Android O, VR-Brillen und mehr: Alle News der Google I/O
Hintergrund

Android O, VR-Brillen und mehr: Alle News der Google I/O

Philipp Rüegg
Zürich, am 18.05.2017
An der Entwicklerkonferenz Google I/O gab es am Mittwochabend eine geballte Ladung Neuigkeiten – besonders für Android-Fans. Hier findest du auf einen Blick die wichtigsten Ankündigungen von Android O über eigenständige VR-Brillen bis zum ambitionierten Projekt Google Lens.

Wie jedes Jahr warten Technerds wie ich gebannt darauf, was Google an der hauseigenen Entwicklerkonferenz alles im Sack hat. Die Google I/O in San Francisco hielt sich auch dieses Jahr nicht mit spannenden Veröffentlichungen zurück. Vieles war zwar bereits bekannt, anderes überraschte. Ein Überblick.

Android O

Der Launch ist für den späten Sommer geplant. Einige der Funktionen sind seit der Preview-Version bekannt. Neugierige mit dem passenden Gerät (Nexus 5X, Nexus 6P, Nexus Player, Pixel C, Pixel, und Pixel XL) können sich hier mit einem Klick die Beta holen.

Wer das Testen lieber anderen überlässt, hier sind die wichtigsten neuen Funktionen:

  • Bild-im-Bild-Modus, der es erlaubt, geöffnete Apps frei auf dem Screen herumzuschieben. Funktioniert aktuell nur mit der Premiumversion YouTubes, also YouTube Red, und der Videochat-App Duo.
  • Benachrichtigungspunkte: App-Icons erhalten kleine Punkte, wenn sie Neuigkeiten haben. Ähnlich wie es das iPhone in Form von Zahlen schon länger besitzt. Mit einem langen Klick auf die App erhält man zusätzliche Infos, ohne die App starten zu müssen.
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  • Neue Emojis. Die schönen Blob-Emojis verschwinden und ähneln neu mehr denen von WhatsApp. Das bedeutete aber auch, dass dein Handy kein System-Update mehr benötigt für neue lustige Gesichter wie bis anhin.
  • Autofill fügt Passwörter und Benutzernamen nicht nur im Browser, sondern in beliebigen Apps ein.
     
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  • Intelligente Textauswahl: Text zweimal antippen und Google erkennt, welche Wörter zusammengehören wie Email-Adressen, Restaurants-Namen oder Telefonnummern. Google wählt automatisch die richtigen Passagen aus.
     
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  • Der Pixel Launcher kann die Form der App Icons verändern und mit einem langen Klick auf Apps gelangt man direkt zum Widget Shortcut.
  • Das Stock-Android könnte endlich Themes erhalten. Die dazugehörige Option findet sich in der aktuellen Beta. Damit könntest du wie bei vielen anderen Geräten das Oberflächen-Design auf Knopfdruck verändern.
     
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  • Der neue Pixel Launcher kommt auch für Android TV in einer angepassten Form.
     
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  • Google Play Protect, welches das Betriebssystem schon länger vor bösartigen Apps schützt, erhält einen prominenteren Auftritt. Das System hat zudem neue Technologien erhalten und wird auf allen mit Play-Diensten versehen Geräten verfügbar sein.
     
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  • Die Bootzeit ist mit Android O halb so lang wie mit Android N auf dem Google Pixel (Referenz) und auch Apps sollen deutlich schneller starten.
  • Einmal mehr soll mit diversen Techniken, in Android O «wise limits» genannt, Akku gespart werden.
  • Mit Kotlin wird eine neue Programmiersprache unterstützt, die nicht Java-basierend ist. Da gabs von den anwesenden Entwicklern den grössten Applaus.
     
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  • Android Go, das optimiert ist für leistungsschwache Geräte mit 1GB RAM oder weniger. Ende Jahr wird die Go-Funktion auf alle Android-Geräte ausgerollt.
  • YouTube Go, das bereits erhältlich ist, erhält eine Video-Vorschau-Version. Mit der App sparst du deutlich Daten. Interessant für Leute, die kein unlimitiertes Datenabo haben.

VR und AR

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  • Daydream, Googles eigenes VR Headset weitet seine Unterstützung auf das Galaxy S8 und S8+ aus. Gleichzeitig hat Google ein eigenständiges Headset angekündigt, das ohne Smartphone oder PC funktioniert. Ein Referenzmodell hat Qualcomm entwickelt. Lenovo und HTC machen ebenfalls eines. Erscheinen sollen sie gegen Ende des Jahres.
     
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  • Tango, Googles AR-Software funktioniert nun auch mit Google Maps. VPS (visual positioning service) kommt dabei zum Einsatz, das wie GPS für Innenräume verstanden werden kann. Als Demo diente die Navigation in einem Baumarkt, wo man direkt zum gewünschten Werkzeug geleitet wurde.

Google Assistant und Google Lens

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  • Google Lens ist wie die altbekannte App Google Goggles auf Steroiden. Google Lens kann direkt vom Google Assistant gestartet werden. Damit kannst du beispielsweise mit dem Handy auf ein Wifi-Passwort, wie sie oft an den Routern angebracht sind, zielen und der Google Assistant übernimmt es automatisch.
  • Oder du schaust einfach mit der Kamera durchs Handy hindurch und Google liefert die dazugehörigen Infos zur Umgebung. Wie damals mit Google Glass.
  • Google Lens wird bald auch wie Google Translate Sprachen live übersetzen können, indem du die Kamera auf den Text hältst.
  • Der Google Assistant erhält neue Sprachen wie Französisch, Deutsch, Japanisch, Koreanisch und Spanisch.
  • Auch Third Party Apps werden auf den Google Assistant zugreifen können.
  • Der Google Assistant kann nun mittels Tastatureingabe und nicht mehr nur mit der Sprache befragt werden.
  • Und ausserdem ist der Google Assistant ab sofort auch für das iPhone erhältlich.

Google Home

  • Kommt nach Deutschland, Frankreich, Australien, Kanada und UK, aber nicht in die Schweiz ;(
  • Google Home kann mittlerweile bis zu sechs verschiedene Personen an ihren Stimmen unterscheiden.
     
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  • Der clevere Home Assistant bietet neu freihändiges Telefonieren. Leider vorerst nur in den USA.
  • Das Gerät hilft beim Shopping und kann wie Amazons Alexa nun auch Sachen für dich kaufen.
     
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  • Google Home wird proaktiv und leuchtet, wenn es was zu sagen hat und kriegt ein Benachrichtigungssystem.
  • Spotify-Unterstützung kommt, sowie in einem späteren Schritt auch Soundcloud und Deezer.
  • Erhält Bluetooth-Unterstützung, um jeglichen Sound vom eigenen Smartphone abzuspielen.
  • Kann Antworten direkt auf einem mit Google Cast verbundenen Bildschirm anzeigen.

Mein Google Home, das ich stark vernachlässige, ist während der Konferenz ständig angegangen, weil im Live-Stream immer jemand «OK Google» gesagt hat. Danach war es meist verwirrt über das anschliessende Gelaber. Häufig hat es mir aber auch die gleichen Fragen beantwortet wie im Stream. Gut zu wissen, dass das Teil noch funktioniert.

Google Photos

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  • Wird in Zukunft Hindernisse wegretuschieren können. Beispielsweise wenn man durch einen Zaun fotografiert, kann Google den Zaun rausfiltern.
  • Kann seine ganze Bibliothek oder Teile davon mit anderen teilen. Auf Wunsch werden auch neue Fotos automatisch synchronisiert. Du kannst sogar wählen, dass nur Fotos mit bestimmten Personen geteilt oder synchronisiert werden.
     
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  • Schlägt dir künftig Photos vor, die du mit deinen Freunden teilen sollst und auch gleich, an wen du sie senden könntest. Egal, ob der Empfänger Google Photos hat oder nicht. Der Empfänger kann seinerseits eigene Bilder hinzufügen.
  • Du magst Fotobücher? Freu dich, die kannst du nun auch in Google Photos erstellen und ausdrucken lassen. Vorerst nur in den USA.
     
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  • Auch bei Google Photos kommt Google Lens zum Einsatz. Es erkennt Bilder, liefert Infos dazu wie beispielsweise, welches Gemälde du vor dir hast oder welches Gebäude du geknipst hast.

YouTube

  • 360°-Videos kommen auf den TV.
  • Du kannst für Geld prominente Kommentare kaufen, die dann oben am Chat haften bleiben. Damit können User ausserdem Aktionen auslösen, die dann die YouTuber erfüllen müssen. Bei der Demo wurden die Slo Mo Guys mit Wasserballonen beschossen. Super Chat heisst der Spass.

Google Search

  • Kann optional passende Jobangebote anzeigen, die auf das eigene Profil passen. Dank Machine Learning werden interessante Resultate angezeigt, inklusive Reisezeit zum neuen Arbeitsort.

Prominente Abwesende

Keine Neuigkeiten hab es zu Googles Messenger-Chaos wie Hangouts, Allo, Messages und Co. Auch Android Wear wurde aussen vorgelassen, was nicht gerade für dessen Erfolg spricht. Andromeda, die Verschmelzung von Android und Chrome OS liess sich auch nicht blicken.

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Philipp Rüegg
Philipp Rüegg
Senior Editor, Zürich
Als Game- und Gadget-Verrückter fühl ich mich bei digitec und Galaxus wie im Schlaraffenland – nur leider ist nichts umsonst. Wenn ich nicht gerade à la Tim Taylor an meinem PC rumschraube, oder in meinem Podcast über Games quatsche, schwinge ich mich gerne auf meinen vollgefederten Drahtesel und such mir ein paar schöne Trails. Mein kulturelles Bedürfnis stille ich mit Gerstensaft und tiefsinnigen Unterhaltungen beim Besuch der meist frustrierenden Spiele des FC Winterthur.

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