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Der 4K-Betrug, der niemandem auffällt

Wenn Hersteller die Werbetrommel für ihre 4K-Fernseher rühren, dann versprechen sie mehr Pixel, als sie liefern. Das Komische: Niemanden stört es.

Ein bisschen komisch ist das schon: Fernsehhersteller propagieren ihre Ultra-HD-Fernseher so, als ob sie eine 4K-Auflösung hätten. Dass das nicht stimmt, hindert sie nicht daran, überall dort die magische Vier mit dem K draufzuknallen, wo es eine Glotze ans Volk zu bringen gilt.

Offenbar ist «4K» marketingtauglicher als «Ultra HD».

Nichtsdestotrotz: Die Hersteller kommen mit dieser Unwahrheit durch, ohne, dass jemand die Nase rümpft. Vermutlich deswegen, weil die Meisten gar nicht wissen, dass 4K nicht dasselbe ist wie Ultra HD (UHD).

Reden wir mal über Bildauflösung

Falls dir Begriffe und Abkürzungen wie Full HD (FHD), Ultra HD (UHD), 4K und 8K nichts sagen: Sie beschreiben die Bildauflösung. Sie tut nichts anderes, als dir zu sagen, wie viele Pixel sich auf dem Bildschirm befinden. Das ist wichtig, denn die Pixel erzeugen das Bild, und je mehr Pixel vorhanden sind, desto schärfer kommt das Bild rüber.

Noch vor wenigen Jahren besass der typische Fernseher eine Auflösung von 1920×1080 Pixeln, Full HD genannt. Ganz genau bedeutet das:

  • Auf jeder horizontalen Pixelzeile hat es 1920 Pixel
  • Auf jeder vertikalen Pixelspalte hat es 1080 Pixel

Multiplizierst du diese beiden Zahlen, bekommst du die Gesamtzahl der Pixel, die sich auf dem TV-Bildschirm befinden. Also 2 073 600 Pixel im Fall von Full HD. Heutige Fernseher – besonders ab einer Bilddiagonalen von 55 Zoll – besitzen über acht Millionen Pixel. Diese Auflösung hat die Bezeichnung Ultra HD und wird immer in 3840×2160 Pixeln angegeben.

Pixel in der Breite mal Pixel in der Höhe ergibt die Gesamtanzahl Pixel
Zeichnung: Luca Fontana

Was jetzt kommt, ist entscheidend für die «4K ist nicht gleich UHD»-Debatte: In Hollywood haben Kinofilme ein anderes Verhältnis von Breite und Höhe als Produktionen fürs Fernsehen.

Update 20.11.2018, 9:52 Uhr: 4K wird von digitalen Kinos verwendet und entspricht in der Regel einer Auflösung von – und das ist ein bisschen die Variable, die absolute Aussagen verunmöglicht – bis zu 4096×2160 Pixeln. Das entspricht einem Seitenverhältnis von etwas mehr als 17:9. Anschliessend wird das Bild durch «cropping», also das Wegschneiden von Pixeln, auf das in Kinos gängige Format von 21:9 gebracht. Danke @Kommentarspalte für diese Präzisierung!

Im Kino beträgt das Seitenverhältnis also meistens 21:9. Bei Fernsehfilmen und -serien ist das Verhältnis hingegen 16:9. Salopp gesagt: Das Bild ist bei Kinofilmen breiter. Damit Kinofilme am TV links und rechts nicht beschnitten werden, kommen stattdessen oben und unten schwarze Balken am Bildschirmrand. So bekommt der Kinofilm ein 16:9-Format, das auf dem Fernseher abgespielt werden kann.

Das Bild im Kinoformat – Cinemascope – ist breiter als das übliche 16:9-Bild einer TV-Produktion – darum hat’s die schwarzen Balken

Hollywood hat sein Kinoformat nach der Anzahl Pixel, die sich auf der horizontalen Achse befinden, benannt. Sprich: Aus 2048×1080 Pixeln wird 2K, und aus 4096×2160 Pixeln wird 4K. Da das Bild breiter ist, besitzt es etwa 0.6 Millionen Pixel mehr als die üblichen TV-Produktionen.

Darum sind 4K-Fernseher keine 4K-Fernseher

Wenn ein TV-Hersteller mit 4K wirbt, dann verspricht er etwa 8.8 Millionen Pixel, die sich auf dem Panel befinden. Das ist faktisch falsch. Denn ein Fernsehpanel wird mit dem für TV-Produktionen üblichen 16:9-Bildverhältnis gebaut; die Auflösung kann daher rein physisch gar nicht 4K sein – der Fernseher ist zu schmal dafür.

Korrekt wäre also die Bezeichnung UHD-Fernseher. Denn das ist die Bezeichnung für die Auflösung mit 16:9-Verhältnis. Und diese besitzt «nur» 8.2 Millionen Pixel.

Das ist wichtig. Die höhere Gesamtzahl an Pixeln bei 4K auf der Oberfläche eines herkömmlichen UHD-Fernsehers würde eigentlich auf eine höhere Pixeldichte deuten – ein effektiver Vorteil. Die Anzahl Pixel ist aber genau jene von UHD. Der Hersteller verspricht den Kunden mit 4K also mehr, als er einhalten kann, ohne, dass die Kunden es merken, weil die meisten den Unterschied zwischen 4K und UHD nicht kennen.

Warum tut niemand etwas dagegen?

Das Problem ist: 4K ist als Begriff oder Label – anders als Ultra HD oder gar Ultra HD Premium – nicht durch Kriterien und Mindestanforderungen geschützt. Hersteller könnten also ohne weiteres ihre Produkte mit 4K-Labeln versehen, ohne, dass etwas passieren würde.

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So, und jetzt kommen langsam aber sicher die ersten 8K-Fernseher auf den Markt, die eigentlich «nur» eine Auflösung von 7680×4320 Pixeln haben und daher gar keine 8K-Fernseher sind. Aber wie heisst es dann? Während meinen Recherchen bin ich auf Begriffe wie «Super Hi-Vision» oder «UHD-2» gestossen. Ich werde in Zukunft bei UHD-2 bleiben und ergänze meine Tabelle entsprechend.

Ob der Begriff «4K» jemals geschützt wird? Ich glaube nicht. Nicht, solange die breite Masse nicht Bescheid weiss und findet, dass die Hersteller ihre eigene Produkte korrekt zu bewerben hätten.

Update 16.11.2018, 9:04 Uhr: Laut Kommentar-Spalte vermarktet auch digitec.ch die UHD-TVs zu Unrecht als 4K-TVs. Recht hat sie!

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Luca Fontana, Zürich

  • Editor
Abenteuer in der Natur zu erleben und mit Sport an meine Grenzen zu gehen, bis der eigene Puls zum Beat wird — das ist meine Komfortzone. Zum Ausgleich geniesse ich auch die ruhigen Momente mit einem guten Buch über gefährliche Intrigen und finstere Königsmörder. Manchmal schwärme ich für Filmmusik, minutenlang. Hängt wohl mit meiner ausgeprägten Leidenschaft fürs Kino zusammen. Was ich immer schon sagen wollte: «Ich bin Groot.»

150 Kommentare

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User BlackNeon

Die Ironie an dem Artikel ist das digitec selbt alle TVs mit 4k bewirbt, gut in den Filterkriterien zu sehen, obwohl die meisten nur UHD sind. 🤦

16.11.2018
User JiSiN

Yep, schon seit längerem hat es in der Kategorie "4K" TVs ca. 200 verschiedene Produkte und unter der Kategorie "UHD" nur 4.
Macht 0 Sinn... aber ja.

16.11.2018
User Fischwaage

lol

16.11.2018
User Anonymous

@BlackNeon *, dass

16.11.2018
User Anonymous

CH Broadcast wird ziemlich sicher auch bei UHD landen, also dient dieser Artikel der Schaffung eines Luxussegments.

16.11.2018
User zoltankele

Für mich verständlich. Die Leute suchen 4K-TVs. Wenn sie bei Digitec 'nur' UHD-TVs finden, dann gehen sie zur Konkurrenz ...
Man will ja das Neueste und nicht so einen schlappen UHD-TV. ;-)

17.11.2018
Antworten
User Anonymous

Klar fällt das dem einen oder anderen auf. Nur macht keiner ein Drama draus. Genau so wenig wie bei den Festplatten, wo auch nicht der Speicher drin ist der drauf steht.

Wenn ich bei Digitec wieder mal ein "Schnäppchen" ergattere für 199.95 sage ich nachher auch es hat 200 Stutz gekostet... ;-)

16.11.2018
User markus016

Beim TV finde ich es noch im Tolerantsbereich und ist für mich auch kein Drama.
Aber beim Beamer finde ich ist es schon Betrug.
z.b. ( 4K Technologie 4K UHD durch 4-fach XRP Technologie (Native Auflösung: 1920 x 1080))
Am besten ist es immer genau die Technischen Daten anzuschauen .

16.11.2018
User Pott I

Wer die technischen Daten eines Produkts vor dem Kauf nicht anschaut hat sowieso die Kontrolle über seine Technik verloren.

16.11.2018
User GrischuG

Nun ja, das bei dem Speicher ist es nunmal nicht 'falsch'. Die TVs sind einfach dreist mit falschen Angaben beworben.

16.11.2018
User Festim_J

Bei den Festplatten ist der Speicher der drauf steht auch wirklich drin! Nur das der Windows PC nicht mit megabyte und gigabyte arbeitet sondern mit mibibyte und gibibyte. 1 gibibyte ist 1.074 gigabyte. Aus diesem Grund steht am Pc eine kleinere Zahl als auf der Festplattenverpackung.

19.11.2018
User senic35

@Festim_J
Verstehe nicht, wieso Leute bei dir überhaupt downvoten..
Hier nachzulesen: de.wikipedia.org/wiki/Byte#...

19.11.2018
Antworten
User andrew428

2k und 4k werden als 21:9 Seitenverhältnis genannt. -> Das würde ich nochmal rechnen, wenn ich euch wäre. ;-)

16.11.2018
User noSuchUsername

Vielleicht liegt da der Hund begraben: Anisotrope Panels. 😀

16.11.2018
User Luca Fontana

Gut aufgepasst! Ist tatsächlich etwas kompliziert was Kinoformate angeht, als ich es im Artikel beschrieben habe ;-).

4K wird von digitalen Kinos verwendet und entspricht in der Regel einer Auflösung von – und das ist ein bisschen die Variable, die absolute Aussagen verunmöglicht – BIS ZU 4096×2160 Pixeln. Das entspricht tatsächlich einem Seitenverhältnis von ETWAS MEHR als 17:9. Anschliessend wird das Bild durch «cropping», also das Wegschneiden von Pixeln, auf das heute gängige Kinoformat VON ETWA 21:9 gebracht.

Aber die Kernaussage bleibt dieselbe: Was ihr auf dem Fernseher kriegt, ist UHD und nicht (ungefähr) 4K :-)

16.11.2018
User j0hnmcclane

Die Kernaussage stimmt, ja :)
Aber im Kino gibt es auch diverse Auflösungen und dort wird das Seitenverhältnis meist dezimal angegeben. Das "4K" im Artikel betrifft nur den "Full Container". Die meisten Hollywood Filme werden in Scope gezeigt, viele sogar noch in 2K Scope. So viel zum 8K Hype... xD
2K Scope (2.39): 2048x858
2K Flat (1.85): 1998x1080
2K Full (1.90): 2048x1080
4K Scope (2.39): 4096x1716
4K Flat (1.85): 3996x2160
4K Full (1.90): 4096x2160

16.11.2018
User MakeAppsNotWar

Es ist eigentlich durch DCI-DCP normiert zu 4096x2160 für Full und 4096x1716 für Scope.

Gibt aber immer wieder DP's die andere Ratios bevorzugen und dann bis zu einem 3:1 Format gehen.

16.11.2018
User raphanumim

@MakeAppsNotWar: Warst du im UAE Pavillon an der Expo2015? Die hatten einen Film laufen, der war ca. 3:1 (aber erst ab Mitte Film). War ziemlich geilo.

20.11.2018
Antworten
User CysteK

wiso passt digitec die beschreibungen dann nicht an?
dann wäre digitec ja ein spitzen reiter was ehrlichkeit angeht ^.^

16.11.2018
User weedali

Aus 2 ganz einfachen Gründen:
1. Die Beschreibungen kommen vom (Lieferanten) Produzenten, digitec schreibt da keine eigenen Beschreibungen.
2. Selbst wenn digitec die Beschreibungen anpassen würde, würden sie nicht mit dem Inhalt (Manual oder Verpackung des Artikels) übereinstimmen.

16.11.2018
User JTR.ch

Schlussendlich ist es aber Digitec ihr Problem wenn der Kunde reklamiert, denn sie sind Anlaufstelle für den Kunden. Sie können nicht auf den Hersteller verweisen, so ist das Gesetz nun einmal.

16.11.2018
User CysteK

Also ist es absicht von digitec die kunden hinterslicht zu führen
und sie auch gleich darüber aufzuklären 0.o

Danke für die erläuterung

16.11.2018
User Anonymous

Auch ein Grund könnte die Käuferschaft sein. Schliesslich schreit ja jeder nach einem 4k Fernseher. Das könnte sich wohl auch negativ auf die Verkäufe auswirken, kann ich mir vorstellen. Aber dafür schreibt digitec ja so fundierte Beiträge, damit diejenigen die es interessiert auch erfahren. Und ich würde mal behaupten, dass bei der Wahl des Fernsehers eine 4k Anpreisung genau genommen keine ist, keinen grossen unterschied macht. Falls es überhaupt so einen TV gibt, und mir "echtes" 4k wichtig wäre. würde ich mich persönlich da jetzt sowieso auf die detailierten Spezifikationen und nicht auf einen Marketing-Begriff verlassen.

16.11.2018
User JTR.ch

Digitec ist auch der Meinung dass der einzige Qualitätssiegel das einiger Massen etwas taugt (UHD Premium) nicht wichtig sei, aber eben... UHD Premium ist wenigstens 10bit für HDR und 1000nits Pflicht. Und bei den neuen TVs ist HDR wohl fast das wichtigere Argument als UHD. Auf normaler Distanz erkennt kaum jemand den Unterschied zwischen Full-HD und UHD, das macht das Auge gar nicht mit. Aber die 10bit Farbtiefe und mehr Kontrastwerte dank HDR, das sieht jeder! Fehlt oft halt nur das richtige HDR Material. Gerade im Gamingbereich wird ja viel beschissen. So sind haben die Spiele wie Red Dead Redemption 2 kein HDR, gaukeln es aber vor. Da wird ein SDR Signal als HDR getarnt. Und genau solcher Beschiss führt nicht gerade zu Vertrauen in neue Technologien bei den Kunden.

16.11.2018
Antworten
User Outrager

Jetzt habe ich doch tatsächlich vor Kurzem gerade einen "4K" TV bei digitec gekauft, der "nur" 3840 x 2160 Pixels aufweist!
Ich behalte ihn trotzdem! ;-)

16.11.2018
User Anonymous

Dann hast du auch das bekommen was dir verspricht wird. Denn 4K steht für eine vierfache Full HD Auflösung, was bei 3840x2160/1920x1080 auch zutrifft. Das wird im Artikel ein wenig durcheinander gebracht, da vermutlich die unterschiedlichen Seitenverhältnisse nicht beachtet wurde ;)

16.11.2018
User MakeAppsNotWar

Nein. 4k steht für ein Minimum von 4000 Pixel.

Mit k ist nicht Faktor gemeint, sondern kilo = 1000

17.11.2018
Antworten
User deeek

Super Artikel, einfach verständlich 👍🏽

16.11.2018
User stefan88

Und warum hat denn digitec selbst 202stk 4K TVs und lediglich 4stk UHD im Angebot ;)

16.11.2018
User rene.1972.adam

Weil es eben die Hersteller auf die Verpackungen schreiben und damit Werben. Es gibt nur sehr wenige Hersteller die richtiges 4K im Angebot habe. Ein 21:9 TV ist immer noch extrem Kostspielig und 99.9% der Kundschaft will es noch nicht, oder sind noch nicht bereit dafür. Aber auch dieses 21:9 Format wird eines Tages unsere Wohnzimmer besiedeln.

27.11.2018
Antworten
User opendigi

Wenn ich 3 Meter vor der Glotze sitze - was etwa die übliche Distanz im Wohnzimmer sein dürfte - bemerke ich
die fehlenden Pixel? ;)
Merke ich überhaupt einen Unterschied zw. 4k und 2K bei dieser Distanz? Das wäre doch die interessante Frage...

16.11.2018
User tweber1967

Tests haben ergeben, dass Normalsichtige bei üblicher Distanz eben genau keinen Unterschied erkennen. Insofern erübrigt sich diese ganze Diskussion hier...
Von 8k will ich gar nicht erst reden... Marketinggeblubber.

20.11.2018
User muheim1

Vor allem gibt es nur wenige Inhalte, die in guter "4-K-Qualität" produziert wurden. Bei "8-K" dürfte komplett tote Hose sein.

20.11.2018
Antworten
User srosse

ça n'a aucune importance, 4k pour 8,2Mio pixels ou 8,8Mio pixels, on s'en moque. C'est pareil avec les disque durs, on est pas à quelques % près. La problématique est similaire pour les écrans incurvés et wide qui sont indiqués avec une diagonale en " pour se la jouer mais quand on compare les surfaces affichées en fonction des ratios, ça n'a plus rien à voir. Mais pour moi, ce qui compte c'est qu'il n'y ait pas tromperie. Un écran 720p Full HD c'est une tromperie (simple au double) idem pour un Full HD vendu comme UHD mais faire l'amalgame 4K UHD pour moi n'a aucun problème surtout si tous les acteurs du marchés s'alignent sur la dénomination.

22.11.2018
User ZEL0D

L'UHD ou la 4K sont des DÉFINITIONS, pas des résolutions !

22.11.2018
User Sophie Boissonneau

Merci pour la précision ZEL0D, j'ai corrigé le texte.

27.11.2018
Antworten
User pruffieux

ça me rappelle la même différence entre marketing et technique sur la capacité des disques dur... Seul le marketing utilise le facteur 1'000 alors que tout est calculé sur la base 1'024 en informatique. (Exemple: un HDD de 4To a en fait une capacité de 3,90625 To => 93Gb de différence)

24.11.2018
User restless

Wäre es stattdessen nicht viel sinnvoller, die Pixeldichte zu bewerben?

16.11.2018
User MakeAppsNotWar

Nein, denn diese ist noch unwichtiger.

Ein 7" Handy mit 4k Bildschirm hat eine Hohe Pixel Dichte, ein 70" TV mit 4k hat eine weit kleinere.

Ein grosser Bildschirm braicht keine so Hohe Auflösung. Kino ist oft 2k. Aber weils so gross ist, spielt dad keine Rolle.

16.11.2018
User restless

Korrekt.
- Auf einem Handy wäre eine 4k-Auflösung mit blossem Auge niemals zu erkennen (VR Carboards mal ausgenommen). Hier habe ich lieber eine Akku-schonendere Full HD Auflösung.
- Auf einem 24" Bildschirm sieht man den Unterschied zwischen 1440p und 4K erst bei genauem hinsehen.
- Auf einem Projektor sieht 720p aus, als wäre das Video mit einer Kartoffel aufgenommen worden. Hier würde mir ein höhere Auflösung einen viel grösseren Mehrwert bringen.
Gerade deshalb wäre die Pixeldichte mMn. viel relevanter.

16.11.2018
User MakeAppsNotWar

@Restless Nein, das ist nicht wies fu ktioniert.

Eine 4m Leinwand sieht in 4k scharf aus, ein 4k Bildschirm auch.
Da du verschieden weit weg vom Bild sitzt.
Der Beamer hat aber eine viel geringere PPI.
Das wäre irreführend.
PPI ist nur auf ähnlich grossen Geräten vergleichbar

17.11.2018
Antworten
User Anonymous

Bei FullHD hat damals auch niemand von 2K geschrieben. 4K ist einfacher zu merken und schneller zu schreiben als Ultra HD.
So gesehen ist das ja nichts neues - zumindest für mich nicht.
Im Zusammenhang damit von Betrug zu sprechen finde ich unpassend. Zudem ist sowieso niemand in der Lage, die Pixel zu zählen - man weiss ja nicht obs stimmt.
8K ist für mich das Resultat der Branche - alle 12 Monate dem Kunden was Neues zu bringen, weil sonst niemand mehr was kaufen wird, oder sich primär an günstigeren, älteren Modellen orientiert.
Wir sind weit weg von einem TV UHD Regelprogramm mit HDR/HLG - Die Streamingportale liefern auch zu wenig Bandbreite für UHD, was man auf einem OLED teilweise auch sehen kann. Wer jetzt schon einen 8K kauft, macht u.U. den gleichen Fehler, wie damals bei der Einführung der ersten Gen. 4K TV - die dann kein HDCP 2.2 konnten. man kann die Liste beliebig weiterführen.
Solange das Bild meinen Erwartungen entspricht, sind die Beschreibungen sekundär für mich.

16.11.2018
User MaxGlanz

Super, vielen Dank für die äusserst aufschlussreiche Erklärung, mit denen "gewiefte" Hersteller uns Konsumenten in den April schicken. Damit die nicht mehr richtig durchblicken, und für jeden Fantasie Begriff der Technik, bzw des Marketings hunderte von Franken mehr bezahlen.
Super erklärt und verfasst,
Chapeau!

17.11.2018
User xerxes300

Wenn du schon alle möglichen Varianten aufzählst. Wie währe es noch mit einer kleinen Ergänzung zu 2K bei Monitoren, bzw häufig bei Gaming Monitoren anzutreffen aber inzwischen auch bei Consumer?

16.11.2018
User rabbit2000

Geht doch in dem Zusammenhang das Thema PPI mit an - Das gibt meist mehr Aufschluss.
Full HD auf 40" wirkt schärfer als auf 55". Das Selbe gilt bei 4K und später bei 8K sobald ich eine gleichbleibende Auflösung auf eine grössere Flächer verteile dann wird der Abstand zwischen den Pixel grösser.

16.11.2018
User MakeAppsNotWar

Nicht zwingend. Bei einem 55" Bildschirm sitzt man jenachdem weiter weg und dann spielts auch keine Rolle mehr

16.11.2018
Antworten
User gigu9090

Bei HDR ist es doch das Selbe. Da wird auch beschissen wo es nur geht.

16.11.2018
User danielwernerch

Ich danke für den für Laien leichtverständlichen Beitrag. Die Problematik ist nicht abschliessend.

Während die Kino/Filmliga mit K's arbeitet (als Tausende Pixel pro Zeile, also Horizontale Angabe), arbeitet die Geräteanbieterliga mit Begriffen, welche sich schlussendlich meist auf anzahl Zeilen (Anzahl Pixel pro Zeile, also Vertikale Angabe) bezieht.
Beides hat vor und Nachteile.

Bei der elektronischen Bildübertragung über Satellit und Kabelfernsehen spielt aber die Zeilenanzahl eine Rolle.

Die Vergangeheit im SD Zeitalter war auf 4:3, 768x576 bzw. 720x576 Pixel eingestellt.

Die aktuellen Formate sind
SD, 720x576 4:3
SD, 720x576 16:9 (anamorphisch - das Seitenverhältnis entspricht nicht dem Pixelverhältnis)
HD, 1280x720, 16:9
FHD 1080i, 1920x1080 (interlaced, es wird jeweils nur ein halbbild übertragen, also halbe Bilder, wird bei TV-Übertragungen verwendet)
FHD 1080p, 1920x1080 (progressiv, es wird immer das gesamte Bild auf einmal übertragen)

Eine variable Übertragung der Inhalte und Seitenformate ist (bisher) nicht vorgesehen, nur 4:3 oder 16:9.

Bei Anamorphen Inhalten wird zwecks Gewinn von Zeilen der Inhalt Vertikal gestreckt und durch entsprechende kennzeichnung im Datenstrom im Ziel als solches wiedererkannt (aspect-ratio descriptor) und entsprechend auf dem Endgerät dargestellt (rechenleistung erforderlich). Grundsätzlich wäre das auch bei anderen Formaten möglich (z.b. 2.35:1, 2.21:1, usw), wird aber nicht angewandt bisher.

Vergessen wir nicht, dass ein 16:9 Fernseher auch meist nicht im Full Modus arbeitet, sondern das Bild mit etwas niedriger Auflösung auf den Schirm kommt (Saftey Border)

Ich denke mir manchmal, dass das am Schluss auf dem Bildschirm sichtbare Bild wahrscheinlich schon einige male umgerechnet, hoch- und runterskaliert wurde. Von "Original" kann dann schon lange keine rede mehr sein.

Und nur, damit es uns bewusst wird - ich habe mehrmals DVD Filme im 2.21:1 Format zwecks Tests hochgerechnet auf 1080p mittels leistungsfähiger Software. Die Ergebnisse sind auf Full HD TV meist so gut, dass man den Unterschied zu echtem Full HD kaum wahrnimmt!

17.11.2018
User daniel.rossier

Also mir ist das absolut egal.
Wenn das BIld in UHD toll ist, reicht mir das. Und wenn's mal in U-UHD oder UHD2 oder wie auch immer noch toller ist, umso besser.

17.11.2018
User 0007

Spannender Artikel, danke.
Ich habe weniger ein problem mit einer nicht ganz korrekten Angabe, die leider im Volksmund etwas anderes bedeutet, als dass sie effektiv ist als der Verkauf einer Software, die Funktionen automatisch ändert, Benutzereinstellungen plötzlich zurücksetzt usw.
Windows 10 lässt grüssen... Dagegen sollte meines erachtens etwas gemacht werden.

16.11.2018
User tea_baggins

Gibt es überhaupt richtige 4K TV's zu kaufen?

16.11.2018
User MakeAppsNotWar

Ja gibt es, aber nur sehr wenige

16.11.2018
User JTR.ch

Was eigentlich unverständlich ist, Angesicht dessen dass das Kino seine Filme nicht auf 16:9 sondern Cinescope (21:9 kommt dem am nächsten) setzt! Und jeder der mal 21:9 genossen hat (habe ein Gaming Monitor in dem Format), will nicht mehr zu 16:9 zurück.

16.11.2018
User tea_baggins

Ja absolut, ich habe selbst einen 21:9 Gaming Monitor am PC hängen, kenne das Gefühl. War mir vor dem Kauf eigentlich gar nicht bewusst, bis ich den ersten Film abgespielt habe.

Ich gucke eigentlich kaum Fern und nutze meinen TV fast nur zum Filme gucken, daher würde ich nicht zweimal überlegen mir ein TV in einem solchen Format zu kaufen. Nur kann ich ja bei digitec nicht nach 4K Filtern, genau wegen diesem Mist und nach anderem Bildverhältnis ist es ja auch nicht möglich die TV's zu filtern.

16.11.2018
User MakeAppsNotWar

@Tea_baggings Ein echter 4k Filter würde dir hier nichts nutzten echtes 4k ist Full. 21:9 nennt man Scope und ist noch schmaler.

Meines Wissen nach gibt es noch keine Scope Fernseher/Gross Bildschirme im nor alen Markt.

Ein guter Beamer kann es aber z.B. so wirken lassen

16.11.2018
User peterschra2

Philipps hat einen echten 21:9 mit 2560x1080 pixel

17.11.2018
Antworten
User GrischuG

Ich frage mich, was im Falle eines Gerichtsprozesses geschehen würde. :tinking:

16.11.2018
User GrischuG

(Warum kann man seine Kommentare nicht bearbeiten? Nun ja, was solls.) :thinking:^^

16.11.2018
Antworten
User Anonymous

"Je mehr Pixel vorhanden sind, desto schärfer kommt das Bild rüber." Das stimmt hinten und vorne nicht. Schärfer wird das Bild nur wenn mehr Pixel pro Zoll vorhanden sind und nicht wenn generell mehr Pixel vorhanden sind! 4K ist genau gleich scharf wie Ultra HD, nur sind 4K Monitore etwas Breiter. Ein 4K (21:9) Monitor hat die selbe Pixeldichte wie ein Ultra HD (16:9) Monitor und ist daher nicht schärfer.

16.11.2018
User Anonymous

Meine natürlich 19:10 also etwas mehr als 17:9.

16.11.2018
Antworten
User phun

Dies ist ja noch der offensichtliche "Betrug". Wer davon ausgeht, dass ein Pixel aus einem roten, grünen und blauen Subpixel besteht (= RGB), muss heute genau hinschauen... Denn wenn man bei den gewissen Panels einen Blick auf die Subpixelmatrix wirft, haben diese auf einmal nur noch 3K (Stichwort WRGB)... Das Gleiche gilt für Handys mit einer Pentile Matrix.
Und die Beamer mit XRP wurden ja schon erwähnt ;)

Auch lustig ist die Bayer-Matrix bei den Digitalkameras. Was da an Megapixel draufsteht entspricht nicht effektiv dem, was die meisten erwarten...

17.11.2018
User Stahlreck

4096 × 2160 ist aber gar kein 21:9 sonder ein spezielles Format eben für Kinos. Das Seinsverhältnis ist 256∶135 (oder 1.9:1).

Echtes 4K Ultrawide (also 21:9) gibts nicht. Man bräuchte dafür so was wie 4096×1716 damit man es noch 4K nennen kann...oder halt man macht eben Ausnahmen wie bei UHD. Aber aktuell hats keine Auflösung die als 4K Ultrawide bekannt wäre. Was dem wohl näher kommt wäre 5120x2160. Das ist auch nicht ganz 21:9 (ist 21 1/3:9) ist aber nah dran. Und obwohl es 5K Ultrawide genannt wird, hat es vertikal gleich viele Pixel wie 4K. Ich denke mal auch das wird der Grund sein warum 4K Ultrawide "übersprungen" wird...man will von 16:9 zu 21:9 ja mehr Monitor mit mehr Pixel haben und nicht einfach bestehende PPI strecken. So kommt man dann eben zwangsläufig auf die 5000 horizontalen Pixel und damit wohl theoretisch 5K. Lustigerweise hat richtiges 5K damit mehr Pixel als 5K Ultrawide...ja die Namensgebung in diesem Bereich sind Unsinnig und deswegen nennen wir UHD 4K :)

8192 × 4320 ist auch kein 21:9 btw...ist ebenso 1.9:1. Ich nehm mal an 8K Ultrawide wäre dann wiederum 9K weil die horizontalen Pixel sicher wieder irgendwo in den 9000 Bereich gehen ^^

17.11.2018
User mineralien

Ist das gleiche wie mit HD-ready HD und FHD wobei diese 3 bezeichnungen nur für 2 verschiedene auflösungen zutreffen. Letztentlich hat sich HD als 720p und FHD als 1080p durchgesetzt.

17.11.2018
User matthias.ritschard

Dass es Verständnisproblem zwischen UHD und 4K gibt, ist ausser Frage. Was aber in diesem Artikel nicht stimmt, ist dass das hier genannte 4K (4096x2160) ein 21:9 Format ist. Sowie auch 2048x1080 und 8192x4320 keine 21:9 Format sind.
Ich weiss auch nicht woher die Unterschiede genau kommen, aber mit Kino (21:9) hat das wenig zu tun.

17.11.2018
User Anonymous

Und was ist mit Open Matte?

18.11.2018
Antworten
User Tim27

Ich dachte immer dass 4K und UHD das gleiche wären und es danach beim "Kino Format" um Cine4k Handelt. Da meine english kenntnisse nicht all zu gut sind hier noch das erklär video.
youtube.com/watch?v=DUvO2vs...

17.11.2018
User albmedia

Und warum verkauft ihr für "4k"?

18.11.2018
User valentinschubl

Weil Digitec nicht die Wahl hat, die Produkte der Hersteller zu benennen wie sie gerade Lust haben. Wenn du als Samsung mit dem Label 4K mehr Fernseher verkaufst als UHD würdest du deine Vertreiber auch anhalten, diese mit 4K zu benennen.

22.11.2018
Antworten
User mrtnpictures

Löscht doch bitte diesen Artikel!

18.11.2018