlt eine Reduktion von 4 dB, wenn die Box vor einer Wand steht und 6 db, wenn sie in einer Ecke steht. Zusätzlich gibt es eine Reduktion von 4 dB für die allertiefsten Frequenzen um die 65 Hz. Auch für den Einsatz als Desktop-Lautsprecher bietet Genelec eine Frequenzoptimierung an. Das alles ist in der Bedienungsanleitung hervorragend erklärt, wenn auch nur auf Englisch und Finnisch.

Die kleinen Schalter auf der Rückseite lassen sich mit einem Stift einstellen.

Die Genelec-Aktivboxen klingen fraglos gut. Aber sie sind ja auch nicht grad billig. Ich habe sie bei mir zuhause direkt mit meinen Passivboxen verglichen, einem Paar Magnat Quantum 653. Das sind ebenfalls «Regallautsprecher», wenn auch deutlich grösser. Mich überzeugt der Sound meiner eigenen Boxen ein bisschen mehr. Bei denen habe ich das Gefühl, näher dran zu sein, weil es klarer und definierter klingt. Das heisst aber nicht, dass die Genelec-Boxen eine Enttäuschung wären. Sie klingen auch bei längerem Hören sehr angenehm. Trotz der kleinen Lautsprecher sind die Höhen nie überzeichnet. Der Klang ist im Vergleich zu meinen Magnat-Boxen wärmer.

Der Schreibtisch ist der ideale Lebensraum für den Gelelec G Two.

Auf dem Desktop läuft der Genelec G Two zur Bestform auf. Bei mir zuhause steht der Schreibtisch frei, links ist gar keine Wand und rechts nur auf der Seite. Also gute akustische Voraussetzungen. Ich habe ein hochwertiges Audio-Interface zum Abspielen der PC-Sounds verwendet. Und, was soll ich sagen? Das kann sich hören lassen. Ich hatte noch nie so guten Desktop-Sound.

Der Subwoofer ist natürlich in der Lage, dem Ganzen die «nötige Tiefe» zu verleihen. Auch hier kannst du die Stärke der Bassreflexionen an die Aufstellung im Raum anpassen. Natürlich hat der Subwoofer einen eigenen Lautstärkeregler. Aber wegen meiner Bassreflex-Aversion äussere ich mich nicht weiter dazu.

Fazit: No bullshit, aber ein Nischenprodukt

Der Genelec G Two ist ein grundsolides Produkt, hinter dem eine klare No-Bullshit-Haltung steckt. Die Finnen tun einfach das, was sie können: Gute Aktivboxen bauen. Auf Experimente mit integriertem Streaming, Spotify oder Alexa lassen sie sich gar nicht erst ein.

Obwohl die Boxen klanglich überzeugen, dürfte der passende Anwendungsbereich eine Nische sein. Du kannst sie dank EQ-Anpassung wörtlich in einer Nische aufstellen, aber ich meine eigentlich die Marktnische. Fürs Wohnzimmer sind die Böxchen ab Smartphone-Quelle etwas leise und die Stromkabel lassen sich wohl nur mit einem TV-Möbel halbwegs gut verstecken. Auf dem Schreibtisch machen sie sich besser, sind aber schon fast Overkill. Preislich, qualitativ und ab PC auch lautstärkemässig. Am ehesten sehe ich sie als Luxus-PC-Lautsprecher für Computer-Nerds. Dazu passt auch das recht eigenwillige, futuristische Design.

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David Lee, Zürich

  • Teamleader Thor
Durch Interesse an IT und Schreiben bin ich schon früh (2000) im Tech-Journalismus gelandet. Mich interessiert, wie man Technik benutzen kann, ohne selbst benutzt zu werden. Meine Freizeit ver(sch)wende ich am liebsten fürs Musikmachen, wo ich mässiges Talent mit übermässiger Begeisterung kompensiere.

9 Kommentare

3000 / 3000 Zeichen
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User s_jakup

Ich hab bei mir zuhause die etwas grösseren "Genelec G3" ohne den Subwoofer. Das Design ist Geschmackssache aber die passen hervorragend in mein Bücherregal. Ich finde es gibt wenige Lautsprecher die A in der Soundqualität überzeugen und B gleichzeitig als Dekoration dienen. Ich steure diese über einen Logitec Bluetooth Adapter an das ganze funktioniert samt dem stand by modus seit 3 Jahren einwandfrei :).

21.08.2018
User AdrianHegner

Habe die grossen Genelec G4 Zuhause (fast etwas überdimensioniert :-)) und die Teiler sind hammer!! Filme wie Gladiator, Fluch der Karibik oder Greatest Showman sind ein neues Erlebnis mit diesen Lautsprecher. Natürlich macht das zocken auch richtig Fun mit diesen "Ohrküken".
Design ist Geschmackssache, ich finde sie irgendwie stylisch.

21.08.2018
User matthiasbo0

Als Alternative könnte man auch die KEF Egg (Stereo) einsetzen. Die kann man via USB an den PC anschliessen und haben auch Bluetooth. Somit wäre das Handling mit PC und Handy wohl etwas besser. Ich habe die KEFs und bin begeistert! Da ich aber auf Bass stehe, musste dann noch ein kleiner knackiger Subwoofer her. Du könntest den Subwoofer wohl einsparen :)

21.08.2018
User Anonymous

Genelec G Two, Blusound Node 2 und Stream Service Tidal für High Res Audio Sound. So macht's Spass Musik zu hören. ;-) Bin mir nicht sicher ob es sinnvoll ist diese Art von Highend-Boxen mit einem Handy anzusteuern.

03.09.2018
User globe

Pfuiii die sehen ja aus wie meine PC-Aktivboxen die ich 1995 noch mit Windows 95 betrieben habe.. mit der Fuge in der Mitte..
Phuu zum glück bin ich kein Tester und muss mir das nicht geben....

21.08.2018
User justthink

Ich finde die weisse Farbe auch nicht sehr schön. Aber nur zum klarstellen: Sie sind nicht aus Plastik, sondern aus Aluminiumguss und richtig solide (1 Box wiegt 3kg). Das kommta auf den Bildern vielleicht nicht rüber, aber die sind echt unkaputtbar. Naja, also vom Aussehen bin ich auch kein grosser Fan, aber klanglich sind die absolut Spitze. Gibts aber auch in schwarz..

21.08.2018
User domin95

Tja und wieder mal sehen wir hier, dass man auch aus tollen Materalien und guter Arbeit, etwas designen kann, was das Prädikat hässlich als Kompliment ansehen dürfte...

21.08.2018
User the-mr-t

Zum Glück bist du kein Lautsprecher-Tester, du schaust ja nur aufs Äussere...

21.08.2018
User Rizzla360

Genelec ist DER Lautsprecherhersteller im Installations- und Studiomarkt der heutigen Zeit. Im Homesegment sind die Finnen noch nicht so stark.
Ich betreibe ein 5.1 mit 8040 + 8030 zuhause im Wohnzimmer, als Sub dient ein Adam Audio Sub10 angesteuert über Denon AV500 Receiver mit XLR Pre- Ausgängen.
Preis, Leistung, Verarbeitung und Klangqualität sind "outstanding" und die Suche nach Vergleichbarem ist vergebens.
Der Zubehörkatalog für alle LS ist riesig.
So macht Audio freude! Cheers

14.09.2018
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