Trailer Tuesday: Greenland, the Boys und Over the Moon
News & TrendsAudio & Heimkino

Trailer Tuesday: Greenland, the Boys und Over the Moon

Luca Fontana
Zürich, am 30.06.2020
Es tut sich was – im Kino. Und in der Welt der Trailer. Darum die Rückkehr zur Normalität: Hier die fünf sehenswertesten neuen Film- und Serien-Trailer der Woche.

Diese Woche im Trailer Tuesday:

  • «Greenland», Kinostart: 14. August 2020
  • «The Boys, Staffel 2», Startdatum: 4. September 2020, Amazon Prime Video
  • «Candyman», Kinostart: 24. September 2020
  • «Over the Moon», Startdatum: Herbst 2020, Netflix
  • «Respect», Kinostart: 25. Dezember 2020

Greenland

Tja-ja. Mal wieder ein Welten zerstörender Komet. Nur, dass dieser hier scheinbar gefahrlos an unserer Erde vorbeiziehen würde, so die Leute im Film. Ausser, dass sich ein Fragment lösen und irgendwo im Ozean landen und somit null Schaden anrichten wird. Kein Problem. Kein Problem? Hallo!? «Deep Impact», anyone?

Naja. Das Problem in «Greenland» ist nicht das Fragment an sich. Das Problem ist, dass es doch nicht im Ozean landet. Es trifft stattdessen San Francisco. Schlimmer: Bei diesem einen Fragment würde es nicht bleiben, so die Nachrichtensprecher. Mehr würden folgen. Bis zum einen, grossen Mega-Fragment, das die Menschheit auslöschen könnte. Mittendrin: John (Gerard Butler) samt Frau und Kind.

Ich weiss nicht, Leute. Tricktechnisch lässt sich «Greenland» kaum was vorwerfen, so ab Trailer. Aber der bigger-than-life-Vater, der alles tut, um seine Familie inmitten von Pest und Cholera zu beschützen, inklusive Flugzeug-Trip zum womöglich letzten sicheren Hafen der Menschheit – Grönland –, ist seit «2012» so derart ausgelutscht, dass ich eigentlich gar nicht richtig Bock auf den Film kriege. Vielleicht ja doch, mit etwas Bier und Popcorn. Viel Popcorn!

Kinostart: 14. August 2020

The Boys, Staffel 2

Ah, lange dauert’s nicht mehr, dann kriegen wir endlich die zweite Staffel von «The Boys». Das da oben ist kein Trailer, zugegeben, sondern ein Clip. Er zeigt wohl Stormfronts (Aya Cash) erster Auftritt. Stormfront ist das neue Mitglied der Seven, die Translucent (Alex Hassell) ersetzt – der wurde ja von einer Arschbombe in Stücke gerissen. Wortwörtlich.

Wie immer genial: Antony Starr. Er spielt Homelander. Also den Superman-Captain-America-Verschnitt. Und zwar so, dass man ihm förmlich den Psychopathen ansieht, der gezwungen ist, den höflichen und gutmütigen Helden zu spielen, obwohl er die Welt am liebsten brennen sehen möchte – und die Fähigkeiten, sie tatsächlich in Brand zu stecken, durchaus hätte.

Übrigens: Falls du die ersten drei Minuten der ersten Folge der zweiten Staffel sehen willst, dann klicke hier.. Ist kein Leak. Wurde in einem etwa einstündigen Stream auf dem Youtube-Channel von Prime Video gezeigt.

Startdatum: 4. September 2020, Amazon Prime Video

Candyman

Ursprünglich hätte das Remake des Horror-Klassikers «Candyman» bereits im Mai in die Kinos kommen sollen. Jänu, gönne ich mir die Bienen-im-Mund-Szene etwas später im Jahr.

Das Remake wird von mittlerweile Horror-Experte Jordan Peele inszeniert, der sich zuvor bereits für «Get Out» und «Us» verantwortlich gezeigt hat. Und der Trailer sieht tatsächlich atmosphärisch gut genug aus, um mich dazu verleiten, den Film anzuschauen – auch wenn ich jetzt schon weiss, dass ich bei der Bienen-Szene erneut umkippen werde.

Kinostart: 24. September 2020

Over the Moon

Jööh.

So, jetzt ist’s raus. Sorry. Aber ich kann nicht anders ab dieser herzigen Animation. Vor allem das Häsli. Och Gott. Jöh! Ähem. Nun. Worum es in «Over the Moon» geht, fragst du dich?

Ich mich auch. Im Trailer sehen wir ein Mädchen, deren Mutter gestorben ist und die eine Rakete bauen will, um die Existenz einer Mondgöttin zu beweisen. Aber ab Minute 2:30 nimmt der Trailer eine Wendung, die ich so nicht habe kommen sehen.

Klingt schon mal herzig. Regie geführt hat Glen Kean. Das ist kein bekannter Regisseur. Eigentlich dürfte «Over the Moon» gar seine erste richtige Regie-Arbeit sein. Denn Kean ist hauptberuflich hochdekorierter Zeichner der alten Schule. So hat er vornehmlich in Disney-Filmen mitgewirkt und einige der bekanntesten Figuren designt und gezeichnet. Arielle zum Beispiel. Oder das Biest. Aladdin und Tarzan. Alles seine Designs.

Ich bin gespannt. Vor allem, weil mich der Stil weniger an Disney, sondern mehr an Dreamworks erinnert. Den Stil mag ich spätestens seit dem gefeierten «How to Train your Dragon», dem mega unterschätzten «Croods» und dem total gelungenen «Everest» sehr. Und seit «Klaus» weiss ich, dass Netflix ein gutes Gespür für Animationsfilme hat.

Startdatum: Herbst 2020, Netflix

Respect

Eigentlich mag ich den Trailer. Dort spielt Schauspielerin Jennifer Hudson, die zuletzt mit «Cats» nicht gerade für Furore gesorgt hat, die legendäre Soulsängerin Aretha Franklin. Das passt: Hudson wäre nämlich ohnehin Franklins erste Wahl gewesen, hätte sie selbst eine Schauspielerin auswählen dürfen, die sie gespielt hätte. Dazu ist es leider nicht gekommen: Franklin starb 2018 an Bauchspeicheldrüsenkrebs.

Dann aber übertreibt’s der Trailer mit seiner «Respect»-Referenz. Ja, ich habe verstanden: Der Film soll von Respekt handeln. Respekt für Farbige. Respekt für Frauen. Und es ist Franklins wohl berühmtester Song, der Ende der 1960er zur Hymne der afroamerikanischen US-Bevölkerung wurde – von der Zeit vor ein paar Jahren als «Manifest des schwarzen Befreiungskampfes» bezeichnet. Und ja, auch als Hymne der Frauenbewegung.

Darum passt das schon, mit diesem Song. Aber der Trailer ist geschnitten, als ob jemand die Repeat-Taste ein bisschen zu sehr gemocht hätte. Naja. Gibt Schlimmeres. Auf den Film freuen tue ich mich auf jeden Fall.

Kinostart: 25. Dezember 2020


Wenn du den Trailer Tuesday magst und weitere Hintergründe und News rund um die Welt des Kinos und der Fernsehserien nicht verpassen möchtest, dann folge mir mit einem Klick auf den «Autor folgen»-Button.

4 Personen gefällt dieser Artikel


Luca Fontana
Luca Fontana
Editor, Zürich
Abenteuer in der Natur zu erleben und mit Sport an meine Grenzen zu gehen, bis der eigene Puls zum Beat wird — das ist meine Komfortzone. Zum Ausgleich geniesse ich auch die ruhigen Momente mit einem guten Buch über gefährliche Intrigen und finstere Königsmörder. Manchmal schwärme ich für Filmmusik, minutenlang. Hängt wohl mit meiner ausgeprägten Leidenschaft fürs Kino zusammen. Was ich immer schon sagen wollte: «Ich bin Groot.»

Diese Beiträge könnten dich auch interessieren