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  • Argus 2 inkl. Solarpanel
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CHF 173.–
Reolink Argus 2 inkl. Solarpanel

Évaluation sur Reolink Argus 2 inkl. Solarpanel.

User david-cslu

Gute Idee, leider mit entscheidenden Schwächen

Über die Argus zwei gibt es Gutes und weniger Gutes zu berichten.
Zuerst zu den Dingen, die GUT funktionieren:

- Einrichtung der Kamera via App (sofern man davon absieht, dass nirgendwo erklärt wird, dass man den QR-Code auf dem Handy zuerst vergrössern muss, damit er von der Kamera gelesen werden kann...)
- WLAN-Verbindung (muss ich mittlerweile etwas relativieren, siehe Nachtrag)
- Einstellung der Kamerafunktionen via App
- Aufzeichnung auf SD-Karte
- Automatische Umschaltung zwischen Tag-/Nachtmodus
- Montage
- Stromversorgung via Akku und Solarpanel

Die vielleicht entscheidendste SCHWÄCHE liegt allerdings in der langsamen Bewegungserkennung und der leichten Verzögerung bis die Aufnahme startet. Dadurch ist es leider durchaus möglich - ja sogar wahrscheinlich -, dass auf der "Überwachungsausaufnahme" einfach gar nichts zu sehen ist, weil der "Eindringling" sich zum Zeitpunkt des Aufnahmestarts bereits gar nicht mehr im Sichtfeld der Kamera befand.
Dies ist besonders in Szenarien problematisch, wo sich der Eindringling einigermassen gerade auf die Kamera zubewegt. Bei Bewegungen "quer" zur Kamera funktioniert die Bewegungserkennung noch halbwegs schnell. Bei Bewegungen auf die Kamera zu dauert es aber echt lange, bis nur schonmal die Bewegung erkannt wurde. Dann noch einen Moment Verzögerung bis zum Aufnahmestart und schon hat man kaum noch etwas oder gar nichts mehr auf der Aufnahme.
Wenn sich also jemand halbwegs schnell auf die Kamera zubewegt (und dann z.B. unter der Kamera durchläuft), versagt die Kamera gnadenlos.
Dies führt dazu, dass das Gerät zu Überwachungszwecken leider nur bedingt brauchbar ist, d.h. seinen Zweck nicht zuverlässig erfüllen kann.
Zumindest dann, wenn man einen Bereich überwachen will, bei welchem sich der "Eindringling" potentiell gerade auf die Kamera zubewegen kann.

Zu beachten ist ausserdem, dass die Kamera ihre Bilder nur auf der SD-Karte speichern kann. D.h. wenn jemand die Kamera klaut oder zerstört, sind auch die Bilder weg.
Eine Speicherung auf ein NAS oder ähnliches ist nicht möglich.
(Eine Speicherung in der Cloud soll wohl in Zukunft möglich werden, zur Zeit aber noch nicht.)

FAZIT: Obwohl die Kamera vieles richtig macht, muss man sich überlegen, ob man sie für seine Zwecke brauchen kann. Denn letztlich nützt einem eine Überwachungskamera nichts, wenn man am Ende keine verwertbaren Aufnahmen hat, weil die Bewegungserkennung zu langsam war oder die Kamera samt Bildern geklaut/zerstört würde. Und das sind leider beides sehr realistische Szenarien mit der Argus 2.

Nachtrag: In der Praxis störend ist auch, dass die WLAN-Verbindung sich als weniger zuverlässig erweist als zunächst gedacht. Insbesondere absurd ist, dass selbst eine Kamera die zwei Meter hindernisfreie Luftlinie vom Access-Point entfernt steht desöfteren beim Betrachten des Kamerabildes meldet "Verbindung zu schwach für flüssige Wiedergabe". An dieser Stelle wäre eine Bandbreite von 100MBit oder mehr realistisch.

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31.01.2019
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