Sirui 50mm f1.8, ein bezahlbares Objektiv für breite Kinofilme
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Sirui 50mm f1.8, ein bezahlbares Objektiv für breite Kinofilme

David Lee
Zürich, am 07.02.2020
Mit diesem anamorphen Objektiv lassen sich Aufnahmen im Seitenverhältnis eines ultrabreiten Kinofilms erzeugen.

Sirui bringt ein anamorphes Objektiv auf den Markt – für deutlich weniger als tausend Franken oder Euro. Das Objektiv wird in drei Varianten für die Anschlüsse von Fujifilm, Sony (E-Mount) und Panasonic/Olympus (Micro Four Thirds) gebaut. Lieferbar ist es voraussichtlich Ende Februar 2020.

50mm f1.8 Anamorphes Objektiv, E-Mount
Objektiv
763.–
Sirui 50mm f1.8 Anamorphes Objektiv, E-Mount

Was ist das überhaupt?

Ein anamorphes Objektiv staucht das Bild bei der Aufnahme zusammen, um es nachträglich auseinanderzuziehen. So entstehen Bilder im Cinemascope-Format, also im Seitenverhältnis 2,4:1 oder etwas weniger breit, 21:9.

Natürlich könntest du das Bild auch einfach auf das gewünschte Kino-Seitenverhältnis beschneiden. Aber dann hast du einen engeren Blickwinkel. Mit einem anamorphen Objektiv bringst in der Breite mehr aufs Bild.

Ein Weitwinkelobjektiv würde zwar den Blickwinkel ebenfalls vergrössern, so dass mehr auf dem Bild Platz hat. Doch eine Aufnahme mit einem 50-Millimeter-Objektiv sieht anders aus als eine mit einem Weitwinkelobjektiv.

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Ein erster Augenschein

Das Sirui 50mm f/1.8 wird manuell bedient. Es hat keinen Autofokus, die Blende wird stufenlos direkt am Objektivring eingestellt. Ein typisches Cinema-Objektiv halt. Die Naheinstellgrenze liegt bei 85 cm.

Ich probiere es kurz aus und verwende dazu die Sony Alpha 6400, eine APS-C-Kamera. Das Objektiv ist nicht fürs Vollformat geeignet. Der Bildausschnitt entspricht etwa 85 mm im Vollformat.

Mein erster Eindruck von der Bildqualität ist sehr gut. Durch die nachträgliche Bildverzerrung könnten theoretisch leichte Verluste entstehen, doch davon merke ich nichts.

Auch die Verarbeitungsqualität scheint top zu sein. Das Gehäuse ist aus Metall, nichts wackelt, die Drehringe gehen weder zu leicht noch zu streng.

Unsere Video-Crew interessiert sich für das Objektiv; vielleicht können wir dir schon bald ein professionell produziertes Video als Beispiel zeigen.

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David Lee
David Lee
Senior Editor, Zürich
Durch Interesse an IT und Schreiben bin ich schon früh (2000) im Tech-Journalismus gelandet. Mich interessiert, wie man Technik benutzen kann, ohne selbst benutzt zu werden. Meine Freizeit ver(sch)wende ich am liebsten fürs Musikmachen, wo ich mässiges Talent mit übermässiger Begeisterung kompensiere.

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