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Technikverweigerer: Weltfremde Romantiker oder kluge Skeptiker?

Ein Blick in die Vergangenheit zeigt: Neue Technologien werden entweder naiv bejubelt und überschätzt oder verteufelt. Differenzierte Zwischentöne kommen erst später. Können wir daraus etwas für die Gegenwart und die nahe Zukunft lernen?

Während 25 Jahren waren im Kanton Graubünden Autos verboten. Nicht auf speziellen Strassen im Nationalpark oder in der Churer Innenstadt, sondern generell. Autos an und für sich waren zwischen 1900 und 1925 auf Bündner Boden nicht erlaubt.

Mitte der 80er-Jahre gab es in Kreisen rund um die linke Wochenzeitung «WoZ» erbitterte Debatten darüber, ob Computer eingesetzt werden sollen oder nicht. Verboten hat sich die WoZ zwar nichts. Aber in diesen Streitigkeiten fielen rhetorische Granaten wie «systemimmanenter Gewaltcharakter der Computertechnologie» und die Redaktion hatte das zweifelhafte Vergnügen, sich mit einer «Aktionsgruppe gegen Computerherrschaft» auseinanderzusetzen.

Zwei Schweizer Beispiele für aus heutiger Sicht extreme, ablehnende Reaktionen auf neue Technologien. Sich darüber lustig zu machen, ist einfach und verlockend. Aber wer sagt denn, dass die heutige Sicht immer die richtige ist? Wird man sich vielleicht in 20 Jahren lustig machen über heutige Vorbehalte gegen das Datensammeln? Oder im Gegenteil den Kopf schütteln, dass wir das einfach so hingenommen haben? Heute ganz durchschnittliche Meinungen erscheinen vielleicht in 20 Jahren völlig grotesk, naiv oder fundamentalistisch. Wir können es nicht wissen.

Früher war alles besser. Vor allem die Zukunft.

Auch das Gegenteil gibt's: Übertrieben optimistische Erwartungen in die Zukunft. Vieles hängt vom Zeitgeist ab. In den 60er-Jahren war die Mehrheit davon überzeugt, dass technischer Fortschritt die Welt sehr schnell sehr viel besser machen würde. Also mehr Wohlstand, mehr Gerechtigkeit, mehr Spass, weniger Krankheiten. Zum Optimismus gab es genug Anlass. Erfindungen wie die Anti-Baby-Pille machten die Frauenemanzipation und andere gesellschaftliche Fortschritte überhaupt erst möglich. Die Raumfahrt, insbesondere die Mondlandung, führte zu Utopien mit fliegenden Autos und Einfamilienhäuschen auf dem Mars. Die Kehrseiten des Fortschritts wie Umweltzerstörung waren noch nicht bekannt oder gingen im allgemeinen Jubelgeschrei unter.

In der Reddit-Subpage RetroFuturism kannst du dich darüber amüsieren, wie sich die Menschen damals die Zukunft ausgemalt haben.

So sah die Zukunft 1961 aus

Solche auf Reddit geposteten Bilder können natürlich auch Fakes sein: Grafiken, die in der heutigen Zeit gemacht, aber auf alt gestylt wurden. Bei diesen Werbungen ist es offensichtlich, dass es Parodien sind:

Ab den neunziger Jahren äusserte sich der naive Fortschrittsglaube vor allem an der Börse. Wobei so einige Unternehmer sich nicht auf die Gutgläubigkeit der Investoren verlassen wollten, sondern mit Tricksereien nachhalfen, etwa Comroad. Nach dem Platzen der Dotcom-Blase ging es mit Biotech im gleichen Stil weiter. 2003 gründete die damals 19-jährige Elizabeth Holmes die Firma Theranos, die ein neues Verfahren für Blutanalysen entwickelte. Oder zumindest den Eindruck erweckte, dies zu tun. 2013 hatte Theranos einen Börsenwert von 9 Milliarden Dollar. Heute steht die Firma kurz vor dem Bankrott.

Vorsicht vor den üblichen «Weisheiten»

Neue Technologien lösen bei den Einen Unsicherheit und Angst aus, bei Anderen Euphorie. Beide Lager haben natürlich das Gefühl, dass ihre Reaktion die einzig richtige sei. Aus der Sicht der Verweigerer sind die Enthusiasten naiv und unvorsichtig. Aus der Sicht der Befürworter sind die Verweigerer rückständig, phantasielos oder gar fundamentalistisch.

Welche die richtige Reaktion ist, zeigt erst der weitere Verlauf der Geschichte. Und oft stellt sich dann heraus, dass beide recht hatten. Gibt es dennoch so etwas wie einen klugen Umgang mit Neuem? Eine Grundhaltung, die uns davor bewahrt, Unbekanntes komplett falsch einzuschätzen?

Wer sagt, «neue Technologien sind schon okay, das kapieren nur nicht alle von Anfang an», der macht es sich zu einfach. Das Auto, um beim Beispiel zu bleiben, ist ja nicht einfach «schon okay». Autos töten Menschen, verschandeln die Landschaft, machen Lärm, verursachen Klimaerwärmung. Auch Computer haben unser Leben nicht nur besser gemacht. Zum Beispiel stellt sich mir die Frage, warum alle mehr Stress haben, wenn doch Computer (angeblich) alles immer effizienter und schneller erledigen.

Eine andere Aussage, die ich oft höre: Neue Technologien erweitern die Möglichkeiten im Guten wie im Schlechten. Sie seien deshalb nicht per se gut oder schlecht, sondern neutral. Das übliche Beispiel dafür ist die Nukleartechnologie. Sie kann für Atombomben oder zur Stromproduktion genutzt werden.

Mir ist auch das zu simpel. Die Nukleartechnologie hat auch in der Stromproduktion gravierende Nachteile, das Negative überwiegt klar. Auf der anderen Seite gibt es Errungenschaften wie zum Beispiel das Wasserleitungssystem, die eindeutig positiv sind. Fliessendes Wasser war keine kontroverse Neuerung, da waren wohl nicht einmal erzkonservative Gruppen dagegen.

Die Machtfrage: Wem nützen Erfindungen?

Zudem vergrössern neue Technologien die Möglichkeiten nicht für alle gleich. Bestimmte Gruppierungen profitieren stärker als andere. Eine wichtige Frage lautet deshalb, wem eine neue Erfindung nützt. Dies war bei den Computer-Diskussionen der WoZ der zentrale Punkt. Einige sahen damals Computer primär als Instrument, mit dem die Mächtigen noch mehr Macht ausüben konnten. Thematisiert wurden auch die Überwachungsfunktionen, samt den damit entstehenden Monopolfirmen und der weltweit verfestigten Arbeitsteilung.

Diese Kritikpunkte sind erstaunlich aktuell, wenn wir zum Beispiel an Google oder Facebook denken. Nur ist die Idee realitätsfern, man könne einer solchen Entwicklung Einhalt gebieten, indem man sie boykottiert.

Autos schienen zu Beginn des 20. Jahrhunderts auch nur einer kleinen, reichen Minderheit etwas zu nützen. Denn das Autoverbot im Kanton Graubünden war demokratisch legitimiert: Es wurde in mehreren Volksabstimmungen bestätigt, beim ersten Mal mit einer Mehrheit von sagenhaften 84 Prozent. Die Abstimmung 1925 fiel relativ knapp aus – die Befürworter siegten wohl im Hinblick auf den wachsenden Tourismus.

Beispiel Internet: Vielfalt und Monopole

Das Internet hat zu grossen Machtverschiebungen geführt und tut es noch immer. Einige dieser Verschiebungen gingen in Richtung mehr Gerechtigkeit und Gleichheit, andere in die entgegengesetzte Richtung. Beispiel: Im Internet kann (fast) jeder publizieren. Die Medienvielfalt steigt, Underdogs erhalten eine Stimme. Andererseits konzentriert sich die Aufmerksamkeit auf weltweit einige wenige Plattformen. Die Zahl der wirtschaftlich rentablen Medienunternehmen sinkt.

Das Internet neigt stark zur Bildung von Quasi-Monopolen. Beispielsweise gibt es zwar viele Instant Messenger, aber jeder benutzt natürlich den, den die anderen auch verwenden. Also kommt aus praktischen Gründen nur Whatsapp in Frage, auch wenn es theoretisch Besseres gäbe. Ganz ähnlich verhält es sich mit Social Media: Je mehr Mitglieder, desto attraktiver, desto mehr Mitglieder. Weiteres Beispiel: Wenn ich etwas bewerbe, tue ich es dort, wo ich damit am meisten Menschen erreiche, also bei Google oder Facebook.

Für mich als User sind Quasi-Monopole eigentlich praktisch: Ich muss nicht alles doppelt und dreifach machen und weiss immer, wo ich das richtige Angebot finde. Das Problem ist die Machtkonzentration, die vom betreffenden Konzern (oder Staat) missbraucht werden kann.

Hier können offene Standards weiterhelfen. Auch bei E-Mail oder SMS benützt jeder das Gleiche. Aber diese Kommunikationsmittel sind nicht einer einzigen Firma vorbehalten. Auch Instant Messenger könnten theoretisch ein einheitliches Protokoll nutzen. Ein soziales Netz könnte als Genossenschaft organisiert werden, die ihren Mitgliedern gehört. Da der Wert dieser Plattform vor allem aus den Beiträgen der Nutzer besteht, ist der Gedanke naheliegend. Wie man das in der Praxis verwirklichen soll, ist aber unklar.

Innovation entsteht nicht zufällig

Der technische Fortschritt fällt nicht vom Himmel. Es kann zwar durchaus Zufall im Spiel sein, wenn ein Forscher eine wichtige Entdeckung macht. Auch Erfindungen sind ein Stück weit Glückssache. Wenn es aber darum geht, aus einer neuen Entdeckung eine konkrete Anwendung auf den Markt zu bringen – das meine ich mit «Innovation» – dann wird kaum etwas dem Zufall überlassen. Umgesetzt wird das, was voraussichtlich viel Geld bringt, sich militärisch nutzen lässt oder die Macht des Konzerns stärkt. Durch Innovation wird die Welt in eine bestimmte Richtung gelenkt.

Das Beispiel, das mir dazu in den Sinn kommt, ist der Trend, alles cloudbasiert abzuwickeln. Das mag ja in vielen Fällen bequem und nützlich sein, aber es fällt auf, dass wir regelrecht dazu gezwungen werden. Ich finde den Weg über die Cloud längst nicht immer den praktischsten und sichersten. Es wäre technisch überhaupt kein Problem, Daten lokal zwischen Smartphone, PC und anderen Geräten zu synchronisieren. Es wäre für Apple, Google oder Microsoft kein Problem, dafür eine Lösung zu entwickeln, die das alles sicher und automatisch macht. Doch heute führt der einfachste Weg vom Smartphone zum PC übers Internet, auch wenn die beiden Geräte nur einige Zentimeter auseinanderliegen. Das ist nicht so, weil es die User wollen, sondern weil es die Anbieter wollen.

Im Silicon Valley werden hauptsächlich Ideen von Start-ups gefördert, die ihrem Wesen nach disruptiv sind. Bei Disruption geht es nicht so sehr um technischen Fortschritt, sondern um Revolution: Ein traditioneller Markt mit Tausenden von Firmen und Millionen von Arbeitsplätzen soll attackiert und durch ein einziges Unternehmen ersetzt werden. Anstatt Tausenden von CD-Läden gibt es nur noch den iTunes Store. Anstatt Tausenden von Taxiunternehmen gibt es nur noch Uber. Anstatt Tausender von Hotels und Hotelketten gibt es nur noch Airbnb.

Man muss nicht rückständig oder technisch ahnungslos sein, um das problematisch zu finden. «Die sind selbst schuld, die hätten sich halt weiterentwickeln müssen», liest man dann oft. Nach dieser Logik sind die Ureinwohner Amerikas auch selber schuld, dass sie ausgerottet wurden. Hätten sich halt anpassen und bessere Waffen entwickeln müssen!

Verweigerung als Geschäftsmodell

Wenn du weit und breit der einzige bist, der sich einem Trend verweigert, kannst du daraus sogar ein Business machen. Oder es zumindest versuchen. Dazu passt die Story rund um den «strahlenfreien Ort» Soubey.

Soubey ist ein abgelegenes Kaff im Jura. Dieser Ort, wo praktisch niemand wohnt, kam lange nicht in den Genuss einer Mobilfunkantenne. Der Fortschritt hatte um Soubey einen grossen Bogen gemacht.

Soubey im Jahr 2008, Lutz Fischer-Lamprecht, CC BY-SA 4.0

2009 versuchte der damalige Gemeindepräsident aus der Not eine Tugend zu machen. Er wollte das Dorf in eine handystrahlenfreie Oase umwandeln und so eine Tourismus-Nische ausnutzen. Er liess dazu die Strahlenbelastung messen, und die Voraussetzungen waren fast perfekt. Das Projekt scheiterte aber am Widerstand der Bewohner. Die wollten lieber selbst mobil telefonieren als von Heerscharen von Strahlenallergikern überrannt zu werden. Auch wenn es hier schiefgelaufen ist: Ländliche Gebiete können ihre «Rückständigkeit» oft touristisch nutzen. Wobei sie aufpassen müssen, dass die Idylle nicht genau dadurch zerstört wird.

Auch in der Grossstadt finden sich Oasen der Technikverweigerung, mit denen sich Geld machen lässt. Wenn durch Fortschritt oder Disruption ein Markt schrumpft, sind die grossen Anbieter entweder bankrott oder woanders tätig. Da der Markt aber nicht komplett verschwindet, wird er für kleine Nischenanbieter interessant. Plattenläden oder auf Filmfotografie spezialisierte Fotofachgeschäfte, Barbiere, Schuhmacher oder aufwändig gestaltete Zeitschriften, die nur gedruckt erscheinen: Dafür gibt's immer noch einen Markt. Nur ist er viel kleiner als früher.

Politik lässt sich nicht ausklammern

Du kannst nicht für dich alleine entscheiden, ob du eine neue Technologie willst oder nicht. Wenn die WoZ damals entschieden hätte, keine Computer zu nutzen, hätte das die Entwicklung der Computer überhaupt nicht behindert, aber sehr wohl die Entwicklung der Zeitung. Wir haben ein Smartphone und nutzen Internetdienste, die wir eigentlich nicht so toll finden. Aber wir sehen, dass wir eigentlich nur uns selbst schaden, wenn wir das verweigern.

Wer mit etwas nicht einverstanden ist, muss also andere Wege suchen als die einsiedlerartige Verweigerung. Jeder Mensch sollte sich die Frage stellen, welche Art von Fortschritt er oder sie will (und welche nicht). Das ist eine politische Frage. Die Tech-Firmen bestreiten das gelegentlich, weil sie sich jegliche Einmischung in ihre Tätigkeiten verbitten. Aber das Statement «ihr sollt euch nicht einmischen» ist selbst schon Politik. Das zeigt die Tatsache, dass Google letztes Jahr 18 Millionen Dollar in US-Lobbyarbeit gesteckt hat – mehr als jede andere Firma. Die Mondlandung war in erster Linie ein politischer Akt. Die Russen waren führend in der Raumfahrt, und die USA konnte das nicht auf sich sitzen lassen, weil sie beweisen mussten, dass der Westen das bessere politische System hat. Der Spass kostete inflationsbereinigt 120 Milliarden Dollar.

Meinungen von sogenannten Laien können genauso wertvoll sein wie von Fachexperten. Ich muss zum Beispiel nicht alle Details von Android kennen, um mir sinnvolle Gedanken über die gesellschaftlichen Auswirkungen von Smartphones zu machen. Ich muss nicht Front-End-Engineer sein, um mir eine qualifizierte Meinung zu Facebook zu bilden. Gerade bei so etwas wie Facebook kann man sich fragen: Wessen Fachgebiet ist das überhaupt? Betreffen die wirklich wichtigen Punkte dort nicht eher die Soziologie und die Ökonomie als die IT?

Teil-Rehabilitation: Verweigerung ist nicht per se dumm

Die Gleichung «Tech-Verweigerer = Volltrottel» ist nicht haltbar. Es ist komplizierter. In Technologie-Diskussionen geht es nicht nur darum, wer wieviel vom Fach versteht. Grundsätzliche Skepsis auch von Laien kann berechtigt sein. Ohnehin gibt es da keine objektive Wahrheit. Denn neue Technologien bringen meist nur für bestimmte Gruppen Vorteile, für andere aber Nachteile. Es stimmt zwar, dass sich der Fortschritt nicht aufhalten lässt. Hinauszögern und einschränken lassen sich Technologien aber durchaus, und das kann taktisch sinnvoll sein.

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Durch Interesse an IT und Schreiben bin ich schon früh (2000) im Tech-Journalismus gelandet. Mich interessiert, wie man Technik benutzen kann, ohne selbst benutzt zu werden. Meine Freizeit ver(sch)wende ich am liebsten fürs Musikmachen, wo ich mässiges Talent mit übermässiger Begeisterung kompensiere.

10 Kommentare

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User Anonymous

Woah, hab heute schon 20min und Blick gelesen und kein so gut geschriebener Artikel gefunden. Hut ab. Danke für die Gedanken.

28.05.2018
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User Praind

20min und Blick schreiben auch auf einem anderen Niveau ;)

28.05.2018
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User Anonymous

"Niveau" hab ich dort bisher nicht gefunden... ^^

28.05.2018
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User darnok16

Eben...

07.06.2018
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Antworten
User Anonymous

Top! Dieser unerwartete Artikel zeigt die Diskrepanz unserer plurivalenten Welt exemplarisch. Um mit Paracelsus zu sprechen: Dosis venenum facit. Ausschliesslich digital leben ist ungesund, genauso wie ein Diogenes-Dasein in einer strahlenfreien Tonne oder Höhle. Jeder muss seine Balance finden.

31.05.2018
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User ramo.ch

Danke - gefällt mir sehr gut ihr Artikel.
Interessante und differentierte Betrachtungsweise.
Bin auch völlig überrascht so was auf einer Handelsplattform zu finden. Macht dieselbe für mich aber noch attraktiver.

31.05.2018
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