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Wir bauen uns einen Design-Gamer-PC fürs Wohnzimmer

Kompakt, wassergekühlt, schnell und fürs Wohnzimmer geeignet: Das waren die Ansprüche, welche die Kollegen Christian Seeholzer und Quentin Aellen an ihr jüngstes Bastelprojekt stellten. Schick aussehen sollte der PC natürlich auch noch. Das gewählte Gehäuse stellte die beiden dann aber doch vor grössere Herausforderungen als erwartet.

Der Plan für einen wassergekühlten PC beginnt mit der Wahl des Gehäuses. Inspirieren lassen, hat sich das Team Gaming und Peripherie bei einem auffällig gepimpten Phanteks Evolv Shift X. Die Hersteller wissen schliesslich, wie sie ihre Hardware am besten in Szene setzen können. Kollege Christian Seeholzer und Quentin Aellen sahen darin nicht nur eine Herausforderung, sondern auch die ideale Vorlage für ihr neues Bastelprojekt.

Die Planung ist das A und O

Eine ordentliche Wasserkühlung zu installieren, ist kein leichtes Unterfangen und will gut geplant sein. Zumindest wenn man auf Tubes setzt, die optisch was hergeben sollen. Also wurde als erstes ein Plan erstellt, welche Teile wie verbaut werden sollen. Dazu musste das Gehäuse vermessen werden. «Ganz nach dem Motto: zweimal messen, einmal sägen», meint Quentin. Die internen Stromkabel mussten ebenfalls ausgemessen und ausserdem bei Cablemod bestellt werden, da wegen der kurzen Wege Spezialanfertigungen nötig waren.

Die restliche Hardware war einfacher ausgewählt, da Chris und Co. einfach das Beste einbauen wollten, was auf dem Markt war. Nachdem das Material geliefert wurde, ging es an die Installation. Die spezielle Bauform des Phantek-Gehäuses machte das Unterfangen nicht gerade einfach. Wer jemals einen PC zusammengebaut hat, weiss, grösser ist einfacher. Aber dieses Hindernis haben sich die Kollegen schliesslich selbst in den Weg gelegt. Die Pumpe inklusive Ausgleichbehälter zu installieren, sei besonders knifflig gewesen, meint Quentin. Noch mühsamer war allerdings war der Einbau von RGB-Lüfter und USB-Controller. «Der Platz hinter der Abdeckung ist sehr beschränkt und wir haben es etwas gar gut gemeint mit Belüftung und Controllern», gesteht Quentin. Christian ahnte schon im Vorfeld, dass es bei der Montage eng werden würde: «Es war dann aber doch noch eine ganze Ecke mühsamer als ich erwartet habe – besonders das Kabelmanagement.»

Anschliessend begann der Part, der eine besonders exakte Arbeitsweise erforderte: die Installation der Acrylrohre (Tubes). Zuerst massen Quentin und Chris die Tubes aus, schnitten sie grob zu, massen ein weiteres Mal nach und schnitten schliesslich die fixe Länge zu. Bei den gebogenen Rohren waren sie etwas toleranter, da diese anschliessend (idealerweise mit Heissluftfön) zurechtgebogen wurden. «Sobald die Rohre verlegt waren, kontrollierten wir ein letztes Mal, ob sie dicht waren», so Quentin. Danach füllten sie den Ausgleichsbehälter und liessen über Nacht einen Leaktest laufen.

Der Wasserzusatz, den sie verwendet haben, stammt von Alphacool und ist aktuell noch nicht erhältlich. Er befindet sich noch in der Betaphase. Die Kollegen durften ihn aber bereits testen. «Er enthält kleinere Partikel als andere Fertiggemische. Diese sollen dafür sorgen, dass sie sich weniger festsetzen. Aktuell ist das aber noch nicht 100 Prozent der Fall», so Chris. Er empfiehlt daher aktuell Fertiggemische von Aqua Computer.

Nach dem Leaktest war der PC endlich einsatzbereit. Die Wasserkühlung gurgelte zufrieden und das blau leuchtende Konstrukt sorgte bei jedem, der am Platz vorbeiging für neidische Blicke. Die anschliessenden Performance-Tests sorgten allerdings für Ernüchterung. Auch die buntesten LEDs konnten nicht über den Umstand hinwegtäuschen, dass die Leistung deutlich hinter den Erwartungen herhinkte. Wo lag das Problem? Die Komponenten konnten es nicht sein. Eine GTX 1080Ti in Kombination mit einem i7-8700K sollte kurzen Prozess mit jedem neuen Game machen. Ein Blick auf die CAM-Software, welche die NZXT-Lüfter steuert, offenbarte, dass der PC viel zu heiss wurde. Die warme Luft konnte einfach nicht effizient genug aus dem Gehäuse transportiert werden. Wer die Möglichkeit hat, soll Löcher in die Aluminiumwand bohren, damit die Luft raus kann, empfiehlt Christian. Ihre Lösung war es, die Lüfter auf 100 Prozent zu drehen oder das Gehäuse vorne offen zu lassen. Ausserordentliche Kühlleistung sollte man von diesem Gehäuse allerdings nicht erwarten.

«Wer keine 1080Ti verwendet, kann wohl auch nur einen 280mm-Radiator verwenden», meint Quentin. Damit entsteht nicht nur mehr Platz, auch könnte so verhindert werden, dass sich beiden Radiatoren die Luft zublasen, anstatt sie aus dem Gehäuse zu transportieren.

Fazit: Viel PC auf wenig Raum

Quentin und Chris sind stolz auf ihr Projekt. «Wir haben die aktuell beste Leistung auf extrem kleinem Raum verbaut. Und das in wohnzimmertauglicher Form, die erst noch ästhetisch zu überzeugen vermag», findet Quentin. Sorgfältige Planung und viel Geduld sei nötig gewesen, diesen PC zu realisieren. Ob sie es noch einmal machen würden? «Wenn ich das Budget hätte, sicher, aber ich würde weniger LEDs und Lüfter einbauen.» Ähnlich sieht es Christian: «So viel Leistung auf so wenig Raum ist schon geil. Aber ich würde das nächste Mal so richtige Boliden von Lüftern reinbauen.» Mal, sehen, ob sie nochmal so viel Material bekommen, um eine weitere Monster-Kiste zu bauen.

Falls du den PC nachbauen möchtest, hier sind alle Kompetenten, die Christian und Quentin verbaut haben.

Hardware

Wasserkühlung

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Als Game- und Gadget-Verrückter fühl ich mich bei digitec und Galaxus wie im Schlaraffenland – nur leider ist nichts umsonst. Wenn ich nicht gerade à la Tim Taylor an meinem PC rumschraube, oder in meinem Podcast über Games quatsche, schwinge ich mich gerne auf meinen vollgefederten Drahtesel und such mir ein paar schöne Trails. Mein kulturelles Bedürfnis stille ich mit Gerstensaft und tiefsinnigen Unterhaltungen beim Besuch der meist frustrierenden Spiele des FC Winterthur.

28 Kommentare

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User andrew428

Cooler Artikel.

Etwas spezifischere Angaben wären aber angebracht, wenn Sätze wie:" dass die Leistung deutlich hinter den Erwartungen herhinkte.".
Da will ich zahlen und Fakten, anstatt eine Impression.

21.06.2018
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User fumo

Für Fakten bist du hier an der falschen Adresse, hier gibt es nur Meinungen und Sponsoring.

25.06.2018
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User andrew428

Fumo schlägt wieder zu! :-)

Ich finde es cool, dass Digitec sich die Mühe macht, überhaupt eine eigene Redaktion zu führen und auch wenn es natürlich wie immer Luft nach oben gibt, machen Sie schon einiges richtig. Die meisten User haben natürlich nicht solche Ansprüche wie ich Sie habe.

25.06.2018
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User fumo

Da gebe ich dir recht, die meisten user hier sehen sich eben, wie Digitec sie auch gerne hat, als user anstatt als Kunden. Darum erkennen sie auch nicht dass sie Ansprüche haben sollten ;)

25.06.2018
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User Anonymous

Da muss ich Fumo recht geben. Leider fehlt es auch am Verständnis was Design ist. Ist halt kommerzieller Quatsch und Digitec weiss, dass man so mehr Schaafe anlockt, die Geld ausgeben. Die Personen hinterfragen nicht und konsumieren nur noch. Darum gibt es ja auch die Benutzer, welche einen PC zusammenstellen und hier drin fragen: Funktioniert das zusammen? Anstatt sich selber einzulesen (steht als Beispiel für vieles). Darum macht auch Digitec mit den schwachsinnigen Bewertungen Werbung.

06.07.2018
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User Digitalus

JA JA fümo , der einsamme kämpfer für sich selbst.WIEVIELE HASSTIRADEN wurden schon GELÖSCHT (von IHM?)?Ich verstehe DIGITEC nicht,einmal ein EXEMPEL für solche Individuen zu erstellen?

08.08.2018
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User Anonymous

Steht seit dem letzten Herbst bereits in meinem Wohnzimmer
passt perfekt zum LG Oled-TV von Digitec
pcpartpicker.com/b/XWr6Mp

21.06.2018
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User Anonymous

Cooler Artikel!

"Back to the future" hat digitec schon den 24. Juni 2018?

21.06.2018
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User Yurine27

habe ich mir auch gedacht xD

21.06.2018
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User Anonymous

So viel Aufwand und Geld für schlechte Kühlperformance? Das ist dann aber auch am Ziel vorbeigeschossen..

22.06.2018
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User oliverdp

Liegt am Gehäuse. Das Material und die Verarbeitung sind zwar von höchster Qualität und es sieht super aus. Kühltechnisch ist es aber eine Zumutung, vor allem mit Komponenten am oberen Ende des Leistungsspektrums. Das gilt vor allem auch für die weniger hohe Variante (die ich mal verwendet habe), das hier verwendete X-Modell scheint da im Vergleich noch ganz passabel und hat immerhin einigermassen Platz für einen Custom Loop...

27.06.2018
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User Anonymous

Und warum macht man dann einen solchen Beitrag? Hört sich eher nach einer Ausrede an oder das die Planung total versagt hat.

06.07.2018
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User janthuerkauf

@anaonymous: die haben vorher noch nie einen wassergekühlten pc gebaut.
ich kühle meine gtx1080 + 5820k mit 2stk 6cm dicken 420er radiatoren und schaffe bei langen gamingsessions grad so noch unter 35° wassertemp zu sein... mit dem setup hätte ich chromstahlrohre genommen, die sind nicht so hitzeempfintlich wie plexi -das hier nichts ausgelaufen is verwundert mich..bei so nem case ist es einfach lächerlich ne wakü intern einzubauen... mora ranhängen und das teil hinter einem möbel verstauen...

16.07.2018
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User keverin16

Sieht tatsächlich ziemlich gut aus! Aber keine ahnung wofür ihr den Eiskoffer und die heissluftpistole braucht bei einem einzelnen 90° turn, den hättet ihr euch auch sparen können.

21.06.2018
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User Christian Seeholzer

Ohne Heissluftpistole kein 90° ;) Der Eiskoffer ist klar overkill, wir wollen uns aber anschauen, was Alphacool da zusammengestellt hat. Wir werden ihn natürlich auch für zukünftige Projekte nutzen. Kann dir den Koffer aber empfehlen, wenn du ein Projekt hast, mit vielen Tubes, die gebogen werden müssen. Mit den Biegeelementen und Befestigungsmöglichkeiten der Tubes, vereinfacht das die Arbeit ernorm. Einzig die Säge und die Befestigung der Schneidlehre ist nichts.

21.06.2018
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User heidegger.b

Warum nur soviel Fitting ;) Wenn ihr das Equip habt hättet ihr etwas mehr Biegen können, finde das es optisch dann aufgeräumter aussieht. Habe in meinem Build nur gerade Fitting war zwar ein riesen Aufwand sieht aber besser/schlichter aus.

22.06.2018
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User Quentin Aellen

Ein Schmuckstück... <3

21.06.2018
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User Roy Sonderegger

Sozusagen ein heisses Teil :P

21.06.2018
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User Arcuos

Toller Artikel. Dazu aber eine Frage betreffend RGB-Steuerung. Es wird erwähnt, dass die CAM-Software von NZXT verwendet wird... damit lassen sich natürlich all die Aer RGB Lüfter steuern. Mit dem Hue-Set erübrigt sich dann der Grid. Aber wie werden die Alphacool RGB's gesteuert und die G.Skill Ram?

21.06.2018
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User Christian Seeholzer

Der Rest wird über den RGB Port vom Mainboard und der MSI Software gesteuert.

22.06.2018
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User Arcuos

Ähm... sorry dass ich nochmals nachhake: Die G.Skill Rams kann man über die MSI-Software steuern???

26.06.2018
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User Christian Seeholzer

Ja kann man via MSI Software oder auch ASUS.

05.07.2018
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User Captcha

Schönes Ding. Man hätte die Kabel natürlich noch komplett selbst sleeven können. Ist zwar viel Arbeit, aber man hat doch nochmals ein einigeres aufgeräumteres und schöneres Ergebnis.

21.06.2018
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User swissentrecote

Die Prüfung von professionellen Kabelsleeves wären bei dem Setup Wünschenswert. Mmn sind die BitFenix / Corsairt & co Sleeves nicht von hoher Qualität. Da baue ich euch lieber welche wo Ihr die Farben aus selbst wählen könnt :P Sieht dann auch um einiges besser aus!

22.06.2018
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