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Massenkündigungen bei Foxconn gefährden iPhone-Produktion

Samuel Buchmann
28.11.2022

Über 20 000 Arbeitskräfte haben die Foxconn-Fabrik in Zhengzhou verlassen, wo das iPhone 14 Pro hergestellt wird. Es könnte deshalb zu Lieferschwierigkeiten kommen. Die Kündigungswelle ist die Folge von restriktiven Lockdowns wegen eines Corona-Ausbruchs in der Produktionsstätte.

Der Apple-Lieferant Foxconn kämpft mit Unruhen und Massenkündigungen an seinem Standort in Zhengzhou. Über 20 000 Arbeiterinnen und Arbeiter haben das Unternehmen verlassen. Das führte im November zu einem Produktionsverlust von 30 Prozent, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters mit Bezug auf eine Insider-Quelle. Bereits jetzt komme es zu Lieferrückständen beim iPhone 14 Pro.

Hintergrund der Kündigungen ist Chinas restriktive Covid-Politik, die Lockdowns für ganze Fabriken zur Folge hat. Wegen eines Ausbruchs in Foxconns Produktionsstätte in Zhengzhou griff die Firma zu strengen Massnahmen. So wurden etwa Kantinen geschlossen und die Bewegungen von Mitarbeitenden rigoros kontrolliert. Trotzdem breitete sich das Corona-Virus weiter aus. Viele Angestellte brachen aus der Fabrik aus und flüchteten in ihre Heimatstädte.

Foxconn versprach den Arbeiterinnen und Arbeitern anschliessend Prämien, wenn sie blieben, zahlte diese aber anscheinend nicht aus. Gleichzeitig wurde über der Fabrik ein noch restriktiverer Lockdown verhängt. Das führte zu Massenprotesten und gewaltsamen Auseinandersetzungen mit den Sicherheitskräften.

Um die Unruhen zu stoppen, bot Foxconn den Protestierenden, die kündigen wollten Abfindungen von ein bis zwei Monatslöhnen. Über 20 000 nahmen das Angebot offenbar an und verliessen die Fabrik. Es handelte sich dabei vor allem um frisch eingestellte Arbeitskräfte. Insgesamt arbeiten in der «iPhone City» in Zhengzhou über 200 000 Personen. Es ist die einzige Fabrik, in der Apples Premium-Smartphones iPhone 14 Pro und iPhone 14 Pro Max hergestellt werden.

Der Verlust in der Produktionskapazität kommt für Apple zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt – kurz vor dem wichtigen Weihnachtsgeschäft. Die Aktie des iPhone-Herstellers fiel um zwei Prozent, nachdem die Kündigungswelle bekannt wurde.

Titelbild: Shutterstock

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Mein Fingerabdruck verändert sich regelmässig so stark, dass mein MacBook ihn nicht mehr erkennt. Der Grund: Wenn ich nicht gerade vor einem Bildschirm oder hinter einer Kamera hänge, dann wahrscheinlich an meinen Fingerspitzen mitten in einer Felswand.


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