Jan Johannsen
Produkttest

Oppo Find X9 Ultra im Test: Verliebt in die zehnfache Telekamera

Es gibt viele Smartphones mit hervorragenden Kameras, aber nur das Oppo Find X9 Ultra hat eine Telekamera mit zehnfachem Zoom. Ich habe mich in sie verguckt.

Telekameras mit drei- oder fünffachem Zoom sind bei Smartphones weit verbreitet. Mehr Brennweite gab es zuletzt nur digital oder als sperrige Anstecklinse. Dem Find X9 Ultra spendiert Oppo allerdings eine Telekamera mit zehnfacher Brennweite der Hauptkamera. Die ins Kleinbildformat umgerechneten 230 Millimeter ermöglichen ganz neue Perspektiven, und liefern sogar eine gute Bildqualität. Auch das restliche Smartphone ist optimal ausgestattet. Günstig ist das riesige Smartphone allerdings nicht.

Vier Kameras auf der Rückseite und eine davon ist eine Seltenheit.
Vier Kameras auf der Rückseite und eine davon ist eine Seltenheit.

Eine zweite Telekamera hebt das Find X9 Ultra ab

Oppo verbaut im Find X9 Ultra zwei Telekameras: eine mit der zehnfachen Brennweite der Hauptkamera. Dadurch hebt sich das Smartphone von anderen Topmodellen ab. Das Vivo X300 Ultra und das Xiaomi 17 Ultra haben nur eine Telekamera und Samsung hat die Brennweite seit dem Galaxy S24 Ultra sogar auf eine fünffache Vergrößerung reduziert.

Die Eckdaten der Kameras des Find X9 Ultra im Überblick:

10×-Telekamera mit größtem Sensor und höchster Auflösung

Oppo stattet das Find X9 Ultra nicht nur mit einer zehnfachen Telekamera aus, sondern geizt auch nicht mit Superlativen: Als erste Smartphone-Kamera mit diesem optischen Zoom nutzt sie einen 50-Megapixel-Sensor. Und der ist von der Fläche her der größte in solch einer Kamera. Außerdem nimmt er 322 Prozent mehr Licht auf als das Samsung Galaxy S23 Ultra, das vor drei Jahren das letzte Smartphone mit einer zehnfachen Telekamera war.

Für solche Aufnahmen vom Anleger Steinwerder über die Elbe hinüber müsste ich bei anderen Smartphones zum Digitalzoom greifen und würde nie eine so gute Bildqualität erhalten.

Mit der 10×-Telekamera über die Elbe fotografieren.
Mit der 10×-Telekamera über die Elbe fotografieren.

Viele Telekameras werden bei Dunkelheit trotz Nachtmodus schlechter. Die Zehnfache des Find X9 Ultra nicht. Weder sind Lampen überbelichtet noch geht die Dunkelheit der Nacht komplett verloren – und trotzdem erkenne ich alles auf dem Bild.

10×-Telekamera bei Nacht.
10×-Telekamera bei Nacht.

3×-Telekamera mit dem größten Sensor

Bei der dreifachen Telekamera geht es mit den Superlativen weiter. Der Omnivision OV52A soll der größte Bildsensor in einer Telekamera insgesamt sein. Zusammen mit der f/2.2-Blende soll er 49 Prozent mehr Licht einfangen wie die 3×-Kameras vom Find X9 Pro oder X8 Ultra.

So begeistert ich von der zehnfachen Telekamera bin, mag ich bereits die mit kleineren Brennweiten. Mit ihnen bekomme ich Motive hin, die mit der Hauptkamera nicht möglich sind – zumindest nicht, solange ich nicht über Wasser laufen kann. Und wenn ich dann keine Qualitätsverluste hinnehmen muss, bin ich sehr zufrieden.

Mit der 3×-Telekamera näher ran ans Motiv, ohne die Füße zu benutzen.
Mit der 3×-Telekamera näher ran ans Motiv, ohne die Füße zu benutzen.

Im Nachtmodus bleiben die Fotos der Telekamera tatsächlich auch Nachtbilder, und sind weder unnatürlich aufgehellt noch qualitativ schlecht. Die Detailgenauigkeit leidet etwas, die Belichtung ist aber nahezu perfekt.

Auch bei der 3×-Telekamera ist die Nacht als solche zu erkennen.
Auch bei der 3×-Telekamera ist die Nacht als solche zu erkennen.

Hauptkamera: Sensor verkleinert, Auflösung erhöht und Blende vergrößert

Oppo nimmt beim Find X9 Ultra Abschied vom 1-Zoll-Sensor der Vorgängermodelle. Stattdessen kommt mit dem Lytia 901 ein Sensor zum Einsatz, den der Hersteller zusammen mit Sony entwickelt hat. Die Sensorfläche ist mit 1/1,12 Zoll immer noch groß, jedoch kleiner als beim Vivo X300 Ultra oder Xiaomi 17 Ultra. Dafür ist er Oppo zufolge der aktuell größte Sensor mit einer Auflösung von 200 Megapixeln. Zusammen mit der f/1.5-Blende soll er genauso viel Licht aufnehmen wie die größeren Sensoren der Vorgänger. Und beim zweifachen In-Sensor-Zoom sollen so immer noch 50 Megapixel zur Verfügung stehen. Standardmäßig nimmt die Hauptkamera Fotos mit 28 Megapixeln auf, die schnell über 10 Megabyte groß sind.

Unabhängig von den technischen Details, bin ich sehr vom Ergebnis angetan. Die Hauptkamera des Find X9 Ultra liefert hervorragende Fotos. Die Farben wirken natürlich, Kontraste gleicht sie gut aus und die Detailgenauigkeit ist hoch.

Hauptkamera mit natürlicher Farbwiedergabe.
Hauptkamera mit natürlicher Farbwiedergabe.

Bei Dunkelheit schaltet die Kamera automatisch in den Nachtmodus mit entsprechend längeren Belichtungszeiten. Das Ergebnis wirkt natürlich: Helle Bereiche sind nicht überbelichtet und die Nacht wird nicht zum Tag gemacht.

Die Nacht bleibt bei der Hauptkamera erhalten.
Die Nacht bleibt bei der Hauptkamera erhalten.

Ultraweitwinkel nimmt mehr Licht auf

Bei der Ultraweitwinkelkamera wird es ruhiger. Sie verfügt zwar über einen größeren Sensor als die zehnfache Telekamera, Oppo benennt als herausragende Neuerung aber nur die 56 Prozent mehr Lichtaufnahme gegenüber dem Vorgänger-Smartphone. Die restlichen Eckdaten entsprechen im Vergleich zu den anderen Kameras eher Branchenstandards. Was nicht gegen gute Bilder spricht.

Bei genauer Betrachtung fallen leichte Unschärfen in den Ecken auf. Die Farbwiedergabe gefällt mir, die Detailgenauigkeit bleibt aber etwas hinter der Hauptkamera zurück. Insgesamt ist die Ultraweitwinkelkamera aber einwandfrei für Touri-Schnappschüsse geeignet.

Die Ultraweitwinkelkamera ist nicht perfekt, aber für Schnappschüsse gut geeignet.
Die Ultraweitwinkelkamera ist nicht perfekt, aber für Schnappschüsse gut geeignet.

Auf dem Smartphone-Display sehen die Aufnahmen bei Dunkelheit wunderbar aus. Der Nachtmodus sorgt für eine gute Belichtung. Schaue ich mir die Aufnahmen auf einem großen PC-Bildschirm an, werden sie allerdings pixeliger.

Die Ultraweitwinkelkamera ist im Nachtmodus gut genug für Social Media.
Die Ultraweitwinkelkamera ist im Nachtmodus gut genug für Social Media.

Die Anstecklinse ist kein Muss

Die Anstecklinse, die Oppo zum Find X9 Ultra anbietet, macht optisch Eindruck und wirkt mit ihrer Stativhalterung sehr professionell. Allerdings verliert das Smartphone mit ihr an Handlichkeit und angesichts der 10×-Telekamera ist der Vorteil des Telekonverters geringer, als ich erwartet hatte.

Damit passt das Find X9 Ultra zwar auf ein Stativ, wird aber unhandlich.
Damit passt das Find X9 Ultra zwar auf ein Stativ, wird aber unhandlich.

Ich war damit – wie schon mit der Anstecklinse des Vivo X300 Ultra – wieder beim American Football unterwegs und die bearbeiteten Fotos sehen bei Instagram super aus. Die schnellen Bewegungen kann die Kamera aber nicht im ersten Moment scharf festhalten. Öffne ich schnell genug die Galerie-App, sehe ich, wie die Aufnahmen nachgeschärft werden. Das klappt nicht immer einwandfrei. Bei folgendem Bild hat die KI nur einen Rahmen um die Spielerinnen geschärft und nicht den kompletten Kunstrasen.

Hier wurde nur ein Rahmen um die erkannten Personen nachgeschärft.
Hier wurde nur ein Rahmen um die erkannten Personen nachgeschärft.

Die 70 Millimeter Unterschied bei der Brennweite haben nur wenig Auswirkung auf den Bildausschnitt. Hier wäre eine 400-Millimeter-Anstecklinse wie beim Vivo X300 Ultra attraktiver gewesen.

Betrachte ich die Aufnahmen auf dem Smartphone, sehe ich keinen Qualitätsunterschied. Erst, wenn ich sie in Originalgröße auf dem PC-Monitor betrachte, fällt vor allem bei Schrift auf, dass die Anstecklinse mehr Details liefert.

Der Name des Schiffes ist mit beiden Kameras gut lesbar. Für die Zahl am Rumpf oder der Fährlinie braucht es dann doch die Anstecklinse.
Der Name des Schiffes ist mit beiden Kameras gut lesbar. Für die Zahl am Rumpf oder der Fährlinie braucht es dann doch die Anstecklinse.

Ich kann mit dem Telekonverter auch digital zoomen und komme damit auf bis zu 1380 mm. Bei 690 mm fällt es mir aber bereits schwer, Motive aus der Hand zu treffen, zudem leidet die Detailgenauigkeit unter der digitalen Vergrößerung.

Mit digitalen 1380 mm komme ich an die Möwen auf dem verlassenen Ponton nah heran.
Mit digitalen 1380 mm komme ich an die Möwen auf dem verlassenen Ponton nah heran.

Aber dafür 500 Euro ausgeben und das sperrige Objektiv mit mir herumtragen? Nein. Außerdem macht die Hülle, die es fürs Anbringen des Telekonverters braucht, das Smartphone zu klobig. Das wiegen die Auslösetaste und die Zoomwippe nicht komplett auf.

Für die Anstecklinse ist diese Hülle notwendig, die das große Smartphone noch klobiger macht.
Für die Anstecklinse ist diese Hülle notwendig, die das große Smartphone noch klobiger macht.

Hasselblad weiterhin namhafter Partner für die Kamera

Mit dem Find X9 Ultra setzt Oppo die Kooperation mit Hasselblad fort. Diese macht sich in Filtern für die Kamera oder dem Design des Smartphones bemerkbar – vor allem bei der schwarzen Variante. Auch die Anordnung der Kameras auf der Rückseite soll Designphilosophien des schwedischen Kameraherstellers folgen.

Spannend finde ich die Ankündigung, dass der «Hasselblad Master Mode», der Modus der Kamera-App für manuelle Einstellungen, natürliche Farbtöne ohne jeden KI-Eingriff liefern soll. Im Vergleich zur Automatik sieht das Ergebnis dann so aus:

Vor allem beim Gelb der Mülltonnen und dem Orange des Bullis fällt die unterschiedliche Intensität der Farben auf. Sie ist aber auch am Gebäude links oder am Himmel zu erkennen.

Den «Xpan Mode» gibt es schon seit einigen Jahren und ich mag ihn immer noch. Mit dem Seitenverhältnis von 65:24 entstehen ganz andere Aufnahmen als im klassischen 3:2, das Smartphones meistens anbieten. Zusätzlich stehen unzählige analoge Filmtypen zur Simulation bereit, um den Look des Bildes nicht erst nach der Aufnahme anzupassen. Mir ist das schon zu viel Auswahl.

Screenshot der Xpan-Aufnahme mit einigen der zur Auswahl stehenden Filme.
Screenshot der Xpan-Aufnahme mit einigen der zur Auswahl stehenden Filme.

Sehr lange Akkulaufzeit, helles Display und viel Power

Die restliche Ausstattung des Oppo Find X9 Ultra bietet mit das Beste, was es derzeit an Hardware in einem Smartphone gibt. Deswegen hier nur der Schnelldurchlauf:

Beim Silizium-Kohlenstoff-Akku mit einer Kapazität von 7050 mAh ermittle ich eine Laufzeit von 27 Stunden und 39 Minuten. Damit ist es in unseren Tests derzeit das Modell mit der zweitlängsten Akkulaufzeit und wird nur vom Find X9 Pro mit einer größeren Batterie um 35 Minuten übertroffen. Ein Netzteil befindet sich nicht im Lieferumfang. Nutzt du eins, das den Schnellladestandard Supervooc unterstützt, nimmt das Smartphone bis zu 100 Watt entgegen. Drahtlos sind über Airvooc bis zu 50 Watt möglich.

Geladen wird wahlweise über USB-C oder drahtlos.
Geladen wird wahlweise über USB-C oder drahtlos.

Während die Akklaufzeit zu langen Fototouren einlädt, bietet sich der Bildschirm als Sucher für die Kameras an. Das 6,82 Zoll große AMOLED-Display erstrahlt in kräftigen und natürlichen Farben. Die Standardhelligkeit erreicht 800 Nits. Der High-Brightness-Modus erhöht sie auf 1800 Nits und sorgt dafür, dass auch bei Sonnenschein alles gut zu erkennen ist. Mit einer hohen Auflösung von 3168 × 1440 Pixeln ergibt sich eine Pixeldichte von 510 ppi und ein scharfes Bild voller Details. Falls es dir fürs Zocken wichtig ist: Das Display bietet eine Bildwiederholrate von bis zu 144 Hertz.

Das große Display ist technisch einwandfrei.
Das große Display ist technisch einwandfrei.

Das Find X9 Ultra lässt sich auch unter widrigen Bedingungen zum Fotografieren und für andere Dinge nutzen. Mit einer IP68/69-Zertifizierung ist es nicht nur gegen 30 Minuten Tauchen in 1,5 Metern Wassertiefe geschützt, sondern auch vor Strahlwasser. Ich würde das weniger als Einladung für Unterwasserfotos verstehen, sondern als Sicherheit, auch bei starken Regenschauern das Smartphone zücken zu können. Der Touchscreen reagiert zuverlässig auf feuchte Finger, zu groß sollten die Wassertropfen auf ihm aber nicht sein. Ab einer bestimmten Größe lösen auch sie Aktionen aus. Gorilla Glass Victus 2 soll Kratzer und andere Beschädigungen des Bildschirms verhindern.

Für die Rechenleistung ist der Snapdragon 8 Elite Gen 5 verantwortlich. Dem derzeit leistungsfähigsten Chipsatz von Qualcomm stehen zwölf Gigabyte Arbeitsspeicher zur Seite. Im Durchschnitt mehrerer Benchmark-Tests lässt das Find X9 Ultra sogar das Vivo X300 Ultra und das Xiaomi 17 Ultra mit jeweils dem gleichen Chipsatz hinter sich.

Der interne Speicher, auf dem nicht nur die aufgenommenen Fotos und Videos Platz finden müssen, ist 512 Gigabyte groß. In anderen Ländern bietet Oppo auch Varianten mit 256 Gigabyte oder einem Terabyte an. Ersteres ist für diese Art von Smartphone eher knapp bemessen. Eine Speichererweiterung per microSD-Karte ist nicht möglich.

ColorOS 16: KI-Tools und Quickshare mit AirDrop

Oppo installiert ColorOS 16 auf dem Find X9 Ultra. Die Software basiert auf Android 16 und bietet ein eigenes Erscheinungsbild und ergänzt Funktionen, die Googles Betriebssystem nicht überall bietet. Dazu gehört unter anderem die Nachbildung der Dynamic Island von iOS. Sie zeigt in einem kleinen Fenster rund um die Frontkamera Informationen ausgewählter Apps an, etwa bei der Musikwiedergabe. Mit einem Klick vergrößert sich das Fenster und bietet mehr Bedienoptionen.

Bei KI setzt Oppo zum einen auf Gemini von Google und ergänzt noch eigene Dienste. Der «Mind Space» sammelt Screenshots oder deine Sprachmemos, analysiert und verwaltet sie in Sammlungen. Außerdem sind sie durchsuchbar. Ein Segen für alle Menschen, die sich Sachen über Screenshots merken. Innerhalb des «Mind Space» gibt es weitere Funktionen. So kann der «AI Bill Manager» Rechnungen erkennen und eine Analyse deiner Ausgaben erstellen, wenn du Fotos oder Screenshots deiner Ausgaben anfertigst. Im «AI Mind Pilot», dem Chat-Assistenten im «Mind Space» kannst du direkt verschiedene KI-Chatbots gezielt mit deinen Anfragen ansprechen. Falls du keinen auswählst, überlegt der «Mind Pilot» welcher der passende ist.

Der Snap Key an der linken Seite des Rahmens.
Der Snap Key an der linken Seite des Rahmens.

Für den «Mind Space» gibt es mit dem «Snap Key» eine eigene Taste an der linken Seite des Smartphones. Einmal drücken, um einen Screenshot aufzunehmen, gedrückt halten, um eine Sprachnotiz aufzunehmen. Falls du den «Mind Space» nicht benutzt, kannst du die Taste auch mit anderen Funktionen belegen.

Bei Bedarf lässt sich die Belegung des Snap Key ändern.
Bei Bedarf lässt sich die Belegung des Snap Key ändern.

Der KI-Autor hilft beim Formulieren von Texten. Übersetzungen übernimmt die KI an verschiedenen Stellen, unter anderem neuerdings bei für Speisekarten. Mit KI-VoiceScribe lassen sich Inhalte von Textdateien zusammenfassen oder Bilder beschreiben.

Weitere KI-Tools befinden sich im Mind Space oder der Bildbearbeitung.
Weitere KI-Tools befinden sich im Mind Space oder der Bildbearbeitung.

Mit O+ Connect bietet Oppo schon länger eine iOS-App an, mit der sich Dateien zwischen den eigenen und Apples Smartphones austauschen lassen. Mit dem Find X9 Ultra ist dieser Umweg nicht mehr unbedingt nötig. Zumindest kann es via Quickshare auch direkt Dateien zu AirDrop schicken.

Oppo will das Find X9 Ultra fünf Jahre lang mit Betriebssystemupdates und sechs Jahre lang mit Sicherheitsaktualisierungen versorgen.

Fazit

Die Telekamera mit zehnfachem Zoom macht den Unterschied

Das Find X9 Ultra liefert hervorragende Fotos. Das trifft mit leichten Unterschieden auch auf andere Smartphones zu. Der große Unterschied, der für das Oppo spricht, ist die Telekamera mit zehnfachem Zoom. So eine große Brennweite habe ich lange nicht mehr in einem so handlichen Format nutzen können. Diese vierte Linse macht das Smartphone unter dem Foto-Aspekt derzeit zu meiner ersten Wahl.

Die restliche Ausstattung gehört zu dem Besten, was aktuelle Top-Smartphones zu bieten haben. Dabei sticht vor allem die sehr lange Akkulaufzeit hervor und lässt die versammelte Konkurrenz hinter sich.

Die ganze Technik benötigt allerdings ihren Platz, und so gehört das Find X9 Ultra zu den größeren Smartphones. Und günstig ist das alles auch nicht. Für Bedenken könnte zusätzlich sorgen, dass Oppo gerade erst wieder auf den Markt in Deutschland und der Schweiz zurückkehrt. Die Marke war in beiden Ländern aus unterschiedlichen Gründen verschwunden und muss sich das Vertrauen in ihren Kundensupport erst einmal wieder erarbeiten.

Pro

  • 10×-Telekamera
  • sehr lange Akklaufzeit

Contra

  • hoher Preis
  • Anstecklinse mit wenig Mehrwert für die Unhandlichkeit
OPPO Find X9 Ultra (512 GB, Canyon orange, Orange, 6.82", Dual SIM, 5G)
Smartphone
Energielabel A
CHF1467.95

OPPO Find X9 Ultra

512 GB, Canyon orange, Orange, 6.82", Dual SIM, 5G

Titelbild: Jan Johannsen

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Als Grundschüler saß ich noch mit vielen Mitschülern bei einem Freund im Wohnzimmer, um auf der Super NES zu spielen. Inzwischen bekomme ich die neueste Technik direkt in die Hände und teste sie für euch. In den letzten Jahren bei Curved, Computer Bild und Netzwelt, nun bei Digitec und Galaxus. 


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