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Sony Multiroom – Was kann das Teil eigentlich nicht? Mich in Ruhe lassen!

Sony macht nicht nur PlayStations, sondern auch so ziemlich alles andere, das Strom braucht. Der japanische Hersteller ist dahingehend schlau, dass er will, dass Nutzer ein ganzes Sony-Ökosystem haben können, in dem alle Geräte zusammenarbeiten. Genau da liegt die grösste Stärke und die grösste Schwäche des Multiroom-Systems.

Die PlayStation kann mit dem Fernseher und dem Home Cinema. Das Handy kann mit dem Laptop und der Uhr. Und alles muss mit dem Multiroom-System können. In technisch heisst das wohl irgendwie «nahtlose Interoperabilität», was über kurz oder lang die Zukunft unserer Technologie sein wird. Denn wenn jedes Gerät mit jedem anderen Gerät kommunizieren kann, dann wird unser Leben einfacher. Stell dir mal vor, dass es so Dinge gibt wie der Computer aus Star Trek, dem du einfach irgendwelche Befehle geben kannst, von «Mach mir Tee» bis zu «Feuere Phaser auf Klingonen. Dann mach mir Tee». Das ist doch cool, oder?

Der Weg dahin ist aber noch weit und unsere beste Chance zum aktuellen Zeitpunkt sind offene Betriebssysteme wie Android oder, in kleinerem Masse, Linux sowie grosse Technologiekonzerne, die alles herstellen. Darunter ist auch Sony. Daher bietet sich der Test des Multiroom-Systems – einer Lösung, die Audio via WiFi an in einem Netzwerk verteilte Lautsprecher sendet – an. Spannend, wenn Interoperabilität ins Spiel kommt.

Eine L-förmige Kiste

Sonys Multiroom-System verspricht viel. Egal, wie es Ton macht, sei es Bluetooth, über Kopfhörerausgang oder über ein Netzwerk, der Klang kann über das Multiroom-System abgespielt werden. Spotify und andere Streaming-Dienste, lokale Musik, TV-Audio – kein Problem laut Werbung und technischen Daten.

Daher muss ein Test-Setup her.

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Auffallend ist im ersten Moment, dass die Kiste mit der Soundbar und dem Subwoofer L-förmig ist, wie ein Tetris-Stein. Nicht nur sieht sie komisch aus, hat aber auch den angenehmen Nebeneffekt, dass der Transport recht einfach ist. Die Griffe sind am unteren Ende des L – also am Querstrich im geschriebenen Buchstaben – angebracht. Dazu möchte ich noch anmerken, dass ich es schätze, dass Sony an Verpackung spart. Es wäre ein Leichtes gewesen, einfach eine rechteckige Kiste zu machen und es dabei zu belassen.

Sony hat aber nicht nur etwa einen Drittel eines Rechtecks weggelassen, sondern auch das HDMI-Kabel. In den anderen Multiroom-Systemen, die ich bisher getestet habe, war das Kabel ebenfalls nicht dabei, war aber auch nicht notwendig war. Bei Sony hingegen ist das HDMI-Kabel notwendig, um die Soundbar aufzusetzen. Denn in erster Linie ist die Soundbar ein separates System, das nahtlos mit den Multiroom-Speakern interagiert. Daher muss es mit dem Fernseher verbunden werden, damit via Graphical User Interface auf dem Fernsehschirm das Setup vorgenommen werden kann.

Daher:

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Das Setup der Soundbar selbst ist dann aber einfacher als die Verkabelung. Drücke Knopf hier und da und fertig.

Die Multiroom-Speaker, die als Multiroom-Speaker gedacht sind, also die Analoge zur 1er-, 3er- und 5er-Serie der Konkurrenz aber brauchen keine weitere Verkabelung. Stromstecker und gut ist. Beim Setup zeigt sich erstmals, dass Sony ein System gebaut hat, das eine Universallösung für alles sein will. Nicht nur kannst du das Setup mittels physischem Knopfdruck abschliessen, sondern auch via NFC. Das habe ich dann gleich ausprobiert, da ich bereits genug Erfahrung mit dem Drücken von Knöpfen an Lautsprechern habe. Geht ganz gut. Es hilft, wenn du in etwa weisst, wo an deinem Handy die NFC-Sendeeinheit verbaut ist, aber sonst kannst du dein Handy einfach an einem Speaker reiben, bis der Input akzeptiert wird. Ich bin mir sicher, das jede der anderen Authentifizierungsmethoden einfacher und schneller gewesen wäre, aber hey, NFC. High-Tech und so. Muss probiert werden.

Die App der unbegrenzten Möglichkeiten

Die App, die du zur Steuerung der Multiroom-Elemente plus Soundbar brauchst, heisst SongPal und ist mit Android und Apple iOS kompatibel, wenn auch von den Nutzern kontrovers diskutiert. Die kumpelhafte Bezeichnung wird dem Funktionsausmass nicht gerecht, denn der Liederkumpel kann wesentlich mehr als die Apps der Konkurrenz. Speaker gruppieren und so gehört zur Minimalausstattung, aber SongPal geht einen Schritt weiter. Du kannst pro Raum eigene Equalizer-Einstellungen vornehmen, die fernab eines jeden Presets sind und so bestmöglich auf dein Zimmer passen. Vorausgesetzt, du weisst, was du tust.

Je nach Update muss dieses Video nicht mehr aktuell sein. Oder es kann wieder aktuell werden.

Die App ist komplex, vielleicht zu komplex. Den Release-Notes nach ist zu entnehmen, das Features kommen und gehen, manchmal nicht funktionieren und dann wieder perfekt sind. Kein Wunder, bei der Komplexität, die weit über eine einfache Software-Anwendung hinausgeht.

Andererseits zeigt sich hier bereits, dass Sony die Grundidee eines Multiroom-Systems nicht verstanden hat, oder sie bewusst ignoriert hat. Ein Multiroom-System, so schreibt es die Konkurrenz vor, ist einfach. Boxen aufstellen, Setup und dann geht das einfach auf immer, es sei denn, das Netzwerk fällt aus. Sony will aber, dass der Nutzer regelmässig mit den Geräten interagiert. Das ist nicht nur softwareseitig bemerkbar, sondern auch auf der Hardwareseite.

Alles leuchtet so grell

Die selbst sind ebenfalls darauf ausgelegt, dass Nutzer regelmässig mit ihnen interagieren. Denn die Modi sind nicht alle per default aktiv. Also, wenn du per Bluetooth Musik abspielen willst, aber zuvor Spotify genutzt hast, dann musst du physisch am Speaker den Modus wechseln. Damit fällt eines der nettesten Features eines Multiroom-Systems weg: Das Verstecktsein. Wenn du es willst, dann kannst du die Speaker irgendwo ins oberste Fach deines Bücherregals stellen und dann musst du dich nie mehr drum kümmern. Der Klang kommt irgendwo aus dem Raum und du kannst das alles easy per Smartphone kontrollieren.

Auf dieser kleinen Fläche sind zwei unausschaltbare Leuchtelemente verbaut.

Das User Interface auf den Speakern ist aber bewusst simpel und intuitiv gehalten. Leider aber verlassen sich die kleinen Speaker, also die 1er-Serie, auf eine LED-Anzeige, die nicht ausgeschaltet werden kann. Damit sind die Speaker im Schlafzimmer schon mal recht heikel. Für mich sind sie einfach zu grell. Zwar haben alle Multiroom-Systeme, die ich getestet habe, mehr oder weniger grosse LEDs, die im wesentlichen aussagen «Ja, ich bin an», aber Sonys System ist das einzige, an dem ich das LED nicht abstellen kann. Warum auch, wenn das LED für die Grundfunktion des Speakers unabdingbar ist.

Der Sound

Eigentlich geht es in diesem Text um den Klang der Boxen. Da gibt es wirklich keine Beschwerden. Die Hochtöner sind sauber, die Bässe dumpf, genau so wie ich es gern habe. Und wenn ich es nicht gern habe, dann kann ich einfach die Equalizer verstellen und so selbst auf die Suche nach dem perfekten Sound gehen.

Ferner ist es wirklich toll, dass ich von jedem Gerät, das in irgendeiner Form kabellos Audiosignale aussenden kann – und mit Kabel auch, wo wir schon dabei sind – vom Sony Multiroom-System abgespielt werden kann. Das macht doch das Leben weit netter. Allgemein, Sony hat sein Ziel klar erreicht. Mit ihrem Multiroom-System hat es der japanische Hersteller geschafft, eine Erweiterung für jedes Home-Ökosystem zu schaffen.

Einzig die Bedienung lässt noch arg zu wünschen übrig und die Features, die die nicht-akustische Wahrnehmung des Setups betreffen, sollten noch einmal überdacht werden. Alles in allem ist das Sony Multiroom-System eine tolle Erfinder für Bastler und Futuristen, die bereits jetzt schon ein komplettes akustisches Ökosystem haben wollen, das jetzt schon über Markengrenzen hinaus funktioniert.

User

Dominik Bärlocher

Journalist. Autor. Hacker. Meine Themen haben meist mit Android oder Apples iOS zu tun. Auch die IT-Security liegt mir am Herzen, denn in unserer Zeit ist der Datenschutz keine Nebensache mehr, sondern eine Überlebensstrategie.

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