Review

Everyday-Serie: Meine neuen Lieblingstaschen

Philipp Rüegg
Zürich, am 28.04.2017
Für mich muss eine gute Umhängetasche oder ein Alltagsrucksack viel Platz haben, funktional sein und gut aussehen. Nie hat für mich die Kombinationen mehr gestimmt, als bei der Kickstarter-finanzierten Serie von Peak Design. So gut, dass ich mir gleich zwei von vier Modellen gekauft habe.

Nach zahlreichen Fehlkäufen hab ich endlich die perfekte Umhängetasche gefunden. Die Everyday Sling von Peak Design. Sie hat es mir derart angetan, dass ich mir gleich noch den Rucksack der gleichen Serie gekauft habe. Bevor ihr mich des Wahnsinns bezichtigt, weil die Dinger zusammen fast 400 Franken kosten, lasst mich etwas ausholen.

Peak Design sind spezialisiert auf Kamera-Zubehör. Zwar fotografier ich ebenfalls gerne, dennoch war das für mich kein entscheidendes Kriterium. Per Zufall bin ich über ihre Kampagne bei Kickstarter gestolpert. Da ich immer die Augen offen halte nach der perfekten Tasche, hat mich ihr Taschen-Angebot sofort angesprochen. Schlichtes und zeitloses Design mit einem Auge fürs Funktionale. Die Everyday-Serie besteht aus dem Backpack, dem Tote, dem Messenger und dem Sling – Rucksack, Handtasche und zwei Umhängetaschen.

Ich hab mich als erstes für den Sling entschieden, da er sich ideal zum Pendeln eignet. Meine aufmerksame Frau hat aber bemerkt, dass ich auch mit dem Backpack liebäugle und hat mich damit zu Weihnachten überrascht. Zwei grossartige Beispiele der Schneiderkunst. Sogar das tapfere Schneiderlein wäre beeindruckt. Aber was macht die Everyday--Serie denn nun so besonders?

Der Backpack

keine Informationen über dieses Bild verfügbar

Mein letzter Rucksack war so ein hippes Skaterteil von Dakine. Hat bestimmt schon 20 Jahre auf dem Buckel. Man könnte fast etwas sentimental werden. Da aber die ursprünglichen Farben kaum mehr zu erkennen sind und mein Skateboard seit Jahren im Keller Rost sammelt, konnte ich ohne schlechtes Gewissen einen neuen Rucksack kaufen. Vielleicht hätte ich ganz leichte Gewissensbisse gehabt bei dem Preis, aber erstens war es ein Geschenk und zweites wird schnell klar, warum das Teil so Schweineteuer ist.

Verarbeitung

keine Informationen über dieses Bild verfügbar

Allererste Sahne. Das wasserfeste Material ist robust und fühlt sich angenehm an. Die Reisverschlüsse sind stabil und nirgends lugt ein loser Faden hervor. An der Verarbeitung gibt es absolut nichts auszusetzen und man spürt bei der ersten Berührung, warum der Backpack so teuer ist.

Intelligentes Design

keine Informationen über dieses Bild verfügbar

Ich besitze die 20 Liter Variante in dunkelgrau (charcoal). Es gibt auch eine 30-Liter-Version. Platz ist aber auch so meist genug. Die Hauptöffnung lässt sich leider nicht vergrössern oder besonders weit ausdehnen. Sperrige Sachen können da schon zum Problem werden (zumindest beim 20l-Modell). Das Verschlusssystem ist eine Kombination aus Magnet und Schnalle. Sie lässt sich durch leichtes Hinunterziehen schnell öffnen, öffnet sich aber nicht von selbst.

Der Nachteil der etwas engen Öffnung wird entschärft durch zwei Seitenfächer, die ihr öffnen könnt. Spätestens dort erhält man den ersten Hinweis auf das clevere Design. Nicht nur gelangt ihr über die Seitenfächer schnell an tiefer liegende Sachen im Rucksack. Dank den beiliegenden Trennern, die sich ankletten lassen, könnt ihr Kamera und Objektive sicher in separaten Fächern verstauen und einfach herausnehmen. Mit ein bisschen Übung könnt ihr den Rucksack mit einer Bewegung quer vor die Brust nehmen, Reisverschluss auf und ihr habt direkt Zugriff auf euer Fotoequippment.

keine Informationen über dieses Bild verfügbar
Laptop und E-Reader immer griffbereit.

Die Seitenfächer haben ausserdem zusätzliche Innenfächer für kleinere Sachen. Ein weiteres Doppelfach findet ihr auf der Rückseite des Rucksacks. Es bietet Platz für Laptops bis zu 15 Zoll und beinhaltet ein zweites weniger tiefes Fach, das dank der dicken Polsterung meinem Kindle Unterschlupf bietet. Laptop und E-Reader lassen sich so einfach herausnehmen, ohne dass ihr den Rucksack durchwühlen müsst.

Dann gibt es auch zwei Aussenfächer für Getränkeflaschen beispielsweise, die ausserdem Schnallen beherbergen. Damit könnt ihr eine Drohne oder ein Stativ befestigen.

Die Trageriemen sind breit genug, damit sie auch bei längeren Touren nicht einschneiden. Ein Brustgurt hält sie noch besser zusammen. Sogar einen Hüftgurt gibt es, auf den mich aber erst ein digitec-User aufmerksam machen musste. Er ist versteckt in zwei kleinen Seitenfächern.

Zu guter Letzt besitzt er drei robuste Griffe, zwei auf der Seite und einen an der Oberseite.

Der Sling

keine Informationen über dieses Bild verfügbar

Da mir bei meiner täglichen Pendelei auch eine kleinere Tasche reicht, hab ich den Sling gekauft. Der Vorteil gegenüber Rucksäcken ist, dass ihr sie schnell und einfach nach vorne nehmen könnt, wenn er etwas rausnehmen wollt.

Die Verarbeitung

Genau wie beim Backpack ist auch hier alles perfekt verarbeitet. Die Tasche wirkt robust, ist wasserfest und die Reissverschlüsse machen einen langlebigen Eindruck. Das Material ist robust, dadruch allerdings wenig elastisch. Zum Stopfen beim Einkaufen bietet sie also wenig Spielraum.

keine Informationen über dieses Bild verfügbar

Zum Festzurren habt ihr eine kleine Schnalle, die sich schnell festziehen und lösen lässt. Der Trageriemen wirkt auf den ersten Blick etwas schmal, trägt sich aber sehr bequem. Auch die Tasche selbst, ist angenehm leicht.

Viele Verstaumöglichkeiten

Trotz der geringen Grösse ist der Sling eine kleine Wundertüte. Im Hauptfach befindet sich eine Abtrennung für das Laptopfach. Peak Design rät vorsichtig zu Geräten bis zu 11 Zoll. Mein Lenovo Yoga 910 misst aber 13.9 Zoll und passt mit etwas gutem Zureden ebenfalls. Im Innern des «Deckels» gibt es ein mit Reisverschluss gesichertes Fach, das vier kleinen Laschen enthält. Auf der Aussenseite des Sling findet ihr nich den letzten Verschluss, der ein Fach mit ebenfalls kleinen Laschen beinhaltet. Mein Kindle Oasis passt gut rein.

keine Informationen über dieses Bild verfügbar
Die Schnalle lässt sich schnell öffnen und die Tasche damit festzurren.

Neben diversen Griffen gibt es zwei Schnallen zum befestigen eines Stativs beispielsweise. Eine wirklich stylische Tasche, mit praktischen Funktionen und Griffen, die genug Platz bietet für Notebook, E-Reader und kleinere Einkäufe.

Tote und Messenger

keine Informationen über dieses Bild verfügbar

Diese beiden Modelle konnte ich nicht persönlich testen. Sie bestehen aber aus dem gleichen Material und sind auch nach dem gleichen System aufgebaut. Den Messenger gibt es zudem in zwei Grössen und mit dem gleichen magnetischen Verschluss wie der Rucksack. Er ist einiges grösser als der Sling und besser geeignet, wenn ihr mit viel Gepäck rechnet.

keine Informationen über dieses Bild verfügbar

Der Everyday Tote bietet ebenfalls eine Menge Platz für Photoequippment oder was ihr sonst so mit euch herumschleppt. Durch die praktischen Tragegurte könnt ihr die Tasche auch als Rucksack verwenden.

Aufrüstbarkeit

Alle Modelle der Everyday-Serie lassen sich in unterschiedlichem Masse mit Zusatzprodukten von Peak Design kombinieren. Ich habe beispielsweise den Capture Pro ins Auge gefasst. Dieser Gurtclip lässt sich zwar wie es der Name schon sagt, auch an einem gewöhnlichen Gurt befestigen. Praktischer finde ich die Montage an einen der zwei extra dafür vorgesehen Griffe beim Sling, weil sich so das Gewicht besser verteilt.

Fazit: Wunschlos glücklich

Ich bin überzeugt, es gibt noch diverse andere ähnlich geniale Rucksäcke und Taschen da draussen, aber die Everyday-Serie hat es mir echt angetan. Angefangen beim schicken Aussehen über die hochwertige Verarbeitung bis zum extrem durchdachten Design. Insbesondere die vielen Schnallen und Fächer mit ihren faltbaren, abnehmbaren Trennwänden machen den Backpack und den Sling für mich zu unverzichtbaren Begleitern, die ihren saftigen Preis wert sind.

Hier gehts zu den Produkten

Das könnte dich auch interessieren

Meine Tipps + Tricks für die Studiofotografie
placeholder

placeholder

What’s in my Bag? – Fotograf packt aus
placeholder

placeholder

25 Personen gefällt dieser Artikel


Philipp Rüegg
Philipp Rüegg
Senior Editor, Zürich
Als Game- und Gadget-Verrückter fühl ich mich bei digitec und Galaxus wie im Schlaraffenland – nur leider ist nichts umsonst. Wenn ich nicht gerade à la Tim Taylor an meinem PC rumschraube, oder in meinem Podcast über Games quatsche, schwinge ich mich gerne auf meinen vollgefederten Drahtesel und such mir ein paar schöne Trails. Mein kulturelles Bedürfnis stille ich mit Gerstensaft und tiefsinnigen Unterhaltungen beim Besuch der meist frustrierenden Spiele des FC Winterthur.

Diese Beiträge könnten dich auch interessieren