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Mit der Ricoh GR IV Monochrome siehst du nur Schwarz-Weiß

Debora Pape
16.1.2026

Die Ricoh GR IV Monochrome führt fort, was die GR-Reihe konsequent durchzieht: mit der Festbrennweite und dem Festlegen auf Schwarz-Weiß-Bilder musst du bewusst nach Motiven suchen.

Eine Kamera mit hochwertiger Ausstattung, die ausschließlich in Schwarz-Weiß aufnimmt? Wo die meisten Menschen den Kopf schütteln, könnten künstlerisch ambitionierte Fotografinnen und Fotografen aufhorchen. Ricoh bringt im Februar eine Variante der Kompaktkamera Ricoh GR IV auf den Markt, die ausschließlich in Schwarz-Weiß fotografiert. Wie die anderen GR-Modelle hat sie zudem eine fixe Brennweite. Sie kostet rund 1800 Euro oder Franken.

Neu ist die Idee nicht. Leica hat schon lange verschiedene Modelle mit Schwarz-Weiß-Sensor im Programm. Im Dezember stellte das Unternehmen erst die kompakte Q3 Monochrom vor. Bei den DSLR-Kameras ist zudem Pentax, das mittlerweile zu Ricoh gehört, mit seiner K-3 Mark III Monochrom zu nennen.

Der Sensor nimmt nur Helligkeitsinformationen auf

Der APS-C-Sensor mit 25,74 Megapixeln verzichtet auf einen Farbfilter und erfasst ausschließlich Helligkeitsinformationen. Die Farbinterpolation fällt weg und jedes Pixel trägt direkt zur Schärfe und Tonwertzeichnung bei. Die Aufnahme profitiert dadurch laut Ricoh von einer höheren Schärfe, präziseren Details und feineren Grauabstufungen. Gleichzeitig fällt mehr Licht auf den Sensor, was die Kamera bei wenig Licht leistungsfähiger macht und höhere ISO‑Werte ermöglicht. Der Empfindlichkeitsbereich reicht bis ISO 409 600 – das ist doppelt so hoch wie beim Farbmodell.

Eine weitere Besonderheit ist der integrierte physische Rotfilter, der sich per Funktionstaste aktivieren lässt. Er verstärkt Kontraste, etwa zwischen Himmel und Wolken, und ermöglicht klassische Schwarz-Weiß‑Looks ohne zusätzliches Zubehör.

Schwarz-Weiß-Fotos erlauben Kompositionen, die etwa Wolkenformationen dramatisch in Szene setzen.
Schwarz-Weiß-Fotos erlauben Kompositionen, die etwa Wolkenformationen dramatisch in Szene setzen.
Quelle: Ricoh

Wie alle Ricoh-GR-Kameras kommt auch die Monochrome-Variante der GR IV mit einer fixen 18,3-Millimeter-Brennweite (28 Millimeter im Kleinbildäquivalent). Teleaufnahmen sind nicht möglich. Dank der geringen Naheinstellungsgrenze von zehn Zentimetern lassen sich Makroaufnahmen begrenzt realisieren.

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Und nun zur wichtigsten Frage: Wer braucht eine teure Kamera, die bewusst auf übliche Funktionen verzichtet?

Wozu eine Kamera, die weniger kann?

Ricoh stellt das Prinzip der Reduktion in den Vordergrund. Die Kameras können weniger, das dafür aber sehr gut. Durch die Festbrennweite fallen ferne Motive weg. Die GR-Reihe ist daher und wegen ihrer kompakten Größe in der Straßenfotografie beliebt.

Im Gegensatz zu Farbkameras kannst du bei der Monochrome-Variante nicht im Nachhinein entscheiden, ob Farbe oder Schwarz-Weiß besser für ein Foto geeignet ist. Reine Schwarz-Weiß-Bilder erfordern einen Blick dafür, welche Szenen ohne Farben richtig zur Geltung kommen.

Die Zielgruppe kauft die Kamera nicht trotz ihrer Einschränkungen, sondern genau deswegen. Wer sowieso in Schwarz-Weiß fotografiert, bekommt bei der Ricoh GR IV Monochrom schärfere Bilder als mit Kameras, die nur einen Modus für Schwarz-Weiß an Bord haben.

Titelbild: Ricoh

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Fühlt sich vor dem Gaming-PC genauso zu Hause wie in der Hängematte im Garten. Mag unter anderem das römische Kaiserreich, Containerschiffe und Science-Fiction-Bücher. Spürt vor allem News aus dem IT-Bereich und Smart Things auf.


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