Willkommen auf dem Holo-Deck mit Microsoft Mesh und Microsoft Teams wird zum Ort für Konferenzen
News & TrendsComputing

Willkommen auf dem Holo-Deck mit Microsoft Mesh und Microsoft Teams wird zum Ort für Konferenzen

Jan Johannsen
Jan Johannsen
Hamburg, am 04.03.2021
Microsoft verpasst Teams neue Funktionen und geht mit Mesh noch einen Schritt weiter. Virtuelle Holo-Meetings machen Dienstreisen in Zukunft überflüssig.

Microsoft hat seine Entwicklerkonferenz Ignite 2021 genutzt, um neue Funktionen für Microsoft Teams vorzustellen. Sie sollen unter anderem Präsentation erleichtern und Teams zu einem Ort für Events und Konferenzen machen. Microsoft Mesh sorgt dagegen für einen weiteren Einsatzzweck für die Mixed-Reality-Brille HoloLens. In den virtuellen Meetings können sich die Teilnehmer*innen nicht nur sehen und hören, sondern durch den Raum bewegen und sogar virtuelle Gegenstände hin- und herreichen.

Microsoft Teams als Ort für Events und Konferenzen

Der Erfolg von Microsoft Teams basiert eher auf äußeren Umständen (Covid 19, Homeoffice und weniger Dienstreisen) und nicht darauf, dass alle so wild auf das Chat- und Video-Tool sind. Ein positiver Nebeneffekt der gestiegenen Nutzung war, dass Microsoft die Arbeit an Teams intensiviert, im letzten Jahr optisch und funktional viel verändert und meist auch verbessert hat. Mit den jüngsten Ankündigungen wird Teams noch mehr als ein Kommunikationsmittel innerhalb einer Firma.

Mit Microsoft Teams Connect kannst du Kanäle, die bei Teams auch Teams heißen, auch für Leute außerhalb deiner Firma freigeben und so zum Beispiel Externe besser in die tägliche Zusammenarbeit einbinden.

Das wahrscheinlich sichtbarste neue Feature ist «PowerPoint Live in Teams». Dazu gehören zwei Funktionen. Wenn du eine Präsentation hältst, siehst du nun eine Vorschau der nächsten Folien. Die neue Referentenansicht bringt dich zudem vor deine Präsentation – als stündest du auf einer Bühne oder bei einer Nachrichtensendung im Fernsehen. Drei unterschiedliche Formate gibt es: Eines im März, die zwei anderen sollen «in Kürze» folgen. Du musst nur noch an der richtigen Stelle freien Raum in deiner Präsentation einplanen.

keine Informationen über dieses Bild verfügbar

Passend zu Vorträgen auf der Bühne baut Microsoft Teams zu einem Tool für Konferenzen und anderen Events aus. Dabei helfen eine benutzerdefinierte Registrierung und Verwaltung von Teilnehmer*innen, auch von außerhalb deiner eigentlichen Organisation. An Webinaren können bis zu 1000 Personen teilnehmen und über ein Broadcast-Format erreichst du bis zu 20.000 Menschen (ab 30. Juni 2021 nur noch 10.000).

Auch für deine Teams-Besprechungen in kleinerer Runde gibt es eine neue «dynamische Ansicht». Sie soll «Elemente eines Meetings intelligent anordnen um ein optimales Seherlebnis zu gewährleisten». Ich kann das nicht erklären. Aber noch im März sollst du die Ansicht einschalten und selber ausprobieren können. So sieht das Bild von Microsoft dazu aus.

keine Informationen über dieses Bild verfügbar

Microsoft Mesh: Willkommen auf dem Holo-Deck

Manche Ideen brauchen nur das richtig Umfeld. Vor ein paar Jahren, quasi kurz nach der Übernahme des VR-Brillen-Herstellers Oculus, präsentierte Facebook eine Fun-VR-Welt. Dort sollte man sich zum Beispiel mit seinen Freunden treffen. Der Konzern musste seine dazu gekaufte Hardware den Leuten schmackhaft machen. Das Ganze ist inzwischen aber so irrelevant, dass ich den Namen vergessen habe und ihn jetzt auch nicht suche.

Bei Microsoft Mesh habe ich dagegen ein anderes Gefühl. Das kommt in der Pandemie zur rechten Zeit und könnte sich in einem gewissen Rahmen etablieren. Da du für die virtuellen Meetings in der Mixed Reality die nicht so günstige HoloLens von Microsoft benötigst, ist das eindeutig was für Firmen und Universitäten. Aber dort könnte es viele Dienstreisen ersetzen.

Im Unterschied zur virtuellen Realität, ist bei Mixed Reality nicht alles virtuell. Stattdessen werden virtuelle Elemente mit der echten Umgebung verknüpft. Auch bei Mesh geht es mit Avataren los, aber später sollst du selbst durch die virtuellen Räumen gehen und zusammen mit anderen Menschen mit virtuellen Gegenständen interagieren können. Der große Vorteil in der zwischenmenschlichen Interaktion: Es ist, als wäre man in einem Raum.

16 Personen gefällt dieser Artikel


Jan Johannsen
Jan Johannsen
Content Development Editor, Hamburg
Als Grundschüler saß ich noch mit vielen Mitschülern bei einem Freund im Wohnzimmer, um auf der Super NES zu spielen. Inzwischen bekomme ich die neueste Technik direkt in die Hände und teste sie für euch. In den letzten Jahren bei Curved, Computer Bild und Netzwelt, nun bei Galaxus.de.

Diese Beiträge könnten dich auch interessieren