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Apple AirPods – Suche Kopfhörer, biete Gehörgang

Endlich sind sie da, die Apple AirPods. Apple Fans haben nicht nur mit Ungeduld, sondern auch mit etwas Sorge auf den Launch der kabellosen Ohrhörer aus Cupertino gewartet. Die Hauptfrage ist die, ob die Pods im Ohr stecken bleiben, oder ob sie ständig rausfallen. Hier die Antworten auf eure Fragen.

Apple weiss schon, wie hübsche Verpackung funktioniert. Die Schachtel der AirPods, und wir reden noch nicht mal vom Charging Case, ist klein, bewusst langweilig und unauffällig minimalistisch gehalten und – was mich besonders erfreut – verwendet keine überflüssige Materialien.

Nett und kompakt: Die Apple AirPods

Gut, die Verpackung ist jetzt nicht eines der Hauptargumente für einen Kauf, daher lassen wir das mal. Ich finde es einfach etwas seltsam, dass einige Hersteller eine gigantische Schachtel herstellen und andere praktisch keine Verpackung mitliefern.

Die geöffnete Schachtel. Das Ladekabel ist unter dem Charging Case verpackt

Auch hier, das Design ist bewusst langweilig weiss gehalten. Langweilig ist in diesem Kontext nicht als negativer Aspekt anzusehen, denn die Entscheidung des Computergiganten, seine Geräte unauffällig und fad zu gestalten, braucht nicht nur Mut, sondern verdient auch Respekt. Denn kein anderes Unternehmen hat es mit seinen gewagten Designentscheidungen geschafft, so viel Aufsehen zu erregen, selbst wenn die Geräte bewusste Understatements sind.

AirPods
CHF 149.–
Apple AirPods
Einfach. Kabellos. Magisch.
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Als Paradebeispiel hier können wir Mobiltelefone anführen. Als Apple im Jahr 2007 das iPhone auf den Markt gebracht hat, hat der Konzern die Form und das Design der Mobiltelefone wohl nachhaltig bestimmt. Auch wenn der Formfaktor des Rechtecks mit abgerundeten Ecken und wenigen Hard Buttons sich anbietet, war Apple doch der erste Hersteller, der wirklich grossen Anklang mit dem Design gefunden hat.

Das Design der AirPods weist dennoch einige Schwächen auf. Einige sind offensichtlich, andere weniger. Oft ist es aber nicht ein Design-Entscheid alleine, der dazu führt, dass der Mangel offensichtlich wird, sondern eine Kombination aus mehreren Faktoren, darunter auch der Faktor Mensch.

  • Die eigentlichen Kopfhörer werden von Magneten im Charging Case gehalten. Das ist schlau, weil sonst würden sie rausfallen, wenn ich das Case kopfüber halte
  • Die Kopfhörer sind aus dem selben aalglatten Material gemacht, wie das Charging Case
  • Die Kopfhörer sind nahe beieinander

Wenn ich jetzt die Kopfhörer aus dem Case nehmen möchte, dann bietet sich der Griff entlang der Längsseite der Öffnung an. Also ein Finger an der Vorderseite und einer greift hinter den Hörer, dort, wo der Deckel am Case befestigt ist. Aber weil das Material der Hörer so glatt ist, suche ich mir instinktiv lieber einen Ort, an dem ich mehr Griff habe. Also ein Finger zwischen die Hörer, einer an der linken oder rechten Aussenseite des Cases. Denn dort ist der Lautsprecher der Kopfhörer und damit eine Öffnung. Der Abstand zwischen den Hörern ist nicht gross genug für meine Finger. Mein Kollege Phil hat aber nur wenig kleinere Hände und schmalere Finger als ich und hat damit kein Problem.

Dieses jetzt breitgetretene Problem kann so zusammengefasst werden: Wenn du grosse und breite Hände hast, dann kann es sein, dass du Mühe hast, die AirPods aus dem Case zu nehmen. Dafür ist die Paarung mit dem iPhone wie auch mit Android-Geräten problemlos, schnell und angenehm.

Die Qualität unter der Haube

Die AirPods sind ein Understatement. Das heisst, dass sie visuell gar nicht beeindrucken sollen. Denn die Qualität der kleinen Hörerlein liegt klar im Ton. Und der ist eine Wucht.

So klein und popelig die eigentlichen Headphones wirken, so toll tönen sie. Ich als Liebhaber von starken, dumpfen Bässen komme hier voll auf meine Kosten.

Nicht nur ist Method Mans Stimme warm und etwas kratzig, sondern der Beat pocht herrlich, auch bei einer Lautstärke, die eigentlich vertretbar ist. Genau so sollen Kopfhörer klingen. Klar, andere Produkte warten auch mit schönem Klang auf, aber der Effekt, der das Understatement im Design mit der Wucht im Klang erzeugt, ist doch recht überraschend.

Die Aussenwelt bleibt nur bei hoher Lautstärke draussen, also ist die Schallisolation gegen aussen je nach Form deines Gehörgangs recht mangelhaft. Doch die AirPods können wirklich laut sein. Wo ich bei anderen Kopfhörern die Lautstärke voll aufdrehen kann, tun mir bei den AirPods die Ohren weh, wenn ich auf etwa 75 Prozent der Maximallautstärke drehe. Zudem: Der Sound wird einfach nicht schlechter. Die Bässe sind immer unter Kontrolle, die Höhen sind immer glasklar. Der Grund, warum die Welt nicht so leicht ausgeblendet werden kann, ist der, dass die Verarbeitung der Kopfhörer mit dem glatten Material gar nicht darauf abzielt, den Gehörgang abzudichten. Dafür setzen die AirPods darauf, die Aussenwelt schlicht zu übertönen, wenn der Benutzer das so will.

Die berechtigte Sorge der Kritiker

Eines der Hauptargumente gegen die AirPods wird immer wieder ins Feld geführt, dass sie ja total einfach aus den Ohren fallen und verloren gehen können. Warum also soll sich ein Kunde für die Kopfhörer entscheiden, wenn er sie dann innerhalb weniger Sekunden wieder verloren hat?

Ich habe in jüngster Zeit eine Vielzahl Kopfhörer getestet und diese Sorge habe nie nachvollziehen können. Alle kabellosen Kopfhörer von unterwältigenden wie den Bragi Dash bis hin zu meinen bisherigen Favoriten, den Jabra Elite Sport wenn wir ganz ohne Kabel wollen, haben bisher super im Ohr gehalten. Auch wenn ich meinen Kopf in bester Death-Metal-Manier geschüttelt habe oder beim Training geschwitzt habe. Alles kein Problem.

Dennoch, Statements wie das Folgende lassen nicht nach.

Ein Mitarbeiter der Site AndroidPolice schreibt über AirPods

An der diesjährigen CES adoptiere ich alle AirPods, die ich am Boden finde, als meine eigenen.

David Ruddock, Autor des Techblogs AndroidPolice, ist nicht der einzige, der sich über verlorene AirPods Gedanken macht. Denn der Gedanke «Die sitzen aber recht locker» war einer der ersten, die mir beim Test durch den Kopf geschossen sind. Das war das erste Mal, dass ich mir in der Praxis habe Gedanken über den Sitz der Kopfhörer machen müssen.

Für noch mehr Geld, als dass die Kopfhörer kosten, kannst du den AirPod Strap des Herstellers Spigen kaufen. Das dünne Band verbindet deine AirPods und wickeln sich bei Nichtbedarf um dein Charging Case.

AirPods Strap
CHF 18.–
Spigen AirPods Strap
3

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Wer seine AirPods dann doch verliert, kann diese mit der «Find my iPhone»-App Apples suchen. Aber nur, wenn die kleinen Geräte in unmittelbarer Nähe sind.

Das ist auch gut so, denn die AirPods fallen wirklich leicht aus dem Ohr. Das liegt daran, dass Apple wohl aus Designgründen beschlossen hat, die Ohrhörer so nahtlos und monoton zu machen, wie nur möglich. Das Resultat ist aalglatt. Ein bisschen Rutschfestigkeit hätte den AirPods nicht geschadet.

Unter dem Strich

Die Apple AirPods klingen gut, sehr gut sogar. Sie klingen in etwa so, wie anständige Kopfhörer klingen sollen: Reicher, satter Klang überall, egal, was du magst. Doch die Verarbeitung lässt zu wünschen übrig. Sie sind wohl für einen gewissen Durchschnitt in Sachen Ohrgrösse gemacht, was natürlich nicht allen passen wird. Wenn du grosse Hände hast, dann hast du vielleicht auch Mühe mit den Dingern, denn das Case ist etwas klein ausgefallen.

Den AirPods kommt der zweifelhafte Ruhm zu, dass sie die ersten kabellosen Kopfhörer sind, bei denen ich mir Sorgen mache, dass ich sie verliere. Etwas Kopfschütteln und schon fliegt mein linker Hörer durch die Luft.

Doch eines ist klar: Mit den AirPods setzt Apple neue Standards, wenn auch nicht in Punkto Formfaktor. Der Sound spricht aber klar für den Kauf. Ferner setzt die Bedienung auf Apples altes Motto: «It just works», sogar mit Android.

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User

Dominik Bärlocher

Journalist. Autor. Hacker. Meine Themen haben meist mit Android oder Apples iOS zu tun. Auch die IT-Security liegt mir am Herzen, denn in unserer Zeit ist der Datenschutz keine Nebensache mehr, sondern eine Überlebensstrategie.

19 Kommentare

User amigafreak

Also wenn man bedenkt, dass die Dinger trotz Designfehler 170CHF kosten und man in der Preisklasse schon wirklich hochwertige InEars von Sennheiser und co. mit Kabel bekommt, so finde ich das Ergebnis ja dann doch eher recht enttäuschend. Von neuen Standards kann man da nicht mehr sprechen.

26.03.2017
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User Baestaelli

Ich jogge mit den Dingern ohne Probleme, passen perfekt für mich.

25.03.2017
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User saschaeggenberger

Habe die Dinger seit Wochen im Einsatz (mit einem Android Gerät) für den Arbeitsweg, Joggen und sonstige Aktivitäten. Die Kopfhörer sitzen sattelfest und fallen nie raus.

24.03.2017
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User Cajari08

Wie siehts mit dem Lärm für Mitreisende aus? Bei den normalen Applekopfhörern kann(oder muss) schnell mal jeder im Umkreis von 5m mithören, auch wenn diese Person gar nicht laut Musik hört.

24.03.2017
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User hardwarecheck.ch

Das habe ich mich auch schon gefragt! Ich vermute mal das sich bei denen nichts geändert hat....

24.03.2017
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User SquareBone

Kann bestätigen, dass es genau gleich ist wie bei den kabelgebundenen EarPods.

25.03.2017
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User visu1893

Schade. Killerargument. Musik vom Sitznachbar oder gar vom anderen Abteil im Zug zu hören ist das Nervigste.

27.03.2017
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User nikitbone

Ich bin auch begeistert von den AirPods. Joggen und Skifahren geht wunderbar und ohne Kabelsalat. Bei mir Sitzen die Pods perfekt und sind noch nie rausgefallen.

25.03.2017
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User fumo

"Doch eines ist klar: Mit den AirPods setzt Apple neue Standards"

Welche neue Standards denn? Kann im Artikel nichts finden dass es nicht schon gäbe.

Respektiv: Wie viel zahlt Apple für solch Sätze die gar nicht stimmen? ;)

25.03.2017
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User jonnybischof

Vielleicht gehts um den unerhörten Preis?

30.03.2017
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User vali94

Wem die Kabelkopfhörer von Apple passen, dem passen auch die AirPods.
Ich beobachte mit meinen, dass es an ganz bestimmten Orten (Bahnhofplatz Winterthur, Zürich HB Unterführung) kurze Aussetzer gibt, hat das sonst jemand beobachtet? Oder vielleicht ein Garantiefall? Neu koppeln hat nichts gebracht

27.03.2017
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User dersandro

Habe ich mit meinen Bose QC 35 auch an einigen Orten in Zürich. iPhone in der Jacken- oder Hosentasche und kurze, halbsekündige Unterbrechungen oder leichtes Chrosen. Ich lasse mich davon aber nicht gross stören oder sonst was. Ist halt so :)

29.03.2017
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User strikedamic

Oder man holt sich Jaybird X3s - schweissfest, verschiedene Kabellänge, verschiedene Tragearten, verschiedene Earbuds mit verschiedenen Materialien (Tipp: Die ComplyFoam Isolate M!), eigene Smartphone-App zur Klangkontrolle, 8 Stunden Akku, in 1.5 Stunden geladen ... und der Sound. Der Sound!

27.03.2017
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User Telaran82

Seit November 2015 habe ich meine Earin's (Kickstarter) und freue mich bereits auf das neue M2 Modell, welche dann auch Headset Funktionen bietet. Schade, dass dieses Produkt bis heute kaum auf dem Schweizer Markt zu finden ist, obwohl es durchaus Konkurrenzfähig wäre.

26.03.2017
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User simonwalter

Ich habe die AirPods seit 2 Monaten und mir ist noch nie einer raus gefallen. Ich renne damit regelmässig auf den Bus, trage sie im Fitness, gehe umher - sie sitzen bombenfest und sind gleichzeitig so leicht, dass man sie überhaupt nicht spürt.
Würde sie jederzeit wieder kaufen.

30.03.2017
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User chralttm

Miserabler Bericht - tönt nach google translate (Journalist?...)

25.03.2017
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User fumo

Such erst gar nicht nach Journalisten, die einzigen auf diesen Planet die es noch gibt (diejenigen die echten Journalismus betreiben!) sitzen in Türkischen Gefängnissen. Alle anderen haben nur Studiengänge besucht die sich Journalismus nennen und dabei nur das bloggen gelernt.

25.03.2017
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User anterdogan

Dein Kommentar gefällt mir Fumo :) Du sprichst mir aus der Seele.

27.03.2017
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