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LinkedIn und X sind voller KI-Spam

Aus einer Stichprobe von über einer Million Posts auf verschiedenen Plattformen ist ein beträchtlicher Teil KI-generiert. Am stärksten betroffen sind lange LinkedIn-Beiträge.

Über ein Drittel der Inhalte auf LinkedIn soll KI-generiert sein. Auch auf anderen Plattformen wächst der Anteil kontinuierlich. Besonders längere Beiträge werden anscheinend immer seltener von Menschenhand geschrieben. Dies berichtet das Technologieunternehmen Pangram, das sich auf die Erkennung von KI-Inhalten spezialisiert hat.

Die Anteile komplett KI-generierter Inhalte auf den verschiedenen Plattformen.
Die Anteile komplett KI-generierter Inhalte auf den verschiedenen Plattformen.
Quelle: Pangram

Die Daten stammen aus Pangrams Browsererweiterung für Chrome. Diese scannt Social Media Feeds beim Durchscrollen und kennzeichnet Inhalte, die vermutlich KI-generiert sind. Per Opt-in können User ihre Statistiken anonym mit Pangram teilen. Nun hat die Firma die Zahlen aus den ersten Monaten veröffentlicht. Untersucht wurden gut eine Million Posts mit mindestens 50 Wörtern auf LinkedIn, X, Reddit, Substack und Medium.

Die Genauigkeit von KI-Detektoren ist umstritten, weil sie manchmal auch menschliche Texte fälschlicherweise als KI-generiert erkennt (false positive). Die verwendete Software Pangram 3.3 erreicht aber nach Angaben des Unternehmens eine False-positive-Rate von nur 0,01 Prozent. Selbst wenn sie um ein Vielfaches höher wäre, würde das für eine solche quantitative Analyse nur einen kleinen Unterschied machen.

Die wichtigsten Erkenntnisse:

  • Je länger ein Beitrag, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass er mit Künstlicher Intelligenz geschrieben wurde.
  • Einer von vier langen Posts (über 250 Wörter) ist vollständig KI-generiert. Auf LinkedIn beträgt die Quote sogar über 40 Prozent.
  • Fast die Hälfte aller Beiträge auf X wird zumindest teilweise mit KI verfasst.
  • Antworten werden seltener mit KI generiert als Top-Level-Posts.
Bezieht man auch Beiträge mit ein, die zwar nicht ganz, aber zumindest teilweise von KI verfasst wurden, ist der Prozentsatz bei X am höchsten.
Bezieht man auch Beiträge mit ein, die zwar nicht ganz, aber zumindest teilweise von KI verfasst wurden, ist der Prozentsatz bei X am höchsten.
Quelle: Pangram

Ein System, das sich im Kreis dreht

Dass so viele Leute bereit sind, auf LinkedIn in einem professionellen Kontext und unter echtem Namen eine KI für sich sprechen zu lassen, ist erstaunlich. Man könnte erwarten, dass die Hürden hier höher wären als auf anonymen Plattformen. Doch das Gegenteil ist der Fall. Ein Grund dafür dürften LinkedIns eingebaute KI-Schreibassistenten sein, welche die Verwendung von Sprachmodellen sehr bequem machen.

Dass bei Shortform-Content die Quote von vollständig KI-generierten Posts tiefer liegt, ergibt Sinn. Ein kurzer Gedanke ist schneller ausformuliert als eine komplexe Argumentation. Am tiefsten ist der KI-Anteil auf Reddit und Substack. Selbst dort erreicht er bei langen Beiträgen aber jeweils über zehn Prozent.

Diese Entwicklung ist nicht nur problematisch, weil der glattgebügelte KI-Slop eine Zumutung zum Lesen ist. Gerade Plattformen wie Reddit dienen umgekehrt wieder als Datenquellen für das Training von KI-Modellen – ein System, das sich immer stärker im Kreis dreht. Die den Sprachmodellen inhärenten Halluzinationen könnten dadurch häufiger werden. Auch 35 Prozent aller neu erstellten Webseiten sind laut Studien KI-generiert.

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Mein Fingerabdruck verändert sich regelmässig so stark, dass mein MacBook mich nicht erkennt. Der Grund: Sitze ich nicht vor einem Bildschirm oder stehe hinter einer Kamera, hänge ich oft an den Fingerspitzen in einer Felswand.


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