Shutterstock/Arpan Bhatia
News & Trends

«Zelda», «Spider-Man» und die «Beatles» kommen exklusiv zu Netflix

Debora Pape
19.1.2026

Netflix geht im harten Wettbewerb der Streaming-Dienste in die Offensive: Mit einer neuen, rund sieben Milliarden US-Dollar schweren Vereinbarung vertieft der Anbieter seine Partnerschaft mit Sony Pictures Entertainment.

Das Filmstudio Sony Pictures Entertainment (SPE) und der Streamingservice Netflix vertiefen ihren bestehenden Pay-1-Vertrag. Das gab Sony in einer Pressemitteilung bekannt. Die Pay-1-Vereinbarung bedeutet, dass weltweit alle SPE-Produktionen nach der Kino- und Heimkino-Verwertung (DVD, Blu-Ray, Video on Demand) zunächst exklusiv auf Netflix erscheinen.

Für die Netflix-Kundschaft in Deutschland und den USA ändert sich nichts: Für diese Regionen sowie Südostasien existiert bereits ein Fünfjahresvertrag für die Pay-1-Rechte. In anderen europäischen Ländern, unter anderem der Schweiz, wird die neue Vereinbarung schrittweise ab 2026 bemerkbar sein. Ab 2029 soll sie für alle neuen Produktionen gelten. Bislang waren Sony-Produktionen in der Schweiz – mit Ausnahme der Marvel-Cinematic-Universe-Filme wie «Spider-Man: Far From Home» – ausschließlich bei verschiedenen Pay-TV-Diensten zu sehen.

Einige Produktionen sind bereits für Netflix bestätigt

Bestätigt ist die Netflix-Erstveröffentlichung bereits für die kommende Live-Action-Verfilmung von Nintendos «The Legend of Zelda», «Spider-Man: Beyond the Spider-Verse» und weitere «Spider-Man»-Filme, die Verfilmung von Kristin Hannahs Bestseller «The Nightingale» sowie für die angekündigte vierteilige «Beatles»-Filmreihe von Sam Mendes.

  • News & Trends

    Fotos vom Set des «Zelda»-Spielfilms geben Anlass zu Spekulationen

    von Debora Pape

Der Vertrag enthält darüber hinaus eine Vereinbarung, durch die Netflix ausgewählte ältere SPE-Filme in sein Angebot aufnimmt. Welche das sind, ist bislang nicht bekannt. Auch nicht, wie viel sich Netflix die Pay-1-Rechte kosten lässt. Variety berichtet von einem Vertragswert von etwa sieben Milliarden US-Dollar, was den teuersten Pay-1-Vertrag in der Geschichte darstellen würde.

Netflix investiert aktuell aggressiv

Netflix war bis vor einigen Jahren der einzige große Streaming-Anbieter. Als die großen Hollywood-Studios realisierten, dass sie sich dadurch Geld entgehen lassen, gründeten viele davon ihre eigenen Streaming-Dienste. So drangen Disney, Paramount und sogar Apple in den Streaming-Markt ein. Seitdem sehen sich Film- und Serien-Fans durch die vielen Anbieter mit einem frustrierenden Wirrwarr verschiedener Streaming-Abos konfrontiert.

Nach der großen Expansionsphase scheint der neue Trend nun aber in Richtung Konsolidierung zu gehen: Disney kaufte etwa Lucasfilm und 20th Century Fox, Warner tat sich mit dem Discovery Channel zusammen und Paramount fusionierte mit Skydance. Das hat auch Auswirkungen auf den Streaming-Markt.

Aktuell befindet sich Netflix im Streit um die Übernahme der Kino- und Streamingsparte des renommierten Studios Warner Bros. Dafür hatte das Unternehmen im Dezember ein Angebot von rund 83 Milliarden US-Dollar unterbreitet – doch auch das Studio Paramount hat Interesse an einer Übernahme. Wie das Drama ausgeht, bleibt abzuwarten.

  • News & Trends

    Drama um Netflix-Warner-Deal: Paramount zieht vor Gericht

    von Luca Fontana

Titelbild: Shutterstock/Arpan Bhatia

Dieser Artikel gefällt noch niemandem.


User Avatar
User Avatar

Fühlt sich vor dem Gaming-PC genauso zu Hause wie in der Hängematte im Garten. Mag unter anderem das römische Kaiserreich, Containerschiffe und Science-Fiction-Bücher. Spürt vor allem News aus dem IT-Bereich und Smart Things auf.


Filme und Serien
Folge Themen und erhalte Updates zu deinen Interessen

News & Trends

Vom neuen iPhone bis zur Auferstehung der Mode aus den 80er-Jahren. Die Redaktion ordnet ein.

Alle anzeigen

Diese Beiträge könnten dich auch interessieren

  • News & Trends

    Drama um Netflix-Warner-Deal: Paramount zieht vor Gericht

    von Luca Fontana

  • News & Trends

    Sony und Tencent einigen sich: «Horizon»-Klon verschwindet aus Stores

    von Samuel Buchmann

  • Hintergrund

    «K-Pop Demon Hunters»: Wie Sony einen Milliarden-Hit verschenkte

    von Luca Fontana

Kommentare

Avatar