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Stress pur: Wir spielen «PlayerUnknown’s Battlegrounds» mit einem Pulsmesser

Philipp Rüegg
Zürich, am 01.06.2017
«PlayerUnknown’s Battlegrounds» ist der neue heisse Scheiss. Kein Wunder: Die Multiplayer-Matches des Online-Shooters bieten allerfeinsten Nervenkitzel. Wie nervenaufreibend das Spiel wirklich ist, zeigt mein Selbstversuch mit einem Pulsmesser.

Auf Steam ist «PlayerUnknown’s Battlegrounds» aktuell eines der meistgezockten Games. Hinter dem etwas sperrigen Namen verbirgt sich ein geniales Last-Man-Standing-Spiel. Was als Mod für die Militärsimulation «ARMA 3» begann, ist nun als eigenständiges Spiel erschienen – vorerst in der Alpha-Phase.

Bis zu 100 Spieler können sich in «PlayerUnknown’s Battlegrounds» auf einer riesigen Insel mit allerhand Waffen die Birne wegpusten. Der Spieler, der am Ende noch steht, gewinnt. Das Spielprinzip ist simpel und erinnert stark an Filme wie «Battle Royale» oder meinetwegen «Hunger Games».

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Jedes Spiel beginnst du wieder von vorne, ohne Ausrüstung – und aus der Luft.

Mit einem Flugzeug wirst du zur Insel geflogen. Wann du herausspringen willst, ist dir überlassen. Meine Taktik besteht meist darin, zu warten, bis die grosse Mehrheit draussen ist und mir dann in Ruhe ein ruhiges Landeplätzchen zu suchen. Nach der Landung musst du erst mal Waffen und Ausrüstung finden. Da Anfangs alle Türen zu den Häusern verschlossen sind, gilt bei offenen Haustüren besondere Vorsicht. Zwar gibt es Medikits und dergleichen, die wirken allerdings nicht sofort, weshalb ein paar gezielte Schüsse schnell das vorzeitige Ableben bedeuten. Dann darfst du wieder bei Null anfangen. Mit den verdienten Punkten kannst du nach dem Spiel kosmetische Gegenstände erwerben. So haben alle Spieler immer die gleichen Voraussetzungen.

Rambos tun sich schwer

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Scharfschützengewehre sind selten, dafür tödlich.

Meist ist Schleichen angesagt. Schüsse oder auch Schritte können leicht deine Position verraten. Daher bist du ständig auf der Hut und deine Nerven sind gespannt wie ein Flitzebogen. Spätestens, wenn die Spieleranzeige unter 30 fällt, fängt dein Herz an zu pochen. Schaffst du es mit etwas Glück tatsächlich unter die besten zehn oder gar letzten fünf, dann kämpfe wohl nicht nur ich mit zitternden Händen. Gehst du irgendwann mal als Sieger hervor, entlädt sich der ganze Druck in einem erlösenden: «YEEEESSSS».

Am Puls des Spiels

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In meinem Highlight-Video könnt ihr mir über die Schultern schauen, wie ich mich wild entschlossen ins Getümmel stürze und wie mein Puls eine Berg- und Talfahrt macht. Dummerweise habe ich die Kamera des Pulsmessers, einer Garmin Forerunner 735XT, genau über die Spieleranzeige platziert, weshalb man leider erst am Ende meine Platzierung sieht – sorry, gell.

«PlayerUnknown’s Battlegrounds» gibt es aktuell nur über Steam zu erwerben.

Zockt ihr auch «PlayerUnknown’s Battlegrounds»? Schlägt euer Herz auch höher bei der blossen Namensnennung? Und ich meine nicht aus Zuneigung – ok, vielleicht ein bisschen. Oder seid ihr so abgebrüht, dass euer Herzschlag sogar den eines Blauwals unterbietet?

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Philipp Rüegg
Philipp Rüegg
Senior Editor, Zürich
Als Game- und Gadget-Verrückter fühl ich mich bei digitec und Galaxus wie im Schlaraffenland – nur leider ist nichts umsonst. Wenn ich nicht gerade à la Tim Taylor an meinem PC rumschraube, oder in meinem Podcast über Games quatsche, schwinge ich mich gerne auf meinen vollgefederten Drahtesel und such mir ein paar schöne Trails. Mein kulturelles Bedürfnis stille ich mit Gerstensaft und tiefsinnigen Unterhaltungen beim Besuch der meist frustrierenden Spiele des FC Winterthur.

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