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Sony RX10 V – die Wiederauferstehung der Bridge-Kamera

David Lee
9.7.2026

Sony holt die RX10 aus der Versenkung und hat damit wieder eine Bridge-Kamera im Angebot. Grosse technische Neuerungen bringt sie aber nicht.

Es gibt wieder eine RX10, und das ist nicht selbstverständlich. Zwischen 2013 und 2017 brachte Sony vier Generationen der Bridge-Kamera heraus. Danach geschah nichts mehr. Ab 2024 war die RX10 IV nur noch gebraucht oder aus irgendwelchen Restposten erhältlich. Jetzt kommt doch noch die fünfte Generation. Trotz eines langen Intervalls von neun Jahren sind die Verbesserungen nicht riesig. Die deutlichsten Fortschritte bringt das Update bei Autofokus und Video.

Die Optik bleibt dieselbe. Das 25-fach-Zoomobjektiv mit 24 bis 600 Millimetern Brennweite (Kleinbild-äquivalent) und einer Lichtstärke von f/2,4 bis f/4 deckt alle gängigen Bedürfnisse ab. Leichte Makroaufnahmen sind ebenfalls möglich: Die maximale Vergrösserung liegt bei Faktor 0,42 im Weitwinkel und 0,49 im Telebereich.

Wie die meisten Bridge-Kameras bietet auch die RX10 einen gigantischen Zoom.
Wie die meisten Bridge-Kameras bietet auch die RX10 einen gigantischen Zoom.
Quelle: Sony

Der 1-Zoll-Sensor mit 20 Megapixeln ist bestens bekannt von der RX100 VII. Auch hier bleibt also alles beim Alten. Verbessert hat Sony die Motiverkennung des Autofokus. Die RX10 V erkennt nicht nur Menschen und Tiere wie Hunde und Katzen, sondern auch Vögel, Insekten, Fahrzeuge und Flugzeuge. Das Motiv muss nicht mehr im Menü ausgewählt werden; es gibt einen Auto-Modus. Passend dazu führt Sony ein XL-Fokusfeld ein, um bei der Motivverfolgung Aussetzer zu vermeiden.

Die Kamera nimmt bis zu 30 Serienbilder pro Sekunde auf, wobei der Autofokus und die Belichtung 60 Mal pro Sekunde gemessen wird. Die Geschwindigkeit sollte somit kein Problem sein.

Die Kamera soll auch für Wildtierfotografie etwas taugen.
Die Kamera soll auch für Wildtierfotografie etwas taugen.
Quelle: Sony

Gehäuse ähnlich wie bei Sony Alpha

Neu ist der Kamerabody, der sich nun stärker an den Sony-Alpha-Systemkameras orientiert. Er bietet ein Kontrolllicht, um von vorne zu sehen, ob eine Videoaufnahme läuft (Tally Light), eine AF-On-Taste und eine neue Anordnung der Drehräder. Dem überarbeiteten Layout zum Opfer gefallen ist das kleine Zweit-Display: Es fehlt in der neuen RX10. Ebenso fehlt ein interner Blitz.

Der Bildschirm weist das Seitenverhältnis 3:2 statt 4:3 auf. Der Sucher bietet 3,69 Millionen Bildpunkte, was eine Verbesserung gegenüber dem Vorgängermodell mit seinen 2,4 Mio. Dots bedeutet.

Rückansicht der RX10 V. Neu sind der AF-On-Button, das Seitenverhältnis des Bildschirms und das Layout der Drehräder.
Rückansicht der RX10 V. Neu sind der AF-On-Button, das Seitenverhältnis des Bildschirms und das Layout der Drehräder.
Quelle: Sony

Selbstverständlich hat die neue Kamera USB-C statt microUSB – das ist gesetzlich vorgeschrieben. Wenig überraschend unterstützt sie die modernen Dateiformate HEIF und verlustfrei komprimiertes RAW. Als Akku wird der altbekannte NP-FZ100 verwendet.

Bessere Videofunktion

Bei der Videofunktion zeigt sich das Alter des Vorgängermodells am deutlichsten. Die RX10 IV konnte 4K nur mit maximal 30 Frames pro Sekunde (FPS) aufnehmen. Die RX10 V liefert zeitgemässe Spezifikationen: 60 FPS schafft sie ohne Verkleinerung des Bildausschnitts, mit Crop sogar 120 FPS. Full HD gibt es auch mit 240 FPS. Da ist es verschmerzbar, dass die Super-Slowmotion des Vorgängers fehlt. Diese konnte mit bis zu 1000 FPS aufzeichnen, allerdings nur wenige Sekunden und in stark verminderter Qualität. Zeitrafferaufnahmen sind ebenfalls möglich. Die aktuelle RX10 unterstützt S-Cinetone und S-Log3 Gamma sowie benutzerdefinierte LUTs.

Sony DSC RX10 V (20.10 Mpx)
Kamera
Neu
CHF2099.–

Sony DSC RX10 V

20.10 Mpx

Die Sony RX10 V ist ab Mitte Juli 2026 verfügbar. Der vom Hersteller empfohlene Verkaufspreis liegt bei 2099 Franken respektive 2499 Euro.

Titelbild: Sony

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Durch Interesse an IT und Schreiben bin ich schon früh (2000) im Tech-Journalismus gelandet. Mich interessiert, wie man Technik benutzen kann, ohne selbst benutzt zu werden. Meine Freizeit ver(sch)wende ich am liebsten fürs Musikmachen, wo ich mässiges Talent mit übermässiger Begeisterung kompensiere. 


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