
81-jähriger Entwickler stellt sein Game aus den 80er-Jahren fertig
«Return to Blacktooth» ist der Nachfolger des 80er-Games «Head over Heels» von 1987. Dank dem Retro-Boom liess sich der inzwischen über 80-jährige Programmierer überreden, es zu vollenden. Es dürfte das Spiel mit der längsten Entwicklungszeit sein.
Colin Porch ist 81 Jahre alt und längst im Ruhestand. 1986 arbeitete er am Game-Klassiker «Head over Heels» mit und begann einige Zeit später mit der Entwicklung eines Nachfolgers. Die Game-Bude Ocean Software, für die Porch arbeitete, stoppte jedoch das Projekt.
Viele Jahre später nahm er die Arbeit am Game wieder auf. Auf Anregung seines damaligen Chefs, der ihm klar machte, dass Retro-Games total gefragt sind. Porch lieferte. 37 Jahre nach Beginn der Arbeit ist das Sequel «Return to Blacktooth» seit Anfang Mai 2026 für 12,99 US-Dollar für den Amiga oder für den Atari ST erhältlich. Es dürfte damit das Spiel sein, das am längsten in Entwicklung war – allerdings ohne Probleme im Stil von GTA 6.

Quelle: Thalamus Digital Publishing
Eine der grösseren Hürden war, sich nach so langer Zeit die Rechte am Spiel zu sichern – Ocean Software gibt es längst nicht mehr. Mit der auf Retro-Games spezialisierten Klitsche Thalamus Digital Publishing wurde die Veröffentlichung möglich.
In den 80er-Jahren war es nicht unüblich, dass Spiele von einer einzigen Person programmiert oder sogar vollständig entwickelt wurden. Auch «Return to Blacktooth» ist im Wesentlichen das alleinige Werk von Colin Porch. Nur die Musik und ein paar Kleinigkeiten wie der Lade-Screen wurden von anderen beigesteuert.
Und so sehen wir Porch sein eigenes Game spielen, stilecht vor einem Atari ST mit Röhrenbildschirm und Joystick, den er wie einen modernen Controller in der Luft hält. Manchen Dingen muss man einfach etwas Zeit geben.
Durch Interesse an IT und Schreiben bin ich schon früh (2000) im Tech-Journalismus gelandet. Mich interessiert, wie man Technik benutzen kann, ohne selbst benutzt zu werden. Meine Freizeit ver(sch)wende ich am liebsten fürs Musikmachen, wo ich mässiges Talent mit übermässiger Begeisterung kompensiere.
Vom neuen iPhone bis zur Auferstehung der Mode aus den 80er-Jahren. Die Redaktion ordnet ein.
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