© International Gemini Observatory/NOIRLab/NSF/AURA / Image Processing: J. Miller & M. Rodriguez (International Gemini Observatory/NSF NOIRLab), T.A. Rector (University of Alaska Anchorage/NSF NOIRLab), D. de Martin & M. Zamani (NSF NOIRLab) / NGC 1514: The Crystal Ball Nebula / CC BY 4.0 (Ausschnitt)
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Ort eines sterbenden Sterns

Der Planetarische Nebel NGC 1514 im Sternbild Stier wird auch als Kristallkugelnebel bezeichnet, da er in kleinen Teleskopen wie eine solche erscheinen kann. Der Nebel kennzeichnet den Ort eines sterbenden Sterns.

Rund 1500 Lichtjahre von uns entfernt im Sternbild Stier befindet sich der Planetarische Nebel NGC 1514. Wegen seines Erscheinungsbilds in kleineren Fernrohren wird er auch als Kristallkugelnebel bezeichnet. Tatsächlich lässt sich mit dieser kosmischen Kristallkugel in die Zukunft unserer Sonne in mehr als fünf Milliarden Jahren blicken, wenn sie sich von einem Roten Riesen in einen Weissen Zwerg verwandelt.

Der Vorläuferstern von NGC 1514 hatte sich nach der Erschöpfung seines Wasserstoffvorrats im Zentrum zu einem Roten Riesen aufgebläht, der einen enorm starken Sternwind ausstiess. Dadurch verlor der Stern einen signifikanten Teil seiner Masse. Nach dem endgültigen Erlöschen der nachfolgenden Fusionsreaktionen zog sich der ehemalige Kern des Roten Riesen zu einem sehr heissen Gebilde von etwa der Grösse der Erde zusammen, aber mit bis zur anderthalbfachen Masse unserer Sonne: Ein Weisser Zwerg wurde geboren. Er ist so heiss, dass er die zuvor ausgestossenen Gase, die sich in einer Hülle um ihn ansammelten, zum Leuchten im Infraroten, Visuellen und Ultravioletten anregt. Die Gashülle ist etwa 15 000 Grad Celsius heiss, aber vergleichsweise dünn.

Das Bild in seiner Gänze.
Das Bild in seiner Gänze.
Quelle: © International Gemini Observatory/NOIRLab/NSF/AURA / Image Processing: J. Miller & M. Rodriguez (International Gemini Observatory/NSF NOIRLab), T.A. Rector (University of Alaska Anchorage/NSF NOIRLab), D. de Martin & M. Zamani (NSF NOIRLab) / NGC 1514: The Crystal Ball Nebula / CC BY 4.0

Der Weisse Zwerg im Inneren von NGC 1514 lässt sich direkt erkennen. Er ist aber nicht allein, wie spektrale Untersuchungen ergaben, sondern Teil eines Doppelsternsystems. Dabei umrunden der Weisse Zwerg und sein Partner ihren gemeinsamen Schwerpunkt einmal in neun Jahren, die längste bekannte Periode für einen Doppelstern in einem Planetarischen Nebel. Der Begleiter sorgte dafür, dass sich der Sternwind des Roten Riesen unregelmässig verteilte, sodass NGC 1514 mehrere klumpig wirkende Schalen ausbildete. NGC 1514 hat im Visuellen eine Ausdehnung von rund einem Lichtjahr und wurde bereits im Jahr 1790 vom deutsch-britischen Astronomen Wilhelm Herschel entdeckt.

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Titelbild: © International Gemini Observatory/NOIRLab/NSF/AURA / Image Processing: J. Miller & M. Rodriguez (International Gemini Observatory/NSF NOIRLab), T.A. Rector (University of Alaska Anchorage/NSF NOIRLab), D. de Martin & M. Zamani (NSF NOIRLab) / NGC 1514: The Crystal Ball Nebula / CC BY 4.0 (Ausschnitt)

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