
Hinter den Kulissen
Retouren haben ein zweites Leben
von Tobias Billeter

Knapp zwei Prozent der bei Galaxus bestellten Artikel gehen zurück ins Lager. Die häufigsten Rücksendungen nach dem Weihnachtsgeschäft: Smartphone-Hüllen, Lego und Kopfhörer. Wir zeigen, was die Schweiz darüber hinaus im vergangenen Jahr retourniert hat und warum.
Ob im Geschäft vor Ort oder online: Rückgaben gehören zum Handel dazu. Bei Galaxus werden retournierte Produkte geprüft und falls noch funktionstüchtig, weiterverkauft: «Was nicht defekt ist, gelangt mit dem Label ‹geprüfte Rückgabe› wieder in den Verkauf oder wird an soziale Partner-Organisationen gespendet. Entsorgt und rezykliert wird bei uns nur, was nicht weiterverwendet werden kann oder darf, wie zum Beispiel Hygieneartikel», erklärt Lauritz Fricke, Head of After Sales & Retail bei Digitec Galaxus.
Boots und Stiefel, Smartphone-Hüllen und vor allem Kopfhörer machten nach Weihnachten 2024 die meisten Retouren aus. Doch Weihnachten 2025 rückte erstmals auch Lego in die Top 3 vor. Nach den Smartphone-Hüllen und vor den Kopfhörern wurde in den zwei Wochen nach Heiligabend kein anderer Produkttyp in absoluten Zahlen so häufig zurückgegeben.
Am häufigsten im Verhältnis zum Bestellvolumen kamen im vergangenen Jahr Retouren in den Kategorien Bekleidung, Uhren und Schmuck sowie Sportartikel vor. Nahrungsmittel, Medien sowie Beauty und Gesundheit werden hingegen am seltensten zurückgesendet. Durchschnittlich liegt die Retourenquote bei 1,77 Prozent.
Onlinehändler wollen Retourenquoten möglichst niedrig halten – sowohl aus Umweltgründen als auch, um Kosten zu sparen. Darum setzt Galaxus auf ein möglichst breites Sortiment und detaillierte Produktbeschreibungen (die die Kundschaft sogar selbstständig verbessern kann), umfangreiche Filterfunktionen, ehrliche redaktionelle Beiträge und Einkaufshilfen wie die KI-Kaufberater und mehr.
Bei jeder Rückgabe fragen Digitec und Galaxus nach dem Grund, um Shop und Sortiment daraufhin zu optimieren. «Meistens passt es einfach nicht», erklärt Lauritz Fricke. «Zu gross, zu klein, nicht kompatibel mit einem anderen Produkt: Das sind die häufigsten Gründe und wir bringen diese Produkte dann schnell wieder in den Verkauf zurück».
Unter «Weitere Gründe» verbergen sich unter anderem Spezialfälle wie «Lieferung kam zu spät» (1 %), «Produkt nicht mehr nötig» (1%) und andere. Lauritz Fricke: «Wir bereiten gerade systemisch vor, 2026 dynamische Retourengründe je nach Produkt auszuspielen, und Retouren noch besser zu verstehen und durch optimierte Artikel-Informationen zu vermeiden.» Galaxus will die Kaufentscheidung für Kundinnen und Kunden so informiert und nutzerfreundlich wie möglich machen. Dazu gehören auch Transparenzinitiativen wie beispielsweise die «Retouren- und Garantiefallquote» einzelner Produkte.
Was muss passieren, damit du ein Produkt zurücksendest?
Faible für gute Serien, laute Musik, Science Fiction und (Zweitliga-)Fußball. Als PR Manager stehe ich Journalistinnen und Journalisten für alle Fragen zu Galaxus und ehrlichem E-Commerce zur Verfügung.
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