Mini war gestern: Das Samsung Galaxy Note10 Lite und Galaxy S10 Lite sind da
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Mini war gestern: Das Samsung Galaxy Note10 Lite und Galaxy S10 Lite sind da

Jan Johannsen
Jan Johannsen
Hamburg, am 03.01.2020
Nach Plus kommt Lite: Samsung ergänzt das Galaxy S10 und das Note10 jeweils um ein Lite-Modell. Während sich der Sinn des einen Smartphones sofort erschließt, fällt es beim anderen schwerer zu verstehen, wie Samsung mit ihm überzeugen will – das gilt auch noch, nachdem ich beide Geräte vorab in die Hand nehmen konnte.

Während das Galaxy Note10 Lite ein deutlich günstigerer Weg zum Smartphone mit einem Stift ist, ist das Galaxy S10 Lite von der Kamera abgesehen dem herkömmlichen S10 sehr ähnlich und scheinbar sogar teurer – zumindest wenn du die unverbindliche Preisempfehlung des einen mit dem Straßenpreis des anderen vergleichst.

Galaxy Note10 Lite: Günstig zum S Pen

Dass Lite nicht Mini bedeutet, wird beim Blick auf das Note10 Lite klar. Sein Display ist mit 6,7 Zoll größer als der Touchscreen des Note10 und nur 0,1 Zoll kleiner als Note10 Plus. Das Super-AMOLED-Display hat eine Auflösung von 2400×1080 Pixeln und liegt damit ebenfalls zwischen seinen Geschwistern. Für eine scharfe, detailreiche Darstellung reicht das problemlos und die Farben sind gewohnt kräftig. Für die Frontkamera befindet sich ein Loch im Display und keine mit dem Rahmen verbundene Aussparung. Der Fingerabdrucksensor befindet sich unter dem Display.

Großes Display mit Loch und Fingerabdrucksensor.
Großes Display mit Loch und Fingerabdrucksensor.

Wie schon beim Note10 ist auch beim Note10 Lite der S Pen das Hauptargument, sich das Smartphone zuzulegen. Der Eingabestift hat beim günstigeren Smartphone keine Gestensteuerung mehr, lässt sich durch Drücken seiner Taste aber immer noch als Fernbedienung nutzen. In meinen Augen kein großer Verlust, da die Gestensteuerung eine sehr akkurate Ausführung benötigt und damit im Alltag nur wenig sinnvoll ist.

Der S Pen ist auch beim Note10 Lite das Alleinstellungsmerkmal.
Der S Pen ist auch beim Note10 Lite das Alleinstellungsmerkmal.

Während der Akku des Note10 Lite mit 4300 mAh die gleiche Kapazität wie im Note10 Plus hat, spart Samsung beim Speicher. Der Arbeitsspeicher ist nur sechs statt acht Gigabyte groß und die Speicherkapazität sinkt von mindestens 256 Gigabyte auf 128 Gigabyte. Du kannst sie aber immer noch mit einer microSD-Karte erweitern. Als Chipsatz verbaut Samsung den Exynos 9810, der auch im Galaxy S10 zum Einsatz kommt.

Mit Stift und Kopfhöreranschluss.
Mit Stift und Kopfhöreranschluss.

Für Fotos steht dir im Note10 Lite weiterhin eine Triple-Kamera mit Weitwinkel- und Telelinse zur Verfügung. Die Auflösung liegt jeweils bei zwölf Megapixel. Beim Note10 hat die Weitwinkelkamera mit 16 Megapixeln eine höhere Auflösung – was aber nicht automatisch bessere Bilder bedeutet. Das gilt auch für die Frontkamera, deren Auflösung bei satten 32 Megapixeln liegt.

Triple-Kamera auf der Rückseite des Note 10 Lite.
Triple-Kamera auf der Rückseite des Note 10 Lite.

Das Galaxy Note10 Lite mag an einigen Punkten nicht mehr das Beste vom Besten bieten, verfügt insgesamt aber immer noch über eine sehr gute Ausstattung. Nach meinem ersten Eindruck kannst du ohne Bedenken Geld sparen und musst nicht zwangsläufig zum teureren Galaxy Note10 Plus greifen.

Galaxy S10 Lite: Mechanische Bildstabilisierung

Mit dem Galaxy S10e hatte Samsung dem Galaxy S10 direkt eine kleine und günstige Variante an die Seite gestellt. Die scheint aber nicht so überzeugt zu haben. Zumindest ist das S10 Lite nicht kleiner und auch sonst keine Spar-Version. Mit 6,7 Zoll ist sein Super-AMOLED-Display sogar größer als beim Galaxy S10 Plus. Die Auflösung fällt mit 2400×1080 Pixeln geringer aus, was bei Betrachtung des Displays aber kein Problem ist. Der Bildschirm ist detailreich und die Farben kräftig. Er hat keine Notch, sondern ein Loch für die Frontkamera und der Fingerabdrucksensor befindet sich im beziehungsweise unter dem Display.

Das S10 Lite ist größer als das S10 Plus.
Das S10 Lite ist größer als das S10 Plus.

Das besondere des Galaxy S10 Lite ist das sogenannte «Tilt Modul» in der Kamera. Dadurch ist die Kamera beweglich und kann bei Videos eine mechanische Bildstabilisierung ausführen. Bis zu drei Grad soll sich die Linse bewegen können. Bis hin zur UHD-Auflösung ersetzt sie damit die Software-Lösungen, die Samsung bisher in seinen Smartphones verbaut hat.

Eine Kameralinse ist beweglich und soll für ruhigere Videos sorgen.
Eine Kameralinse ist beweglich und soll für ruhigere Videos sorgen.

Die Triple-Kamera verfügt über Auflösungen von 48 (Haupt-), 12 (Weitwinkel-) und 5 Megapixel (Macro-Kamera). Bei der Hauptkamera werden immer vier Pixel zu einem zusammengezogen und die Fotos haben am Ende eine Auflösung von 12 Megapixeln. Die Frontkamera verfügt anders als beim S10 Plus nur über eine Linse, hat dafür mit 32 Megapixeln aber eine deutlich höhere Auflösung.

Als Chipsatz verbaut Samsung den immer noch sehr leistungsstarken Snapdragon 855 und stellt ihm acht Gigabyte Arbeitsspeicher zur Seite. Im Unterschied zum S10 (Plus) gibt es das Galaxy S10 Lite nur in einer Speichervariante mit 128 Gigabyte. Du kannst die Kapazität mit einer microSD-Karte erhöhen. Der Akku hat mit 4500 mAh – eine noch höhere Kapazität als beim Galaxy S10 Plus.

Nur noch USB-C. Einen anderen Kopfhöreranschluss gibt es nicht.
Nur noch USB-C. Einen anderen Kopfhöreranschluss gibt es nicht.

Das Galaxy S10 Lite ist nicht schlechter als das S10, es ist anders. Und falls sein Preis im Handel nicht schnell sinkt, sogar teurer als das Galaxy S10. Da bleibt nur die mechanische Bildstabilisierung bei Videos als Argument für die Lite-Version und damit eine sehr kleine Zielgruppe.

Preis und Verfügbarkeit

Das Samsung Galaxy Note10 Lite und das Galaxy S10 Lite sollen im ersten Quartal 2020 verfügbar sein. Genauer wurde Samsung noch nicht. Während du beim beim Note10 Lite zwischen «Aura Glow», «Aura Black» und «Aura Red» wählen kannst, erscheint das Galaxy S10 Lite in «Prism White», «Prism Black» und «Prism Blue».

Das Galaxy Note10 Lite in «Aura Red» fällt auf.
Das Galaxy Note10 Lite in «Aura Red» fällt auf.

Die unverbindlichen Preisempfehlungen liegen in Deutschland bei 599 Euro für das Galaxy Note10 Lite und 649 Euro für das Galaxy S10 Lite. Preise in Franken für die Schweiz konnte Samsung vorab noch nicht nennen.

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Jan Johannsen
Jan Johannsen
Content Development Editor, Hamburg
Als Grundschüler saß ich noch mit vielen Mitschülern bei einem Freund im Wohnzimmer, um auf der Super NES zu spielen. Inzwischen bekomme ich die neueste Technik direkt in die Hände und teste sie für euch. In den letzten Jahren bei Curved, Computer Bild und Netzwelt, nun bei Galaxus.de.

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